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Alpines Museum der Schweiz

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ALPS Alpines Museum der Schweiz
Daten
Ort 3005 Bern Welt-IconKoordinaten: 46° 56′ 38,7″ N, 7° 26′ 53,7″ O; CH1903: 600731 / 199220
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Art Kultur- und Naturwissenschaftliches Museum
Architekt Klauser & Streit<ref>Helvetiaplatz 2, 4. (PDF; 1,9 MB) In: bauinventar.bern.ch. Stadt Bern, abgerufen am 17. Februar 2018.</ref>
Eröffnung 1905 (Sammlung)
1934 (Gebäude)
Besucheranzahl (jährlich) 30'587 (2024)<ref>Jahresbericht 2024, S. 6.</ref>
Betreiber ALPS – Alpines Museum der Schweiz<ref>Stiftung, UID: CHE-107.817.066, Name bis 2020: Schweizerisches Alpines Museum</ref>
Leitung Beat Hächler
GLAM CH-000187
KGS 8542+609
Website alps.museum
Datei:Alps Alpines Museum - PH Bern.jpg
ALPS Alpines Museum im Vordergrund, rechts PH Bern (2025)
Datei:Alles dreht sich um die Berge.jpg
Innenansicht (2018)

Das ALPS Alpines Museum der Schweiz ist ein Museum am Helvetiaplatz 4 in Bern, das sich mit dem Verhältnis zwischen Bergen und Menschen, Kultur und Natur in den Alpen befasst. Es widmet sich kultur- und naturwissenschaftlichen Fragen des gesamten Alpenraums und unterhält eine bedeutende Sammlung mit den Schwerpunkten Kartografie, Alpinismus sowie Bergfotografie mit über 220'000 Fotografien. Es beherbergt eine der grössten Sammlungen von Bergreliefs und vermittelt sein Wissen regelmässig in Ausstellungen, Publikationen und Veranstaltungen. Seit März 2012 befinden sich im Erdgeschoss ein neu konzipierter Museumladen und die Gaststätte «las alps», die Spezialitäten aus dem Alpenbogen anbietet. Das ALPS ist Mitglied des Vereins Museumsquartier Bern, der seit Juni 2021 die organisatorische Klammer für die Zusammenarbeit der Kulturinstitutionen im Museumsquartier bildet.

Geschichte

Vorgeschichte, Gründung und erste Jahre

Datei:Alpines Museum 1908 - Ausschnitt aus Umschlagvorderseite.png
Alpines Museum 1908 – Ausschnitt aus Umschlagvorderseite.

