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Blaise Cendrars

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Datei:Cendrars 1916.jpg
Blaise Cendrars, 1916, hier mit dem Croix de guerre
Datei:Blaise Cenrdars (Unterschrift).jpg

Blaise Cendrars (* 1. September 1887 in La Chaux-de-Fonds, Kanton Neuenburg; † 21. Januar 1961 in Paris; eigentlicher Name Frédéric-Louis Sauser) war ein französischsprachiger Schweizer Schriftsteller der literarischen Moderne und ein Abenteurer und Journalist. Seine Reisen führten ihn mehrfach um die Erde.

Leben

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Das Geburtshaus Rue de la Paix 27 in La Chaux-de-Fonds
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Blaise Cendrars um 1907
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Büste von Blaise Cendrars (ca. 1911) von August Suter
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Amedeo Modigliani: Blaise Cendrars, 1917, Öl auf Karton, 61 × 50 cm, Galleria Sabauda, Turin

Blaise Cendrars kam 1887 als Sohn des Georges-Frédéric Sauser, Uhrenkaufmann mit eigener Marke,<ref>{{#invoke:Vorlage:Literatur|f}}</ref> und der Hotelierstochter Marie-Louise Sauser, geborene Dorner,<ref name=":0">{{#ifeq: Jean-Carlo Flückiger|Redaktion||Jean-Carlo Flückiger: }}{{#if:Blaise Cendrars|Vorlage:Str replace|Blaise Cendrars}}. In: Historisches Lexikon der Schweiz{{#if: 2005-07-05|. {{#iferror: {{#iferror:{{#invoke:Vorlage:FormatDate|Execute}}|}}|2005-07-05}}}}{{#if: 2020-10-20|, abgerufen am {{#iferror: {{#iferror:{{#invoke:Vorlage:FormatDate|Execute}}|}}|2020-10-20}}}}.{{#invoke:TemplatePar|valid|1|N>0 |cat= Wikipedia:Vorlagenfehler/Vorlage:HLS |errNS= 0 |template= Vorlage:HLS |format= |preview= 1 }}{{#invoke:TemplatePar|check |all= 1= Autor= |opt= 2= Datum= Zugriff= Abruf= |cat= {{#ifeq:0 | 0 |Wikipedia:Vorlagenfehler/Vorlage:HLS}} |errNS= 0 |template= Vorlage:HLS |format= |preview= 1 }}</ref> von Küsnacht,<ref name=":3" /> im von der Uhrenindustrie beherrschten La-Chaux-de-Fonds zur Welt. Die Sauser stammten aus Sigriswil,<ref name=":3">{{#invoke:Vorlage:Literatur|f}}</ref> wo sie Winzer waren, und waren von dort zunächst nach Bôle<ref name=":3" /> umgezogen, von wo der Vater nach La Chaux-de-Fonds ging. Frédéric war der jüngere Bruder des späteren Juristen Georges Sauser-Hall (1884–1966) und von Marie-Elise (* 1882<ref name=":3" />). Die Familie bewohnte das bürgerliche Mehrfamilienhaus Rue de la Paix 27,<ref name=":3" /> in dem er geboren wurde. Die expandierende Stadt im Jura hatte neben einer grossen Arbeiterklasse und einer kleinen Schicht von Industriellen eine kaufmännische Mittelschicht, deren Aufgabe es war, die Uhren weltweit zu verkaufen. Der Vater versuchte sich 1894–1896 erfolglos als Bierimporteur in Neapel.<ref name=":3" />

Die Schifffahrt nach Italien führte ab Frankreich vermutlich über das ägyptische Heliopolis,<ref name=":3" /> wo sein Vater ins Hotelgeschäft einzusteigen hoffte. Frédérics wechselhafte Schullaufbahn in Neapel,<ref name=":0" /> in Neuenburg ab 1896 und Basel ab 1897 brachte ihn am Basler Gymnasium «Unteren Realschule» mit dem lebenslangen Freund August Suter<ref name=":5">{{#invoke:Vorlage:Literatur|f}}</ref> zusammen. Zuvor war er während einem Jahr auf einem deutschen Pensionat,<ref name=":2">{{#invoke:Vorlage:Literatur|f}}</ref><ref name=":5" /> denn wie viele Neuenburger mit Deutschschweizer Abstammung, sprach er kaum Deutsch. Von dort flüchtete er und behielt eine starke Abneigung<ref name=":3" /> gegen die Deutschen. 1902<ref name=":3" /> zog die Familie nach Neuenburg. Frédéric blieb der Ecole de commerce häufig fern, stets lockte der Neuenburgersee.<ref name=":3" />

