Betra (Horb am Neckar)
Betra Gemeinde Horb am Neckar
| ||||||
|---|---|---|---|---|---|---|
| Das Ortswappen bitte nur als Dateipfad angeben! | ||||||
| Koordinaten: | Vorlage:Deutsches Bundesland/Code_type:city(940)&title=Betra 48° 25′ N, 8° 40′ O
{{#coordinates:48,4098|8,6638|primary
|
dim=10000 | globe= | name=Betra | region=DE-Vorlage:Deutsches Bundesland/Code | type=city
}} |
| Höhe: | 420–580 m | |||||
| Fläche: | 8 km² | |||||
| Einwohner: | 940 (31. Juli 2024)[Ohne Beleg] | |||||
| Postleitzahl: | 72160 | |||||
| Vorwahl: | 07482 | |||||
| Das Bild bitte nur als Dateipfad angeben! | ||||||
Betra ist ein Stadtteil von Horb am Neckar im Landkreis Freudenstadt in Baden-Württemberg.
Geographie
Lage
Der Stadtteil Betra liegt rund sechs Kilometer südwestlich von Horb auf der Höhe über dem Isenburger Tälchen und dem Neckarknie bei Dettingen.
Ortsgliederung
Zu Betra gehören das Dorf Betra, der im Neckartal gelegene Weiler Neckarhausen, das Gehöft Höhenhof und der Wohnplatz Ziegelhütte.
Geschichte
786 schenkte Graf Gerold Grundbesitz in Petarale an das Kloster St. Gallen. Anfang des 12. Jahrhunderts wird ein Bubo von Betra als Hirsauer Schenker erwähnt. Etwa um diese Zeit übertrug Guntram von Neckarhausen sein Gut in Neckarhausen und Betra an Klosterreichenbach. Herrschaftlich gehörte Betra zu Wehrstein, war also wohl zunächst sulzisches, dann geroldseckisches, ab 1341 hohenbergisches und ab 1381 österreichisches Lehen. Lehnsträger waren 1375 die Herren von Weitingen, 1400 bis 1419 die von Mannsberg, dann bis 1516 wieder die von Weitingen. 1552 kam Betra zu Hohenzollern-Sigmaringen, 1576 zu Hohenzollern-Haigerloch, ab 1634 wieder Hohenzollern-Sigmaringen.<ref name=":1">Betra - Altgemeinde~Teilort - Detailseite - LEO-BW. Abgerufen am 6. Februar 2026.</ref>
Ab 1803 gehörte Betra zum Fürstentum Hohenzollern-Sigmaringen und waren dort dem Oberamt Hechingen, ab 1838 dem Oberamt Haigerloch und 1854 erneut dem Oberamt Hechingen zugeordnet, aus dem 1925 der Landkreis Hechingen entstand. Zum 1. Dezember 1971 wurde Betra als Stadtteil der Großen Kreisstadt Horb am Neckar eingemeindet.<ref name=":0">Ortschaftsverwaltung Betra | Stadt Horb - Informationen für unterwegs. Abgerufen am 6. Februar 2026.</ref>
Im Juli 1986 wurde die 1200-Jahr-Feier von Betra gefeiert.
Sage
Ein Fräulein von Lichtenstein, deren Burg sich früher hoch über der St. Ulrichskapelle in Neckarhausen befand, soll zur Zeit einer großen Hungersnot einem Bettler ein Stück Brot unter der Beteuerung verweigert haben, dass sie selbst auch nur noch einen Laib Brot besitze. Danach soll sich dieser Laib in Stein verwandelt haben. Darauf machte das Fräulein von Lichtenstein eine Stiftung, der zufolge am jährlichen Ulrichstag Brot an die Armen ausgeteilt werden sollte.<ref name=":2">Schwarzwälder Bote: Horb a. N.: Ein kunsthistorisches Kleinod am Neckar. Abgerufen am 6. Februar 2026.</ref>
Religionen
Kirchlich war Betra bis 1791 eine Filial von Fischingen, danach wurde Betra eine katholische Pfarrei mit der Filial Neckarhausen, die infolge der früheren Zugehörigkeit zum Fürstentum Hohenzollern-Sigmaringen seit 1827 zum Erzbistum Freiburg gehört.
Die evangelischen Christen von Betra sind der Kirchengemeinde in Dettingen zugeordnet.
Wappen
In Silber ein blauer Schrägrechtsbalken, belegt mit drei silbernen Äpfeln. Die Äpfel weisen auf den in Betra stark betriebenen Obstbau hin. Die Farben Silber und Blau sind die Wappenfarben der Herren von Lichtenstein.<ref>Unser Horb - Die Stadt - Stadtteile - Betra. Abgerufen am 6. Februar 2026.</ref>
Sehenswürdigkeiten
- Neugotische Kirche St. Laurentius, 1808 erbaut und 1893 erweitert<ref name=":1" />
- Ulrichskapelle in Neckarhausen, 1889 von Wilhelm Friedrich Laur im neugotischen Stil anstelle einer älteren Kapelle erbaut<ref name=":2" />
- Von der abgegangenen Höhenburg Neckarhausen sind nur noch der Graben und Reste des Mauerwerks sichtbar<ref>Neckarhausen bei leo-bw.de</ref>
Persönlichkeiten
- Joseph Sprißler (1795–1879), katholischer Geistlicher und Abgeordneter der Frankfurter Nationalversammlung, 1819–1821 Pfarrer in Betra
- Benedikt Stehle (1801–1867), Oberamtmann, geboren in Betra
- Karl Maier (1898–1978), Politiker der NSDAP, geboren in Betra, bis 1933 Ortsgruppenleiter und Bürgermeister von Betra
- Linus Wittich (1929–1985), Verleger und Gründer der Verlagsgruppe Linus Wittich Medien, aufgewachsen in Betra
- Diether Weik (1934–2022), Maler und Kunsterzieher, starb in Betra
- Hans Eberwein (* 1937), Erziehungswissenschaftler und Hochschullehrer, geboren in Betra
Weblinks
Einzelnachweise
<references />