Albstadt (Alzenau)
Albstadt Stadt Alzenau
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| Koordinaten: | Vorlage:Deutsches Bundesland/Code_type:city(1308)&title=Albstadt 50° 7′ N, 9° 7′ O
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| Höhe: | 160 (147–371) m ü. NHN | |||||
| Fläche: | 6,65 km²<ref name="Gemarkung"/> | |||||
| Einwohner: | 1308 (1. Mai 2009)[Ohne Beleg] | |||||
| Eingemeindung: | 1. Juli 1972 | |||||
| Postleitzahl: | 63755 | |||||
| Vorwahl: | 06023 | |||||
Gemeindeteil und Gemarkung Albstadt Datei:View-zoom-in.svg
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Albstadt ist ein Gemeindeteil der Stadt Alzenau im unterfränkischen Landkreis Aschaffenburg in Bayern.<ref>Vorlage:BayernPortal Ortsteile</ref>
Geographie
Lage
Das Pfarrdorf liegt am Rande der historischen Birkenhainer Straße, unmittelbar an der Landesgrenze zu Hessen auf einer Höhe von 166 m ü. NHN. Südlich von Albstadt liegt Michelbach, nördlich Somborn und nordöstlich Neuses. Im Westen befindet sich der Hof Trages. In Albstadt vereinigen sich Wehmig und Eichbach zum Weibersbach. Durch den Ort führen die Staatsstraßen 3202 und 3339.
Der topographisch höchste Punkt der Dorfgemarkung, die zugleich etwa dem Gebiet der Altgemeinde Albstadt entspricht, befindet sich mit 371 m ü. NHN (Lage)
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}} am Gipfel des Heidkopfes westlich des Teufelsgrundes, der niedrigste liegt am Weibersbach auf 147 m ü. NHN (Lage)
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}}.<ref name="DE-BY_BV">BayernAtlas der Bayerischen Staatsregierung (Hinweise)</ref> Der nördlichste Punkt der Dorfgemarkung befindet sich ungefähr an der Heiligenhöhe (206 m), der südlichste liegt am Wolfsbach oberhalb der Dörsthöfe. Im Osten reicht die Gemarkung bis zu den Hängen des Sölzertsberges (351 m). Der westlichste Punkt befindet sich im Goldbachtal unterhalb des Goldbergs (220 m) südlich vom Hof Trages.<ref name="DE-BY_BV">BayernAtlas der Bayerischen Staatsregierung (Hinweise)</ref>
Gemarkung
Die Gemarkung Albstadt hat eine Fläche von 6,650 km². Sie ist in 1671 Flurstücke aufgeteilt, die eine durchschnittliche Fläche von 3979,75 m² haben.<ref name="Gemarkung">Gemarkung Albstadt (090302). In: geoindex.io. Geoindex Aktiengesellschaft, abgerufen am 1. April 2026.</ref><ref>Webkarte. ALKIS®-Verwaltungsgrenzen - Gemarkungen. In: BayernAtlas. LDBV, abgerufen am 1. April 2026.</ref>
Folgende Gemarkungen grenzen an das Ortsgebiet von Albstadt:<ref name="Gemarkung"/>
| Somborn | Neuses | |
| Kompassrose, die auf Nachbargemeinden zeigt | ||
| Michelbach |
Name
Etymologie
Es wird fälschlicherweise angenommen, dass der Name Albstadt sich von einer Alb ableitet. Der Name geht aber auf den Personennamen Albo zurück.<ref name="HJB">Unser Kahlgrund 1980. Heimatjahrbuch für den Landkreis Alzenau. Herausgegeben von der Arbeitsgemeinschaft zur Heimatforschung und Heimatpflege des Landkreises Alzenau, Landrat des Kreises. ISSN 0933-1328.</ref> Im Volksmund wird der Ort „Albschbedd“ oder auch „Albschbitt“ genannt.<ref>Artikel in der PrimaSonntag: Die Ortsnamen des bayerisch-hessischen Grenzgebiets - so wie man sie im Ort ausspricht</ref>
Frühere Schreibweisen
Frühere Schreibweisen des Ortes aus diversen historischen Karten und Urkunden:
- 889 „Albsteti“
- 1244 „Albestat“
- 1386 „Albestad“
- 1562 „Albisstat“
Geschichte
Die älteste erhaltene Erwähnung von Albstadt befindet sich in einer Urkunde aus dem Jahr 1244 als „Albestat“.<ref>Heinrich Reimer: Hessisches Urkundenbuch. Abt. 2. Urkundenbuch zur Geschichte der Herren von Hanau und der ehemaligen Provinz Hanau, Leipzig 1891ff, Bd. 1, Urkunde 230 (26).</ref> Albstadt gehörte zum Freigericht Alzenau, das aus vier Landgerichten bestand. Im Jahr 1500 belehnte der römisch-deutsche König Maximilian I. den Erzbischof von Mainz und den Grafen von Hanau-Münzenberg gemeinsamen mit dem Freigericht, das sie nun als Kondominat verwalteten. Da im Freigericht auch zur Zeit des Kondominats die kirchliche Jurisdiktion bei den Erzbischöfen von Mainz verblieb, konnte sich die Reformation – im Gegensatz zur Grafschaft Hanau-Münzenberg – dort nicht durchsetzen. Albstadt blieb römisch-katholisch.
