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BLU-109

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BLU-109

Datei:BLU-109 aboard F-15E.jpg
BLU-109 mit einem JDAM-Rüstzusatz an einer F-15E }}

Allgemeine Angaben
Bezeichnung: BLU-109, I-2000

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Typ: Panzersprengbombe

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Herkunftsland: Vereinigte Staaten{{#ifeq:{{#ifeq:|#  [[:{{#if:|{{{Ziel}}}|{{#if:|{{{1}}}|Vereinigte Staaten}}|{{#if:|{{{2}}}|Vereinigte Staaten}}}}]]}}{{#ifeq: 0 | 0 |
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Hersteller: Lockheed Martin, Ellwood National Forge Company

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Entwicklung: 1984

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Indienststellung: 1985

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Einsatzzeit: im Dienst

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Stückpreis: 17.900 USD<ref>Csbaonline.org: SIX DECADES OF GUIDED MUNITIONS AND BATTLE NETWORKS: PROGRESS AND PROSPECTS (PDF; 2,8 MB)</ref>

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Technische Daten
Gefechtsgewicht: 874 kg

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Länge: 2,41 m

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Durchmesser: 368 mm

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Spannweite:

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Antrieb:

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Reichweite:

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Ausstattung
Gefechtskopf: 243 kg Tritonal, PBXN-109 oder AFX-757

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Lenkung:

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Zünder: Verzögerungszünder

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Waffenplattformen: Kampfflugzeuge, Bomber

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Liste von Bomben nach Herkunftsnation

Die BLU-109 (Bomb Live Unit-109) ist eine Panzersprengbombe die in den Vereinigten Staaten entwickelt wurde. Ursprünglich zur Verwendung als Freifallbombe gedacht, wird sie heute ausnahmslos mit Präzisionslenkung oder Lenkflugkörpern eingesetzt. Die Bombe wird noch heute produziert.

Entwicklung

Anfang der 1980er-Jahre führte die fortschreitende Befestigung militärischer Infrastruktur durch den Warschauer Pakt dazu, dass die United States Air Force (USAF) eine neue Fliegerbombe benötigte, um befestigte Flugzeugunterstände, Kommandobunker, Munitionsdepots usw. anzugreifen, die sich an der Oberfläche oder unter Fels befanden. Die schweren Mehrzweckbomben Mark 84 und M118 konnten solche Ziele nur unzureichend zerstören, da die dünnwandigen Bomben zu wenig in die Ziele eindrangen und selbst bei steilen Auftreffwinkeln zum Abprallen tendierten. Daraufhin startet das Air Force Test Center in Zusammenarbeit mit Lockheed Martin im Mai 1984 das Programm „Have Void“ aus dessen Teilprojekt „I-2000“ die BLU-109 hervorging. Bereits im Dezember 1985 wurden die ersten BLU-109 an die USAF und danach an die United States Navy (USN) ausgeliefert. Dort bekam sie die Spitznamen „Bunker Buster“ und „Mole“. Später wurde die BLU-109 auch an andere Staaten exportiert. Auf Basis der BLU-109 entstand in den 1990er-Jahren die BLU-116 sowie 2001 die BLU-118. Die BLU-109 wird noch heute in den Vereinigten Staaten bei der Ellwood National Forge Company sowie im Lizenzbau in weiteren Staaten produziert. Das Nachfolgemodell der BLU-109 ist die BLU-137.<ref name="janes-air">Robert Hewson: Jane’s Air launched Weapon 2003. Jane’s Information Group, 2003, S. 520–521.</ref><ref name="forecast">Forecastinternational.com: BLU-116/B (PDF)</ref><ref name="fas1">Fas.org: BLU-109 (Archivlink)</ref><ref>Deagel.com: BLU-137/B</ref><ref>Flightglobal.com: USAF improving its bunker buster bomb</ref><ref>Mobilityengineeringtech.com: More Bang for the Buck: A New Design and Manufacturing Method for Deep Penetrating Bomb Cases</ref>

Technik

Die BLU-109 hat einen stromlinienförmigen Körper mit einer ogiven Spitze. Der Bombenkörper besteht aus hochfestem Schmiedestahl und hat eine Länge von 2,41 m. Der Durchmesser beträgt 368 mm welcher sich gegen das Heck auf 406 mm vergrößert. Die Wanddicke beträgt 25,4 mm und vergrößert sich zur Bombenspitze hin auf 95,3 mm. Bei der ursprünglichen Verwendung als Freifallbombe wurde hinten am Bombenkörper ein konisches Heckteil montiert. Dieses hatte eine Länge von 1,25 m, wog 34,5 kg und die Stabilisierungsflächen hatten eine Spannweite von 640 mm. Bei der aktuellen Verwendung mit Präzisionsbomben wird dieses Heckteil in Regel weggelassen und durch einen Rüstzusatz mit Steuerflächen ersetzt. Die Bombenkörper für die USAF haben einen olivgrünen Anstrich. Die Bomben der United States Navy haben einen zusätzlichen grauen, hitzeresistenten Schutzanstrich. Weiter existieren BLU-109-Übungsbomben, welche mit einem blauen Streifen an der Bombenspitze markiert sind. Befüllt ist die BLU-109 mit 243 kg Tritonal, PBXN-109 oder AFX-757. Am Bombenheck befindet sich eine Vertiefung mit einem Gewinde. In diese wird der Verzögerungszünder eingeschraubt. Anfänglich wurde nur der elektromechanische Zünder vom Typ FMU-143 verwendet. Später kamen die Zünder FMU-139, FMU-152 und FMU-167 hinzu. Auf dem Bombenkörper sind 762 mm-Bombenschlösser (30 inch) angebracht.<ref name="janes-air" /><ref name="bulletpicker1">Bulletpicker.com: US Bomb, 2000 lb Penetrator, BLU-109A/B</ref><ref name="bulletpicker2">Bulletpicker.com: US Bomb, 2000 lb Penetrator, BLU-109/B</ref><ref>Dtic.mil: A BUSINESS CASE ANALYSIS OF THE HARD TARGET VOID SENSING FUZE (HTVSF) JOINT CAPABILITY TECHNOLOGY DEMONSTRATION (JCTD) (PDF; 0,7 MB)</ref><ref>Izvoznookno.si: Bombs, Rockets, Ammunition and Fuzes (PDF; 2,7 MB)</ref><ref>Imemg.org: Venting Techniques for Penetrator Warheads (PDF; 0,9 MB)</ref><ref>Sam.gov: BLU-109 PENETRATOR BOMBS</ref>