Der Gedanke, ein alpines Museum zu gründen, lässt sich aus der im 19. Jahrhundert wachsenden Anteilnahme an den bergsteigerischen Leistungen und wissenschaftlichen Erkenntnissen und Theorien, insbesondere über die Entstehung der Hochgebirge, erklären. Eine Wirkung davon war, dass der Schweizer Alpen-Club 1883 in Zürich eine Ausstellung über die alpine Landschaftsmalerei sowie Geologie, Mineralogie, Botanik und Zoologie der Schweiz veranstaltete.<ref>Fritz Nussbaum: Bericht über die Ausstellung des Schweizer Alpenklub. In: Schweizer Alpen-Club. 1. April 1914, abgerufen am 10. März 2026.</ref> Es folgten Sonderschauen über die Gebirgswelt an der Landesausstellung 1896 in Genf<ref>Der SAC erhielt die Aufgabe zugeteilt, eine eigene Gruppe (Der Schweizerische Alpenclub) zusammenzustellen, an der sich alle 40 Sektionen von damals beteiligten. Nebst den Institutionen des SAC wurden verschiedene Gebirgsgegenden der Schweiz monographisch dargestellt. Quelle: Walther Rytz: 50 Jahre Schweizerisches Alpines Museum. Seine Geschichte von 1905-1955. Verlag des Schweizerischen Alpinen Museums, Bern 1955. S. 2.</ref> und an der kantonalbernischen Gewerbe-, Industrie- und Landwirtschaftsausstellung 1899 in Thun. Das für diese Ausstellungen gesammelte Material wurde wieder aufgelöst und ging teilweise ganz verloren. Aufgrund dieser betrüblichen Erfahrung wurde von einigen Mitgliedern der Berner Sektion, allen voran Paul Utinger und Rudolf Zeller, vorgeschlagen, ein alpines Museum zu schaffen.<ref>„Als im Jahre 1902 Paul Utinger, der spätere Centralkassier des Berner Centralcomités 1923—1925, im Schosse der Sektion Bern des S. A. C. die Anregung machte, es möchte in einem alpinen Museum all das gesammelt und vereinigt werden, worin die Alpen etwas Besonderes bieten, fiel sein Gedanke auf günstigen Boden.“ Quelle: Paul Köchli: Fünfzig Jahre Schweizerisches Alpines Museum. Abgerufen am 9. März 2026.</ref><ref>Schweizerisches alpines Museum. In: Der Bund, Band 53, Nummer 149. 30. Mai 1902, abgerufen am 9. März 2026.</ref> In einem Aufsatz in der «Alpina», dem damaligen offiziellen Publikationsorgan des SAC, umriss Rudolf Zeller die Ziele und Aufgaben eines schweizerischen alpinen Museums, indem man einem größeren Publikum zeigen wolle, was man unter Entwicklung und Tätigkeit des Alpinismus verstehe.<ref>„Die Initianten hatten für die Sammelthätigkeit des neuen Institutes ein vorläufiges Programm aufgestellt, demzufolge das Museum folgende Abteilungen enthalten sollte: Fauna und Flora der Alpen, charakteristische Minearlien und Gesteine, physikalische Geographie und Meteorologie der Alpen, Vokswirtschaft bezw. Alpwirtschaft, Trachtenbilder, die Entwicklung der alpinen Kartographie, die Entwicklung der künsterischen Darstellungen der schweizerischen Alpenwelt, Reliefe, historische Darstellungen der alpinen Ausrüstung bis auf die Gegenwart, der schweizerische Alpenklub, Erinnerungen an Klubfeste u. s. w., Klubhütten, Bildnisse von Gebirgsforschern und Geschichte des Alpinismus, alpinte Litteratur.“ Quelle: Alpines Museum in Bern. In: Intelligenzblatt für die Stadt Bern. 28. Mai 1902, abgerufen am 9. März 2026.</ref> Anlässlich der Feier des 40-jährigen Bestehens der Sektion Bern des SAC vom 2. April 1902 wurde die Gründung des Museums einstimmig beschlossen, worauf durch die Museumskommission unverzüglich die Vorarbeiten begannen. Dies umfasste die Sammlung von Gegenständen, welche von Privaten und Institutionen als Schenkungen übertragen wurden. Unter anderem bewilligte der Große Rat des Kantons Bern 15'000 Franken zum Ankauf des Reliefs der Berner Alpen von Simon Simon, welches 1908 ausgestellt wurde.<ref>Relief von Simon-Simon. In: Kulturgutstiftung Frutigland. Abgerufen am 9. März 2026.</ref><ref>Schweizerisches alpines Museum. In: Der Bund, Band 59, Nummer 136, Ausgabe 02. 20. März 1908, abgerufen am 9. März 2026.</ref><ref>Stadt Bern. Schweizerisches alpines Museum. In: Intelligenzblatt für die Stadt Bern. 21. März 1908, abgerufen am 9. März 2026.</ref> Dieser Aktivismus führte in anderen Landesteilen zu harscher und grundsätzlicher Kritik, da die Delegiertenversammlung des SAC ein Subventionsbegehren an das Zentralkomitee zurückgewiesen hatte.<ref>„Man liebt es bekanntlich in der Bundesstadt Bern, Schöpfungen rein lokaler Art ohne weiteres das eidgenössische Kreuz aufzudrücken und sie als „schweizerisch“ zu deklarieren. So hat mans z. B. letztes Jahr auch mit dem ersten „schweizerischen“ Skirennen auf dem Gurten gehalten und ähnlich ist’s auch mit der Schweizerischen Schützenstube gegangen. Dieses Vorgehen hat da und dort Missstimmung wachgerufen, unter der nun auch die neueste Berner „Gründung“ zu leiden haben wird. Es herrscht in nicht bernischen alpinistischen Kreisen absolut keine Begeisterung für das sogenannte „Schweizerische alpine Museum“; man findet, eine alpin-wissenschaftliche Sammlung gehörte in ein naturwissenschaftliches Museum, eine alpinistisch-sportliche Sammlung aber in keinem Falle nach Bern, sondern in ein Touristenzentrum, nach Grindelwald, Zermatt, Engelberg oder ins Engadin.