Albiolo
Vorlage:Infobox Gemeinde in Italien
Albiolo ist eine Gemeinde der italienischen Provinz Como in der Region Lombardei mit Vorlage:EWZ Einwohnern (Stand Vorlage:EWD).
Geographie
Die Gemeinde Albiolo liegt auf einem kleinen Hügel im nordwestlichen Teil der Provinz Como, nahe der Grenze zur Provinz Varese und wenige Kilometer von der Grenze zur Schweiz entfernt. Sie beteiligt sich an der grenzüberschreitenden Arbeitsgemeinschaft Regio Insubrica. Im Jahr 1971 hatte die Gemeinde Albiolo eine Fläche von 287 Hektar.
Die Nachbargemeinden sind am Norden Valmorea, am Osten Uggiate con Ronago und Faloppio, am Süden Olgiate Comasco, und am Westen Solbiate con Cagno.
Geschichte
Man nimmt an, dass der Name Albiolo vom lateinischen „Alveole“ herrührt, wofür es mehrere unbestätigte Erklärungen gibt. Albiolo könnte in der Römerzeit ein militärischer Vorposten Comos gewesen sein. Albiolo wird in der "Determinatio stratarum et pontium ...", die den Statuten von Como von 1335 beigefügt ist, unter den "comunia" aufgeführt, die für die Instandhaltung der Brücke über den Lura-Bach verantwortlich sind, die das Gebiet von Albiolo mit Gaggino verbindet (Statuti di Como 1335, Determinatio stratarum). Die Gemeinde gehörte zur Pieve von Uggiate, die durch die "Aufteilung ... des plebejischen Komplexes in vier Teile" im Jahr 1240 dem Bezirk Porta Torre der Stadt Como zugeschrieben wurde (1240). Albiolo erscheint auch als Teil der Gemeinde Uggiate im "Liber consulum civitatis Novocomi", in dem die Eide der Konsuln der Gemeinde von 1510 bis 1541 aufgeführt sind (Liber consulum Novocomi, 1510–1535). Im Jahr 1652 bestand das Land von Albiolo, das immer noch zur Pieve von Uggiate gehörte, aus 34 Bränden (1652). Aus den Antworten auf die 45 Fragen, die der Rat bei der Volkszählung von 1751 stellte, geht hervor, dass die Gemeinde Albiolo, die 473 Seelen zählte, einen Rat hatte, der sich aus den Familienoberhäuptern zusammensetzte, die sich auf dem öffentlichen Platz vor der Pfarrkirche trafen. Die Sitzung wurde durch das Läuten der Glocke durch den Konsul, der auch die zu behandelnden Themen angab, eröffnet. Die Beamten der Gemeinde waren die Bürgermeister, der Konsul, der Kollektor und der Kanzler. Alle drei Jahre wurden zwei Bürgermeister öffentlich gewählt. Der Konsul hingegen wurde durch eine öffentliche Versteigerung ernannt und war nur ein Jahr im Amt. Der Steuereinnehmer wurde ebenfalls öffentlich gewählt und blieb ein Jahr lang im Amt. Die Gemeinde hatte auch einen Kanzler, der nicht in der Gemeinde wohnte und regelmäßig bezahlt wurde. Albiolo unterstand der Gerichtsbarkeit des Podestà von Como, für dessen Dienste es einen Beitrag an die Stadt zahlte. Sowohl im "Compartimento territoriale specificante le cassine" von 1751 als auch im "Indice delle pievi e comunità dello Stato di Milano" war Albiolo immer in der Gemeinde Uggiate enthalten.
Nach dem vorübergehenden Zusammenschluss der lombardischen Provinzen mit dem Königreich Sardinien wurde die Gemeinde Albiolo mit 691 Einwohnern, die von einem fünfzehnköpfigen Gemeinderat und einem zweiköpfigen Stadtrat verwaltet wurde, auf der Grundlage der durch das Gesetz vom 23. Oktober 1859 festgelegten Gebietsaufteilung in das Mandamento II di Como, circondario I di Como, Provinz Como, aufgenommen. Bei der Gründung des Königreichs Italien im Jahr 1861 hatte die Gemeinde 702 Einwohner (Volkszählung 1861). Nach dem Gemeindegesetz von 1865 wurde die Gemeinde von einem Bürgermeister, einer Junta und einem Rat verwaltet. Im Jahr 1924 wurde die Gemeinde in den Bezirk Como der Provinz Como eingegliedert. Nach der Gemeindereform im Jahr 1926 wurde die Gemeinde von einem Podestà verwaltet.
