Zum Inhalt springen

Bahnhof Hamburg Hasselbrook

aus Wikipedia, der freien Enzyklopädie
Hamburg Hasselbrook
Hasselbrook-Bahnhof.jpg
Ehemaliges Bahnhofsgebäude
Daten
Betriebsstellenart Bahnhof (S-Bahn); Haltepunkt
Lage im Netz Zwischenbahnhof
Bauform Durchgangsbahnhof
Bahnsteiggleise
  • 2 Regionalbahn-Gleise
  • 2 S-Bahn-Gleise
Abkürzung AHSF
AHSB (S-Bahn)
IBNR 8002628
Preisklasse 4
Eröffnung 12. August 1907
Profil auf bahnhof.de Hasselbrook
Architektonische Daten
Baustil Historismus
Lage
Ort/Ortsteil Eilbek
Vorlage:Info ISO-3166-2/admtypelink Hamburg
Staat Deutschland
Koordinaten 53° 33′ 53″ N, 10° 3′ 21″ OKoordinaten: 53° 33′ 53″ N, 10° 3′ 21″ O
 {{#coordinates:53,564722|10,055833|primary
dim=2000 globe= name=Hamburg Hasselbrook region=DE-HH type=railwaystation
  }}
Eisenbahnstrecken Bahnstrecken bei Hamburg Hasselbrook
Bahnhöfe im Raum Hamburg

Der Bahnhof Hasselbrook ist ein Bahnhof der Hamburger S-Bahn und ein Haltepunkt an der Bahnstrecke Lübeck–Hamburg im Süden des Stadtteils Eilbek an der Grenze zu Hamm. Benannt ist er nach dem früheren Wald- und heutigen Wohngebiet Hasselbrook.

Geschichte und Gegenwart

Der Bahnhof wurde am 12. August 1907 als Haltepunkt der Hamburg-Altonaer Stadt- und Vorortbahn dem Verkehr übergeben. Seit der Eröffnung des zweiten Bahnsteigs diente auch als Umsteigehaltestelle auf die Lübecker Bahn.

Ab Ende 2027 soll östlich des Bahnhofs die neue S-Bahn-Linie S4 aus der Strecke nach Ohlsdorf ausfädeln und bis Rahlstedt, später auch bis Bad Oldesloe weitergeführt werden.<ref>Fragen und Antworten. Abgerufen am 2. August 2024.</ref> Sie soll die derzeit hier verkehrende RB 81 ersetzen; zudem soll eine Regionalverkehrslinie nach Lübeck gemäß Deutschlandtakt 2030 künftig in Hasselbrook einen Halt einlegen.<ref>Entwurf Nord des Deutschlandtaktes 2030</ref>

Gebäude

Das alte Empfangsgebäude steht nördlich der beiden Bahnsteige und wurde von 1905 bis 1907 unter der Leitung des Baubeamten Eugen Göbel als burgartiger Backsteinbau im neogotischen Stil der Hannoverschen Architekturschule errichtet. Es gehört zu den letzten Hamburger Bahnhofsgebäuden jener Zeit und steht unter Denkmalschutz. Es wurde Mitte der 1990er Jahre restauriert und wird heute als Ausflugslokal genutzt.

Unmittelbar neben dem Bahnhof befindet sich ein erhaltener Rundbunker der Bauart Zombeck aus dem Zweiten Weltkrieg. Er wurde 1941 im Rahmen des damaligen Bunkerbauprogramms errichtet, um Fahrgästen und Passanten Schutz bei Luftangriffen zu bieten. Er ist im Inneren mit einer spiralförmig um den Zylinderkern gelegten stufenlosen Rampe ausgestattet, die es erlaubte, in kürzester Zeit mehrere Hundert Personen aufzunehmen.

