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Ashley Cooper (Tennisspieler)

aus Wikipedia, der freien Enzyklopädie
Ashley Cooper Tennisspieler
Ashley Cooper
Ashley Cooper
Ashley Cooper, 1958
Nation: AustralienDatei:Flag of Australia (converted).svg Australien
Geburtstag: 15. September 1936
Todestag: 22. Mai 2020
(mit 83 Jahren)
Größe: 185 cm
1. Profisaison: 1959
Rücktritt: 1962
Spielhand: Rechts, einhändige Rückhand
Einzel
Höchste Platzierung: 1 (1957)
Grand-Slam-Bilanz
Grand-Slam-Titel:00000 4
Australian Open S (1957, 1958)
French Open HF (1956–1958)
Wimbledon S (1958)
US Open S (1958)
Doppel
Höchste Platzierung: 1 (1957)
Grand-Slam-Bilanz
Grand-Slam-Titel:00000 4
Australian Open S (1958)
French Open S (1957, 1958)
Wimbledon F (1958)
US Open S (1957)
Quellen: offizielle Spielerprofile bei der ATP/WTA (siehe Weblinks)

Ashley John Cooper, AO (* 15. September 1936 in Melbourne, Victoria; † 22. Mai 2020 ebenda)<ref>Australian Great Ashley Cooper Dies at 83. In: ntd.com. 22. Mai 2020, abgerufen am 22. Mai 2020 (Lua-Fehler in Modul:Multilingual, Zeile 153: attempt to index field 'data' (a nil value)).</ref> war ein australischer Tennisspieler.

Karriere

Ashley Cooper machte bereits als Junior auf sich aufmerksam. Er durfte 1954 bereits mit einer australischen Delegation in nach Übersee reisen, um dort bei Turnieren anzutreten, nachdem er zuvor bei den Australian Championships das Viertelfinale erreicht hatte. So erreichte er unter anderem 1954 das Finale des Junioreneinzels in Wimbledon. Auch bei den Senioren kam er im Einzel bis ins Viertelfinale.<ref name="abstract">Ashley Cooper. In: tennisabstract.com. Abgerufen am 11. November 2023.</ref>

Auch in den folgenden Jahren gehörte er zu den australischen Tennisspielern, die international antraten. 1956 erreichte er bei den internationalen französischen Meisterschaften, die später als French Open ausgetragen wurden, im Einzel das Halbfinale, wo er gegen Sven Davidson ausschied, und im Doppel gemeinsam mit Lew Hoad das Finale, in dem sie gegen Don Candy und Bob Perry verloren.<ref name="abstract" />

1957 begann mit seinem ersten Einzeltitel bei den Australian Championships, den er im Folgejahr verteidigen konnte. Es folgten Titel in Florenz, im Queen’s Club in London, in Dublin, in Haverford, in Sydney und Melbourne. Im Frühjahr 1958 gewann Cooper neben den Australian Championships auch in Brisbane und Newcastle zwei weitere Turniere in seinem Heimatland. In dem Jahr folgten neun weitere Einzeltitel, unter anderem in Wimbledon und bei den U.S. Championships.<ref name="abstract" />

In den Jahren 1957 und 1958 trat Cooper zweimal für die Australische Davis-Cup-Mannschaft an. Er gewann zwei seiner vier Matches und holte 1957 mit der Mannschaft den Davis Cup.<ref>Ashley Cooper. In: daviscup.com. Abgerufen am 11. November 2023.</ref>

Im Jahr 1959 wechselte Cooper in den Profisport, um mit Tennis Geld verdienen zu können. Er gewann dabei unter anderem den European Grand Prix.<ref name="hof">Ashley Cooper. In: tennisfame.com. International Tennis Hall of Fame, abgerufen am 11. November 2023.</ref> 1964 beendete er seine Karriere. Danach trat er noch vereinzelt bei hochklassigen Turnieren an.<ref name="abstract" />

Nach seiner aktiven Karriere ging er nach Brisbane, um dort einen Zentrum für Tennis und Squash zu betreiben.<ref name="hof" />

1991 wurde Cooper in der International Tennis Hall of Fame aufgenommen. 2007 wurde er mit dem Titel Officer of the Order of Australia ausgezeichnet.<ref>It's an Honour. Australia Government, archiviert vom Vorlage:IconExternal (nicht mehr online verfügbar) am 4. März 2016; abgerufen am 22. Juli 2010.</ref>

Persönliches

Ashley Cooper war der Sohn eines Lehrers und wurde von seinen Eltern an den Tennissport herangeführt. Eigentlich sollte er nach dem Schulabschluss Medizin studieren, er setzte sich jedoch gegen seine Eltern durch und spielte hochklassige Tennisturniere.<ref>Ashley Cooper im Munzinger-Archiv, abgerufen am 11. November 2023 (Artikelanfang frei abrufbar)</ref> Sein jüngerer Bruder John Cooper war ebenfalls ein erfolgreicher Tennisspieler.<ref>Don Lawrence: No Longer Under Shadow of His Brother. In: The Age. 2. Dezember 1964, S. 24 (google.com).</ref>

