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Anton Bossi Fedrigotti

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Graf Anton Bossi-Fedrigotti von Ochsenfeld (* 6. August 1901 in Mutters-Gärberbach<ref name="Klee70"/><ref>Christoph Penning: Anton Graf Bossi-Fedrigotti – der Südtiroler. In: Rolf Düsterberg (Hrsg.): Dichter für das "Dritte Reich". Band 3, Biografische Studien zum Verhältnis von Literatur und Ideologie. Aisthesis, Bielefeld 2015, S. 49.</ref>, Österreich-Ungarn; † 9. Dezember 1990 in Pfaffenhofen a.d.Ilm) bzw. mit Pseudonym Toni Herbstenburger war ein österreichischer Diplomat, Autor und Journalist sowie ein Verfasser von Jugend- und Kriegsromanen.

Leben

Datei:Herbstenburg Toblach-3.jpg
Die Herbstenburg, Besitz des Vaters

Seine Eltern waren Alfons Graf Bossi-Fedrigotti di Campobove (* 1873; † 1940) und Itha von und zu Goldegg und Lindenburg (* 1864; † 1951), Tochter der Philomena Putzer von Reibegg und des K.K. Rittmeisters Hugo Ritter von und zu Goldegg und Lindenburg. Die Mutter war Schriftstellerin<ref>Goldegg-Lindenburg, Itha Maria von und zu; Itha Maria Bossi Fedrigotti, Portal DNB. {{#if: {{#if: | {{#invoke:TemplUtl|faculty|{{{suffix}}}}} }}

 | trim | 127614060 }} DNB 127614060 Katalogeintrag der Deutschen Nationalbibliothek | DNB trim | 127614060 }} 127614060

}}{{#ifeq: 0 | 0 | {{#if: {{#invoke:URIutil|isDNBvalid|127614060}} | | (???)}} }}</ref> und der Vater Gutsbesitzer auf Herbstenburg in Südtirol.

Anton Graf Bossi-Fedrigotti verbrachte seine Jugendjahre in Toblach, wo sich die Stammburg Herbstenburg der Bossi-Fedrigotti befindet, und in Feldkirch.

Er lebte von 1920 bis 1923 in Norddeutschland, von 1923 bis 1925 in Südtirol und Italien, und von 1930 bis 1938 in Berlin.

Im Rahmen seiner 1931 begonnenen Tätigkeit für den VDA (Verein/Volksbund für das Deutschtum im Ausland) in Berlin diente Bossi-Fedrigotti als Vermittler zwischen NSDAP und seiner Heimat Südtirol.<ref>Christoph Penning: Anton Graf Bossi-Fedrigotti – der Südtiroler. In: Rolf Düsterberg (Hrsg.): Dichter für das "Dritte Reich". Biografische Studien zum Verhältnis von Literatur und Ideologie. Band 3, Aisthesis, Bielefeld 2015, S. 54.</ref> Er sah seine Aufgabe darin, für eine Integration Südtirols „in die territorialen Forderungen der NSDAP“<ref name=":0">Christoph Penning: Anton Graf Bossi-Fedrigotti - der Südtiroler. In: Rolf Düsterberg (Hrsg.): Dichter für das "Dritte Reich". Biografische Studien zum Verhältnis von Literatur und Ideologie. Band 3, Aisthesis, Bielefeld 2015, S. 58.</ref> zu sorgen.

Zeit des Nationalsozialismus

Nach der Machtergreifung der Nationalsozialisten trat er zum 1. Mai 1933 der NSDAP (Mitgliedsnummer 1.875.708)<ref>Bundesarchiv R 9361-IX KARTEI/3980714</ref> und im Juli desselben Jahres der SA bei.<ref name="Klee70">Ernst Klee: Das Kulturlexikon zum Dritten Reich. Wer war was vor und nach 1945. S. Fischer, Frankfurt am Main 2007, ISBN 978-3-10-039326-5, S. 70.</ref><ref>Gerald Steinacher, Leopold Steurer: Gottgläubig und führertreu. Anton Graf Bossi-Fedrigotti. In: Günther Pallaver, Leopold Steurer (Hrsg.): Deutsche! Hitler verkauft euch! Das Erbe von Option und Weltkrieg in Südtirol. Raetia, Bozen 2011, S. 229.</ref> Mit großer Wahrscheinlichkeit waren die Kontakte zu Rosenberg, Hofer und Hinkel für die NS-Karriere des Grafen sehr hilfreich.<ref name=":0" />