“ Quelle: Eidgenossenschaft. Bern. In: Thurgauer Zeitung, Nummer 4. 6. Januar 1903, abgerufen am 9. März 2026.</ref> Dies konnte aber nicht verhindern, dass das neue Museum, nach vergeblichen Versuchen an der Kram- und Herrengasse, am 9. Juli 1905 in zwei gemieteten Sälen des ehemaligen Standesratshauses an der Zeughausgasse in Bern unter Beteiligung des Zentralvorstandes des Schweizerischen Alpenklubs und der Abordnungen von etwa 20 Sektionen mit einer Ansprache des Berner Stadtpräsidenten Adolf von Steiger und einem Lied des Männerchors der Stadt Bern feierlich eröffnet wurde.<ref>Alpines Museum. In: Berner Volksfreund, Nummer 161. 11. Juli 1905, abgerufen am 9. März 2026.</ref><ref>Schweizerisches alpines Museum. In: Geschäftsblatt für den obern Teil des Kantons Bern, Band 52, Nummer 55, Ausgabe 02. 12. Juli 1905, abgerufen am 9. März 2026.</ref><ref>Schweizerisches alpines Museum in Bern. In: Engadiner Post. 20. Juli 1905, abgerufen am 9. März 2026.</ref> Unter Beteiligung von Experten wie Rudolf Zeller, dem ersten Leiter des Museums, Fritz Nussbaum und anderen wurden in der Folge die begonnenen Arbeiten weitergeführt. Am Zentralfest des Gesamt-SAC 1907 in Bern wurde auf eine Motion der Sektion Winterthur hin die Zentralstelle für alpine Lichtbilder beschlossen, mit deren Leitung der Hochgebirgsphotograph Franz Rohr betraut wurde.<ref>„Franz Rohr widmete sich mit grossem Eifer der Führung dieses Instituts, das sich rasch entwickelte. In sechs Katalogen konnte er den Benutzern schon eine reiche Auswahl von Bildern in Aussicht stellen. Angeregt durch dieses Beispiel hat der Club alpin français 1909 ebenfalls eine derartige Zentralstelle geschaffen, nachdem ein Mitglied des Comité central eigens von Paris nach Bern gereist war und die betreffenden Einrichtungen studiert hatte.“ Quelle: Walther Rytz: 50 Jahre Schweizerisches Alpines Museum. Seine Geschichte von 1905-1955. Verlag des Schweizerischen Alpinen Museums, Bern 1955. S. 8.</ref> Es entfaltete sich eine rege Ausstellungstätigkeit mit entsprechendem Besucherandrang. Die Sammlungstätigkeit erstreckte sich auf alle Gebiete der alpinen Landeskunde, vor allem aber auf Reliefs, Panoramen und Karten sowie Geologie, Mineralogie, Gletscherforschung, Pflanzen- und Tierwelt, Ausrüstungsgegenstände, Dokumente und Erinnerungsstücke bedeutender Alpenforscher, Volkskundematerial, alpine Kunst und Grafik.<ref>Georges Grosjean: Das Schweizerische Alpine Museum. In: Schweizer Alpen-Club. Abgerufen am 10. März 2026.</ref><ref>1907 besuchten 5.500 Personen nebst 18 Schulen das Museum und es fanden auch Ausstellungen in anderen Institutionen wie dem Kunstmuseum Bern statt. Quelle: Schweizerisches alpines Museum. In: Der Bund, Band 59, Nummer 75. 14. Februar 1908, abgerufen am 9. März 2026.</ref> Es erfolgten weitere Schenkungen, z. B. die Originalzeichnung des großen Mont Blanc-Panorama, das Relief der Rigi von Xaver Imfeld und eine Sammlung von 1'000 Negativen des Gebirgsfotografen Jules Beck.<ref>Schweizerisches alpines Museum. In: Oberländer Tagblatt, Band 33, Nummer 164. 13. Juli 1909, abgerufen am 9. März 2026.</ref> Unter der Leitung des Gymnasiallehrers und späteren Professors für Geographie an der Universität Bern, der auch den ethnografischen Sammlungen des Bernischen Historischen Museums vorstand, entwickelte sich das Museum durch das ständige Anwachsen des Sammlungsguts und erlangte in Fachkreisen großes Ansehen.<ref>„Die Anerkennung blieb nicht aus und erfolgte vor allem von sachkundiger und wissenschaftlicher Seite. Im Geographischen Anzeiger aus dem Jahre 1908 z. B. schreibt Prof. M. Friederichsen (damals in Bern), es bleibe nach Abzug der sportlich-touristischen Abteilung ein «von echt geographischem Geiste getragenes länderkundliches Museum des Schweizer Alpengebietes» zurück. Und weiterhin lautet sein Urteil: «Hier kommt es der Museumsleitung darauf an, wissenschaftlich fundierte Aufklärung über die Gesamtheit aller Erscheindungen der Natur der Schweizer Alpen in den Kreisen der Bergsteiger wie des grossen Publikums zu verbreiten, Liebe und Verständnis für die Bergwelt zu wecken und zu vertiefen.»“ Quelle: Walther Rytz: 50 Jahre Schweizerisches Alpines Museum. Seine Geschichte von 1905-1955. Verlag des Schweizerischen Alpinen Museums, Bern 1955. S. 3–4.