Zum Inhalt springen

Angertal

aus Wikipedia, der freien Enzyklopädie

Vorlage:Österreichbezogen Vorlage:Hinweisbaustein Vorlage:Infobox Fluss Das Angertal ist ein Seitental des Gasteinertals bei Bad Hofgastein im Pongau, Land Salzburg. Der Angerbach, der das Tal durchfließt, ist ein etwa 10 Kilometer langes Nebengewässer der Gasteiner Ache.

Lauf des Angerbachs

Der Angerbach entspringt zahlreichen Quellen im Kargebiet<ref name="Abb">Abb. siehe Weblink Lafenthaler: Gastein im Bild. </ref> zwischen Silberpfennig (Vorlage:Höhe) und Kalkbretterkopf (Vorlage:Höhe), im Besonderen am Erzwiesberg (Vorlage:Coordinate, bei der Silberkarlscharte, dem Übergang zum Oberen Bockhartsee, auch Pochkarsee) in etwa 2.000 m Höhe, als endorheische Entwässerung des Erzwiessees (Vorlage:Höhe Vorlage:Coordinate)<ref name="Abb"/>, und aus dem Ecklgrubensee (Vorlage:Höhe Vorlage:Coordinate)<ref name="Abb"/> bzw. der Lacke am Kalkbretterkopf (Vorlage:Höhe Vorlage:Coordinate).<ref name="Abb"/>

Im Kataunergrund, dem hinteren Talgrund (1280 m Vorlage:Coordinate), nimmt er den Schattbach von der Miesbichlscharte (Vorlage:Höhe, Übergang zum Unteren Bockhartsee zwischen Silberpfennig und Zitterauer Tisch) auf, und bei den Schockgütern (Vorlage:Coordinate), beim heutigen Schizentrum, den Lafennbach (Lafenntal) von der Türchlwand (Vorlage:Höhe). Nach etwa 5 Kilometern Talgrund durchfließt er die Angerschlucht (Vorlage:Coordinate) und verlässt dann das Angertal.

Er mündet bei Gadaunern, einem Ortsteil von Bad Hofgastein, etwa 3 km oberhalb Bad Hofgasteins, in die Gasteiner Ache.

Erschließung

Datei:Luftbild des Angertals in Blickrichtung Bad Hofgastein.jpg
Luftbild des Angertals in Blickrichtung Bad Hofgastein

Das untere Angertal ist eine Almenregion, das obere Tal ein frühindustrielles Bergbaugebiet, in dem Gold und auch Silber gewonnen wurde, wie auch die Flurnamen vielfältig zeigen. Im Bereich des hinteren Talgrunds sind sieben spätmittelalterliche Schmelzen nachgewiesen, drei davon im heute denkmalgeschützten Schmelzofen Angertal, und es finden sich noch ausgedehnte Schlackenhalden. Die Erze wurden im Winter mit Sackzügen (Säcken aus Tierhäuten) aus der Erzwiesregion in den Talgrund transportiert.<ref>Vorlage:Internetquelle</ref> Noch heute wird Goldwaschen als touristische Attraktion angeboten, und die Knappenwelt Angertal von Verein VIA AUREA aus Böckstein als Montanmuseum geführt.<ref>Vorlage:Internetquelle</ref>

Datei:Skizentrum Angertal.jpg
Skizentrum Angertal

Bekannt ist das Angertal auch durch das Skizentrum Angertal (1.175 m, Vorlage:Coordinate) der Skischaukel Schloßalm-Angertal-Stubnerkogel des Schiverbunds Ski amadé, von dem aus der Stubnerkogel (Vorlage:Höhe) und die Schlossalm (2.050 m) unterhalb der Türchlwand zugänglich sind. Es ist durch eine Straße von Bad Hofgastein aus erreichbar, die auch von Linienbussen im Salzburger Verkehrsverbund bedient wird.

Im Sommer sind zahlreiche Wanderungen zu den oben erwähnten Landmarken möglich, und auch vielfältige Mountainbike-Touren.

Datei:Angerschluchtbrücken.jpg
Alte und neue Angerschluchtbrücke

In der Angerschlucht wird der Angerbach für die Kraftwerksgruppe Gasteiner Tal der Salzburg AG angezapft, dort wird er von der Tauernbahn mit der Angerschluchtbrücke Vorlage:Coordinate überspannt, deren Neubau 2016 in Betrieb gegangen ist.

Seit Winter 2009 ist im Angertal ein Rettungshubschrauber von Heli Austria mit dem Rufnamen Martin 9 stationiert. Das im Winter nur aus ein Paar Containern, einem Zelt und einer Helicopter-Transport-Palette bestehende Heliport liegt unterhalb der Selbstversorgungs-Hütte „Anger-Alm“. Weil der Rettungshubschrauber nur im Winter einsatzbereit ist, wird das Heliport im Sommer fast vollständig abgebaut. Nur die Helicopter-Transport-Palette bleibt im Angertal, da Heli-Austria das Heliport manchmal als Ausgangspunkt für Transport-, Montage- und Heli-Loggingflüge einsetzt.

Literatur

Geologie und Bergbau:

  • B. Cech, G. Walach: Die spätmittelalterliche/frühneuzeitliche Edelmetallverhüttung im Angertal, Bad Hofgastein – eine Studie zur systematischen Erforschung alpiner Montanlandschaften. Arch. Austriaca 82/83, 1999, S. 479–492.
  • Wilhelm Günther, Werner H. Paar und Volker Höck: Schatzkammer Hohe Tauern, 2000 Jahre Goldbergbau, Verlag Anton Pustet, Salzburg/München 2000, ISBN 9783850151733.

Karten:

Weblinks

Vorlage:Commonscat

Einzelnachweise

<references />

Vorlage:Normdaten