Bernbach (Brettach)
Der Bernbach ist ein Bach im nördlichen Baden-Württemberg von rund 9 km Länge, der beim Wohnplatz Wiesental der Gemeinde Bretzfeld von links und Süden in die mittlere Brettach mündet.
Geographie
Quelle und Verlauf
Der linke Oberlaufs des Bernbachs entspringt auf etwa Vorlage:Höhe am unteren Nordostabhang des Löwensteiner Horkenbergs etwa 100 m jenseits der Trasse der B 39 eben schon auf Bretzfeld-Unterheimbacher Gemarkung und zieht zwischen den Waldgewannen Weilerischer Bernbach und Klösterlicher Bernbach in einem seitenklingenreichen Waldtal zunächst nach Nordosten. Nach anderthalb Kilometern, kurz nachdem er sich mit seinem kürzeren rechten Oberlauf vereint hat, durchfließt er den etwa 0,5 ha großen Bernsee und nimmt von rechts und etwa Osten den Bach aus der Morgenklinge auf, der über zwei Kilometern und damit etwa so lange ist wie der Bernbach bis dorthin und dessen Quellen am Trauf westlich von Wüstenrot-Neuhütten liegen. Daraufhin kehrt er sich nach Norden.
Weniger als einen Kilometer danach fließt von links ein zwei Kilometer langer linker Nebenbach aus Richtung des Gräfischen Bergles zu; über der kleinen Talkerbe eines diesem unbeständig von rechts zulaufenden Seitenbachs spannt sich der Hohle Stein, eine natürliche Felsbrücke. Wenig darauf folgt von rechts ein nur halb so langer Zufluss aus dem Binsenschlägle. Von derselben Seite mündet nach weiteren anderthalb Kilometern ein Bach vom Schalkbrunnen am Wüstenrot-Neuhüttener Steinknickle her, der wieder über zwei Kilometer lang ist. Der nächste Zufluss Hagenbach kommt ebenfalls von rechts, sein längster Strang entsteht am nördlichen Ortsrand von Neuhütten und fließt bis zu seiner Mündung bei einer Waldwegbrücke fast drei Kilometer weit. An dieser Zumündung wird zum ersten Male die Talaue frei, die umgebenden Berge und Hänge bleiben zunächst noch bewaldet.
Bald danach beginnt sich das Tal zu weiten, links steigt die Flurgrenze empor zum Herrenhölzle auf dem Seitenberg, der danach im Sporn des Heimbergs ausläuft, auf dem die Ruine der Burg Hellmat steht. Im Tal darunter liegt Unterheimbach vor einem kürzeren rechten Bergsporn. Dem Heimberg gegenüber läuft durchs Dorf auf Vorlage:Höhe<ref name="TK-Schwarz-Höhe" group="LUBW" /> der vier Kilometer lange Heimbach zu, der längste der Bernbach-Zuflüsse, der wenig nördlich der Hagenbach-Quelle entsteht. An seinem südöstlich orientierten Hang zeigen sich die ersten Weinberge über dem Dorf, zu ihren Füßen zieht die L 1090 aus dem Hagenbach- ins Bernbachtal, dem sie dann bis zur Mündung folgt.
Tal und Hänge sind inzwischen waldfrei, weniger als einen Kilometer bachabwärts erreicht an der Kläranlage des Dorfs von links mit dem gut zwei Kilometer langen Steinbach der letzte Zufluss den Bernbach. Dieser lässt dort kurz vor Hahnenbusch die Randberge des Schwäbisch-Fränkischen Waldes ganz hinter sich. Weniger als einen Kilometer weiter abwärts mündet er beim Gehöft Wiesental auf Vorlage:Höhe von links und Süden in die mittlere Brettach, die sein Wasser dann nordwestwärts zum Kocher führt.
Der Bernbach mündet nach einem mitsamt seinem linken Oberlauf 9,1 km langem Lauf mit mittleren Sohlgefälle von etwa 27 ‰ rund 245 Höhenmeter unterhalb von dessen Quelle.
