Aleplasinin
Aleplasinin ist ein experimenteller Arzneistoff aus der Gruppe der Plasminogen-Aktivator-Inhibitoren (PAI-1-Inhibitoren). Es wird von dem US-amerikanischen Pharmaunternehmen Wyeth entwickelt und soll als Arzneimittel gegen die Alzheimer-Krankheit eingesetzt werden.
Wirkmechanismus
Bei der Alzheimer-Krankheit lagern sich senile Plaques, aus fehlerhaft gefalteten Beta-Amyloid-Peptiden, zusammen mit Neurofibrillen in Neuronen an. Dies führt zu einer Nekrose der Nervenzellen.
Das Beta-Amyloid-Peptid aktiviert den gewebespezifischen Plasminogenaktivator tPA (tissue plasminogen activator), dieser wiederum aktiviert Plasminogen, welches die Plasmin-Synthese induziert. Plasmin stimuliert den Abbau von Beta-Amyloid.
tPA wiederum wird durch den Plasminogen-Aktivator-Inhibitor PAI-1 inhibiert. Bei der Alzheimer-Krankheit ist diese Inhibierung um ein Vielfaches verstärkt. Aleplasinin inhibiert selektiv PAI-1 und verhindert somit eine Hemmung des tPA. Dadurch wird das Beta-Amyloid-Peptid vermehrt abgebaut und kann sich nicht mehr mit den Neurofibrillen in den Nervenzellen zusammenlagern. So wird eine Nekrose verhindert.
Literatur
- J.S. Jacobsen et al., M.N. Pangalos: Enhanced clearance of Aβ in brain by sustaining the plasmin proteolysis cascade, in: Proceedings Natural Academy Sciences, 2008, 105, S. 8754–8759; doi:10.1073/pnas.0710823105
- American Medical Association: Vorlage:Webarchiv
Einzelnachweise
<references />