Bevölkerung
<timeline> Colors=
id:lightgrey value:gray(0.9) id:darkgrey value:gray(0.8) id:sfondo value:rgb(1,1,1) id:barra value:rgb(0.6,0.7,0.8)
ImageSize = width:620 height:300 PlotArea = left:50 bottom:50 top:30 right:30 DateFormat = x.y Period = from:0 till:3100 TimeAxis = orientation:vertical AlignBars = justify ScaleMajor = gridcolor:darkgrey increment:500 start:0 ScaleMinor = gridcolor:lightgrey increment:125 start:0 BackgroundColors = canvas:sfondo
BarData=
bar:1861 text:1861 bar:1871 text:1871 bar:1881 text:1881 bar:1901 text:1901 bar:1911 text:1911 bar:1921 text:1921 bar:1931 text:1931 bar:1936 text:1936 bar:1951 text:1951 bar:1961 text:1961 bar:1971 text:1971 bar:1981 text:1981 bar:1991 text:1991 bar:2001 text:2001 bar:2022 text:2022
PlotData=
color:barra width:23 align:left
bar:1861 from: 0 till:702 bar:1871 from: 0 till:841 bar:1881 from: 0 till:892 bar:1901 from: 0 till:1145 bar:1911 from: 0 till:1236 bar:1921 from: 0 till:1370 bar:1931 from: 0 till:1325 bar:1936 from: 0 till:1196 bar:1951 from: 0 till:1365 bar:1961 from: 0 till:1534 bar:1971 from: 0 till:1860 bar:1981 from: 0 till:1891 bar:1991 from: 0 till:1907 bar:2001 from: 0 till:2260 bar:2022 from: 0 till:2704
PlotData=
bar:1861 at:702 fontsize:S text: 702 shift:(-8,5) bar:1871 at:841 fontsize:S text: 841 shift:(-8,5) bar:1881 at:892 fontsize:S text: 892 shift:(-8,5) bar:1901 at:1145 fontsize:S text: 1.145 shift:(-13,5) bar:1911 at:1236 fontsize:S text: 1.236 shift:(-13,5) bar:1921 at:1370 fontsize:S text: 1.370 shift:(-13,5) bar:1931 at:1325 fontsize:S text: 1.325 shift:(-13,5) bar:1936 at:1196 fontsize:S text: 1.196 shift:(-13,5) bar:1951 at:1365 fontsize:S text: 1.365 shift:(-13,5) bar:1961 at:1534 fontsize:S text: 1.534 shift:(-13,5) bar:1971 at:1860 fontsize:S text: 1.860 shift:(-13,5) bar:1981 at:1891 fontsize:S text: 1.891 shift:(-13,5) bar:1991 at:1907 fontsize:S text: 1.907 shift:(-13,5) bar:2001 at:2260 fontsize:S text: 2.260 shift:(-12,5) bar:2022 at:2704 fontsize:S text: 2.704 shift:(-12,5)
TextData=
fontsize:S pos:(30,30) text:Quelle = Istituto Nazionale di Statistica ISTAT
</timeline>
Kultur und Sehenswürdigkeiten
- Die Pfarrkirche Mariä Verkündigung wurde im Jahr 1625 umgebaut. Das Altarbild von 1579 ist erhalten. Die Orgel stammt von der Orgelbaufirma Mascioni (Opus 467, 1934).<ref>Pfarrkirche Santissima Annunciata (Foto)</ref>
- Die romanische Kirche San Martino aus dem 12. Jahrhundert. Der Campanile wurde im 17. Jahrhundert errichtet. Heute ist die Kirche, nach einem Gelöbnis während der Pest von 1630, der heiligen Anna geweiht. Es ist eines der ältesten Baudenkmäler von Albiolo. Die Fresken der lombardischen Schule des 14. und 15. Jahrhunderts sind gut erhalten.<ref>Kirche San Martino (italienisch) auf lombardiabeniculturali.it/architetture</ref><ref>Kirche San Martino (Sant’Anna) (Foto) auf archivio.varese-press.it</ref>
- Castello Odescalchi im 17. Jahrhundert gehörte es Benedetto Odescalchi, dem späteren Papst Innozenz XI. Hinter der Kirche der Beata Vergine Annunciata erhebt sich das Schloss auf einem Hügel über Caversaccio und Cagno (Lombardei) in Valmorea. Das Bauwerk stammt aus dem 13. Jahrhundert und scheint auf älteren Mauerresten[18] errichtet worden zu sein, bei denen es sich vermutlich um ein Waffendepot aus der späten Römerzeit handelt. Im 6. Jahrhundert war es im Besitz der Familie Odescalchi. Später wurde die Burg einem Mönchsorden geschenkt, der dort eine Zeit lang lebte. Heute ist es ein privates Wohnhaus, das zwischen 2016 und 2017 restauriert wurde.<ref>Schloss Odescalchi (Foto) auf lombardiabeniculturali.it</ref>
Veranstaltungen
- Sagra di Sant’Anna – Dorffest, Ende Juli
- Fiera di San Martino – Dorffest mit Landwirtschaftsausstellung, Mitte November
Persönlichkeiten
- Mario Mantovani (* 1950), Mitglied des 5. Europäischen Parlamentes, Ehrenbürger
Literatur
- Annalisa Borghese: Albiolo. In: Il territorio lariano e i suoi comuni. Editoriale del Drago, Milano 1992, S. 70.
- Anna Ferrari-Bravo, Paola Colombini: Guida d’Italia. Lombardia (esclusa Milano). Milano 1987, S. 269.
- Lombardia – Touring club italiano, Touring Editore (1999), ISBN 88-365-1325-5, Albiolo Online
Weblinks
- Albiolo auf lombardiabeniculturali.it (italienisch).
- Albiolo auf comuni-italiani.it (italienisch).
- Albiolo auf tuttitalia.it (italienisch).
- Albiolo auf lombardia.indettaglio.it (italienisch).
- Fremdenverkehrsverein Pro Loco Albiolo auf prolocoalbiolo.it (italienisch).
Einzelnachweise
<references />