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Bernardino Galliari

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Bernardino Galliari, auch Gagliari (* 3. November 1707 in Andorno Micca, Piemont; † 31. März 1794 ebenda) war ein italienischer Freskant und Theatermaler.

Datei:Andorno lapide bernardino galliari.jpg
Platte in Andorno Micca (BI)

Galliari gilt als einer der Begründer der piemontesischen Theatermalerei. Er beherrschte vor allem die illusionistische Perspektivmalerei. Zusammen mit seinen Brüdern Fabrizio (* 28. Sept. 1709 in Andorno; † 1790 in Treviglio) und Giovanni Antonio (* 26. Mai 1714 in Andorno; † 1783 in Mailand) betrieb er eine Werkstatt in Turin,<ref>Rudolph Angermüller, Geneviève Geffray, Johanna Senigl: Florilegium Pratense. Königshausen & Neumann, 2005, ISBN 978-3-8260-3258-5, S. 234. (eingeschränkte Vorschau in der Google-BuchsucheSkriptfehler: Ein solches Modul „Vorlage:GoogleBook“ ist nicht vorhanden.).</ref> arbeitete auch in Bergamo und Mailand, wo er 1742 für die Mailänder Scala eine Theaterausstattung anfertigte. Bis 1782 zeichneten dort die Brüder für fast alle Dekorationen der Opernaufführungen verantwortlich.<ref>Rudolph Angermüller, Geneviève Geffray, Johanna Senigl: Florilegium Pratense. Königshausen & Neumann, 2005, ISBN 978-3-8260-3258-5, S. 244. (eingeschränkte Vorschau in der Google-BuchsucheSkriptfehler: Ein solches Modul „Vorlage:GoogleBook“ ist nicht vorhanden.).</ref> Von 1772 bis 1778 hielt Galliari sich in Wien, Innsbruck und Berlin auf.<ref>Katja Seidel: Girolamo Portos Bericht von seiner Reise nach Süddeutschland und Österreich (Dissertation). Logos-Verlag, Berlin 2014, ISBN 978-3-8325-3617-6, S. 38. (eingeschränkte Vorschau in der Google-BuchsucheSkriptfehler: Ein solches Modul „Vorlage:GoogleBook“ ist nicht vorhanden.).</ref> Von Wien holte ihn 1773 Friedrich der Große für eine kurze Zeit an die Königliche Oper in Berlin. In Berlin malte er auch, und zwar auf eigene Kosten, die Kuppel der St. Hedwigs-Kirche und das Altarbild.<ref>Louis Schneider: Geschichte der Oper und des königlichen Opernhauses in Berlin. Duncker u. Humblot, Berlin 1852, S. 174. (Volltext in der Google-BuchsucheSkriptfehler: Ein solches Modul „Vorlage:GoogleBook“ ist nicht vorhanden.).</ref> Sein Neffe Bartolomeo Verona, der mit ihm nach Berlin gekommen war, wurde nach Galliaris Abreise ab 1773 dauerhaft in Berlin engagiert. In seiner späteren Phase schuf Galliari hauptsächlich Altargemälde wie die Bekehrung des Paulus in der Kirche Sant’Agostino in Mailand.<ref name="kunstlexikon">Stadler: Lexikon der Kunst. S. 7–8.</ref>

Literatur

  • Wolf Stadler u. a.: Lexikon der Kunst 5. Gal – Herr. Karl Müller Verlag, Erlangen 1994, ISBN 3-86070-452-4, S. 7–8.

Weblinks

Einzelnachweise

<references />


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