Der Vater schickte ihn von Dezember 1904 bis April 1907 nach Moskau.<ref name=":1">{{#invoke:Vorlage:Literatur|f}}</ref> Tante Bertha Sauser (1847–1936), die als Gouvernante bis 1913 dort lebte,<ref>{{#invoke:Vorlage:Literatur|f}}</ref> vermittelte ihm ein zweijähriges Visum und die Stelle eines Commis bilingue beim Schweizer Juwelier Henri-Albert Leuba<ref name=":5" /><ref name=":3" /> in Sankt Petersburg, wo er im Januar 1905 zu arbeiten begann. Später stellte Cendrars die Reise gerne als abenteuerliche Flucht dar und trug so zur Mythenbildung um seine Person bei. Dort wurde er dann aber Zeuge der blutig beendeten Revolution von 1905,<ref name=":1" /><ref name=":3" /> Eindrücke, die später in den Roman Moravagine einflossen. In der Newa-Metropole lernte er Hélène Kleinmann<ref name=":1" /><ref name=":3" /> kennen und lieben. Ab dem 21. April 1907 war er zurück in Basel.<ref name=":5" />

Die Nachricht vom Unfalltod<ref name=":3" /> bzw. Suizid<ref name=":6">{{#invoke:Vorlage:Literatur|f}}</ref> Hélène Kleinmanns ereilte ihn Ende Juni 1907, seine «Verlobte» sollte ihn auch literarisch nicht loslassen.<ref name=":7" /> Bedeutend dürfte die fürchterliche Todesursache der jungen Frau gewesen sein: sie verbrannte in ihrem Bett.<ref name=":7" /> Im Jahr darauf starb seine Mutter, er war tief betrübt. Er begann ein Medizin- und dann ein Literaturstudium an der Universität Bern, wo er die Polin Félicie (Féla) Poznanska<ref name=":1" /> (1885–1943) aus Łódź kennenlernte. Féla Poznanska war jüdisch.<ref name=":6" /> Viele junge Frauen aus Russland und dem russisch beherrschen Polen kamen damals für das Frauenstudium in die Schweiz.

1909 heiratete der Vater die viel jüngere Geliebte. Cendrars und seine Geschwister warteten auf die Toterklärung eines in Texas verschollenen Onkels,<ref name=":5" /> ein Erbe seiner Grossmutter Marie Breiting († 12. März 1909) blieb aus. Er hatte Geldsorgen, wollte nicht in die Armee, das Studium verlief im Sand. Die nächsten Aufenthalte waren Brüssel und London.<ref name=":3" /> 1910 kam das Paar nach Paris. Sie bewohnten ein ärmliches Hotel, Rue Saint-Jacques 216.<ref name=":3" /> Im Juni 1911 ging er allein ins Petersburger Strelna,<ref name=":3" /> um Französisch zu unterrichten, doch bereits am 21. November 1911<ref name=":3" /> schiffte er sich auf der Birma im baltischen Hafen Libau<ref name=":3" /> (heute Liepāja) nach New York ein, wo Félicie seit einiger Zeit bei ihrer Schwester lebte. Als sie in einer Modern School nach der Pädagogik von Francesc Ferrer<ref name=":3" /> unterrichtete, verfasste in einer einzigen Nacht sein erstes langes Gedicht Les Pâques à New York (Ostern in New York), das er erstmals unter seinem Künstlernamen Blaise Cendrars veröffentlichte.<ref name=":6" /> Das Gedicht war Teil der Trilogie Du Monde entier.<ref name=":7" /> Félicie verdiente wenig in der von Anarchisten<ref name=":3" /> eingerichteten Schule, weshalb er sich daneben als Schneiderei- und Bibliotheksgehilfe<ref name=":3" /> verdingte, in einem koscheren Schlachthaus<ref name=":3" /> arbeitete oder sich als Kino-Pianist<ref name=":3" /> durchschlug. Am 6. Juni 1912<ref name=":3" /> kehrte er, anscheinend freiwillig, auf einem Ausschaffungsschiff<ref name=":3" /> für auf Ellis Island abgewiesene Einwanderer nach Frankreich zurück. Félicie blieb in den USA.

