Zum Inhalt springen

Atlantische Pistazie

aus Wikipedia, der freien Enzyklopädie

<templatestyles src="Vorlage:Taxobox/styles.css" />

Atlantische Pistazie
Datei:Pistacia atlantica (Ein Ovdat).JPG

Atlantische Pistazie (Pistacia atlantica) in Israel

Systematik
Eurosiden II
Ordnung: Seifenbaumartige (Sapindales)
Familie: Sumachgewächse (Anacardiaceae)
Unterfamilie: Pistacioideae
Gattung: Pistazien (Pistacia)
Art: Atlantische Pistazie
Wissenschaftlicher Name
Pistacia atlantica
Desf.

Die Atlantische Pistazie (Pistacia atlantica) ist eine Pflanzenart aus der Familie der Sumachgewächse (Anacardiaceae).

Beschreibung

Datei:Pistacia atlantica kz2.JPG
Blütenstand
Datei:Pistacia atlantica kz5.jpg
Früchte

Die Atlantische Pistazie ist ein sommergrüner, 4 bis 7 (selten bis über 15) Meter hoher Strauch oder Baum. Der Stammdurchmesser erreicht über 1 Meter. Die Borke ist im Alter rissig bis schuppig.<ref name="Padu">S. Padulosi, A. Hadj-Hassan: IPGRI, 1998.</ref>

Die gestielten Laubblätter sind unpaarig gefiedert mit bis zu 11 Blättchen. Die bis zu 7 Zentimeter langen, schwach behaarten, stumpfen bis rundspitzigen oder seltener spitzen, sitzenden Blättchen sind eiförmig bis -lanzettlich und haben keine aufgesetzte Spitze. Die Spindel ist schmal geflügelt. Der Stiel ist behaart.

Pistacia atlantica ist zweihäusig diözisch. Es werden Rispen gebildet. Die meist fünfzähligen und eingeschlechtlichen Blüten mit einfacher Blütenhülle sind rosa bis rötlich, die Kronblätter fehlen. Es ist ein Diskus vorhanden. Die Blütezeit reicht von März bis April. Es werden bis etwa 6–8 Millimeter große, rote später bläuliche und rundliche, einsamige Steinfrüchte gebildet.<ref name="Padu" />

Die Chromosomenzahl beträgt 2n = 30.<ref name="IPCN" />

Vorkommen

Die Atlantische Pistazie kommt in Nordafrika, im östlichen Mittelmeerraum und auf den Kanarischen Inseln auf trockenen Hängen vor.

Datei:Pistacia atlantica range.svg
Verbreitungsgebiet

Taxonomie

Die Atlantische Pistazie wurde 1799 von René Louiche Desfontaines in Flora Atlantica: sive historia plantarum quae in Atlante, agro tunetano et algeriensi crescunt Band 2 Seite 364 als Pistacia atlantica erstbeschrieben.

Verwendung

Das Harz der Pistazie kann als Lack oder Klebstoff verwendet werden, hat aber heute keine kommerzielle Bedeutung mehr.<ref>B. Stern, C. Heron, L. Corr, Margaret Serpico, J. Bourriau: Compositional Variations in aged and heated Pistacia Resin found in Late Bronze Age Canaanite Amphorae and Bowls from Amarna, Egypt. In: Archaeometry. 45(3), 2003, S. 457–469, doi:10.1111/1475-4754.00121.</ref>

Das Holz ist recht hart.

Literatur

  • Mohannad G. AL-Saghir, Duncan M. Porter: Taxonomic Revision of the Genus Pistacia L. (Anacardiaceae). In: American Journal of Plant Sciences. 3(1), 2012, S. 12–32, doi:10.4236/ajps.2012.31002.
  • S. Padulosi, A. Hadj-Hassan: Towards a comprehensive documentation and use of Pistacia… IPGRI, 1998, ISBN 92-9043-512-7, S. 37, 45, 68 f.
  • Ingrid und Peter Schönfelder: Kosmos-Atlas Mittelmeer- und Kanarenflora. Franckh-Kosmos Verlag, Stuttgart 1994, ISBN 3-440-06223-6, S. 112.

Weblinks

Commons: Atlantische Pistazie (Pistacia atlantica) – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien

Einzelnachweise

<references> <ref name="IPCN">Pistacia atlantica bei Tropicos.org. In: IPCN Chromosome Reports. Missouri Botanical Garden, St. LouisVorlage:Abrufdatum</ref> </references>