Als Mitarbeiter im Außenpolitischen Amt der NSDAP (seit 1933) war es seine Aufgabe, sich „um die aus der ‚Ostmark‘ geflüchteten Nazis zu kümmern, nachdem die Partei dort im Juni 1933 verboten worden war.“<ref>Christoph Penning: Anton Graf Bossi-Fedrigotti – der Südtiroler. In: Rolf Düsterberg (Hrsg.): Dichter für das "Dritte Reich". Biografische Studien zum Verhältnis von Literatur und Ideologie. Bd. 3, Aisthesis, Bielefeld 2015, S. 59; vgl. Anton Graf Bossi-Fedrigotti: Anton Graf Bossi-Fedrigotti. In: Kurt Ziesel (Hrsg.): Krieg und Dichtung. Soldaten werden Dichter – Dichter werden Soldaten. Ein Volksbuch. Wien, Leipzig: Luser 1940, S. 59 und Leopold Steurer: Im Dienste Hitlers. In: ff – Das Südtiroler Wochenmagazin, 50 (2010), S. 41.</ref>

Datei:BZT 1944 12 23 8 standschütze bruggler.png
Werbeschaltung für die Filmaufführung „Standschütze Bruggler“ Ende Dezember in Bozen und Meran

1934 erschien sein erster Roman Standschütze Bruggler, der bis 1943 mit 125.000 Exemplaren 18 Auflagen erreichte.<ref name=":1">Christoph Penning: Anton Graf Bossi-Fedrigotti – der Südtiroler. In: Rolf Düsterberg (Hrsg.): Dichter für das "Dritte Reich". Biografische Studien zum Verhältnis von Literatur und Ideologie. Bd. 3, Aisthesis, Bielefeld 2015, S. 65.</ref> Aus der Ich-Erzählung des Protagonisten Anton Bruggler erfährt der Leser, wie dieser zur Zeit des Ersten Weltkriegs eine Wandlung durchmacht vom „nachdenkliche[n] Priesteranwärter […] zum entschlossenen Kämpfer.“<ref name=":1" /> Durchgehend lassen sich Elemente völkischer Ideologie ausmachen:

„Wir sind nichts anderes, als, wie man so sagt, Treuhänder der großen Nation von der Nordsee bis zur Etsch und weil wir das sind, gehen uns Tschechen, Polen, Ruthenen und Slowaken nichts an, sondern nur wir gehen uns selbst etwas an und wenn wir kämpfen, hat’s kämpfen [sic!] nur dann einen Sinn, wenn wir für’s Deutsche kämpfen. Denn deutsch für alle Deutschen muß das Landl bleiben, ja deutsch und nichts anderes!“<ref>Anton Graf Bossi-Fedrigotti: Standschütze Bruggler. Berlin: Zeitgeschichte 1934, S. 335, zitiert nach Penning (2015), S. 64.</ref>

Abgesehen von den Deutsch-Österreichern werden alle anderen auftretenden Volksgruppen als ethnisch minderwertig angesehen und beschrieben.<ref>Christoph Penning: Anton Graf Bossi-Fedrigotti - der Südtiroler. In: Rolf Düsterberg (Hrsg.): Dichter für das "Dritte Reich". Biografische Studien zum Verhältnis von Literatur und Ideologie. Band 3, Aisthesis, Bielefeld 2015, S. 62 f.</ref> Die Verfilmung (1936) des Krieg und Heimatboden verherrlichenden Romans wurde Ende September 1944 erneut als Farbfilm auf die Leinwand gebracht, um das Sterben der Volkssturmmänner „ideell zu untermauern und historisch zu legitimieren.“<ref>Helmut Alexander: Der Dolomitenkrieg im „Tiroler“ Film. In: Klaus Eisterer & Rolf Steininger (Hrsg.): Tirol und der Erste Weltkrieg. Innsbruck: Österreichische Studien 1995, S. 242.</ref><ref name=":2">Christoph Penning: Anton Graf Bossi-Fedrigotti – der Südtiroler. In: Rolf Düsterberg (Hrsg.): Dichter für das „Dritte Reich“. Biografische Studien zum Verhältnis von Literatur und Ideologie. Band 3, Aisthesis, Bielefeld 2015, S. 66.</ref>