In Paris gründete er mit Emil Szittya<ref name=":3" /> und Marius Hanot<ref name=":3" /> die Zeitschrift Les Hommes nouveaux,<ref name=":3" /> die nach drei Nummern endete. Sein erstes Buch erschien und brachte ihn in Kontakt mit Künstlern. Bald pflegte er Umgang mit Guillaume Apollinaire,<ref name=":1" /><ref name=":3" /> Marc Chagall,<ref name=":1" /><ref name=":3" /> Robert und Sonia Delaunay,<ref name=":3" /> Fernand Léger,<ref name=":1" /><ref name=":3" /> Henry Miller, Amedeo Modigliani, Max Jacob<ref name=":6" /> oder Pablo Picasso,<ref name=":1" /> mit denen er teilweise eng verbunden war. Auch mit dem anderen erfolgreichen Chauxdefonnier, Le Corbusier,<ref name=":7">{{#invoke:Vorlage:Literatur|f}}</ref> wurde er bekannt, wobei die beiden Männer später unterschiedlichen Weltanschauungen angehörten. 1913 illustrierte Sonia Delaunay sein Buch La Prose du Transsibérien et de la Petite Jehanne de France,<ref name=":2" /><ref name=":3" /> das von der Kritik verrissen<ref name=":3" /> wurde. Im Frühling 1913 kam Félicie nach Frankreich. Sie fanden ein Heim in Forges-par-Barbizon,<ref name=":3" /> dann in Saint-Martin-en-Bière.<ref name=":3" /> 1914 heirateten sie. Das Paar bekam die Kinder Odilon, Rémy und Miriam.<ref name=":1" />

Bei Ausbruch des Ersten Weltkriegs im Sommer 1914 verzichtete Cendrars nicht nur auf die von der Schweizer Konsularabteilung kostenlos angebotene Evakuierung per Sonderzug<ref>{{#invoke:Vorlage:Literatur|f}}</ref> in die Schweiz, sondern meldete sich sogleich als Freiwilliger bei der Französischen Fremdenlegion.<ref name=":1" /><ref name=":4">{{#invoke:Vorlage:Literatur|f}}</ref> Mit Ricciotto Canudo,<ref name=":5" /> Josef Czaki<ref name=":5" /> und 15 weiteren Ausländern<ref>Die Liste der Namen wie im Zeitungsaufruf: Canudo, Blaise Cendrars, Léonard Saclius, Csaky, Kapfan, Beer, Oknotsky, Dibroski, Isbicki, Schoumoff, Roldyreff, Kozlini, Essen, Livschitz, Fresendahl, Isvailevitck, Vertepoff.</ref> signierte er mit Erscheinungsdatum vom 2. August 1914 im Le Figaro und Le Temps einen Aufruf an Ausländer namens Un appel aux amis de la France (dt. Ein Aufruf an die Freunde Frankreichs), freiwillig in die französische Armee einzutreten. Er war an der Front in der Somme (secteur de Frise und secteur de Tilloloy<ref name=":5" />), danach in den Vogesen und ab dem 25. September 1915 in der Champagne-Offensive.<ref name=":5" /> Während eines Angriffs am 28. September 1915 verlor er als Korporal<ref name=":4" /> den rechten Arm. Nun intensivierte er seine Bemühungen um Einbürgerung. 1916 musste er sich als Folge der Amputation einer neuen Operation unterziehen.<ref name=":6" /> Mit der linken Hand zu schreiben fiel dem Rechtshänder zuerst schwer. Der Armstummel blieb fortan vor Fotografen verborgen, in der Linken eine Zigarette.<ref name=":7" />

