Berg-Baldrian
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| Berg-Baldrian | ||||||||||||
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| Datei:Valeriana montana 2006.06.27 09.50.49-p6270075.jpg
Berg-Baldrian (Valeriana montana) | ||||||||||||
| Systematik | ||||||||||||
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| Wissenschaftlicher Name | ||||||||||||
| Valeriana montana | ||||||||||||
| L. |
Der Berg-Baldrian (Valeriana montana) ist eine Pflanzenart aus der Unterfamilie der Baldriangewächse (Valerianoideae), die in den Kalkgebirgen Europas vorkommt.
Beschreibung
Es handelt sich um eine mehrjährige krautige Pflanze (Hemikryptophyt). Von einer schwach verholzenden, bis 15 cm langen Grundachse, steigen neben sterilen Blattrosetten meist deutlich vielkantige Stängel mit Wuchshöhen zwischen 30 cm und 60 cm auf.
Die gegenständigen Laubblätter sind ungeteilt und eiförmig bis lanzettlich, seltener sind die oberen Blätter auch dreilappig. Zumindest die unteren Blätter sind ganzrandig. Zwischen den Grundblättern und dem Blütenstand sitzen noch drei bis acht Paare Stängelblätter. Dagegen hat der ähnliche Felsen-Baldrian (Valeriana saxatilis), der meist auch deutlich kleiner ist, noch höchstens ein oder zwei Paare.
An den Stängelenden sitzen reichblütige trugdoldige Blütenstände. Die Blüten sind meist deutlich rosa bis rötlich und nur selten weiß.
Die Chromosomenzahl der Art ist 2n = 32.<ref name="Oberdorfer" />
Vorkommen
Man findet die Art in den Hochgebirgen des südlichen und mittleren Europas. Die Nordgrenze ihres Verbreitungsgebietes wird am Nordrand der Alpen erreicht. Sie kommt vor in Portugal, Spanien, Andorra, Frankreich, Schweiz, Deutschland, Italien, Sardinien, Korsika, Österreich, Liechtenstein, Tschechien, Polen, Slowakei, Slowenien, Kroatien, Bosnien-Herzegowina, Montenegro, Serbien, Albanien, Bulgarien, Griechenland, Rumänien und in der Türkei vor.<ref name="Euro+Med" />
Diese Art wächst in subalpinen bis alpinen Kalkschuttfluren. Sie kommt ausschließlich auf kalkhaltigen Böden vor. Sie ist eine Verbandscharakterart des Petasition paradoxi und kommt vor allem im Petasitetum paradoxi vor. Seltener findet sie sich auch in Gesellschaften der Verbände Epilobion fleischeri oder Seslerion albicantis.<ref name="Oberdorfer" />
In den Allgäuer Alpen steigt sie am Südwestabfall des Linkerskopfs in Bayern bis zu 2200 m Meereshöhe auf.<ref name="Dörr und Lippert" />
Die ökologischen Zeigerwerte nach Landolt & al. 2010 sind in der Schweiz: Feuchtezahl F = 3+ (feucht), Lichtzahl L = 3 (halbschattig), Reaktionszahl R = 5 (basisch), Temperaturzahl T = 2 (subalpin), Nährstoffzahl N = 2 (nährstoffarm), Kontinentalitätszahl K = 3 (subozeanisch bis subkontinental).<ref name="InfoFlora" />
Taxonomie
Der Berg-Baldrian wurde 1753 von Carl von Linné in Species Plantarum Band 1 Seite 32 als Valeriana montanaerstbeschrieben. Das Epitheton "montana" hatte Linné von Caspar Bauhins Pinax (1623) übernommen. Valeriana montana <templatestyles src="Person/styles.css" />L. hat das Synonym: Valeriana montana subsp. hirsuticaulis <templatestyles src="Person/styles.css" />E. Walth.<ref name="Euro+Med" />
Quellen und weiterführende Informationen
Literatur
- Henning Haeupler, Thomas Muer: Bildatlas der Farn- und Blütenpflanzen Deutschlands (= Die Farn- und Blütenpflanzen Deutschlands. Band 2). Herausgegeben vom Bundesamt für Naturschutz. Ulmer, Stuttgart 2000, ISBN 3-8001-3364-4.
- Werner Rothmaler: Exkursionsflora für die Gebiete der DDR und der BRD. Band 2: Gefäßpflanzen, 14. Auflage. Volk und Wissen, Berlin 1988, ISBN 3-060-12539-2
Einzelnachweise
<references> <ref name="Oberdorfer">Erich Oberdorfer: Pflanzensoziologische Exkursionsflora für Deutschland und angrenzende Gebiete. 8. Auflage. Stuttgart, Verlag Eugen Ulmer, 2001. Seite 882. ISBN 3-8001-3131-5</ref> <ref name="Dörr und Lippert">Erhard Dörr, Wolfgang Lippert: Flora des Allgäus und seiner Umgebung. Band 2, IHW, Eching 2004, ISBN 3-930167-61-1, S. 535.</ref> <ref name="Euro+Med">E. von Raab-Straube & T. Henning (2017+): Valerianaceae. – In: Euro+Med Plantbase – the information resource for Euro-Mediterranean plant diversity. Datenblatt Valerianaceae</ref> <ref name="InfoFlora"> Valeriana montana L. In: Info Flora, dem nationalen Daten- und Informationszentrum der Schweizer Flora. Abgerufen am Vorlage:FormatDateSimple. </ref> </references>
Weblinks
- Berg-Baldrian. auf FloraWeb.deVorlage:Abrufdatum
- Berg-Baldrian. In: BiolFlor, der Datenbank biologisch-ökologischer Merkmale der Flora von Deutschland.
- Vorlage:BIB
- Thomas Meyer: Baldrian Datenblatt mit Bestimmungsschlüssel und Fotos bei Flora-de: Flora von Deutschland (alter Name der Webseite: Blumen in Schwaben)