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Alpen-Vergissmeinnicht

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Alpen-Vergissmeinnicht
Datei:Myosotis alpestris.jpg

Alpen-Vergissmeinnicht (Myosotis alpestris)

Systematik
Kerneudikotyledonen
Asteriden
Euasteriden I
Familie: Raublattgewächse (Boraginaceae)
Gattung: Vergissmeinnicht (Myosotis)
Art: Alpen-Vergissmeinnicht
Wissenschaftlicher Name
Myosotis alpestris
F.W.Schmidt

Das Alpen-Vergissmeinnicht (Myosotis alpestris) ist eine Pflanzenart aus der Gattung der Vergissmeinnicht (Myosotis) innerhalb der Familie der Raublattgewächse (Boraginaceae).

Beschreibung

Datei:Atlas der Alpenflora (Pl. 348) BHL10384636.jpg
Illustration aus Atlas der Alpenflora, 1882, Tafel 348
Datei:MyosotisAlpestris-overv.jpg
Habitus, Laubblätter und Blütenstände am Naturstandort

Vegetative Merkmale

Das Alpen-Vergissmeinnicht ist eine ausdauernde krautige Pflanze, die Wuchshöhen von 10 bis 15 Zentimetern erreicht. Die Grundblätter stehen in Rosetten. Die Laubblätter sind lanzettlich bis elliptisch und meist 3 bis 10 Millimeter breit.<ref name="Hegi1966" /> Die Grundblätter sind allmählich in den Stiel verschmälert.<ref name="InfoFlora" />

Generative Merkmale

Blütezeit ist vorwiegend Juni bis August. Die Blüten stehen in reichblütigen, anfangs dichten, später auch in traubenförmig verlängernden Wickeln.<ref name="Hegi1966" /> Die Blüten sind bis zu 9 mm breit und hell- bis intensiv blau mit gelben Schlundschuppen. Die Fruchtstiele sind aufrecht abstehend, sie sind dick und wenig länger als der Kelch.<ref name="InfoFlora" /> Der Kelch hat zahlreiche anliegende und nur wenige abstehende, gebogene oder hakig gekrümmte Haare.<ref name="InfoFlora" /> Die Teilfrüchte sind stumpf und bis 1,8 Millimeter lang.<ref name="InfoFlora" />

Die Chromosomenzahl beträgt 2n = 24 oder 48, seltener 20, 70 oder 72.<ref name="Oberdorfer2001" />

Verwechslungsmöglichkeiten

Das Alpen-Vergissmeinnicht wird oft mit dem Himmelsherold verwechselt, der in etwa die gleiche Blütezeit aufweist. Unterschied: Der Himmelsherold kommt erst ab Höhenlagen von 2000 Metern vor und besitzt zahlreiche sehr kleine Blattrosetten, die einen polsterförmigen Eindruck vermitteln.

Ökologie

Die kurze Kronröhre gewährt auch kurzrüsseligen Insekten Zugang zum Nektar. Bestäuber sind Zweiflügler, Bienen und Schmetterlinge.<ref name="Düll2011" />

Die Blüten sind beim Aufblühen fliederfarben, später himmelblau. Dieser Farbumschlag ist typisch für die Familie der Raublattgewächse. Dies kommt dadurch zustande, dass der Blütenfarbstoff Anthocyan ähnlich wie Lackmus reagiert: Im anfänglich sauren Zellsaft färbt er die Blüten rötlich, im später alkalischen Zellsaft schlägt er nach blau um.<ref name="Düll2011" />

Vorkommen

Myosotis alpestris gedeiht in den Gebirgen Europas, der Türkei, Armeniens und Georgiens.<ref name="GRIN" />

Häufige Standorte für Myosotis alpestris sind feuchte Flächen, Rasen, Schutt- oder Blockfluren in Höhenlagen von 1300 bis 3000 Metern. Das Alpen-Vergissmeinnicht wächst sowohl auf silikatischen als auch kalkhaltigen Böden. Es gedeiht in Mitteleuropa vor allem in Pflanzengesellschaften der Ordnung Seslerietalia albicantis, kommt aber auch in Gesellschaften der Klassen Salicetea herbaceae oder Thlaspietea rotundifolii sowie der Verbände Adenostylion oder Rumicion alpini vor.<ref name="Oberdorfer2001" />

Die ökologischen Zeigerwerte nach Landolt et al. 2010 sind in der Schweiz: Feuchtezahl F = 3 (mäßig feucht), Lichtzahl L = 4 (hell), Reaktionszahl R = 4 (neutral bis basisch), Temperaturzahl T = 1+ (unter-alpin, supra-subalpin und ober-subalpin), Nährstoffzahl N = 3 (mäßig nährstoffarm bis mäßig nährstoffreich), Kontinentalitätszahl K = 3 (subozeanisch bis subkontinental).<ref name="InfoFlora" />

Aus Myosotis alpestris sind zahlreiche Gartenformen entstanden, die sehr leicht verwildern.

Systematik

Die Erstveröffentlichung von Myosotis alpestris erfolgte durch Franz Willibald Schmidt.<ref name="Euro+Med" />

Von Myosotis alpestris wurden Unterarten beschrieben (Auswahl):<ref name="Euro+Med" />

  • Myosotis alpestris <templatestyles src="Person/styles.css" />F.W.Schmidt subsp. alpestris
  • Myosotis alpestris subsp. pyrenaeorum <templatestyles src="Person/styles.css" />(Blaise & Kerguélen) Valdés: Sie kommt in Spanien und Frankreich vor.<ref name="Euro+Med" />

Literatur

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Einzelnachweise

<references> <ref name="GRIN"> Skriptfehler: Ein solches Modul „Vorlage:GRIN“ ist nicht vorhanden. im Germplasm Resources Information Network (GRIN), USDA, ARS, National Genetic Resources Program. National Germplasm Resources Laboratory, Beltsville, Maryland. Abgerufen am Vorlage:FormatDateSimple. </ref> <ref name="InfoFlora"> Myosotis alpestris F. W. Schmidt In: Info Flora, dem nationalen Daten- und Informationszentrum der Schweizer Flora. Abgerufen am Vorlage:FormatDateSimple. </ref> <ref name="Düll2011"> Skriptfehler: Ein solches Modul „Vorlage:Literatur“ ist nicht vorhanden. </ref> <ref name="Oberdorfer2001"> Skriptfehler: Ein solches Modul „Vorlage:Literatur“ ist nicht vorhanden. </ref> <ref name="Euro+Med"> Benito Valdés (2011): Boraginaceae. Datenblatt Myosotis alpestris In: Euro+Med Plantbase - the information resource for Euro-Mediterranean plant diversity. Berlin 2011.</ref> <ref name="Hegi1966"> Gustav Hegi: Illustrierte Flora von Mitteleuropa. 1. Auflage, unveränderter Textnachdruck Band V, Teil 3. Verlag Carl Hanser, München 1966. S. 2166–2169. </ref> </references>

Weblinks

Commons: Alpen-Vergissmeinnicht (Myosotis alpestris) – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien

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