</ref> Als Erfolg verbuchte man insbesondere den Entschluss des Deutschen und Österreichischen Alpenvereins, ein alpines Museum nach den Prinzipien und dem Vorbild des Schweizerischen Alpinen Museums zu errichten, welches im Dezember 1911 in München eröffnet wurde. Infolge der raschen Vermehrung der Sammlung machte sich in den Lokalen an der Zeughausgasse Raummangel geltend. Dazu kam, dass der Mietvertrag durch den Eigentümer zuerst auf Ende April 1926 gekündigt<ref>Tourismus. Alpinismus. In: Neue Zürcher Zeitung, Nummer 1199, Ausgabe 02. 31. Juli 1925, abgerufen am 10. März 2026.</ref> und dann um weitere fünf Jahre verlängert wurde, allerdings nur unter beträchtlicher Erhöhung des Mietzinses, was die Betriebsrechnung stark belastete.<ref>Schweiz. Alpines Museum in Bern. In: eue Zürcher Zeitung, Nummer 539, Ausgabe 02. 4. April 1926, abgerufen am 21. März 2026.</ref> Daraufhin wurde die Errichtung eines Neubaus in Anlehnung an das vorgesehene Schulmuseum und als Gegenstück zur neuen Kunsthalle geplant, der viermal soviel Platz wie das bisherige Museum haben und auch das Postmuseum beherbergen sollte.<ref>Schweizerisches alpines Museum. In: Geschäftsblatt für den obern Teil des Kantons Bern, Band 58, Nummer 54, Ausgabe 03. 8. Juli 1911, abgerufen am 10. März 2026.</ref> Die Baukosten dieser Museen betrugen 700'000 bis 800'000 Franken.<ref>Alpines Museum, Schulmuseum, Postmuseum. In: Zürcher Oberländer, Band 81, Nummer 186. 11. August 1933, abgerufen am 21. März 2026.</ref> Durch die Errichtung einer öffentlichen Stiftung am 7. Februar 1933 zwischen Eidgenossenschaft, Kanton Bern, Einwohnergemeinde Bern, Gesamt-SAC und Sektion Bern<ref>„Letzter Tage wurde in Bern unter dem Namen Schweizerisches Alpines Museum eine Stiftung im Sinne von Art. 80 ff. Zivilgesetzbuch in Bern gegründet. Die Stiftung übernimmt das seit 28 Jahren im alten Ständeratssaal an der Zeughausgasse bestehende Alpine Museum der Sektion Bern des Schweizer Alpenklubs und bezweckt durch die Erstellung eines zweckmässigen Neubaus die Ausgestaltung zu einem landeskundlichen Museum der Schweizer Alpen durch die Sammlung und Ausstellung aller erreichbaren, historisch und wissenschaftlich interessanten Gegenstände und Materialien über dieses Gebiet. An der neuen Stiftung beteiligen sich als Gründer, außer der Sektion Bern des S. A.  C., der Gesamt-Alpenklub, die Eidgenossenschaft, der Kanton Bern und die Einwohnergemeinde Bern. [...] Präsident des Stiftungsrates ist Prof. Dr. Rud. Zeller, Mitgründer und Leiter des bisherigen Alpinen Museums, Vizepräsident A. Henne, eidg. Forstinspektor, Sekretär Dr. A. Lang, internationaler Beamter, Kassier R. von Tscharner, alle in Bern.“ Quelle: Schweizerisches Alpines Museum. In: Berner Tagwacht, Band 41, Nummer 33. 9. Februar 1933, abgerufen am 21. März 2026.</ref><ref>Ein Schweizerisches Alpines Museum in Bern. In: Der Bund, Band 84, Nummer 68. 10. Februar 1933, abgerufen am 21. März 2026.</ref> wurde das Museum auf eine tragfähigere Basis gestellt. Im Herbst 1934 konnte nach jahrelangem Äufnen eines Baufonds durch den Gesamt-SAC und die Sektion Bern und mit beträchtlichen Zuschüssen der übrigen Stiftungspartner sowie der Burgergemeinde Bern das heutige Gebäude am Helvetiaplatz bezogen werden.<ref>Georges Grosjean: Das Schweizerische Alpine Museum. In: Schweizer Alpen-Club. 1. April 1963, abgerufen am 10. März 2026.</ref><ref>„Die Gemeinde Bern hat in dankenswerter Weise das erforderliche Terrain unentgeltlich zu Verfügung gestellt und die Delegiertenversammlung des Schweizerischen Alpenklubs hat einen Beitrag von 25'000 Franken an den Neubau bewilligt; auch von einzelnen Mitgliedern des S. A. C. sind bereits namhafte Beiträge gezeichnet worden. Die Baukosten sind auf Fr. 300'000 veranschlagt.“ Quelle: Schweizerisches alpines Museum. In: Der Bund, Band 63, Nummer 293, Ausgabe 02. 25. Juni 1912, abgerufen am 10. März 2026.</ref><ref>„Der König von Rumänien, seit mehr als 40 Jahren Mitglied des Schweizerischen Alpenclubs und Ehrenmitglied der Sektion St. Gallen, hat an den Neubau des schweiz. Alpinen Museums in Bern eine Summe von 1'000 Fr. gestiftet.“ Quelle: Schweizerisches Alpines Museum. In: Walliser Bote. 1. Juni 1914, abgerufen am 10. März 2026.</ref> Das neue Museum wurde am 15. Dezember 1934 mit einer Einweihungsfeier wiedereröffnet.<ref>Schweiz. Alpines Museum in Bern. In: Neue Zürcher Zeitung, Nummer 2243, Ausgabe 03. 11. Dezember 1934, abgerufen am 21. März 2026.</ref><ref>Das neue Schweizerische Alpine Museum in Bern. In: Berner Tagwacht, Band 42, Nummer 294. 15. Dezember 1934, abgerufen am 21. März 2026.</ref><ref>Schweizerisches Alpines Museum. In: Berner Tagwacht, Band 42, Nummer 295. 17. Dezember 1934, abgerufen am 21. März 2026.</ref><ref>Das neue Schweizerische Alpine Museum in Bern. In: Freiburger Nachrichten. 18. Dezember 1934, abgerufen am 21. März 2026.</ref>