Spätestens 1935 trat Bossi-Fedrigotti der Österreichischen Legion der SA (1934 in Hilfswerk Nord-West umbenannt) bei,<ref name=":2" /><ref>Hans Schafranek: Söldner für den „Anschluss“. Die Österreichische Legion 1933–1938. Czernin, Wien 2010, S. 34f.</ref> innerhalb derer er zwischen 1935 und 1936 Leiter der SA-Sammelstelle in Berlin wurde und bis März 1938 zum SA-Sturmbannführer (Major) aufstieg.<ref name=":2" /><ref>Maria Keipert, Peter Grupp & Historischer Dienst des Auswärtigen Amtes (Hrsg.): Biographisches Handbuch des deutschen Auswärtigen Dienstes 1871–1945. Band 1, Schöningh, Paderborn 2000, S. 236.</ref><ref>Vgl. Bruno Berger & Heinz Rupp (Hrsg.): Deutsches Literatur-Lexikon. Biographisch-Bibliographisches Handbuch. Bd. 1. 3. Auflage, Francke, Bern, München 1968, Sp. 825.</ref> Zu diesem Zeitpunkt war Graf Bossi bereits Mitglied<ref>Jahrbuch der Deutschen Adelsgenossenschaft 1938. Landesabteilung Berlin / 2, Schlieffen-Verlag, Berlin 1938, S. 103.</ref> der Landesabteilung Berlin der Deutschen Adelsgenossenschaft.

Im Oktober 1936 besuchte Bossi-Fedrigotti das „Erste Deutsche Kriegsdichtertreffen“ in Berlin, woraufhin er von der NS-Kulturgemeinde zu mehreren Lesungen eingeladen wurde.<ref name=":2" /> 1938 nahm er am Reichsfrontdichtertreffen in Guben teil. Nach dem „Anschluss Österreichs“ wurde er 1938 zum Landesleiter der Reichsschrifttumskammer (RSK) Tirol-Vorarlberg ernannt, trat 1939 das Amt des Kulturreferenten beim Landeshauptmann von Tirol an und übernahm die Landesleitung der Reichskulturkammer.<ref name="Klee70" /><ref>Christoph Penning: Anton Graf Bossi-Fedrigotti – der Südtiroler. In: Rolf Düsterberg (Hrsg.): Dichter für das "Dritte Reich". Biografische Studien zum Verhältnis von Literatur und Ideologie. Band 3, Aisthesis, Bielefeld 2015, S. 67.</ref><ref>Vgl. Gerald Steinacher, Leopold Steurer: Gottgläubig und führertreu. Anton Graf Bossi-Fedrigotti. In: Günther Pallaver, Leopold Steurer (Hrsg.): Deutsche! Hitler verkauft euch! Das Erbe von Option und Weltkrieg in Südtirol. Raetia, Bozen 2011, S. 212, S. 230.</ref> Hofer hatte sich persönlich bei Goebbels für den Südtiroler starkgemacht.<ref>Christoph Penning: Anton Graf Bossi-Fedrigotti - der Südtiroler. In: Rolf Düsterberg (Hrsg.): Dichter für das "Dritte Reich". Biografische Studien zum Verhältnis von Literatur und Ideologie. Band 3 Aisthesis, Bielefeld 2015, S. 67.</ref> 1941 wurde Bossi-Fedrigotti zum Oberregierungsrat ernannt.<ref name="Klee70" /><ref>Maria Keipert, Peter Grupp & Historischer Dienst des Auswärtigen Amtes (Hrsg.): Biographisches Handbuch des deutschen Auswärtigen Dienstes 1871–1945. Band 1, Schöningh, Paderborn u. a. 2000, S. 237.</ref>

Ende der 1930er Jahre<ref>Gothaisches Genealogisches Taschenbuch der Gräflichen Häuser. Zugleich Adelsmatrikel der D.A.G. Teil B (Briefadel). 1939. 112. Jahrgang, Justus Perthes, Gotha 1938, S. 70.</ref> hatte er den militärischen Dienstrang eines Leutnants d. R., nach den Gothas erworben erst nach 1920, eine Dienststellung<ref>Gothaisches Genealogisches Taschenbuch der Gräflichen Häuser. Zugleich Adelsmatrikel der D.A.G. Teil B (Briefadel). 1921. Vierundneunzigster Jahrgang, Justus Perthes, Gotha 1920, S. 150.</ref> als aktiver Offizier ist nicht nachweisbar. 1939 bis 1945 leistete er dann als Vertreter des Auswärtigen Amtes Kriegsdienst, unter anderem 1941 in Weißrussland bei Mogilew, worüber er beim Armeeoberkommando 2 berichtete.<ref name="Klee71">Ernst Klee: Das Kulturlexikon zum Dritten Reich. Wer war was vor und nach 1945. S. Fischer, Frankfurt am Main 2007, S. 71.</ref> Zu seinen Aufgaben zählte es, die Gräueltaten der Sowjets „für die deutsche Propaganda zu instrumentalisieren.“<ref>Christoph Penning: Anton Graf Bossi-Fedrigotti – der Südtiroler. In: Rolf Düsterberg (Hrsg.): Dichter für das "Dritte Reich". Biografische Studien zum Verhältnis von Literatur und Ideologie. Bd. 3, Aisthesis, Bielefeld 2015, S. 68.</ref> Dabei gründeten seine Ausführungen auf der völkisch-rassistischen Ideologie des Nationalsozialismus:

