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Beutelsbach (Weinstadt)

aus Wikipedia, der freien Enzyklopädie
Beutelsbach
Stadt Weinstadt
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Koordinaten: Vorlage:Deutsches Bundesland/Code_type:city(8769)&title=Beutelsbach 48° 48′ N, 9° 23′ OKoordinaten: Vorlage:Deutsches Bundesland/Code_type:city(8769) 48° 48′ 6″ N, 9° 23′ 18″ O
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Höhe: 239 m
Fläche: 7,69 km²
Einwohner: 8769 (30. Nov. 2022)<ref name="Einwo2022">Zahlen, Daten, Fakten | Stadt Weinstadt - Kultur trifft Natur. Abgerufen am 19. Oktober 2024 (Lua-Fehler in Modul:Multilingual, Zeile 153: attempt to index field 'data' (a nil value)).</ref>
Bevölkerungsdichte: 1.140 Einwohner/km²
Eingemeindung: 1. Januar 1975
Postleitzahl: 71384
Vorwahl: (0 71 51)
Datei:Weinstadt Stadtteile.svg
Karte
Lage von Beutelsbach in Weinstadt
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Beutelsbach ist ein Stadtteil der Großen Kreisstadt Weinstadt im Rems-Murr-Kreis. Der Stadtteil hat 8.769 Einwohner (Stand 30. November 2022) und liegt 236 m ü. NN.<ref name="Einwo2022" />

Datei:Beutelsbach-1904.jpg
Beutelsbach um 1904
Datei:Beutelsbach, Weinstadt, Andreas Kieser.png
Beutelsbach 1686 im Kieserschen Forstlagerbuch

Geschichte

Beutelsbach wurde um 1080 erstmals erwähnt und gehört zum ältesten Besitz des Hauses Württemberg. Es war um 1080 im Besitz von Konrad von Württemberg, einem Bruder der Liutgart von Beutelsbach, die als Stammmutter des Hauses Württemberg gilt. Nach dem 11. Jahrhundert, vermutlich erst 1246/47,<ref>Oliver Auge: Das Stift und seine Kirche in Beutelsbach. In: 500 Jahre Stiftskirche Beutelsbach – Das Gotteshaus an der Wiege Württembergs. Stuttgart 2022, S. 25–45, hier S. 28.</ref> wurde das weltliche Chorherrenstift gegründet und später von Graf Ulrich I. von Württemberg erweitert. Die Stiftskirche in Beutelsbach war danach Grablege des Hauses Württemberg, bis das Stift 1311 zerstört wurde und dann als Heilig-Kreuz-Stift nach Stuttgart umzog.

In Beutelsbach hatte im Mai 1514 der Aufstand des „Armen Konrads“ seinen Ursprung. Seit 1989 erinnert im Alten Rathaus von Beutelsbach ein Bauernkriegsmuseum an die Kämpfe der Bauern 1514 und 1525.

1968 wurden auf dem Kappelberg die Reste der Burg Beutelsbach entdeckt. Der altwürttembergische Ort gehörte zum Amt bzw. Oberamt Schorndorf und kam nach dessen Auflösung 1938 zum Landkreis Waiblingen.

Am 1. Januar 1975 vereinigte sich die Gemeinde Beutelsbach mit den bis dahin selbstständigen Gemeinden Endersbach (mit Strümpfelbach), Großheppach und Schnait zur neuen Gemeinde Weinstadt.<ref></ref> Weinstadt wurde schließlich am 1. Januar 1979 zu Großen Kreisstadt erhoben.

Die Grundprinzipien des Politikunterrichts in Deutschland wurden 1976 in Beutelsbach unter dem Namen „Beutelsbacher Konsens“ festgelegt und sind heute noch wichtige Elemente der Politikdidaktik.

Stadtteilgliederung

Zum Stadtteil und zur Gemarkung Beutelsbach gehörten das Dorf Beutelsbach, das Gehöft Schönbühl, der Wohnplatz Burg und die Siedlung Benzach; sie hat eine Fläche von 7,69 km².<ref>Das Land Baden-Württemberg. Amtliche Beschreibung nach Kreisen und Gemeinden. Band III: Regierungsbezirk Stuttgart, Regionalverband Mittlerer Neckar. Kohlhammer, Stuttgart 1978, ISBN 3-17-004758-2, S. 493–579.</ref>

Wirtschaft

Beutelsbach ist Sitz der Remstalkellerei, des fünftgrößten Weinbaubetriebs in Deutschland mit einer Weinbaufläche von etwa 350 ha, die von ca. 780 Mitgliedern bewirtschaftet wird.<ref>Remstalkellerei eG</ref>

Wappen

Die Blasonierung des ehemaligen Gemeindewappens lautet: „Unter schwarzem Schildhaupt, darin ein liegender goldener Beutel, in Gold drei liegende schwarze Hirschstangen.“

Das Wappen ist erstmals 1577 als Fleckenzeichen am Rathaustorbogen belegt.<ref>Rathaus, Gerichtshalle, Museum: Die Geschichte des Württemberg-Hauses Beutelsbach. Stadtverwaltung Weinstadt, archiviert vom Vorlage:IconExternal; abgerufen am 2. September 2019.</ref>

Museen

Persönlichkeiten

Literatur

  • Vorlage:OberamtWürtt
  • Der Rems-Murr-Kreis. Konrad Theiss Verlag. Stuttgart 1980, ISBN 3-8062-0243-5.
  • Eugen Bellon: Zur Siedlungs- und Weinbaugeschichte im Raum Waiblingen-Winterbach. Natur-Rems-Murr-Verlag, Remshalden 1992, ISBN 3-927981-26-5.
  • 500 Jahre Stiftskirche Beutelsbach – Das Gotteshaus an der Wiege Württembergs; (Hg.) Evangelische Kirchengemeinde Beutelsbach – Kleine Schriften des Vereins für württembergische Kirchengeschichte Nr. 28; Stuttgart 2022, ISBN 978-3-944051-18-5.

Weblinks

Einzelnachweise

<references />

Vorlage:Navigationsleiste Stadtteile von Weinstadt