Erfolge bei Grand-Slam-Turnieren

Einzel

Turniersiege

Nr. Datum Turnier Belag Finalgegner Ergebnis
1. 28. Januar 1957 AustralienDatei:Flag of Australia (converted).svg Australian Championships (1) Rasen AustralienDatei:Flag of Australia (converted).svg Neale Fraser 6:3, 9:11, 6:4, 6:2
2. 28. Januar 1958 AustralienAustralien Australian Championships (2) Rasen AustralienDatei:Flag of Australia (converted).svg Mal Anderson 7:5, 6:3, 6:4
3. 5. Juli 1958 Vereinigtes KonigreichDatei:Flag of the United Kingdom.svg Wimbledon Rasen AustralienDatei:Flag of Australia (converted).svg Neale Fraser 3:6, 6:3, 6:4, 13:11
4. 7. September 1958 Vereinigte StaatenDatei:Flag of the United States.svg U.S. Championships Rasen AustralienDatei:Flag of Australia (converted).svg Mal Anderson 6:2, 3:6, 4:6, 10:8, 8:6

Finalteilnahmen

Nr. Datum Turnier Belag Finalgegner Ergebnis
1. 5. Juli 1957 Vereinigtes KonigreichDatei:Flag of the United Kingdom.svg Wimbledon Rasen AustralienDatei:Flag of Australia (converted).svg Lew Hoad 2:6, 2:6, 1:6
2. 8. September 1957 Vereinigte StaatenDatei:Flag of the United States.svg U.S. Championships Rasen AustralienDatei:Flag of Australia (converted).svg Mal Anderson 8:10, 5:7, 4:6

Doppel

Turniersiege

Nr. Datum Turnier Belag Doppelpartner Finalgegner Ergebnis
1. 2. Juni 1957 FrankreichDatei:Flag of France.svg Internationale französische Meisterschaften (1) Sand AustralienDatei:Flag of Australia (converted).svg Mal Anderson AustralienDatei:Flag of Australia (converted).svg Don Candy
AustralienDatei:Flag of Australia (converted).svg Mervyn Rose
6:3, 6:0, 6:3
2. 8. September 1957 Vereinigte StaatenDatei:Flag of the United States.svg U.S. Championships Rasen AustralienDatei:Flag of Australia (converted).svg Neale Fraser Vereinigte StaatenDatei:Flag of the United States.svg Gardnar Mulloy
Vereinigte StaatenDatei:Flag of the United States.svg Budge Patty
4:6, 6:3, 9:7, 6:3
3. 27. Januar 1958 AustralienDatei:Flag of Australia (converted).svg Australian Championships Rasen AustralienAustralien Neale Fraser AustralienDatei:Flag of Australia (converted).svg Roy Emerson
AustralienDatei:Flag of Australia (converted).svg Bob Mark
7:5, 6:8, 3:6, 6:3, 7:5
4. 1. Juni 1958 FrankreichFrankreich Internationale französische Meisterschaften (2) Sand AustralienAustralien Neale Fraser AustralienDatei:Flag of Australia (converted).svg Robert Howe
Sudafrika 1928Datei:Flag of South Africa (1928-1982).svg Abe Segal
3:6, 8:6, 6:3, 7:5

Finalteilnahmen

Nr. Datum Turnier Belag Doppelpartner Finalgegner Ergebnis
1. 15. Mai 1956 FrankreichDatei:Flag of France.svg Internationale französischen Meisterschaften Sand AustralienDatei:Flag of Australia (converted).svg Lew Hoad AustralienDatei:Flag of Australia (converted).svg Don Candy
Vereinigte StaatenDatei:Flag of the United States.svg Bob Perry
5:7, 3:6, 3:6
2. 18. Januar 1957 AustralienDatei:Flag of Australia (converted).svg Australian Championships Rasen AustralienDatei:Flag of Australia (converted).svg Mal Anderson AustralienDatei:Flag of Australia (converted).svg Neale Fraser
AustralienDatei:Flag of Australia (converted).svg Lew Hoad
3:6, 6:8, 4:6
3. 4. Juli 1958 Vereinigtes KonigreichDatei:Flag of the United Kingdom.svg Wimbledon Championships Rasen AustralienDatei:Flag of Australia (converted).svg Neale Fraser SchwedenDatei:Flag of Sweden.svg Sven Davidson
SchwedenDatei:Flag of Sweden.svg Ulf Schmidt
4:6, 4:6, 6:8

Weblinks

Commons: Ashley Cooper – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien

Einzelnachweise

<references />