„Das Wichtigste z. Zt. ist, dass der Russe in seiner Widerstandskraft erlahmt, dass er zersetzt wird und dass damit deutsches Blut gespart wird. […] und wenn man unsere prächtigen deutschen Jungens reihenweise daliegen sieht, erschossen von diesem Unmenschentum, dann frägt man sich, warum [Unterstr. im Original] wird nicht jedes Mittel angewandt, um diese Asiaten zu zersetzen. […] Der heutige Russe ist diese deutschen Opfer nicht wert und deshalb muss man die wirksamste Gegenpropaganda einsetzen.“<ref>Bericht Nr. 6 des V.A.A. beim A.O.K. 2, Oberleutnant Bossi-Fedrigotti, vom 24. Juli 1941 aus Mohilew [Mogilew]. BArch-MA RH 20-2-1091, zitiert nach Penning (2015), S. 69. e</ref>

Seinen letzten Einsatz hatte Bossi-Fedrigotti als Stabsoffizier für Propaganda in Italien, wo er seit 1944 mit Edmund Theil einen Wehrmacht-Propagandasender betrieb.<ref>Christoph Penning: Anton Graf Bossi-Fedrigotti – der Südtiroler. In: Rolf Düsterberg (Hrsg.): Dichter für das "Dritte Reich". Biografische Studien zum Verhältnis von Literatur und Ideologie. Band 3, Aisthesis, Bielefeld 2015, S. 70; vgl. Edmund Theil: Kampf um Italien. Von Sizilien bis Tirol 1943-1945. Langen-Müller, München, Wien 1983, S. 205.</ref> Kurz nachdem er im April 1945 von Partisanen entführt worden war, befand er sich zuerst in amerikanischer, dann in französischer Kriegsgefangenschaft.<ref>Christoph Penning: Anton Graf Bossi-Fedrigotti – der Südtiroler. In: Rolf Düsterberg (Hrsg.): Dichter für das "Dritte Reich". Biografische Studien zum Verhältnis von Literatur und Ideologie. Bd. 3, Aisthesis, Bielefeld 2015, S. 71; vgl. Edmund Theil: Kampf um Italien. Von Sizilien bis Tirol 1943-1945. Langen-Müller, München, Wien 1983, S. 312; vgl. Maria Keipert, Peter Grupp & Historischer Dienst des Auswärtigen Amtes (Hrsg.): Biographisches Handbuch des deutschen Auswärtigen Dienstes 1871–1945. Band 1, Schöningh, Paderborn 2000, S. 237.</ref>

Nach dem Krieg

1947 kehrte er aus der Kriegsgefangenschaft zurück und galt nun als Oberregierungsrat a. D. und Landwirt. Weitere Stationen seines Lebens waren Südtirol, Bayern, Berlin, Rom, Ischia, USA. Als Schriftsteller lebte er in Rom, München und Innsbruck.

