Attest
Ein Attest (
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Allgemeines
In der Umgangssprache wird darunter meist eine Bescheinigung der Schulbesuchs- oder Arbeitsunfähigkeit verstanden. Sie wird in der Regel vom Hausarzt ausgestellt. Das ärztliche Attest ist eine schriftliche Bescheinigung ärztlichen Inhalts. Sie liegt vor, wenn das Ergebnis einer ärztlichen Feststellung oder Untersuchung schriftlich niedergelegt wird, gleichgültig, ob es sich um die Untersuchung eines einzelnen Organes, die zusammenfassende ärztliche Beurteilung mehrerer Untersuchungsergebnisse oder um die Gesamtbewertung eines Krankheitsbildes handelt.<ref>BGH, Urteil vom 29. Januar 1957, Az.: 1 StR 333/56 = BGHSt 10, 157</ref>
Die Erscheinungsformen ärztlicher Atteste sind vielfältig.<ref>Hans-Jürgen Rieger, Lexikon des Arztrechts, 1984, S. 112 f.</ref> Ein Attest ist jede Art (ärztlicher) Bescheinigungen, beispielsweise kann ein arbeitsmedizinischer Untersucher attestieren, dass jemand frei von ansteckenden Krankheiten ist. Ein Attest kann auch ein über den einfachen Befundbericht hinausgehender Arztbrief sein, der beispielsweise die Diagnose, die durchgeführte Therapie und eine Empfehlung zur Weiterbehandlung durch einen weiteren Arzt oder Zahnarzt beinhaltet.
Arbeitsunfähigkeit
Die häufigste Art des Attestes ist die Arbeitsunfähigkeitsbescheinigung, auch in elektronischer Form. Sie ist vom Arbeitnehmer dem Arbeitgeber unverzüglich zu Beginn seiner Fehlzeit vorzulegen, spätestens jedoch gemäß {{#switch: juris
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Die ärztliche Feststellung der Arbeitsunfähigkeit dient lediglich als medizinisches Gutachten für die Entscheidung über den Entgeltfortzahlungsanspruch. Bestehen Zweifel an seiner Beweiskraft, können Arbeitgeber auf die Unterstützung durch die Krankenkassen oder den Amtsarzt zurückgreifen.
Krankenkassen sind gemäß {{#switch: juris
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Die Krankenkasse kann von einer Beauftragung des Medizinischen Dienstes absehen, wenn sich die medizinischen Voraussetzungen der Arbeitsunfähigkeit eindeutig aus den der Krankenkasse vorliegenden ärztlichen Unterlagen ergeben.
Nach dem Verständnis des {{#switch: juris
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Bestehen Zweifel über die Dienstunfähigkeit des Beamten, ist er verpflichtet, sich nach Weisung der Behörde ärztlich untersuchen zu lassen und, falls ein Amtsarzt dies für erforderlich hält, auch beobachten zu lassen ({{#switch: juris
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Honorierung
Die Honorierung für Atteste erfolgt nach der GOÄ-Nr. 70 Kurze Bescheinigung oder kurzes Zeugnis, Arbeitsunfähigkeitsbescheinigung der Gebührenordnung für Ärzte (5,36 € beim 2,3-fachen Satz) beziehungsweise nach der BEMA-Nr. 7700 des Bewertungsmaßstabs zahnärztlicher Leistungen.
Weblinks
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Einzelnachweise
<references> <ref name="Lepke">Achim Lepke: Pflichtverletzungen des Arbeitnehmers bei Krankheit als Kündigungsgrund. In: NZA 1995, S. 1089</ref> </references>
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