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Blütenachse

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Datei:Ovary position.svg
r Receptaculum kegelförmig oder Becherförmig (Hypanthium), s Kelch, p Krone,
a Androeceum, g Stempel
rot Fruchtknoten; I oberständig (hypogyne Blüte), II halbunterständig (epihypogyne oder perigyne Blüte), III unterständig (epigyne Blüte) (gynoeceales Hypanthium)

Als Blütenachse oder Receptaculum (auch Thalamus oder Torus) wird in der Botanik der Abschnitt der Sprossachse bezeichnet, der die Organe der Blüte (also Kelchblätter, Kronblätter, Stempel und Staubblätter) trägt. Er ist die direkte Fortsetzung des Blütenstiels und kann verschieden ausgeformt sein.

Der Blütenboden ist eine gestauchte Sprossachse, deren Scheitelmeristem (Apikalmeristem) sich bei der Blütenbildung aufbraucht.

Ausformungen

Datei:Magnolia sieboldii1a.UME.jpg
Blütenachse einer Magnolie mit schraubiger, zapfenartiger Anordnung von Staub- und Fruchtblättern als ursprüngliche Form
Datei:Strawberry flower and guest.jpg
Erdbeerblüte mit zahlreichen Stempeln auf dem Blütenboden
Datei:Erdbeere 2008-2-27.JPG
Die Erdbeere geht hauptsächlich aus dem Blütenboden, also einer gestauchten Blütenachse, hervor. Deshalb ist die Sammelfrucht auch eine Scheinfrucht

Ist der Blütenboden becher- oder röhrenförmig ausgebildet, bezeichnet man ihn als Hypanthium. Es sind dann verschiedene Varianten möglich, mit einem unter- (epigyne Blüte), halbunter- (epihypogyne Blüte) oder mittelständigen (perigyne Blüte) Fruchtknoten oder als einer Mischung aus mittel- und unterständigem Fruchtknoten (epihypoperigyne Blüte). Der unterständige Fruchtknoten kann auch unterhalb des Hypanthiums verwachsen sein (epiperigyne Blüte).

Die Internodien der Blütenachse sind häufig zu einem Blütenboden gestaucht, auf dem die Blütenorgane sitzen. Dieser kann wulstig, scheibenförmig flach, schwanzförmig, krugförmig (Bsp. Rose) oder kegelig gewölbt (Bsp. Erdbeeren) oder auch hohl sein. Bei der Reife der Erdbeere bildet der Blütenboden eine saftig fleischige Scheinbeere.

Der Blütenboden kann auch mit einem Internodium ausgebildet sein, welches den Fruchtknoten anhebt, entweder gynophor, androgynophor oder blütentragend (anthophor). Ein gestielter (stipitater) Fruchtknoten ist nicht das Gleiche, hier bildet ein verengter Basalteil des Fruchtknotens einen Stiel.

Eine spezielle Form ist die säulenförmige Ausformung des Blütenbodens als Staubblattträger (androphor), hier sitzen die Staubblätter oben und die Kelch- und Kronblätter unten am Hypanthium. Der Fruchtknoten kann hier verschieden angeordnet sein. Eine spezielle Form bildet das Staminophor, welches bei den Eukalypten und den Myrtengewächsen vorkommt, hier ist ein spezielles Gewebeband auf dem Hypanthium ausgebildet, welches als Staubblattträger fungiert.

Bei den Scheinblüten der Korbblütler wird der Blütenboden als Blütenlager, Clinanthium<ref group="Etymologie">Vorlage:GrcS; Vorlage:GrcS</ref> oder Phoranthium<ref group="Etymologie">Vorlage:GrcS; Vorlage:GrcS</ref> bezeichnet.

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Bei den Fruchtverbänden der Feigen bildet der hohle, fleischige, fast ganz geschlossene Blütenboden ein Sykonium<ref group="Etymologie">Vorlage:GrcS</ref><ref>{{#invoke:Vorlage:Literatur|f}}</ref>, auch Hypanthodium<ref>{{#invoke:Vorlage:Literatur|f}}</ref> genannt, in welchem die Blüten sitzen.

