Balsam-Weide
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| Balsam-Weide | ||||||||||||
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| Datei:Salix pyrifolia BB-1913.png
Illustration<ref name=Illustration/> | ||||||||||||
| Systematik | ||||||||||||
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| Wissenschaftlicher Name | ||||||||||||
| Salix pyrifolia | ||||||||||||
| Andersson |
Die Balsam-Weide<ref name=deutsch/> (Salix pyrifolia) ist ein kleiner Baum aus der Gattung der Weiden (Salix) mit glänzend rotbraunen Zweigen und netznervigen Blattunterseiten. Das natürliche Verbreitungsgebiet der Art liegt in Nordamerika. Sie wird manchmal aufgrund der auffallenden Herbstfärbung als Zierpflanze verwendet.
Beschreibung
Die Balsam-Weide ist ein bis zu 7 Meter hoher, reich verzweigter Baum mit schlanken Ästen. Die Zweige sind glänzend rotbraun und kahl. Die Laubblätter haben keine oder kleine und hinfällige Nebenblätter und einen 6 bis 15 Millimeter langen Stiel. Die Blattspreite ist 3 bis 10 Zentimeter lang, 2 bis 4 Zentimeter breit<ref name=FoNA/>, eiförmig oder länglich-lanzettlich, spitz, mit mehr oder weniger herzförmiger bis abgerundeter Basis und leicht kerbig gesägtem Blattrand. Beide Seiten sind kahl, die Blattoberseite ist dunkelgrün, die Unterseite ist blaugrün und netznervig. Die Herbstfärbung ist goldgelb.<ref name=FdG/> Knospen und Blätter haben einen an Balsam erinnernden Geruch.<ref name=FoNA/>
Als Blütenstände werden 3 bis 5 Zentimeter lange, gestielte Kätzchen gebildet. Die Tragblätter sind gelb oder rötlich braun und behaart. Männliche Blüten haben zwei Staubblätter. Der Fruchtknoten weiblicher Blüten ist deutlich gestielt und kahl, die Narbe ist sitzend. Als Früchte werden 7 bis 8 Millimeter lange Kapseln gebildet<ref name=FoNA/>. Die Balsam-Weide blüht im April.<ref name=FdG/>
Die Chromosomenzahl beträgt 2n = 38.<ref name=FoNA/>
Vorkommen und Standortansprüche
Das natürliche Verbreitungsgebiet liegt in Nordamerika und reicht vom subarktischen Kanada (Yukon und der Westen der Nordwest-Territorien) über den Osten und Westen Kanadas bis nach Minnesota, New York und Vermont in den Vereinigten Staaten.<ref name=GRIN/> Die Balsam-Weide wächst in kühlfeuchten Wäldern auf durchlässigen, frischen bis feuchten, sauren bis neutralen, sandig- oder kiesig-humosen, mäßig nährstoffreichen Böden an sonnigen bis lichtschattigen, sommerkühlen und winterkalten Standorten. Die Art ist frosthart. Das Verbreitungsgebiet wird der Winterhärtezone 4 zugeordnet mit mittleren jährlichen Minimaltemperaturen von −34,4 bis −28,9 °C (−30 bis −20 °F).<ref name=FdG/>
Systematik
Die Balsam-Weide (Salix pyrifolia) ist eine Art aus der Gattung der Weiden (Salix) in der Familie der Weidengewächse (Salicaceae).<ref name=GRIN/> Sie wurde 1867 von Nils Johan Andersson erstmals wissenschaftlich beschrieben.<ref name=GRIN/> Der Gattungsname Salix stammt aus dem Lateinischen und wurde schon von den Römern für verschiedene Weidenarten verwendet.<ref name=Gen_Gat/> Ein häufig verwendetes Synonym ist Salix balsamifera <templatestyles src="Person/styles.css" />Barratt ex Andersson.<ref name=FoNA/>
Die Balsam-Weide bildet mit Salix brachycarpa var. psammophila natürliche Hybride.<ref name=FoNA/>
Verwendung
Die Balsam-Weide wird manchmal aufgrund der beeindruckenden Herbstfärbung als Zierpflanze verwendet.<ref name=FdG/>
Der Kultivar 'Mas' ist ein bis zu 2 Meter hoher, breitbuschiger Strauch mit niederliegend-aufstrebenden Zweigen, die bei Bodenkontakt wurzeln. Seine Herbstfärbung ist ein auffallendes Goldgelb. Der Kultivar wird sehr häufig als Zierstrauch verwendet. Er wird in Baumschulen auch als Salix balsamifera mas angeboten.<ref name=FdG/>
Nachweise
Literatur
- Andreas Roloff, Andreas Bärtels: Flora der Gehölze. Bestimmung, Eigenschaften und Verwendung. Mit einem Winterschlüssel von Bernd Schulz. 3., korrigierte Auflage. Eugen Ulmer, Stuttgart (Hohenheim) 2008, ISBN 978-3-8001-5614-6, S. 585.
- Helmut Genaust: Etymologisches Wörterbuch der botanischen Pflanzennamen. 3., vollständig überarbeitete und erweiterte Auflage. Nikol, Hamburg 2005, ISBN 3-937872-16-7 (Nachdruck von 1996).
Einzelnachweise
<references> <ref name=Illustration> Illustration nach Britton, Brown: Illustrated Flora of the Northern States and Canada, Vol. 1, 1913 S. 596 aus USDA-NRCS PLANTS Database </ref> <ref name=deutsch> Deutscher Name nach Roloff et al.: Flora der Gehölze, S. 585 </ref> <ref name=FdG> Roloff et al.: Flora der Gehölze, S. 585 </ref> <ref name=FoNA> Salix pyrifolia, in der Flora of North America, Band 7 </ref> <ref name=GRIN>Salix pyrifolia. In: Germplasm Resources Information Network (GRIN). United States Department of Agriculture, archiviert vom Vorlage:IconExternal (nicht mehr online verfügbar) am 4. Mai 2022; abgerufen am 12. August 2012 (englisch). Info: Der Archivlink wurde automatisch eingesetzt und noch nicht geprüft. Bitte prüfe Original- und Archivlink gemäß Anleitung und entferne dann diesen Hinweis.</ref> <ref name=Gen_Gat> Genaust: Etymologisches Wörterbuch der botanischen Pflanzennamen, S. 552 </ref> </references>