Mit Christian der Grenzgänger veröffentlichte er 1951 seinen ersten Nachkriegstext.<ref>Christoph Penning: Anton Graf Bossi-Fedrigotti – der Südtiroler. In: Rolf Düsterberg (Hrsg.): Dichter für das "Dritte Reich". Biografische Studien zum Verhältnis von Literatur und Ideologie. Band 3, Aisthesis, Bielefeld 2015, S. 71.</ref> Für den österreichischen Dokumentarfilm Beiderseits der Rollbahn von 1953 schrieb er die Texte mit dem Ziel, „zu zeigen, der deutsche Soldat war doch ein Kerl“.<ref>Jens Westemeier: Wehrmachtsbilder von 1945 bis heute. In: „So war der deutsche Landser …“ – Das populäre Bild der Wehrmacht. Hrsg. Jens Westemeier, Schöningh, Paderborn 2019, ISBN 978-3-506-78770-5, S. 2.</ref> Von 1965 bis 1988 schrieb er auch Beiträge im Deutschen Soldatenjahrbuch.<ref name="Klee71" /> Was die Wahl seiner Verlage anging, „bewegte er sich stets im rechtsgerichteten oder rechtsextremen Milieu.“<ref>Christoph Penning: Anton Graf Bossi-Fedrigotti – der Südtiroler. In: Rolf Düsterberg (Hrsg.): Dichter für das "Dritte Reich". Biografische Studien zum Verhältnis von Literatur und Ideologie. Bd. 3, Aisthesis, Bielefeld 2015, S. 71; vgl. Heinz Brüdigam: Der Schoß ist fruchtbar noch… Neonazistische, militaristische, nationalistische Literatur und Publizistik in der Bundesrepublik. 2. neu bearb. Aufl. Röderberg, Frankfurt/Main 1965, S. 160 f., 200 ff., 268 ff.</ref>

Sein Lebenswerk widmete der Südtiroler der Trentiner Landschaft, ihren Menschen und ihren Problemen. Weiter hat Bossi-Fedrigotti zahlreiche Bücher über den Ersten Weltkrieg geschrieben. Er war als Autor auch für Theater, Rundfunk und Film tätig.

In den 1980er Jahren wurde Bossi-Fedrigotti das Verdienstkreuz des Landes Tirol verliehen.<ref>Christoph Penning: Anton Graf Bossi-Fedrigotti – der Südtiroler. In: Rolf Düsterberg (Hrsg.): Dichter für das "Dritte Reich". Biografische Studien zum Verhältnis von Literatur und Ideologie. Bd. 3, Aisthesis, Bielefeld 2015, S. 73; vgl. Gerald Steinacher, Leopold Steurer: Gottgläubig und führertreu. Anton Graf Bossi-Fedrigotti. In: Günther Pallaver, Leopold Steurer (Hrsg.): Deutsche! Hitler verkauft euch! Das Erbe von Option und Weltkrieg in Südtirol. Bozen: Raetia 2011, S. 249.</ref>

„In welchem ihn hoch schätzenden ideologischen Milieu Bossi-Fedrigotti sich bis zuletzt bewegte,“<ref name=":3">Christoph Penning: Anton Graf Bossi-Fedrigotti – der Südtiroler. In: Rolf Düsterberg (Hrsg.): Dichter für das "Dritte Reich". Biografische Studien zum Verhältnis von Literatur und Ideologie. Band 3, Aisthesis, Bielefeld 2015, S. 73.</ref> zeigt ein ihm gewidmeter Nachruf des rechtsextremen Autors Reinhard Pozorny.<ref name=":3" />

Sonstiges

In der Sowjetischen Besatzungszone wurden viele seiner Schriften auf die Liste der auszusondernden Literatur gesetzt.<ref>Polunbi 1946</ref><ref>Polunbi 1948</ref>

Der Name Bossi-Fedrigotti als Doppelname leitet sich von einer späteren Heirat eines Bossi mit einer Fedrigotti-Tochter ab. In den Grafenstand wurden die Bossi-Fedrigotti 1717 mit dem Beinamen von Ochsenfeld erhoben.