Einzugsgebiet
Das größtenteils bewaldete Einzugsgebiet des Bernbachs hat eine Fläche von 17,9 km². Es umfasst grob die östliche Hälfte des bewaldeten nördlichen Bergvorsprungs von Mainhardter Wald und Löwensteiner Bergen zwischen Brettach im Nordosten und Sulm im Westen, der südlich von Adolzfurt ausläuft.
Von der Mündung im Norden verläuft die Wasserscheide nah am Trauf des Brettachtales nach Südosten bis Wüstenrot-Berg. Dort knickt sie nach Südwesten ab und zieht über das Neuhüttener Steinknickle bis zur Bundesstraße 39 bei Bärenbronn, jenseits liegt hier auf dem größten Stück das Einzugsgebiet des Dachsbachs, dem sich das der diesen aufnehmenden Fichtenberger Rot anschließt. Die Grenze zu deren oberen Entwässerungsgebiet folgt von Bärenbronn aus recht genau der B 39 nach Westen und steigt dann auf den Löwensteiner Horkenberg. Südlich von ihm entwässert auf einem kurzen Stück der Stangenbach zur „Spiegelberger“ Lauter, westlich von ihm konkurriert auf einem wenig längeren die Lauter selbst. Ein kurzes Stück Wasserscheide zur Sulm schließt sich an der Westgrenze dem an, dann zwei wenig längere zu den Sulm-Zuflüssen Schlierbach und Michelbach. Danach läuft die Einzugsgebietsgrenze sehr lange in wechselnden nördlichen Richtungen gegen den nächstabwärtigen Brettach-Zufluss Gabelbach, ehe sie schließlich wieder die Mündung erreicht.
Zuflüsse und Seen
Hierarchische Liste der Zuflüsse und Datei:RiverIcon-SmallLake.svg Seen von der Quelle zur Mündung. Gewässerlänge<ref name="GeNe-Länge" group="LUBW" />, Seefläche<ref name="SG-Seefläche" group="LUBW" />, Einzugsgebiet<ref name="BEZG-EZG" group="LUBW" /> und Höhe<ref name="TK-HLB-Höhe" group="LUBW" /> nach den entsprechenden Layern auf der Onlinekarte der LUBW. Andere Quellen für die Angaben sind vermerkt. Die Liste ist lückenhaft, außer den genannten gibt es vor allem an der Stufenkante zu den Bergen im Süden etliche weitere kleinere Waldklingenbäche.
Zusammenfluss von linkem und rechtem Oberlauf des Bernbachs auf rund Vorlage:Höhe kurz vor dem Bernsee.
- Bernbach-Oberlauf entlang dem Gewann Weilerischer Bernbach, von links und Westsüdwesten, 2,1 km und ca. 1,2 km².<ref name="TK-abgemessen-EZG" group="LUBW" /> Entsteht auf etwa Vorlage:Höhe am Nordosthang des Horkenberg unterhalb der B 39.
- Datei:RiverIcon-SmallLake.svg Durchfließt kurz vor dem Zusammenfluss einen Teich, unter 0,1 ha.
- Bernbach-Oberlauf aus dem Gewann Klösterlicher Bernbach, von rechts und Südwesten, 1,0 km und ca. 0,3 km².<ref name="TK-abgemessen-EZG" group="LUBW" /> Entsteht auf etwa Vorlage:Höhe am Hang unter dem Weiler Bernbach von Wüstenrot.
- Datei:RiverIcon-SmallLake.svg Durchfließt auf einer Höhe zwischen 350 und Vorlage:Höhe den Bernsee, 0,5 ha.
- (Bach aus der Morgenklinge), von rechts und insgesamt Osten auf etwa Vorlage:Höhe<ref name="TK-Schwarz-Höhe" group="LUBW" /> etwa hundert Meter unterhalb des Bernsees, 2,3 km und ca. 1,6 km².<ref name="TK-abgemessen-EZG" group="LUBW" /> Entspringt auf etwa Vorlage:Höhe am Waldrand westlich des Bärenbronner Wegs von Wüstenrot-Neuhütten.