Nach dem Bezug des Neubaus

Datei:Alpines Museum in Bern von aussen (Rechts vom Postmuseum Berner Schulwarte).jpg
Alpines Museum, 1935.

Der Museumsneubau am Helvetiaplatz im Berner Kirchenfeldquartier steht heute als Beispiel für das Neue Bauen unter Denkmalschutz.<ref>„Alpines Museum und Schulwarte, erbaut 1933/34. Die Schulwarte und das Alpine Museum gehören zur kleinen Gruppe der Vertreter des Neuen Bauens in Bern, ohne aber die Qualität der Bauten Salvisbergs oder anderer Architekten zu erreichen. Hauptbaukörper ist der langgestreckte, dreistöckige Flügel entlang dem Feldeggweg. Die beiden eigenständigen Nutzungen sind in der Strassenfassade nur durch den schmalen Unterbruch in den die gesamte Breite einnehmenden Fensterbändern und im überdachten Eingang ablesbar. Gegen den Helvetiaplatz ist ein um ein Stockwerk höherer, plattenverkleideter Kopfbau in den Längsflügel verzahnt, der als schaufrontartiger Portalrisalit vortritt. Seine Fassade ist durch hohe Rechteckfenster in vier Achsen unterteilt, wobei die beiden Mittelachsen des Erdgeschosses zur Portalhalle zusammengefasst sind. Entgegen der Planeingabe ist die Stirnfassade wesentlich hausbackener (geplant waren sechs Achsen bandartiger, nur horizontal unterteilter Fenster) ausgeführt worden. Die Schulwarte wurde durch den Umbau von 1980 nur geringfügig verändert, während der Einbau eines zweigeschossigen Saals im Alpinen Museum 1991 ein erheblicher, aber gekonnt ausgeführter Eingriff in die Gebäudesubstanz war.“ Quelle: Helvetiaplatz 2, 4. In: Bauinventar Stadt Bern. Abgerufen am 10. März 2026.</ref> In die beiden unteren Stockwerke zog das Schweizerische Postmuseum als Mieter ein, da die Stiftung nicht leistungsfähig genug war, die Abzahlungskosten für das Museumsgebäude alleine zu tragen. Die Entwicklung des neuen Museums wurde bald durch den Ausbruch des Krieges von 1939–1945 empfindlich gehemmt, da die Betriebsmittel immer knapper wurden. In dieser Zeit musste im Mai 1940, wenige Monate vor Rudolf Zellers Tod,<ref>Kleine Chronik [Nachruf auf Rudolf Zeller]. In: Neue Zürcher Zeitung, Nummer 1508. 18. Oktober 1940, abgerufen am 10. März 2026.</ref> der Botaniker und Alpinist Walther Rytz die Leitung des Museums abrupt übernehmen.<ref>„Walther Rytz ersetzte die fehlenden Mittel durch Optimismus und persönlichen Einsatz und begegnete dem zunehmenden Raummangel durch immer neue Sonderausstellungen, von denen manche als bedeutende Marksteine in die Geschichte des Museums eingegangen sind. So war in der Zeit von Walther Rytz das Gebäude am Helvetiaplatz nie von musealer Luft umwittert, sondern wirkte stets aktuell, frisch und jugendlich.“ Quelle: Georges Grojean: Das Schweizerische Alpine Museum. In: Schweizer Alpen-Club. 1. April 1963, abgerufen am 10. März 2026.</ref> Als sich die Zeiten bei steigender Wirtschaftskonjunktur besserten, wurde eine umfassende Erneuerung des Museums eingeleitet.

Am 1. Januar 1958 begann die dritte Periode des Museums, indem unter dem bisherigen Leiter als Stiftungsratspräsidenten ein neuer, nebenamtlich besoldeter Leiter die Aufgabe der Reorganisation unter günstigen Bedingungen und mit den erforderlichen ausserordentlichen Mitteln übernehmen konnte.

