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Albrecht Heinrich Carl Conradi

aus Wikipedia, der freien Enzyklopädie

Albrecht Heinrich Carl Conradi, auch Counradi<ref>Simon Paulus (Red.): Hermann Korb und seine Zeit. 1656–1735. Barockes Bauen im Fürstentum Braunschweig-Wolfenbüttel. Herausgegeben vom Museum im Schloss Wolfenbüttel und dem Fachgebiet Baugeschichte der Technischen Universität Braunschweig. Appelhans, Braunschweig 2006, ISBN 3-937664-51-3, S. 299.</ref> oder Counrady<ref>@1@2Vorlage:Toter Link/www.bildindex.deEintrag zu Albrecht Heinrich Carl Conradi (Seite nicht mehr abrufbar, festgestellt im Juni 2023. Suche im Internet Archive ) bei bildindex.de</ref> (* 1698<ref>Wolfgang Billig: Die Stiftskirche zu Steterburg. (= Quellen und Forschungen zur braunschweigischen Geschichte. Bd. 25, ZDB-ID 515291-4). Selbstverlag des Braunschweigischen Geschichtsvereins, Wolfenbüttel 1982, S. 191 (Zugleich: Braunschweig, Technische Univ., Diss., 1980).</ref> oder 1699<ref>Johann Joachim Eschenburg, Ernst Eberhard Wilberg: Entwurf einer Geschichte des Collegii Carolini in Braunschweig, 1745–1808. (= Beiträge zur Geschichte der Carolo-Wilhelmina. Bd. 2, 2, ISSN 0175-4645). Band 2. Braunschweigischer Hochschulbund, Braunschweig 1974, S. 62.</ref>; † 4. Juli 1774 in Braunschweig) war ein deutscher Bauverwalter und Kartograf.

Leben

Datei:Braunschweig Stadtplan um 1755 (AHC Conradi).JPG
„Plan der Stadt Braunschweig“ (entstanden um 1755). Gut sichtbar: die die Stadt durch- und umfließende Oker.
Datei:Braunschweig Ackerhof Schild um 1755 (A.H.C. Conradi).jpg
Ausschnitt aus dem Stadtplan von um 1755. Zu sehen sind u. a.: Das erste Braunschweiger Schloss („A“) am Bohlweg und die Magnikirche („P“), sowie die Straßen „in den Öhl-Schlägern“ und „Friesen Straße“ sowie der heutige „Ackerhof“, der damals noch „auf dem Schilde“ hieß.

Vierzig Jahre lang, von 1733 bis 1773, war Conradi als Bauverwalter in Braunschweig tätig.<ref>Peter Bessin: Der Regent als Architekt. Schloss Richmond und die Lustschloßbauten Braunschweig-Wolfenbüttels zwischen 1680 und 1780 als Paradigma fürstlicher Selbstdarstellung (= Rekonstruktion der Künste. Bd. 5). Vandenhoeck und Ruprecht, Göttingen 2001, ISBN 3-525-47904-2, S. 217.</ref> In dieser Zeit arbeitete er unter den bekannten Barock-Baumeistern Hermann Korb, Martin Peltier de Belfort, Georg Christoph Sturm und Carl Christoph Wilhelm Fleischer.<ref>Fritz von Osterhausen: Georg Christoph Sturm. Leben und Werk des Braunschweiger Hofbaumeisters (= Kunstwissenschaftliche Studien. Bd. 50). Deutscher Kunstverlag, München u. a. 1978, ISBN 3-422-00691-5, S. 29.</ref> Von 1747 bis 1749<ref><templatestyles src="Webarchiv/styles.css" />125 Jahre Geodätische Lehre und Forschung an der TU Braunschweig (Memento vom 29. November 2014 im Internet Archive) (PDF; 10,0 MB)</ref> war Conradi als Lehrer für Zivil- und Militärbaukunst am zwei Jahre zuvor gegründeten Collegium Carolinum, der Vorläuferinstitution der Technischen Universität Braunschweig, tätig.<ref>Michael Wenzel (Red.): 250 Jahre Museum. Von den fürstlichen Sammlungen zum Museum der Aufklärung. (1754–2004). Ausstellung in der Burg Dankwarderode, Braunschweig, 29. April bis 22. August 2004. Hirmer, München 2004, ISBN 3-7774-2155-3, S. 83.</ref>

1744 schuf Conradi einen Umgebungsplan der Stadt Braunschweig mit den Heerstraßen bis zur Braunschweiger Landwehr.<ref>Chronik der Stadt Braunschweig für 1744</ref> Um 1755 erstellte er den ersten in großer Auflage herausgebrachten Stadtplan Braunschweigs.<ref>Chronik der Stadt Braunschweig für die Zeit um 1755</ref>

Conradis bauliche Gestaltung war traditionell und zurückhaltend. Von ihm gestaltete Gebäude in Braunschweig, so beispielsweise das Doppelhaus Eiermarkt 3/4 oder der anstelle des 1739 abgerissenen Sackrathauses zwischen 1754 und 1757 errichtete palaisartige Sack-Keller sind heute nicht mehr erhalten.<ref>Simon Paulus (Red.): Hermann Korb und seine Zeit. 1656–1735. Barockes Bauen im Fürstentum Braunschweig-Wolfenbüttel. Herausgegeben vom Museum im Schloss Wolfenbüttel und dem Fachgebiet Baugeschichte der Technischen Universität Braunschweig. Appelhans, Braunschweig 2006, ISBN 3-937664-51-3, S. 197.</ref>

Einzelnachweise

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Weblinks

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