Ist der Boden mehr oder weniger flach, dann entsteht ein Blütenkuchen, auch Coenanthium<ref group="Etymologie">Vorlage:GrcS; Vorlage:GrcS</ref> genannt, wie bei den Dorstenia.<ref>{{#invoke:Vorlage:Literatur|f}}</ref><ref>Meyers Konversations-Lexikon. 3. Auflage, 3. Band, 1874, S. 368, {{#if: sHVmAAAAcAAJ | {{#if: {{#if: ||1}} {{#if: sHVmAAAAcAAJ ||1}} | <0|&pg={{#if:|RA{{{Band}}}-}}PA368|&pg=368}}{{#if:|&q=}}#v=onepage|{{#if:|&pg=|}}{{#if:|&q=}}}}{{#if:|q=%7B%7B%7BSuchbegriff%7D%7D%7D}}|{{#if:|q=%7B%7B%7BSuchbegriff%7D%7D%7D}}}} {{#if:|{{#invoke:WLink|getEscapedTitle|{{{Linktext}}}}}|eingeschränkte Vorschau}}{{#if:|| in der Google-Buchsuche}}{{#ifeq:|US|-USA}}{{#if: sHVmAAAAcAAJ |{{#invoke: Vorlage:GoogleBook|fine |id=sHVmAAAAcAAJ |errN=Parameter „BuchID“ hat falsche Länge |errC=Parameter „BuchID“ enthält ungültige Zeichen |errH=# in der „BuchID“ |errP=Parameterzuweisungen in der „BuchID“ |class=editoronly |cat={{#ifeq: 0 | 0 | Wikipedia:Vorlagenfehler/Vorlage:Google Buch}} |template= Vorlage:Google Buch}} }} | Es darf nur genau einer der beiden Parameter „Suchbegriff“ oder „BuchID“ ausgefüllt werden. Bitte beachte die in der Vorlage:Google Buch befindliche Dokumentation und prüfe die verwendeten Parameter.{{#ifeq: 0 | 0 | }}}} | Es muss mindestens einer der beiden Parameter „Suchbegriff“ oder „BuchID“ ausgefüllt werden. Bitte beachte die in der Vorlage:Google Buch befindliche Dokumentation und prüfe die verwendeten Parameter.{{#ifeq: 0 | 0 | }}}}{{#invoke:TemplatePar|check |all= |opt= Suchbegriff= BuchID= Seite= Band= SeitenID= Hervorhebung= Linktext= Land= KeinText= |cat= {{#ifeq: 0 | 0 | Wikipedia:Vorlagenfehler/Vorlage:Google Buch}} |template= Vorlage:Google Buch |format= }}{{#if:|{{#if:{{#invoke:WLink|isBracketedLink|{{{Linktext}}}}}|}}}}.</ref>

Etymologie

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Einzelnachweise

<references />

Literatur

  • D. von Denffer, H. Ziegler, F. Ehrendorfer, A. Bresinsky: Strasburger – Lehrbuch der Botanik für Hochschulen. 32. Auflage. G. Fischer Verlag, Stuttgart/New York 1983, ISBN 3-437-20295-2.
  • Herder-Lexikon der Biologie. Spektrum Akadem. Verlag, 1994, ISBN 3-86025-156-2.
  • W. Rothmaler: Exkursionsflora. Band 2: Gefäßpflanzen. Volk und Wissen, Berlin 1983.
  • Michael G. Simpson: Plant Systematics. Academic Press, 2006, ISBN 978-0-12-644460-5.
  • Peer Schilperoord: Plastizität des Blütenbodens und des Fruchtknotens – Unterständigkeit. In: Elemente der Naturwissenschaft. 99, 2013, S. 21–36, online (PDF; 2,72 MB), auf urpflanze.ch, abgerufen am 7. Juni 2017.

Weblinks

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