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Bibers

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{{#if: behandelt den kleinen Mittelgebirgsfluss Bibers im Landkreis Schwäbisch Hall. Unter der Begriffsklärung Bibersbach finden sich einige Bäche und auch Orte ähnlichen Namens. Die Bibert ist ein größerer Fluss im bayerischen Mittelfranken.

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Die Bibers ist ein über 21 km langer Fluss im nördlichen Baden-Württemberg, der beim Dorf Westheim der Gemeinde Rosengarten im Landkreis Schwäbisch Hall von links und insgesamt Nordnordwesten in den mittleren Kocher mündet.

Name

Der Fluss wurde im Jahr 1265 („in ripa … Bibers“) erstmals schriftlich erwähnt. Bei dem Namen handelt es sich wahrscheinlich um eine s-Ableitung vom germanischen Wort *bebru- für „Biber“.<ref>Vorlage:Greule-DGNB</ref>

Geographie

Verlauf

Die Bibers beginnt ihren Lauf auf etwa Vorlage:Höhe am Rand der Straße L 1046 vom zentralen Waldenburg in den Teilort Obersteinbach beim Streithof in einer noch flachen, nach Südosten orientierten Mulde. Der oberste Bachabschnitt führt nicht immer Wasser, dies ist erst nach dem Zulauf des Abflusses aus dem Burgvogtsee im südlich gelegenen Waldgewanns Burgerschlag der Fall. Danach knickt die Bibers bei Ziegelhütte nach Süden ab.

Ihre Richtung wird im ganzen weiteren Verlauf fast unmerklich östlicher, bis sie an der Mündung etwa wieder Richtung Südost fließt. Nach stark 2 km erreicht sie den etwa 5 ha großen Neumühlsee, der im Goldbach einen weiteren Zufluss von links hat. Fast 6 km unterhalb der Quelle durchläuft sie den 10 ha großen Sailach-Stausee, dann den Ort Gnadental, nach etwa 7 km die erste größere Siedlung im Tal. Es wird ab dort stetig breiter bis nach Michelfeld, wo die Bibers von der B 14 gequert wird (ca. 12 km unterhalb des Ursprungs). Ab dort wird die Aue enger, der Wald tritt von den Talhängen zurück, die Bibers fließt nun in einer teilweise nur 30 m eingetieften, schmalen Mulde in der weiten, landwirtschaftlich genutzten Hügellandschaft des Rosengartens. Sie passiert Bibersfeld (ca. 14 km), Rieden (ca. 17 km) und die Ziegelmühle, wo ihr mit dem 4,7 km langen Dendelbach zuletzt der längste Nebenfluss von rechts zufließt, und mündet schließlich südlich Westheims nach einer Strecke von über 21 km auf einer Höhe von Vorlage:Höhe von links in den mittleren Kocher.

Einzugsgebiet

Der Nordteil liegt im Unterraum Waldenburger Berge der Naturraums Schwäbisch-Fränkische Waldberge, der Südteil im Unterraum Haller Bucht mit Rosengarten des Naturraums Hohenloher und Haller Ebene, also der Keuperrandbucht des Bibers-Vorfluters Kochers, der weiter abwärts dann in die offene Ebene austritt.<ref name="BfL-162" />

Das 63,3 km² große Einzugsgebiet ist asymmetrisch. Während am Oberlauf die nahe Ohrn mit ihren Nebenbächen rechts konkurriert, ist es am Unterlauf linksseitig der nahe und tieferliegende Kocher, beide Konkurrenten sind rheinisch orientiert. Zur Rechten der Bibers haben am Unterlauf viele kleine Zuflüsse die Schichtstufe zum Stubensandstein sehr zurückgedrängt. In der Bilanz ergibt sich ein rechtslastiges Einzugsgebiet einer Länge von 17 km (Ursprung–Mündung) bei einer maximalen Breite von 5 km.

Zuflüsse

Hierarchische Liste der Zuflüsse, Datei:RiverIcon-SmallLake.svg Seen und Datei:RiverIcon-LakeStartDam.svg Rückhaltebecken, jeweils von der Quelle zur Mündung. Gewässerlänge<ref name="GeNe-Länge" group="LUBW" />, Seefläche<ref name="SG-Seefläche" group="LUBW" />, Einzugsgebiet<ref name="BEZG-EZG" group="LUBW" /> und Höhe<ref name="TK-HLB-Höhe" group="LUBW" /> nach den entsprechenden Layern auf der Onlinekarte der LUBW. Andere Quellen für die Angaben sind vermerkt. Nachweise zu den Zuflüssen, die schon einen Artikel haben, siehe dort.

Ursprung der Bibers in Waldenburg-Streithof auf etwa Vorlage:Höhe.<ref name="TK-HLB-Höhe" group="LUBW" /> Der Bach fließt zunächst südöstlich.

Mündung der Bibers bei Rosengarten-Westheim von links und in zuletzt südöstlichem Lauf auf Vorlage:Höhe<ref name="TK-Grau-Höhe" group="LUBW" /> in den mittleren Kocher. Die Bibers ist 21,5 km lang und hat ein 63,3 km²<ref name="BEZG-Summe-EZG" group="LUBW" /> großes Einzugsgebiet.