- (Bach aus der Klinge Toter Mann), von rechts und Nordosten auf etwa Vorlage:Höhe<ref name="TK-Schwarz-Höhe" group="LUBW" />, 0,6 km und ca. 0,2 km².<ref name="TK-abgemessen-EZG" group="LUBW" /> Entsteht auf etwa Vorlage:Höhe wenig südwestlich unter dem Naturfreundehaus am Steinknickle.
- Waldbach aus dem Gewann Waldbacher Bernbach, von links und Südwesten auf etwa Vorlage:Höhe, 0,9 km und ca. 0,4 km².<ref name="TK-abgemessen-EZG" group="LUBW" /> Entsteht auf etwa Vorlage:Höhe am Weisenrand zum Hangwald nördlich des westlichen Siedlungsteils des Wüstenroter Weilers Stollenhof.
- (Bach vom Gräfischen Bergle), von links und Westsüdwesten auf etwa Vorlage:Höhe<ref name="TK-Schwarz-Höhe" group="LUBW" />, 2,1 km und 1,2 km². Entsteht auf etwa Vorlage:Höhe am Ostanhang des Gräfischen Bergles. Rechts am Lauf liegt die Brothalde, dort spannt sich über eine nur periodisch wasserführende Rinne den Hang herab die kleine natürliche Felsbrücke Hohler Stein.
- (Bach aus dem Binsenschlägle), von rechts und Südosten auf etwa Vorlage:Höhe, 1,0 km und ca. 0,4 km².<ref name="TK-abgemessen-EZG" group="LUBW" /> Entsteht auf etwa Vorlage:Höhe im Gewann Binsenschlägle.
- Schalkbach, von rechts und Südosten auf Vorlage:Höhe<ref name="TK-Schwarz-Höhe" group="LUBW" />, 2,3 km und ca. 1,0 km².<ref name="TK-abgemessen-EZG" group="LUBW" /> Entsteht auf etwa Vorlage:Höhe wenig nördlich des Naturfreundehauses am Westhang des Steinknickles.
- Datei:RiverIcon-SmallLake.svg Passiert kurz vor dem folgenden Zufluss drei Kleinteiche rechts am Lauf, zusammen 0,2 ha.
- Hagenbach, von rechts und Südosten auf etwa Vorlage:Höhe<ref name="TK-Schwarz-Höhe" group="LUBW" /> am Beginn der Wiesenau um den Bernbach, 2,9 km und 2,3 km². Entsteht auf etwa Vorlage:Höhe wenig nördlich von Neuhütten am Waldrand. Durchläuft zunächst die Schinderklinge, später die Hagenau.
- (Quellast vom Steinknickle), von links und Süden auf unter Vorlage:Höhe zwischen drei Hanglichtungen, 0,7 km und ca. 0,3 km².<ref name="TK-abgemessen-EZG" group="LUBW" /> Entsteht auf etwa Vorlage:Höhe am Nordhang des Steinknickles.
- Datei:RiverIcon-SmallLake.svg Passiert am Unterlauf auf 300–Vorlage:Höhe drei Teiche links am Lauf, zusammen 0,3 ha.
- Datei:RiverIcon-SmallLake.svg Passiert auf knapp Vorlage:Höhe einen Teich rechts am Lauf unter der Geroldshalde, 0,2 ha.
- Heimbach, von rechts und Südosten auf wenig unter Vorlage:Höhe<ref name="TK-Schwarz-Höhe" group="LUBW" /> in Bretzfeld-Unterheimbach, 4,0 km mit dem längeren Oberlauf Lochklingenbächle und 2,3 km auf dem Namenslauf sowie 3,9 km². Fließt auf etwa Vorlage:Höhe<ref name="TK-Schwarz-Höhe" group="LUBW" /> unter der Talsteige der L 1090 Oberheimbach–Unterheimbach aus seinen zwei Oberläufen zusammen.
- Lochklingenbächle, linker und südsüdöstlicher offizieller Hauptstrang-Oberlauf aus der Lochklinge, 1,7 km und ca. 0,9 km².<ref name="TK-abgemessen-EZG" group="LUBW" /> Entsteht auf etwa Vorlage:Höhe wenig westlich von Wüstenrot-Jägerhaus im Kreuzle im Hangwald.