Einsatz & Wirkung

Datei:Image-GBU-24 Missile testmontage-gi BLU-109 bomb.jpg
Eine GBU-24 Paveway III mit einem BLU-109-Gefechtskopf trifft das Ziel

Die BLU-109 kann von einer Vielzahl von westlichen Kampfflugzeuge und Bombern abgeworfen werden. Aufgrund ihrer Größe und dem Gewicht können Kampfflugzeuge nur eine geringe Anzahl der Bomben mitführen. Obwohl als Freifallbombe konzipiert, wird sie heute ausnahmslos als Gefechtskopf von Präzisionsbomben oder Lenkflugkörper verwendet. Die BLU-109 wird zur Bekämpfung von gehärteten und eingegrabenen Zielen wie z. B. unterirdische Bunkeranlagen oder Hardened Aircraft Shelter verwendet. Die Bombe kann aus großer Höhe oder beim Steigflug aus dem Tiefflug (engl. „Toss“- oder „Loft“-Abwurf) abgeworfen werden. Die Abwurfgeschwindigkeit liegt zwischen 556 und 1731 km/h. Wie tief die BLU-109 in ein Ziel eindringen kann, steht in Abhängigkeit zur Abwurfhöhe und Abwurfgeschwindigkeit und der daraus resultierenden kinetischen Energie. Aus großer Höhe kann die Bombe 1,8–2,4 m Stahlbeton durchschlagen oder 12–17 m ins Erdreich eindringen bevor sie detoniert.<ref name="janes-air" /><ref>Scienceandglobalsecurity.org: Conventional Counterforce Strike: An Option for Damage Limitation in Conflicts with Nuclear-Armed Adversaries? (PDF; 0,2 MB)</ref><ref>Diva-portal.org: Warhead penetration in concrete protective structures (PDF)</ref>

Verwendung als Gefechtskopf

Die BLU-109 wird nicht als Freifallbombe, sondern überwiegend als Gefechtskopf verschiedener Präzisionsbomben und Luft-Boden-Raketen verwendet.<ref name="janes-air" /><ref name="fighter-arcraft-echnology">Anthony Thornborough: Modern Fighter Aircraft Technology and Tactics: Into Combat With Today's Fighter Pilots. Patrick Stephens Ltd, 1995, S. 121.</ref><ref name="militero">Militero.wordpress.com: USAF Weapons File 2003–2004 (PDF; 2,8 MB)</ref><ref>Ausairpower.net: Guided Munitions (PDF; 0,4 MB)</ref>

Kriegseinsätze

Die BLU-109 kam während des Zweiten Golfkriegs (1990), im Bosnienkrieg (1992–1995), im Kosovokrieg (1998–1999), im Krieg in Afghanistan (2001–2021), im Irakkrieg (2003), im Gazakrieg (2008–2009), bei der Operation Protective Edge (2014), der Militärintervention im Jemen seit 2015 (seit 2015), dem Krieg in Israel und Gaza (ab Oktober 2023), dem israelisch-iranischen Krieg 2025 („Zwölftagekrieg“) sowie im laufenden Irankrieg 2026 zum Einsatz.<ref name="janes-air" /><ref>Dtic.mil: DEFEATING HARD AND DEEPLY BURIED TARGETS IN 2035 (PDF; 4,0 MB)</ref><ref>Defense.gov: Gulf War - Air Power Survey, Volume IV - Weapons, Tactics, and Training (Archivlink)</ref><ref>Usni.org: A Closer Look at Israel’s Use of 80 Bunker-Buster JDAMs in Beirut</ref><ref>Monde-diplomatique.net: Israël aurait utilisé la bombe anti-bunker BLU-109 contre le chef du Hezbollah</ref>

Verbreitung

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  • Vereinigtes Konigreich{{#ifeq:{{#ifeq:|#|| [[:{{#if:|{{{Ziel}}}|{{#if:|{{{1}}}|Vereinigtes Königreich}}|{{#if:|{{{2}}}|Vereinigtes Königreich}}}}]]}}{{#ifeq: 0 | 0 |
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}} Quellen:<ref name="janes-air" /><ref>Deagel.com: BLU-109</ref><ref name="sipri">Trade Register auf sipri.org, Zugriff: 20. November 2025.</ref><ref name="dsca1">Dsca.mil: Foreign Military Sale</ref>

Literatur

  • Anthony Thornborough: Modern Fighter Aircraft Technology and Tactics: Into Combat With Today's Fighter Pilots. Patrick Stephens Ltd, Vereinigte Staaten, 1995, ISBN 978-185260426-4
  • Robert Hewson: Jane’s Air launched Weapon 2003. Jane’s Information Group, Vereinigtes Königreich, 2003, ISBN 0-7106-0866-7

Weblinks

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Einzelnachweise

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