Werke

  • Die Tiroler Kaiserjäger am Col di Lana. Franz Schneider Verlag, Leipzig 1934.
  • Standschütze Bruggler. Zeitgeschichte-Verlag, Berlin 1934.
  • Tirol bleibt Tirol. Bruckmann Verlag, München 1935.
  • Spionage und Verrat in den Karpathenkämpfen des Weltkrieges. Franz Schneider, Leipzig, Wien 1935.
  • Andreas Hofer. Sandwirt von Passeier. Franz Schneider, Berlin 1935.
  • Das Vermächtnis der letzten Tage. Zeitgeschichte-Verlag, Berlin 1937.
  • Wir kommen, Kameraden! Zeitgeschichte-Verlag, Berlin 1938.
  • Österreichs Blutweg. Verlag Die Wehrmacht, Berlin 1939.
  • Vormarschtage. NS-Gauverlag und Druckerei Tirol und Vorarlberg, Innsbruck 1941.
  • Die alte Fahne. NS-Gauverlag und Druckerei Tirol und Vorarlberg, Innsbruck 1941.
  • Die beiden Teraldi. Andermann, München, Wien 1951.
  • Christian, der Grenzgänger. Andermann, München 1951.
  • Befehl zum Verrat. Pabel, Rastatt 1960.
  • Pustertal. Athesia Verlag, Bozen 1967.
  • Vinschgau. 2. Aufl. Athesia Verlag, Bozen 1968. Neuaufl. unter Josef Rampold, 1971.
  • Kaiserjäger, Ruhm und Ende. Leopold Stocker Verlag, Graz, Stuttgart 1977. Neuaufl. u. d. Tit. Die Kaiserjäger im Ersten Weltkrieg. Ares-Verlag, Graz, 2009
  • Kaiser Franz Joseph I. und seine Zeit. Ringier, Zürich, München 1978.
  • Col di Lana. Schild-Verlag, München 1979.
  • Heimkehr in den Untergang. Leopold Stocker Verlag, Graz, Stuttgart 1981.
  • Ade, mein Land Tirol. Neuaufl.(von 1978). Schild-Verlag, München 1983.
  • Dolomitensaga. Amalthea, Wien, München 1986.
  • Abschied vom Doppeladler. Verlagsgesellschaft Berg, Abt. Türmer-Verlag, Berg am See 1990.

Genealogie

Literatur

  • Anton Graf Bossi-Fedrigotti: Anton Graf Bossi-Fedrigotti. In: Kurt Ziesel (Hrsg.): Krieg und Dichtung. Soldaten werden Dichter – Dichter werden Soldaten. Ein Volksbuch. Luser, Wien/Leipzig 1940, S. 59–70.
  • Christoph Penning: Anton Graf Bossi-Fedrigotti. Karrieren eines Schriftstellers im „Dritten Reich“. Schöningh, Paderborn 2021, ISBN 978-3-506-76049-4.
  • Christoph Penning: Anton Graf Bossi-Fedrigotti – der Südtiroler. In: Rolf Düsterberg: Dichter für das „Dritte Reich“. Band 3, Aisthesis, Bielefeld 2015, ISBN 978-3-8498-1079-5, S. 45–77.
  • Hans Schafranek: Söldner für den „Anschluss“. Die Österreichische Legion 1933–1938. Czernin, Wien 2010.
  • Gerald Steinacher, Leopold Steurer: Gottgläubig und führertreu. Anton Graf Bossi-Fedrigotti. In: Günther Pallaver, Leopold Steurer (Hrsg.): Deutsche! Hitler verkauft euch! Das Erbe von Option und Weltkrieg in Südtirol, Raetia, Bozen 2010, ISBN 978-88-7283-386-5, S. 199–248.
  • Leopold Steurer: Im Dienste Hitlers. In: ff – Das Südtiroler Wochenmagazin 50 (2010), S. 40–43.
  • Hansjörg Waldner: Anton Bossi Fedrigotti: Standschütze Bruggler. In: Ders.: Deutschland blickt auf uns Tiroler. Südtirol-Romane zwischen 1918 und 1945. Picus, Wien 1990, ISBN 3-85452-210-X, S. 65–86.

Sekundärliteratur

  • Helmut Alexander: Der Dolomitenkrieg im „Tiroler“ Film. In: Klaus Eisterer, Rolf Steininger (Hrsg.): Tirol und der Erste Weltkrieg (= Innsbrucker Forschungen zur Zeitgeschichte. Band 12). Österreichischer Studienverlag, Innsbruck 1995, S. 227–253.
  • Bruno Berger, Heinz Rupp (Hrsg.): Deutsches Literatur-Lexikon. Biographisch-Bibliographisches Handbuch. Band 1, 3. Auflage, Francke, Bern/München 1968.
  • Heinz Brüdigam: Der Schoß ist fruchtbar noch… Neonazistische, militaristische, nationalistische Literatur und Publizistik in der Bundesrepublik. 2. neu bearb. Auflage, Röderberg, Frankfurt/Main 1965.
  • Maria Keipert, Peter Grupp: Biographisches Handbuch des deutschen Auswärtigen Dienstes 1871–1945. Band 1, Hrsg. Historischer Dienst des Auswärtigen Amtes, Schöningh, Paderborn 2000, S. 236 f.
  • Edmund Theil: Kampf um Italien. Von Sizilien bis Tirol 1943–1945. Langen-Müller, München/Wien 1983.

Weblinks

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Einzelnachweise

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