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Bariumchromat

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Vorlage:Infobox Chemikalie

Bariumchromat ist ein Bariumsalz der Chromsäure. Es besitzt die Formel BaCrO4 und gehört zu Stoffgruppe der Chromate.

Vorkommen

Datei:Hashemite.jpg
Hashemit aus der Typlokalität Lisdan-Siwaga Falte, Jordanien

Als natürliche Mineralbildung wurde Bariumchromat erstmals in der Lisdan-Siwaga Falte im Daba-Siwaqa-Komplex innerhalb der Region Hashem des jordanischen Gouvernement Amman entdeckt und von Phoebe L. Hauff, Eugene E. Foord, Sam Rosenblum und Walid Hakki erstbeschrieben.<ref>Vorlage:Literatur</ref> Das Mineral wurde 1978 von der International Mineralogical Association unter dem Namen Hashemit (IMA 1978-006) anerkannt.<ref>Vorlage:IMA-Liste</ref>

Gewinnung/Darstellung

Das gelbe Bariumchromat wird durch Fällung von Bariumionen mit Chromationen aus leicht saurer Lösung gewonnen.

<math>\mathrm{Ba^{2+}_{(aq)} + CrO_4^{2-} \longrightarrow BaCrO_4 \downarrow (gelb)}</math>

Eigenschaften

Datei:Chroman barnatý.jpg
Bariumchromat

Bariumchromat ist ein gelber Feststoff, der praktisch wasserunlöslich und deswegen im Gegensatz zu den meisten anderen Chromaten nicht akut giftig ist, so dass die Sicherheitshinweise für lösliche Chromate für Bariumchromat nur eingeschränkt gelten. Andererseits sind gerade schwerlösliche Chromatpartikel im Falle inhalatorischer Exposition besonders stark karzinogen und Bariumchromat zeigt eine Klastogenwirkung, die über die klassischen genotoxischen Wirkungen löslicher Chrom(VI)-Verbindungen hinausgeht.<ref>S. S. Wise, A. L. Holmes, Q. Qin, H. Xie, S. P. Katsifis, W. D. Thompson, J. P. Wise: Comparative genotoxicity and cytotoxicity of four hexavalent chromium compounds in human bronchial cells. In: Chemical research in toxicology. Band 23, Nummer 2, Februar 2010, S. 365–372, Vorlage:DOI, PMID 20000473, Vorlage:PMC.</ref> Wie alle Chromate wirkt auch Bariumchromat oxidierend, besonders stark unter sauren Bedingungen. Es zeigt die für Barium typische grüne Flammenfärbung.

Beim Erhitzen mit Bariumcarbonat wird das sechswertige Chrom zum fünfwertigen reduziert, es bildet sich Bariumchromat(V) Ba3(CrO4)2.<ref name="Wilhelmi">K. A. Wilhelmi, O. Jonsson: X-Ray Studies on Some Alkali and Alkaline-Earth Chromates(V). In: Acta Chemica Scandinavica 1965, 19, S. 177–184, Vorlage:Doi.</ref>

<math>\mathrm{4\ BaCrO_4 + 2\ BaCO_3 \ \xrightarrow {\ 800 ^o C \ } \ 2\ Ba_3(CrO_4)_2 + 2\ CO_2 + O_2 }</math>

Verwendung

Bariumchromat wird in der Glas- und Farbenindustrie als Pigment eingesetzt. In der Pyrotechnik wird Bariumchromat als Oxidationsmittel und zur Grünfärbung verwendet.

Einzelnachweise

<references />