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Benzoesäuremethylester

aus Wikipedia, der freien Enzyklopädie
Strukturformel
Struktur von Benzoesäuremethylester
Allgemeines
Name Benzoesäuremethylester
Andere Namen
  • Methylbenzoat
  • Benzolcarbonsäuremethylester
  • Niobeöl
  • Vorlage:INCI
Summenformel C8H8O2
Kurzbeschreibung

farblose angenehm riechende Flüssigkeit<ref>Eintrag zu Methylbenzoat. In: Römpp Online. Georg Thieme VerlagVorlage:Abrufdatum</ref>

Externe Identifikatoren/Datenbanken
CAS-Nummer Vorlage:CASRN
EG-Nummer 202-259-7
ECHA-InfoCard 100.002.055
PubChem 7150
Wikidata [[:d:Lua-Fehler in Modul:Wikidata, Zeile 1464: attempt to index field 'wikibase' (a nil value)|Lua-Fehler in Modul:Wikidata, Zeile 1464: attempt to index field 'wikibase' (a nil value)]]
Eigenschaften
Molare Masse 136,15 g·mol−1
Aggregatzustand

flüssig

Dichte

1,09 g·cm−3 (20 °C)<ref name="GESTIS" />

Schmelzpunkt

−12,4 °C<ref name="GESTIS" />

Siedepunkt

199 °C<ref name="GESTIS" />

Dampfdruck

25 Pa (20 °C)<ref name="GESTIS" />

Löslichkeit

sehr schwer in Wasser (157 mg·l−1 bei 30 °C)<ref name="GESTIS" />

Brechungsindex

1,5164 (20 °C)<ref name="CRC90_3_340">David R. Lide (Hrsg.): CRC Handbook of Chemistry and Physics. 90. Auflage. (Internet-Version: 2010), CRC Press / Taylor and Francis, Boca Raton FL, Physical Constants of Organic Compounds, S. 3-340.</ref>

Sicherheitshinweise
GHS-Gefahrstoffkennzeichnung<ref name="GESTIS">Eintrag zu Vorlage:Linktext-Check in der GESTIS-Stoffdatenbank des IFAVorlage:Abrufdatum (JavaScript erforderlich)</ref>
Gefahrensymbol

Achtung

H- und P-Sätze H: 302
P: 264​‐​270​‐​301+312​‐​501<ref name="GESTIS" />
Wenn nicht anders vermerkt, gelten die angegebenen Daten bei Standardbedingungen (0 °C, 1000 hPa). Brechungsindex: Na-D-Linie, 20 °C

Benzoesäuremethylester (Methylbenzoat, Niobeöl) ist eine chemische Verbindung, eine farblose Flüssigkeit mit charakteristischem Geruch, die als Ester aus der aromatischen Benzoesäure bei Reaktion mit Methanol entsteht. Es handelt sich um einen Duft- und Aromastoff, der bei der Herstellung von Kosmetika und in Lebensmitteln verwendet wird. Natürlich kommt Benzoesäuremethylester u. a. in der Moschus-Erdbeere oder der Feijoa vor.<ref name="ZNF1973-488">Friedrich Drawert, Roland Tressl, Günter Staudt, Hans Köppler: Gaschromatographisch-massenspektrometrische Differenzierung von Erdbeerarten. In: Zeitschrift für Naturforschung C. 28, 1973, S. 488–493 (PDF, freier Volltext).</ref>

Eigenschaften

Benzoesäuremethylester bildet mit Wasser ein bei 99,08 °C azeotrop siedendes Gemisch mit einem Wassergehalt von 79,2 Ma%.<ref name="Azeotropic Data I">Horsley, L.H.: Azeotropic Data, Advances in Chemistry Series 6, American Chemical Society Washington D.C. 1952, ISBN 978-0-8412-2444-5, doi:10.1021/ba-1952-0006, S. 11.</ref>

Verwendung

Benzoesäuremethylester wird aufgrund seiner Eigenschaft als schwer siedende Substanz auch als Messflüssigkeit für Heizkostenverteiler nach dem Verdunstungsprinzip verwendet. Eine weitere Verwendung liegt in der Nutzung als Intermedium (neben Benzoesäuremethylester zum Beispiel auch Xylol) bei der Herstellung von histologischen Präparaten.

Einzelnachweise

<references />