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Benigne Faszikulation

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Der Begriff benigne Faszikulation (Abk. BNF; engl. benign fasciculation syndrome, BFS) bezeichnet das Auftreten von unwillkürlichen, in manchen Fällen auch durch die Haut hindurch sichtbaren Muskelzuckungen (Faszikulation). Der benignen Faszikulation kommt per se kein Krankheitswert zu.

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Datei:Bfs spasm.gif
Benigne Faszikulationen des linken Augenlids, die nach einigen Tagen wieder verschwinden

Faszikulationen kommen häufig bei Gesunden vor, können aber auch infolge von Erkrankungen der Motoneuronen auftreten. Damit stellen sie eine wichtige Differentialdiagnose beispielsweise zur amyotrophen Lateralsklerose dar.<ref>O. Hardiman u. a.: Neurodegenerative Disorders: A Clinical Guide. Springer, 2011, ISBN 978-1-84996-010-6, S. 154, (online)</ref> Typischerweise gehen Benigne Faszikulationen weder mit Atrophie noch mit Schwäche der Muskulatur noch mit abnormen Erregungsabläufen in den Motoneuronen einher und treten meist nach körperlicher Belastung auf.<ref>A. J. Larner: A Dictionary of Neurological Signs. Springer, 2010, ISBN 978-1-4419-7094-7, S. 139, (online)</ref><ref>J. R. Daube u. a.: Clinical Neurophysiology. Oxford University Press, 2009, ISBN 978-0-19-538511-3, S. 431, (online)</ref> Es gibt Hinweise darauf, dass spontane benigne Faszikulationen bei einem großen Teil der „gesunden“ Bevölkerung insbesondere an der Muskulatur von Händen und Füßen auftreten können.<ref name="PMID9533790">D. D. Mitsikostas u. a.: Fasciculation potentials in healthy people. In: Muscle Nerve. 1998 Apr;21(4), S. 533–535., PMID 9533790.</ref> Es handelt sich damit um eine Ausschlussdiagnose ohne Krankheitswert.

Einzelnachweise

<references />