Von 1990 bis 1993 wurde das Museum umgebaut und neu eingerichtet. Es entstand eine Dauerausstellung auf zwei Etagen und Raum auf einer Etage für die immer wieder wechselnden Sonderausstellungen. Alle acht bis zehn Monate stand auf diese Weise wieder ein neues Thema rund um die Alpen und den Alpenraum zur Debatte. Besonders hervorzuheben sind die erfolgreichen Ausstellungen Gletscher im Treibhaus<ref>Stefan Dürre: Alpines Museum zeigt: Gletscher im Treibhaus (1. September 2006 bis 25. März 2007). In: Greenpeace. 29. August 2006, abgerufen am 10. März 2026.</ref> und Zimmer frei. Alpenhotels zwischen Abbruch und Aufbruch.<ref>Matthias Raaflaub: Das Alpine Museum im Klimawandel. In: Der Bund. 11. Dezember 2009, abgerufen am 10. März 2026.</ref>

Aktuelles Konzept

Von September 2011 bis März 2012 wurde das Museum erneut umgebaut und mit neuem Konzept und gegenwartsorientierter Ausrichtung wieder eröffnet. Die Dauerausstellung machte den auf zwei Etagen stattfindenden (700 m²) grossen Sonderausstellungen Platz. Ebenso neu im Konzept ist die Ausstellungsfläche «Biwak», das «Schnellboot» des grossen «Museumsdampfers», in dem experimentelle Kleinausstellungen mit schnellerem Wechsel stattfinden. Dabei stehen die verschiedenen Herangehensweisen und Blickwinkel auf das Thema, die immer wieder neu ausgelotet werden, im Vordergrund, denn nicht nur naturhistorische und geografische Fragen drängen sich auf, sondern auch kulturelle, gesellschaftliche, kunstbezogene und insbesondere gegenwartsorientierte Ansichten und Befindlichkeiten müssen und sollen diskutiert werden.

Ausstellungen (Auswahl)

Auf der Homepage des ALPS sind die Ausstellungen ab 2012 detailliert aufgeführt.<ref>Ausstellungen - Rückschau. In: Alpines Museum der Schweiz. Abgerufen am 28. Januar 2026.</ref> Das Thema nachhaltiges Sanieren und Bauen war unter dem Titel Constructive Alps wiederholt Gegenstand von Ausstellungen.

  • Berge versetzen. Eine Auslegeordnung (30. März 2012 – 26. August 2012)
  • Digital Oberland. Das interaktive Bergrelief (30. März 2012 – 24. Juni 2012)
  • The Yeosu Selection. Auftritt an der Expo 2012 in Südkorea (29. Juni 2012 – 14. Oktober 2012)
  • Intensivstationen. Alpenansichten von Lois Hechenblaikner (28. September 2012 – 24. März 2013)
  • Alpenshopping. Eine Instant-Sammlung (20. Oktober 2012 – 24. Februar 2013)
  • Stille Orte. Das Klo im Hochgebirge (9. März 2013 – 12. März 2013)
  • Helvetia Club. Die Berge und der Schweizer Alpen-Club (20. April 2013 – 30. März 2014)
  • Himalaya Report. Bergsteigen im Medienzeitalter (25. April 2013 – 30. März 2014)
  • City Mountains. Made in Taipei, Taiwan (24. Mai 2013 – 18. August 2013)
  • Matratzenlager. 531 m ü. M. – Schlafen im Museum (12. Oktober 2013 – 24. November 2013)
  • Tierra incognita. Kartenschatz aus Argentinien (14. Dezember 2013 – 2. März 2014)
  • Eugenie Goldstern. Die Sammlerin und ihre Sammlung (21. Juni 2014 – 7. September 2014)
  • Bündnerfleisch. Alpenkulinarik vom Feinsten (20. September 2014 – 7. Dezember 2014)
  • Good News aus Afghanistan. Das Skiwunder von Bamiyan (20. Dezember 2014 – 22. März 2015)
  • Transit-Hotel. Tourismus nach Mass (2. April 2015 – 28. Juni 2015)
  • Bikini in den Bergen. Eine Tour de Pool durch die Alpenschweiz (5. Juli 2015 – 4. Oktober 2015)
  • Eintritt ins Hochgebirge. Eine Filmmcollage (3. Oktober 2015 – 4. September 2016)
  • Triglav. Slowenien und sein Nationalberg (30. Januar 2016 – 28. März 2016)
  • Wilde Küche. Ein kulinarischer Streifzug (1. September 2016 – 8. Januar 2017)
  • Wasser unser. Sechs Entwürfe für die Zukunft (27. Oktober 2016 – 7. Januar 2018)
  • Reklamekunst und Reiseträume. Zurück in der Gegenwart (27. Januar 2017 – 23. April 2017)
  • Der Wolf ist da. Eine Menschenausstellung (13. Mai 2017 – 1. Oktober 2017)
  • Schöne Berge. Eine Ansichtssache (23. Februar 2018 – 1. September 2019)
  • Baustelle Fortschritt. Emil Zbinden und der Staumauerbau (15. März 2018 – 19. August 2018)
  • Matterhorn Stories. Über den grössten Bücher-Berg (11. Juni 2018 – 28. Oktober 2018)
  • Suiza existe. Spurensuche in Esperanza, Argentinien (7. September 2018 – 28. Oktober 2018)
  • Die weisse Gefahr. Umgang mit Lawinen in der Schweiz (24. November 2018 – 11. April 2019)
  • Echo. Der Berg ruft zurück (25. Mai 2019 – 27. Oktober 2019)
  • Werkstatt Alpen. Von Macherinnen und Machern (18. Oktober 2019 – 27. September 2020)
  • Iran Winter. Abseits der Piste (22. November 2019 – 12. April 2020)
  • Skifahren. Fundbüro für Erinnerungen (16. Februar 2020–04.10.2021)
  • Fragmentarium Alpinum. SAC-Kunstpreis (11. September 2020 – 18. Oktober 2020)
  • Frauen am Berg. Fundbüro für Erinnerungen (4. Dezember 2021 – 7. Januar 2024)
  • Auf Pirsch. Vom Handwerk der Jagd (26. August 2021 – 1. Januar 2022)
  • Skivirus. Eine Spurensicherung (22. Januar 2022 – 1. Mai 2022)
  • Raclette. L'excellent fromage de montagne (21. Mai 2022 – 13. November 2022)
  • Let's Talk about Mountains. Eine filmische Annäherung an Nordkorea (26. März 2021 – 25. September 2022)
  • Heimat. Auf Spurensuche in Mitholz (19. November 2022 – 11. August 2024)
  • Après-Lift. Skiberge im Wandel (17. Dezember 2022 – 28. Mai 2023)
  • Fiktionen im Untergrund. SAC-Kunstpreis für Fragmentin (1. Juli 2023 – 3. September 2023)
  • Check-in Check-out. Alles über Gastfreundschaft (29. September 2023 – 19. Mai 2024)
  • Am Limit. Auf Expedition mit Erhard Loretan (29. Juni 2024 – 6. April 2025)
  • Repair. Fundbüro für Erinnerungen (9. März 2024 – 4. Januar 2026)
  • Blubbb. Die Fundstücke des Aaretauchers Dave (bis 21. September 2025)
  • Wenn Berge rutschen. Glarner:innen reden über den Wandel (18. Oktober 2025 – 19. April 2026)
  • Souvenir. Fundbüro für Erinnerungen (14. März 2026 bis Januar 2028)<ref>Beitrag in der Hauptausgabe der Tagesschau des Schweizer Fernsehens zur Souvenir-Ausstellung inkl. Interview mit der verantwortlichen Kuratorin Rebecca Etter: Igor Basic: Alpines Museum Bern: Selfies, Kitsch und Gipfelsteine. In: SRF. 14. März 2026, abgerufen am 22. März 2026.</ref>
  • Grönland. Alles wird anders (bis 16. August 2026)