Regional- und Schnellbahnlinien

Linie Verlauf Taktfrequenz EVU Fahrzeugmaterial
RE 8X Hamburg HauptbahnhofHamburg-HasselbrookLübeck HbfLübeck-Dänischburg IKEALübeck-KücknitzLübeck-Travemünde SkandinavienkaiLübeck-Travemünde HafenLübeck-Travemünde Strand vereinzelt in der Hauptverkehrszeit (HVZ) DB Regio Schleswig-Holstein vierteilige Stadler KISS
RB 81 Hamburg HauptbahnhofHamburg-HasselbrookHamburg-TonndorfHamburg-RahlstedtAhrensburgAhrensburg-GartenholzBargteheide – Kupfermühle – Bad Oldesloe halbstündlich nach Bargteheide, stündlich nach Bad Oldesloe mit HVZ-Verstärker nach Ahrensburg Bombardier Traxx + 6 Bombardier-Doppelstockwagen
Linie Verlauf

Vorlage:Linienverlauf SPNV Hamburg/S1

Gleisanlagen

Datei:Hasselbrook Kleingaerten.JPG
Östlich des Bahnhofs verlässt die S-Bahn-Strecke nach Ohlsdorf (links) die gerade Linienführung der Bahnstrecke Lübeck–Hamburg (Zustand vor Beginn der Umbauarbeiten für die S4)

Die Bahnstrecke Hamburg–Lübeck verläuft im Bahnhofsgebiet zweigleisig ohne Abzweigungen und umschließt einen einfachen Mittelbahnsteig.

Die Strecke der S-Bahn ist ebenfalls zweigleisig mit einem Mittelbahnsteig, verläuft innerhalb des Bahnhofsbereichs nördlich parallel zur Hamburg-Lübecker Strecke und biegt östlich davon nach Norden ab zum nächstfolgenden Bahnhof Wandsbeker Chaussee. In dieser Kurvenanlage befand sich bis 2024 zwischen den Streckengleisen eine zweigleisige Kehranlage zur Bereithaltung von Verstärkerzügen, die im Zuge des Baus der S4 zurückgebaut wurde.

Zugänge

Datei:Bahnhof Hasselbrook Hamburg (1).jpg
Treppenanlage zum Hammer Steindamm

Beide Bahnsteige haben jeweils am östlichen Ende ein überdachtes Treppenbauwerk, das zur Straße Hammer Steindamm hinaufführt, die hier die beiden Bahnstrecken überkreuzt. Von hier können auch die Bushaltestellen der Buslinie 116 (Farmsen-Süd – Wandsbek Markt – Hamm-Nord – Billstedt) in der Caspar-Voght-Straße erreicht werden.

Der S-Bahnsteig hat zusätzlich eine Aufzugsanlage, die durch das Bahnsteigdach hindurch zu einer Fußgängerbrücke über das nördliche S-Bahn-Streckengleis und von dort mit einem Fußweg ebenfalls zum Hammer Steindamm führt. Des Weiteren befindet sich ungefähr in der Mitte des Bahnsteigs ein Treppen-Niedergang zu einem Tunnel, der unter dem nördlichen S-Bahn-Gleis hindurch abermals zu einem kurzen Treppenaufgang und einem Fußweg zu der ab hier nach Westen parallel zur Strecke verlaufenden Hasselbrookstraße führt. Dort befinden sich auch ein Park+Ride-Parkplatz sowie eine StadtRAD-Station.

Der Übergang von einem Bahnsteig zum anderen kann über die Treppenbauwerke am östlichen Ende beider Bahnsteige erfolgen, alternativ kann auch ein Umweg über die Fahrstuhl-/-Fußgängerbrückenanlage am S-Bahnsteig genommen werden.

Der barrierefreie Ausbau des S-Bahnsteigs wurde am 11. März 2016 abgeschlossen. Der Zugang zum südlich gelegenen Regionalbahnsteig ist nicht barrierefrei.

Literatur

  • Jens Perbandt: Hamburg-Hasselbrook. In: Oliver Strüber [vorm. Erich Preuß] (Hrsg.): Das große Archiv der deutschen Bahnhöfe (= 125. Ergänzungsausgabe). GeraMond, München 2016, ISSN 0949-2127 (1 Bl., 6 S.).

Weblinks

Einzelnachweise

<references />