- Schnarringsbächle, rechter und ostsüdöstlicher offizieller Nebenstrang-Oberlauf, 1,5 km und ca. 1,2 km².<ref name="TK-abgemessen-EZG" group="LUBW" /> Entsteht auf etwa Vorlage:Höhe am Wasserbehälter zwischen Wüstenrot(-Maienfels)-Berg und -Oberheimbach.
- Datei:RiverIcon-SmallLake.svg Passiert zwischen 290 und Vorlage:Höhe in der offenen Unterlaufaue vor Unterheimbach ein halbes Dutzend Teiche rechts und links, zusammen 0,4 ha.
- Steinbach, von links und Westsüdwesten auf etwa Vorlage:Höhe<ref name="TK-Schwarz-Höhe" group="LUBW" /> an der Kläranlage nach Unterheimbach, 2,2 km und 1,5 km². Entsteht noch unbeständig auf etwas unter Vorlage:Höhe im Salenwald westsüdwestlich von Bretzfeld-Herrenhölzle.
Mündung des Bernbachs von links und Süden auf Vorlage:Höhe<ref name="TK-Grau-Höhe" group="LUBW" /> am Wohnplatz Wiesental von Bretzfeld in die mittlere Brettach. Der Bernbach ist mit seinem längeren linken Oberlauf 9,1 km<ref name="GeNe-Länge" group="LUBW" /> lang und hat ein 17,9 km²<ref name="BEZG-Summe-EZG" group="LUBW" /> großes Einzugsgebiet.
Siehe auch
Einzelnachweise
LUBW
Amtliche Online-Gewässerkarte mit passendem Ausschnitt und den hier benutzten Layern: Lauf und Einzugsgebiet des Bernbachs
Allgemeiner Einstieg ohne Voreinstellungen und Layer: Vorlage:GeoQuelle
<references group="LUBW">
Höhe:
<ref name="TK-HLB-Höhe" group="LUBW">Höhe nach dem Höhenlinienbild auf dem Hintergrundlayer Topographische Karte.</ref> <ref name="TK-Schwarz-Höhe" group="LUBW">Höhe nach schwarzer Beschriftung auf dem Hintergrundlayer Topographische Karte.</ref> <ref name="TK-Grau-Höhe" group="LUBW">Höhe nach grauer Beschriftung auf dem Hintergrundlayer Topographische Karte.</ref>
Länge:
<ref name="GeNe-Länge" group="LUBW">Länge nach dem Layer Gewässernetz (AWGN).</ref>
EZG:
<ref name="BEZG-EZG" group="LUBW">Einzugsgebiet nach dem Layer Basiseinzugsgebiet (AWGN).</ref> <ref name="BEZG-Summe-EZG" group="LUBW">Einzugsgebiet aufsummiert aus den Teileinzugsgebieten nach dem Layer Basiseinzugsgebiet (AWGN).</ref> <ref name="TK-abgemessen-EZG" group="LUBW">Einzugsgebiet abgemessen auf dem Hintergrundlayer Topographische Karte.</ref>
Seefläche:
<ref name="SG-Seefläche" group="LUBW">Seefläche nach dem Layer Stehende Gewässer.</ref>
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Andere Belege
<references>
<ref name="BfL-162">Vorlage:GeoQuelle</ref>
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Literatur
- Topographische Karte 1:25.000 Baden-Württemberg, als Einzelblatt Nr. 6722 Hardthausen am Kocher, Nr. 6822 Obersulm, Nr. 6823 Pfedelbach und Nr. 6922 Wüstenrot
- Geologische Karte des Naturparks Schwäbisch-Fränkischer Wald 1:50.000, herausgegeben vom Landesamt für Geologie, Rohstoffe und Bergbau Baden-Württemberg, Freiburg i. Br. 2001.
Weblinks
- Karte von Lauf und Einzugsgebiet des Bernbachs auf: Vorlage:GeoQuelle
- Karte von Lauf und Einzugsgebiet des Bernbachs auf: Vorlage:GeoQuelle
- Meßtischblätter in der Deutschen Fotothek:
- 6822 Willsbach von 1932
- 6823 Pfedelbach von 1932
- 6922 Löwenstein von 1932