Gemeinden und Orte am Lauf

Geologie

Der Ursprung der Bibers liegt auf der Kieselsandstein-Hochfläche der nördlichen Waldenburger Berge. Sie läuft dann bald in den Unteren Bunten Mergeln und tritt etwas vor dem Neumühlsee in den Schilfsandstein ein. Schon wenig unterhalb bis etwa nach Michelfeld läuft sie im Gipskeuper (Grabfeld-Formation). Schon vor dem Zulauf des Baierbaches ist die Talaue flach und breit mit Auensediment gefüllt. Bis zum Zufluss des Wolfringenbachs zwischen Bibersfeld und Rieden folgt der Lettenkeuper (Erfurt-Formation). Das Talstück von dort bis zum Zulauf des Dendelbachs liegt im Oberen Muschelkalk. Der restliche Talabschnitt, vor allem dann in der breiten Talaue des Kochers, ist wieder weit mit Auensediment gefüllt, am rechten Unterhang streicht zuletzt wieder Lettenkeuper aus, wohl weil durch die das Kochertal etwas aufwärts querende Neckar-Jagst-Furche die Schichten lokal tiefer liegen.<ref name="LGRB-GK50+Papier" />

Landschaft

Der Bibers-Oberlauf liegt in einem bald engen, bis auf den Weiler Neumühle, der dem dortigen Badesee den Namen gab, völlig unbevölkerten Waldtal, weithin bis ans Ufer heran baumbestanden. Siedlungen liegen in diesem Bereich auf der umgebenden Hochebene, meist kleine Weiler in Rodungsinseln. Hinter Gnadental beginnt eine dünne Besiedlung mit zumeist Einzelhöfen, die sich aber an den Fußbereich der Hänge hält. Ab Michelfeld ist die Bevölkerung dichter, konzentriert in den drei Dörfern Michelfeld, Bibersfeld und Rieden. Außer in Gnadental und Rieden meidet die Besiedlung die Talaue dicht am Gewässer.

Sehenswürdigkeiten und Bauwerke

  • Naturschutzgebiet Entlesboden, an der K 2362 Waldenburg–Sailach ca. 1 km vor Sailach. Staunasse Höhenfläche mit dünner Bewaldung, historische Waldweide.<ref name="Steckbrief-Entlesboden" />
  • Kalksinterbildungen am oberen Wagrainbach.

Siehe auch

Einzelnachweise

LUBW

Amtliche Online-Gewässerkarte mit passendem Ausschnitt und den hier benutzten Layern: Lauf und Einzugsgebiet der Bibers
Allgemeiner Einstieg ohne Voreinstellungen und Layer: Vorlage:GeoQuelle <references group="LUBW"> Höhe:

<ref name="TK-HLB-Höhe" group="LUBW"> Höhe nach dem Höhenlinienbild auf dem Hintergrundlayer Topographische Karte. </ref>

<ref name="TK-Grau-Höhe" group="LUBW"> Höhe nach grauer Beschriftung auf dem Hintergrundlayer Topographische Karte. </ref> Länge:

<ref name="GeNe-Länge" group="LUBW"> Länge nach dem Layer Gewässernetz (AWGN). </ref> EZG:

<ref name="BEZG-EZG" group="LUBW"> Einzugsgebiet nach dem Layer Basiseinzugsgebiet (AWGN). </ref>

<ref name="BEZG-Summe-EZG" group="LUBW"> Einzugsgebiet aufsummiert aus den Teileinzugsgebieten nach dem Layer Basiseinzugsgebiet (AWGN). </ref> Seefläche:

<ref name="SG-Seefläche" group="LUBW"> Seefläche nach dem Layer Stehende Gewässer. </ref> </references>

Andere Belege

<references> <ref name="LGRB-GK50+Papier"> Geologie nach den Layern zu Geologische Karte 1:50.000 auf: Vorlage:GeoQuelle. Ein ähnliches Bild bietet die unter → Literatur aufgeführte geologische Karte. </ref>

<ref name="BfL-162"> Vorlage:GeoQuelle </ref>


<ref name="Steckbrief-Entlesboden"> Schutzgebietssteckbrief der Landesanstalt für Umwelt, Messungen und Naturschutz Baden-Württemberg zum Entlesboden. </ref>

<ref name="HerNie"> Teilweise haben die obersten Quellzweige, hier als Herrenbach und Niesbach bezeichnet, auf Karten auch vertauschte Namen. </ref>

<ref name="Him"> Teilweise auf Karten auch als Unterlauf des linken Quellbachs Starkholzbach aufgefasst und beschriftet. </ref>

<ref name="Bru"> Auch als Brunnenbach bezeichnet. </ref>

<ref name="Wol"> Nach Topographischer Karte mit Oberlaufnamen Weglesseegraben </ref> </references>

Literatur

  • Topographische Karte 1:25.000 Baden-Württemberg Nord, als Einzelblatt Nr. 6823 Pfedelbach, Nr. 6824 Schwäbisch Hall, Nr. 6923 Sulzbach an der Murr und Nr. 6924 Gaildorf.
  • Geologische Karte des Naturparks Schwäbisch-Fränkischer Wald 1:50.000, herausgegeben vom Landesamt für Geologie, Rohstoffe und Bergbau Baden-Württemberg, Freiburg i. Br. 2001.

Weblinks

Vorlage:Commonscat