Publikationen

  • Daniel Di Falco; Beat Häsler (Hg.): Alles wird anders – Grönland. ALPS – Alpines Museum der Schweiz, Bern 2024, ISBN 978-3-033-10862-2. Publikation im Rahmen der gleichnamigen Ausstellung im ALPS – Alpines Museum der Schweiz, 25. Oktober 2024 bis 16. August 2026.
  • Helen Moser; Alpines Museum der Schweiz (Hg.): Check-In, Check-Out. Hotelfotografie der Kunstanstalt Brügger, Meiringen. Scheidegger & Spiess, Zürich 2024, ISBN 978-3-03942-189-3. Ein Postkartenbuch.
  • Alpines Museum der Schweiz; Deutsches Hygiene-Museum Dresden (Hg.): Let's talk about mountains = San e dae ha yeo i ya gi hab si da. Verlag des Deutschen Hygiene-Museums Dresden, Dresden 2023, ISBN 978-3-86043-065-1. Ausstellungskatalog des Deutschen Hygiene-Museums zur gleichnamigen Ausstellung, 18. November 2023 bis 26. Mai 2024.
  • Daniel Di Falco; Barbara Keller (Hg.): Mitholz: über Heimat nachdenken. Alpines Museum der Schweiz, Bern 2022. Aufsatzsammlung.
  • Alpines Museum der Schweiz (Hg.): A Woman's Place. Fundstücke von Bergsteigerinnen aus der Sammlung. Scheidegger & Spiess, Zürich 2021, ISBN 978-3-03942-039-1.
  • Beat Hächler; Sepp Odermatt; Christian Rohr; Stefan Hächler: Schnee von gestern : Fundstücke zur Skikultur. Scheidegger & Spiess, Zürich 2020, ISBN 978-3-85881-668-9. Ein Postkartenbuch.
  • Albert Hafner: Einführung in die Gletscherarchäologie. Alpines Museum Schweiz, Bern 2019. Online-Ressource.
  • Christian Rohr: Was die Geschichtswissenschaft zur Sensibilisierung für die Diskussion um den Klimawandel beitragen kann: quellenkritische Betrachtungen zu bildlichen Darstellungen vom Gletscherschwund der letzten 150 Jahre. Alpines Museum der Schweiz, Bern 2019. Online Ressource.
  • Verlag X-Time: Grimsel: Staumauerbau im Bild. Edition eigenART, Bern 2018, ISBN 978-3-909990-29-0. Katalog zur gleichnamigen Ausstellung im Alpinen Museum der Schweiz, 15.03.2018 – 19.08.2018.
  • Luzia Carlen; Beat Hächler; Helen Hirsch; Antoine Jaccoud; Barbara Keller; Christoph Lichtin; Bernhard Tschofen: Schöne Berge. Kunst und Kitsch aus der Gemäldesammlung. Scheidegger & Spiess, Zürich 2018, ISBN 978-3-85881-585-9. Ein Postkartenbuch.
  • Alpines Museum der Schweiz: Geranium City : [Stadt Bern]. – circa 1:9 000 (E 7°25'54"- E 7°28'52"/N 46°57'15"-N 46°55'48"). Werd & Weber, Thun 2016.
  • Matthias Beitl; Werner Bellwald; Luzia Carlen: Kerbhölzer, Knochenschlitten, Kuhherden. Kostbarkeiten der Ethnografischen Sammlung des Alpinen Museums der Schweiz. Scheidegger & Spiess, Zürich 2016, ISBN 978-3-85881-501-9. Ein Postkartenbuch.
  • Alpines Museum der Schweiz: Reklamekunst und Reiseträume. Anton Reckziegel und die Frühzeit des Tourismusplakates. Scheidegger & Spiess, Zürich 2016, ISBN 978-3-85881-532-3. Katalog zur gleichnamigen Ausstellung im Alpinen Museum der Schweiz, 27.01.2017 – 23.04.2017.
  • Köbi Gantenbein; Stefan Hächler; Beat Hächler; Meret Speiser: Bikini in den Bergen. Badefotografie der Kunstanstalt Brügger Meiringen. Scheidegger & Spiess, Zürich 2015, ISBN 978-3-85881-481-4. Ein Postkartenbuch.
  • Barbara Keller (Hg.): Lebendige Traditionen ausstellen. Hier und Jetzt, Baden 2015, ISBN 978-3-03919-354-7.
  • Daniel Anker (Hg.): Helvetia-Club : 150 Jahre Schweizer Alpen-Club SAC, 1863 - 2013. SAC-Verlag, Bern 2013, ISBN 978-3-85902-362-8. Katalog zur Ausstellung Die Schweiz, die Berge und der Schweizer Alpen-Club im Alpinen Museum der Schweiz, 20. April 2013 bis 30. März 2014
  • Urs Kneubühl; Markus Schürpf (Hg.): Jules Beck – der erste Schweizer Hochgebirgsfotograf. Scheidegger & Spiess, Zürich 2012, ISBN 978-3-85881-343-5.
  • Susanne Grieder (Hg.): Augenreisen: das Panorama in der Schweiz. Schweizerisches Alpines Museum, Bern 2001, ISBN 978-3-9520873-6-7. Katalog zur gleichnamigen Ausstellung im Schweizerischen Alpinen Museum, 23. November 2001 bis 1. Mai 2002.
  • Thomas Klöti (Hg.): Der Weltensammler: eine aktuelle Sicht auf 16000 Landkarten des Johann Friedrich von Ryhiner (1732 - 1803). Verlag Cartographica Helvetica, Murten 1998. Begleitheft zur Sonderausstellung von 10. September bis 6. Dezember 1998 im Schweizerischen Alpinen Museum Bern.
  • Madlena Cavelti Hammer: Farbe, Licht und Schatten: die Entwicklung der Reliefkartographie seit 1660. Verlag Cartographica Helvetica, Murten 1997. Begleitheft zur Sonderausstellung vom 5. April bis 3. August 1997 im Schweizerischen Alpinen Museum Bern und im September/Oktober 1997 im Bundesamt für Eich- und Vermessungswesen in Wien.
  • Urs Kneubühl: Bergbilder. Gilde Schweizer Bergmaler, Schmitten 1995, ISBN 978-3-9520873-0-5. Katalog zur gleichnamigen Ausstellung im Schweizerischen Alpinen Museum, 25. Juni – 27. August 1995.
  • Georges Grosjean: 100 Jahre Geographisches Institut der Universität Bern 1886 - 1986. Geografische Gesellschaft von Bern; Schweizerisches Alpines Museum, Bern 1991.
  • Markus Liechti; Ruedi Homberger (Illustratoren): Berge am Rande der Welt. Schweizerisches Alpines Museum, Bern 1980. Fotoausstellung: Markus Liechti: Spitzbergen; Ruedi Homberger: Patagonien/Fitz Roy.
  • Klaus Aerni (Hg.): Der Mensch in der Landschaft. Festschrift für Georges Grosjean zum 65. Geburtstag, 17. Januar 1986, gewidmet von der Geographischen Gesellschaft Bern, von Kollegen, Mitarbeitern, Schülern und Freunden. Geographische Gesellschaft, Schweizerisches Alpines Museum, Bern 1986.
  • Georges Grosjean: Das Schweizerische Alpine Museum. In: Schweizer Alpen-Club, Die Alpen, 1963. Abgerufen am 9. März 2026.
  • Paul Köchli: Fünfzig Jahre Schweizerisches Alpines Museum. Abgerufen am 9. März 2026.
  • Walther Rytz: 50 Jahre Schweizerisches Alpines Museum. Seine Geschichte von 1905-1955. Verlag des Schweizerischen Alpinen Museums, Bern 1955. Mit 9 Photographien aus dem Alpinen Museum und 1 Portrait von Rudolf Zeller. (Wissenschaftliche Mitteilungen des Schweiz. Alpinen Museums in Bern, Nr. 9.) 24 Seiten.
  • Fritz Gygax: Das topographische Relief in der Schweiz. Ein Beitrag zur Geschichte der schweizerischen Kartographie. Schweizerisches Alpines Museum, Bern 1937.
  • Paul Born-Moser: Die Verbreitung der Orinocaraben in den Zentral- und Westalpen. Verlag des Schweizerischen Alpinen Museums, Bern 1919. (Wissenschaftliche Mitteilungen des Schweizerischen Alpinen Museums in Bern; 5).
  • Walther Rytz: Die Erforschung der Alpenflora und der Alpinismus in der Schweiz. Nach einem Vortrag gehalten in der Sektion Bern des S. A. C. Verlag des Schweizerischen Alpinen Museums, Bern 1918. (Wissenschaftliche Mitteilungen des Schweizerischen Alpinen Museums in Bern; 4).
  • Fritz Nussbaum: Die Täler der Schweizer Alpen. Eine geographische Studie. Verlag des Schweizerischen Alpinen Museums, Bern 1910. (Wissenschaftliche Mitteilungen des Schweizerischen Alpinen Museums in Bern; 3). Mit 12 Abbildungen und 3 Tafeln.
  • Eugen v. Büren-v. Salis: Die Schmetterlings-Sammlung im Alpinen Museum in Bern. Verlag des Schweizerischen Alpinen Museums, Bern 1908. (Wissenschaftliche Mitteilungen des Schweizerischen Alpinen Museums in Bern; 2).
  • W. Kürsteiner (Dr. med.): Das alpine Rettungswesen in der Schweiz. 1905-1907. Verlag des Schweizerischen Alpinen Museums, Bern 1907. (Wissenschaftliche Mitteilungen des Schweizerischen Alpinen Museums in Bern; 1).
  • Rudolf Zeller: Ein Rundgang durch das Schweizerische Alpine Museum in Bern. Verlag des Schweizerischen Alpinen Museums, Bern 1934. (4. Auflage; 1. bis 3. Auflage: bis 1913). Französische Ausgabe: 1935.

