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Alpen-Schuppenkopf

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Alpen-Schuppenkopf
Datei:Cephalaria alpina 3 RF.jpg

Alpen-Schuppenkopf (Cephalaria alpina)

Systematik
Euasteriden II
Ordnung: Kardenartige (Dipsacales)
Familie: Geißblattgewächse (Caprifoliaceae)
Unterfamilie: Kardengewächse (Dipsacoideae)
Gattung: Schuppenköpfe (Cephalaria)
Art: Alpen-Schuppenkopf
Wissenschaftlicher Name
Cephalaria alpina
(L.) Roem. & Schult.

Der Alpen-Schuppenkopf (Cephalaria alpina) ist eine Pflanzenart aus der Gattung der Schuppenköpfe (Cephalaria) in der Unterfamilie der Kardengewächse (Dipsacoideae).

Beschreibung

Datei:Cephalaria alpina RF.jpg
Kugelige, körbchenförmige Blütenstände
Datei:Cephalaria alpina.jpg
Korbförmiger Blütenstand
Datei:Succisa alpina - Florae Germanicae et Helveticae.jpg
Illustration aus Florae Germanicae et Helveticae

Vegetative Merkmale

Der Alpen-Schuppenkopf ist eine verzweigte, ausdauernde krautige Pflanze, die Wuchshöhen von 60 bis zu 100 Zentimeter erreicht. Der Stängel ist kantig und vor allem unten dicht behaart.

Bei den gegenständigen Laubblättern sind die unteren gestielt und gezähnt, die oberen fiederteilig. Sie sind besonders auf der Unterseite dicht behaart.

Generative Merkmale

Die Blütezeit reicht von Juli bis September. Die Blüten befinden sich in einem endständigen körbchenförmigen Blütenstand. Die kugeligen Blütenköpfchen weisen außen mehrere Reihen Hüllblätter auf. Die Hüllblätter sind 6 bis 7 Millimeter lang und 3,5 bis 4 Millimeter breit. Im Körbchenboden befinden sich 9 bis 12 Millimeter lange und 2 bis 3 Millimeter breite Spreublätter. Hüllblätter und Spreublätter sind seidig-zottig behaart, selten kahl. Kelch und Außenkelch sind trockenhäutig und borstig. Der, aus zwei miteinander verwachsenen Vorblättern bestehende, Außenkelch besitzt acht pfriemliche, ungleich lange Zähne, vier Zähne sind etwa 1,5 Millimeter lang, die vier Zähne dazwischen sind etwa 1 Millimeter lang. Bei Fruchtreife ist der Außenkelch etwa 9 bis 12 Millimeter lang. Die zwittrige Blüte ist vierzählig. Die vier Kelchblätter sind miteinander zu einem aufwärts gebogenen Kelch verwachsen, es sind deutlich Kelchzähne zu erkennen. Die Krone ist gelblich-weiß, außen behaart und vierzipfelig. Die zwei Fruchtblätter sind zu einem unterständigen Fruchtknoten verwachsen.

Die Frucht ist vierkantig und gefurcht.

Die Chromosomenzahl beträgt 2n = 36.<ref name="Flora Helvetica" />

Vorkommen

Der Alpen-Schuppenkopf kommt in den West- und Südalpen, im Apennin und im Schweizer Jura vor. Nach Osten hin ist er bis zum Arlberg zu finden. Der Alpen-Schuppenkopf kommt ursprünglich in Österreich, der Schweiz, Frankreich, Italien und der Slowakei vor. In Deutschland fehlt diese Art. Sie kommt aber in Bayern (Herzogstand) angesalbt vor.<ref name="Schmeil und Fitschen2024" /> In Schweden ist sie ein Neophyt.<ref name="Euro+Med" />

Standorte des Alpen-Schuppenkopfs sind nährstoffreiche Böden, Gebüsche und Schutt in Höhenlagen von 1000 bis 1500 Metern. Er wächst vorwiegend auf Kalk. Die ökologischen Zeigerwerte nach Landolt et al. 2010 sind in der Schweiz: Feuchtezahl F = 3 (mäßig feucht), Lichtzahl L = 3 (halbschattig), Reaktionszahl R = 4 (neutral bis basisch), Temperaturzahl T = 2+ (unter-subalpin und ober-montan), Nährstoffzahl N = 4 (nährstoffreich), Kontinentalitätszahl K = 4 (subkontinental).<ref name="InfoFlora" />

Taxonomie

Der Alpen-Schuppenkopf wurde 1753 von Carl von Linné in Species Plantarum Band 1 Seite 98 als Scabiosa alpina erstbeschrieben. Das Epitheton hatte Linné von Caspar Bauhins Pinax (1623) übernommen. Die Art wurde 1818 von Johann Jacob Roemer und Josef August Schultes in Systema vegetabilium Edition 15bis, Band 3 Seite 43 als Cephalaria alpina <templatestyles src="Person/styles.css" />(L.) Roem. & Schult. in die Gattung Cephalaria gestellt.

Quellen

Literatur

  • Gunter Steinbach (Hrsg.): Alpenblumen (Steinbachs Naturführer). Mosaik Verlag GmbH, München 1996, ISBN 3-576-10558-1.

Einzelnachweise

<references> <ref name="Flora Helvetica"> Konrad Lauber, Gerhart Wagner: Flora Helvetica. Flora der Schweiz. Verlag Paul Haupt, Bern, Stuttgart, Wien, 1996, ISBN 3-258-05405-3, S. ZZZ. </ref> <ref name="Euro+Med"> G. Domina (2017+): Datenblatt Cephalaria alpina In: Euro+Med Plantbase - the information resource for Euro-Mediterranean plant diversity. </ref> <ref name="InfoFlora">Cephalaria alpina (L.) Roem. & Schult. In: Info Flora, dem nationalen Daten- und Informationszentrum der Schweizer Flora. Abgerufen am Vorlage:FormatDateSimple.</ref> <ref name="Schmeil und Fitschen2024">Gerald Parolly: Caprifoliaceae. In: Schmeil-Fitschen: Die Flora Deutschlands und angrenzender Länder. 98. Auflage. Verlag Quelle & Meyer, Wiebelsheim 2024. ISBN 978-3-494-01943-7. S. 835.</ref> </references>

Weblinks

Commons: Alpen-Schuppenkopf (Cephalaria alpina) – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien

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