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Armenische Traubenhyazinthe

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Armenische Traubenhyazinthe
Datei:Muscari armeniacum 4.jpg

Armenische Traubenhyazinthe (Muscari armeniacum)

Systematik
Monokotyledonen
Ordnung: Spargelartige (Asparagales)
Familie: Spargelgewächse (Asparagaceae)
Unterfamilie: Scilloideae
Gattung: Traubenhyazinthen (Muscari)
Art: Armenische Traubenhyazinthe
Wissenschaftlicher Name
Muscari armeniacum
Baker

Die Armenische Traubenhyazinthe (Muscari armeniacum) ist eine Pflanzenart aus der Gattung der Traubenhyazinthen (Muscari) aus der Familie der Spargelgewächse (Asparagaceae).

Merkmale

Datei:Muscari armeniacum inflorescence.jpg
Wachstum eines Blütenstandes der Armenischen Traubenhyazinthe

Die Armenische Traubenhyazinthe ist eine herbstfrühjahrsgrüne, ausdauernde Zwiebelpflanze, die Wuchshöhen von 10 bis 20 (40) Zentimeter erreicht. Die Art bildet nur wenige Nebenzwiebeln aus.<ref name="Haeupler & Muer">Henning Haeupler, Thomas Muer: Bildatlas der Farn- und Blütenpflanzen Deutschlands (= Die Farn- und Blütenpflanzen Deutschlands. Band 2). Herausgegeben vom Bundesamt für Naturschutz. Ulmer, Stuttgart 2000, ISBN 3-8001-3364-4.</ref> Die meist 3 bis 5, selten 2 bis 7 Laubblätter sind frischgrün<ref name="Haeupler & Muer" />, linealisch, liegend und messen 10 bis 25 × 0,2 bis 0,5 (1) Zentimeter. Der Blütenstand ist eine 2,5 bis 7,5 Zentimeter große, dichte, zur Blütezeit lockere Traube. Fruchtbare Blüten sind hellblau, verkehrteiförmig und messen 3,5 bis 5,5 × 2,3 bis 3,5 Millimeter. Die weniger als 20 sterilen Blüten sind kleiner, heller und blau. Bis auf die Blütenfarbe ähnelt die Armenische Traubenhyazinthe stark der Weinbergs-Traubenhyazinthe (Muscari neglectum), im Gegensatz zu dieser sind jedoch die Blüten leuchtend azurblau gefärbt und nicht bereift.<ref name="Haeupler & Muer" /> Da verblühte Blüten nachdunkeln, ist die Armenische Traubenhyazinthe als Herbarbeleg kaum von den meisten anderen Arten der Gattung Muscari zu unterscheiden<ref name="Haeupler & Muer" />.<ref name="Rothmaler 5">Eckehart J. Jäger, Friedrich Ebel, Peter Hanelt, Gerd K. Müller (Hrsg.): Rothmaler Exkursionsflora von Deutschland. Band 5: Krautige Zier- und Nutzpflanzen. Spektrum Akademischer Verlag, Berlin Heidelberg 2008, ISBN 978-3-8274-0918-8.</ref>

Die Blütezeit liegt im April.<ref name="Rothmaler 5" />

Die Chromosomenzahl beträgt 2n = 18, seltener 36.<ref name="Tropicos" />

Verbreitung

Das natürliche Verbreitungsgebiet der Armenischen Traubenhyazinthe umfasst den Balkan, Griechenland, die Türkei mit Ausnahme des Südostens, den Kaukasus und Transkaukasien. Hier wächst die Art auf felsig-schottrigen Rasenhängen, an Waldrändern und in Juniperus-Gebüschen in Höhenlagen von 700 bis 2400 Meter. Sie ist oft auf Kalk, Serpentin und Schiefer zu finden. In Mitteleuropa gilt sie als eingebürgerter Neophyt<ref name="Rothmaler 5" /> und zählt zu den Stinsenpflanzen. Seit 2024 wird sie als invasiver Neophyt eingestuft.

Nutzung

Die Armenische Traubenhyazinthe wird verbreitet als Zierpflanze für Rabatten, Einfassungen und Naturgärten sowie als Schnittblume genutzt. Die Art ist seit spätestens 1877 in Kultur. Es gibt mehrere Sorten, beispielsweise 'Album' mit weißen Blüten und 'Blue Spike' mit verzweigtem Blütenstand und großen Blüten.<ref name="Rothmaler 5" />

Einzelnachweise

<references> <ref name="Tropicos"> Tropicos. [1]</ref> </references>

Weblinks