Auszeichnungen

Rechtsform

Trägerin des ALPS ist die Stiftung Schweizerisches Alpines Museum, die 1933 gegründet wurde. Stifter sind die Schweizerische Eidgenossenschaft, der Kanton Bern, die Stadt Bern, der Schweizer Alpen-Club SAC und die Sektion Bern des SAC. Die Stiftung bezweckt den Erhalt und Betrieb des Museums "alps - Alpines Museum der Schweiz" als Ort der Auseinandersetzung mit dem alpinen Kulturerbe und mit Gegenwarts- und Zukunftsfragen des alpinen Lebensraumes zur Stärkung der kulturellen Vielfalt der Schweiz. Sie unterhält ein Netzwerk mit Dritten (Museen, Sammlungen und Akteuren), die sich ebenfalls mit der Natur und Kultur der Alpen und weiterer Berggebiete befassen, durch fachliche Unterstützung und internationalen Austausch.<ref>Quelle: alps - Alpines Museum der Schweiz, CHE-107.817.066. In: Handelsregisteramt des Kantons Bern. Abgerufen am 9. Februar 2026.</ref> Die Namensänderung zu ALPS erfolgte durch die Urkundenänderung vom 22. Juli 2020.<ref>Quelle: Mutation Schweizerisches Alpines Museum, Bern, neu alps - Alpines Museum der Schweiz. In: Handelsregister des Kantons Bern. Abgerufen am 9. März 2026.</ref> Die Bekanntmachung in Form eines Rebrandings erfolgte aber erst nach der COVID-19-Pandemie im Mai 2024.<ref>Das Alpine Museum der Schweiz in Bern heisst jetzt ALPS. In: ch-cultura. 2. Mai 2024, abgerufen am 21. März 2026.</ref>

Wirtschaftliches

  • In den ersten 25 Jahren wurde das Museum von 121'133 Personen besucht. Die Gesamteinnahmen während der Periode 1903 bis 1929 betrugen 142'856.37 Franken, davon 13'700 von der Schweizerischen Eidgenossenschaft, 13'900 vom Kanton Bern, 25'050 von der Einwohnergemeinde Bern, 10'950 von der Burgergemeinde Bern, 12'800 vom Zentralkomitee des Schweizer Alpenklubs, 21'166.93 von der Sektion Bern des SAC, 7'161.65 von übrigen Sektionen des SAC und Einzelmitgliedern. Ausserdem gingen 2'307.70 an Legaten und 2'054.35 an Ergebnissen für Projektionsvorträge ein. Diesen Einnahmen standen 144'663.70 an Ausgaben gegenüber, davon 87'357 Mitzinse, 34'825 Besoldungen für das Abwartspersonal, 7'712.05 für Versicherungen und Unterhalt und 14'768.73 für Anschaffungen. Rudolf Zeller leitete das Museum von Anbeginn ehrenamtlich, also ohne jede Entschädigung.<ref>Schweizerisches Alpines Museum Bern. In: Der Bund, Band 81, Nummer 316. 11. Juli 1930, abgerufen am 21. März 2026.</ref>

Mitgliedschaften

Trivia

  • Durch Vermittlung der eidgenössischen Behörden wurde dem Museum durch den König von Italien aus den königlichen Wildreservaten des Aostatals ein Steinbockfell samt Schädel und Hörnern geschenkt.<ref>Schweizerisches alpines Museum. In: Der Bund, Band 61, Nummer 90. 23. Februar 1910, abgerufen am 10. März 2026.</ref> Da dieser aber in verdorbenem Zustand ankam, wurde als Ersatz ein zweiter Steinbock aus den königlichen Waldreservaten am Gran Paradiso geliefert, der „was Größe und Schönheit des Pelzes anbelangt, ein Exemplar von großem Wert“ gewesen sei.<ref>Schweizerisches alpines Museum. In: Der Bund, Band 61, Nummer 124. 15. März 1910, abgerufen am 10. März 2026.</ref> Der Präparator Johann Grimm habe es verstanden, dem Tier eine imponierende Haltung zu geben und bilde ein prächtiges Gegenstück zur bestehenden Gemsgruppe.<ref>Schweizerisches alpines Museum. In: Der Bund, Band 61, Nummer 305, Ausgabe 02. 1. Juli 1910, abgerufen am 10. März 2026.</ref>
  • 1957 wurde vor dem Strafamtsgericht Bern der Fall eines nicht vorbestraften Beamten mit akademischer Bildung wegen Diebstählen in Museen verhandelt. Es begann damit, dass der Angeschuldigte 1949 im Alpinen Museum einen alten Aberli-Stich von einer Wand hängte und dann, da ihm dies geglückt war, immer wieder solche Diebstähle beging. Alpines Museum, Historisches Museum, Postmuseum, ein Kunsthändler in Bern und ein Museum in St. Gallen waren die Opfer. Seine Beweggründe waren, dass es ihm seine Mittel nicht gestattet hätten, derartige Gegenstände bei Antiquitätenhändlern zu kaufen, und doch wollte er seine ziemlich große Wohnung ausschmücken, weshalb er kein einziges Stück veräusserte. Er ließ sogar alte Stiche einrahmen und Zinnkannen flicken. Seiner Frau erklärte er, er habe sie billig in Genf oder Basel erstehen können. Der Wert aller Gegenstände, die er allesamt zurückgab, betrug etwa 14'000 Franken. Er wurde zu einem Jahr Gefängnis bedingt verurteilt, weil er ein umfassendes Geständnis ablegte und echte Reue bezeugte. Auch die sorgsame Behandlung des Gestohlenen wurde ihm zugutegehalten.<ref>Museumsdieb vor Berner Strafamtsgericht. In: Berner Tagwacht, Band 65, Nummer 72. 27. März 1957, abgerufen am 14. März 2026.</ref>

Literatur

  • Rudolf Zeller: Das Schweizerische Alpine Museum in Bern. In: Blätter für bernische Geschichte, Kunst und Altertumskunde, Band 2, Heft 3. 1906. S. 253–268 (Digitalisat).
  • Berchtold Weber: Historisch-topographisches Lexikon der Stadt Bern. Bern (BE), Schweizerisches Alpines Museum. Hrsg.: Burgerbibliothek Bern (= Schriften der Berner Burgerbibliothek). Bern 2016 (archives-quickaccess.ch [abgerufen am 3. Juni 2022]).

Siehe auch

Weblinks

Einzelnachweise

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