Von 1601 bis 1605 fand im Freigericht Alzenau eine große Hexenverfolgung statt. In deren Folge wurden fünf Frauen und vier Männer aus Albstadt<ref>Namen der Opfer der Hexenprozesse / Hexenverfolgung in Albstadt (PDF; 7 kB), abgerufen am 9. Mai 2016.</ref> auf dem Scheiterhaufen als Hexen und Zauberer lebendig verbrannt.<ref>Peter Gbiorczyk: Zauberglaube und Hexenprozesse in der Grafschaft Hanau-Münzenberg im 16. und 17. Jahrhundert. Shaker. Düren 2021. ISBN 978-3-8440-7902-9, S. 163.</ref><ref>Hans Ritter: Hexenverbrennung im Freigericht. Archiv, 13. März 2008, archiviert vom Vorlage:IconExternal (nicht mehr online verfügbar) am 13. März 2008; abgerufen am 13. März 2024.</ref>
Als Graf Johann Reinhard III. 1736 als letzter männlicher Vertreter des Hauses Hanau starb, war dessen Erbe hinsichtlich der Grafschaft Hanau-Münzenberg aufgrund eines Erbvertrages der Landgraf von Hessen-Kassel. Ob das Erbe sich auch auf den Hanauer Anteil an dem Kondominat erstreckte, war in den folgenden Jahren zwischen Kurmainz und Hessen-Kassel heftig umstritten. Der Streit endete in einem Kompromiss, dem Partifikationsrezess von 1740, der eine Realteilung des Kondominats vorsah. Es dauerte allerdings bis 1748, bis der Vertrag umgesetzt war. Albstadt wurde vom Landgericht Somborn abgetrennt, das an Hessen-Kassel fiel, und blieb bei Kurmainz.
Der Reichsdeputationshauptschluss des Jahres 1803 schlug das Amt Alzenau der Landgrafschaft Hessen-Darmstadt (ab 1806: Großherzogtum Hessen) zu, die es aber nur 13 Jahre behielt. Im Jahr trat das Großherzogtum das Amt an das Königreich Bayern ab. Die Gemeinde Albstadt gehörte zum Bezirksamt Alzenau, das am 1. Juli 1862 gebildet wurde. Dieses wurde am 1. Januar 1939 der Landkreis Alzenau in Unterfranken.
Am 1. Juli 1972 wurde Albstadt im Zuge der Gebietsreform in Bayern nach Alzenau in Unterfranken eingemeindet.<ref></ref>
Sehenswertes
- Nahe der Landesgrenze zu Hessen steht an einem Feld einer der ältesten Bildstöcke Unterfrankens. Er wird im Volksmund „Schwedenkreuz“ genannt.<ref>https://www.alzenau.de/freizeit_gaestenetz/stadtgeschichte/sehenswuerdigkeiten/schwedenkreuz/index.asp</ref> Nach einer Informationstafel stammt das Wegkreuz aus dem Jahr 1608 und wurde von ortsansässigen Landschöffen errichtet.<ref><templatestyles src="Webarchiv/styles.css" />Spessart Nachrichten ( vom 6. Juli 2009 im Internet Archive)</ref>
- Die Kuratiekirche Philippus und Jakobus besitzt einen sehenswerten Pfarrgarten
- Kulturweg – Mittelalterliche Siedlung<ref><templatestyles src="Webarchiv/styles.css" />Albstadt ( vom 18. Mai 2014 im Internet Archive)</ref>
Ehrenbürger der ehemaligen Gemeinde Albstadt
- Weihbischof Alfons Kempf
- Geistlicher Rat Leo Wolpert
- Oberlehrer Kaspar Menth
- Oberlehrer Augustus Raps
- Hella und Gottfried Hagen
Literatur
- Artur Heinl (Hrsg.): Alzenau Albstadt; Chronik Alzenau-Albstadt, Vom Antlitz, Kultur und Vergangenheit eines Dorfes, Stadt Alzenau
Weblinks
Einzelnachweise
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Albstadt | Alzenau | Hörstein | Kälberau | Michelbach | Wasserlos
- Seiten mit Skriptfehlern
- Wikipedia:Vorlagenfehler/Vorlage:Infobox Ortsteil einer Gemeinde in Deutschland
- Wikipedia:Defekter Dateilink
- Wikipedia:Vorlagenfehler/Vorlage:Literatur/Interner Fehler
- Ort im Landkreis Aschaffenburg
- Geographie (Alzenau)
- Ehemalige Gemeinde (Landkreis Aschaffenburg)
- Ersterwähnung 1244
- Gemeindeauflösung 1972
- Kirchdorf (Siedlungstyp)
- Gemarkung im Landkreis Aschaffenburg