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Arapi

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Vorlage:Hinweisbaustein Vorlage:Infobox Berg

Der Arapi (Vorlage:SqS, manchmal auch Vorlage:SqS) ist ein Berg in den Albanischen Alpen im Norden Albaniens. Der Berg ist zwar lediglich Vorlage:Höhe hoch, mit seiner 800 Meter hohen Südwand<ref name="fuehrer" /> zählt er zu den prominentesten Felsformationen im Umkreis von Theth.

Lage

Der Arapi liegt nördlich von Theth, einem abgelegenen Bergdorf im Shala-Tal, das von den höchsten Bergen der Albanischen Alpen umgeben ist. Das Shala-Tal endet nördlich von Theth in einem großen Talkessel, das im Westen von den Wänden der Radohima (Vorlage:Höhe), im Osten vom Jezerca-Massiv (Vorlage:Höhe) und im Norden vom Pass Qafa e Pejës (Vorlage:Höhe) und den Felswänden des Arapi abgeschlossen wird.

Der Arapi – auch Matterhorn Albaniens genannt<ref name="sp" /> – liegt im Nationalpark Alpen Albaniens und zählt zu den Wahrzeichen des Dorfes Theth.

Beschreibung

Datei:Trekkers below Arapi.jpg
Wanderer unterhalb der Nordwand

Der Arapi erhebt sich aus einem großen Sattel zwischen den Bergmassiven der Bjeshkët e Namuna und der Jezerca, der vom Qafa e Pejës nach Westen zur Radohima hochsteigt. Die Südwand fällt steil ins Shala-Tal ab. Sie endet nicht direkt in der Spitze; diese ist etwas zurückversetzt und von Süden nur aus der Distanz sichtbar. Nach Westen und Norden fällt der Berg ebenfalls sehr steil rund 200 Meter bis zum Sattel ab. Deutlich weniger steil fällt die Ostschulter zum Qafa e Pejës ab.

Der Berg und der umgebende karstige Sattel ist aus schroffem, von Dolinen und Höhlen durchsetzten Kalk aus Jura- und Triaszeitalter gebildet.<ref name="fuehrer" /><ref name="zh" />

Namensherkunft

Der Name Arapi kann mit Mohr, Dunkler oder Araber übersetzt werden.<ref name="zh" />

Höhlen

Im Karstgestein des Arapi und Umgebung gibt es mehrere Höhlen.<ref name="zh" />

Am unteren Ende der Südwand findet sich der Eingang zur längsten Horizontalhöhle Albaniens. Bulgarische Forscher haben ihre Länge auf 2585 Metern erkundet. Die Tiefe des Höhlensystems beträgt 346 Meter. Innerhalb der Höhle wurden 15 Tierarten gefunden.<ref name="bulg" />

Alpinismus

Datei:Arapi South Wall.jpg
Südwand des Arapi

Der Aufstieg über die Ostschulter mit steilen Alpwiesen ist ohne technische Schwierigkeiten zu bewältigen, auch wenn die Orientierung im karstigen Gelände nicht ganz einfach ist.<ref name="sp" /> Vom Vorgipfel über der Felswand (Vorlage:Höhe) bis zum Gipfel dauert es nicht mehr ganz eine halbe Stunde.<ref name="fuehrer" />

Die Südwand gilt als höchste Felswand der Balkanhalbinsel. Sie wurde im Sommer 2010 erstmals von mehrheitlich aus Deutschland stammenden Bigwall-Kletterern durchstiegen. Sie benötigten hierzu 18 Seillängen.<ref name="fuehrer" /> Westwand- und Nordwand eignen sich ebenfalls für kürzere Touren.

Obersteiner nennt die Österreicher Georg Heinsheimer, Heid, Egon Hofmann und Heinrich Schatz aus Innsbruck und Linz als Erstbesteiger, die 1930 über die Ostschulter aufgestiegen sein sollen.<ref name="zdöav">Vorlage:Literatur</ref><ref name="sp" /> In ihren Berichten ist aber keine entsprechende Besteigung vermerkt.<ref name="öaz" /><ref name="zdöa" /> Zur gleichen Zeit waren im Gebiet auch italienische Vermesser und britische Bergsteiger unterwegs.<ref name="zdöa" /> Es ist möglich, dass eine dieser Bergsteigergruppen auch den einfach zu erreichenden, am Wege liegenden Arapi erklommen hat; Belege liegen jedoch nicht vor. Es ist durchaus auch vorstellbar, dass albanische Hirten oder Jäger schon vor den ausländischen Alpinisten einfach zu erklimmende Berge wie diesen über die einfach zu begehende Ostschulter bestiegen haben.<ref name="zdöav" />

In den Jahren 1959 und 1960 waren Bergsteiger aus Albanien und der DDR am Arapi, die mehrere Routen an der Nord- und Westwand erschlossen haben. Auch eine erste Besteigung am Rand der Südwand wurde gemacht. 1985 durchstiegen zwei albanische Bergsteiger auch erstmals die Südwand, umgingen aber die schwierigsten Stellen, in dem sie nach außen auswichen.<ref name="sp" />Vorlage:Absatz

Weblinks

Vorlage:Commonscat

Einzelnachweise

<references> <ref name="bulg"> Vorlage:Internetquelle </ref> <ref name="fuehrer"> Gerald Krug: Vorlage:Webarchiv Geoquest Verlag, 2010 </ref> <ref name="öaz"> Vorlage:Literatur;
Vorlage:Literatur </ref> <ref name="sp"> Vorlage:Internetquelle </ref> <ref name="zdöa"> Vorlage:Literatur </ref> <ref name="zh"> Vorlage:Literatur </ref> </references>