Am 16. Februar 1916<ref name=":5" /> erhielt er die französische Staatsbürgerschaft. Auch seine Frau Félicie Poznanska wurde eingebürgert.<ref name=":5" /> Mit dem Vater, dieser mit zwei neuen Kindern, 1918 wieder Witwer, und zur Schwester, unterhielt er keinen Kontakt mehr. Erst 1946 sollte Cendrars wieder in die Schweiz reisen.<ref name=":5" /> 1917 arbeitete er mit dem Regisseur Abel Gance bei dessen Film J’accuse – Ich klage an<ref name=":1" />, in dem er als Statist auftrat. Eine erneute Zusammenarbeit folgte 1920 für den Film La Roue.<ref name=":1" /> 1917 lernte er die junge Schauspielerin Raymone Duchâteau<ref name=":1" /> (1896–1986) kennen, mit der ihn eine «idealisierte Liebe»<ref name=":1" /> verband und die er 1949, nach einigen Jahren der Trennung von ihr, in zweiter Ehe heiratete. Ab 1918 leitete er den Verlag Éditions de La Sirène in Paris.

Datei:Streetart von Telmo Guerra mit Le Corbusier Monique Saint-Hélier und Blaise Cendrars in La Chaux-de-Fonds.jpg
preview=1 }}</ref>

1921 war er in Rom und 1931 in Spanien und im Auftrag es Presseunternehmers Pierre Lazareff<ref name=":2" /> als Reporter in vielen weiteren Ländern. Auf Einladung des Mäzens Paulo Prado<ref name=":1" /> reiste er 1924, 1926 und 1927–1928 drei Mal nach Brasilien, wo er mit den Modernistas zusammentraf. Seine Eindrücke verarbeitete er in Feuilles de route, das die brasilianische Malerin Tarsila do Amaral<ref name=":1" /> illustrierte. 1932 bis 1936 schrieb er für Lazareffs Paris-Soir.<ref name=":1" /> Weitere Artikel Cendrars’ druckte die Zeitung Excelsior<ref name=":6" /> und die Zeitschriften Orbes und Gringoire. Die Ausrichtung von Gringoire war rechtsextrem, doch veröffentlichten dort auch andere Trittbrettfahrer wie die berühmte Colette, Schriftsteller mussten schliesslich auch essen.<ref name=":6" /><ref>{{#invoke:Vorlage:Literatur|f}}</ref> 1936 erhob Cendrars Plagiatsklage<ref name=":6" /> in Deutschland gegen den Regisseur Luis Trenker, weil dieser im Film Der Kaiser von Kalifornien Cendrars’ Romanstoff von Gold verwendet hatte, ohne Cendrars als Autor zu berücksichtigen, so wie es hingegen im selben Jahr James Cruze für den Film Sutter’s Gold getan hatte.<ref name=":6" />

Der Kriegsausbruch verunmöglichte weitere juristische Schritte.<ref name=":6" /> In der Zeit der sogenannten Drôle de guerre (September 1939 bis Mai 1940) arbeitete er als Korrespondent<ref name=":1" /><ref name=":2" /> für die britische Armee. Im Zweiten Weltkrieg waren seine beiden Söhne Kriegsgefangene<ref name=":1" /> in Deutschland. Die deutschen Besatzer vernichteten seine Reportagensammlung Chez l’armée anglaise (1940),<ref name=":6" /> über seine Zeit in der britischen Armee. Die Kriegszeit verbrachte er aus Schmerz und aus Empörung über den Waffenstillstand Frankreichs mit Nazi-Deutschland nach dem Juni 1940 zurückgezogen im südfranzösischen Aix-en-Provence<ref name=":1" /><ref name=":2" /> und Villefranche-sur-Mer.<ref name=":2" /> Bis ins Jahr 1943<ref name=":1" /> stellte er seine literarische Produktion ganz ein. 1943 starb seine erste Frau Félicie Poznanska, von der er seit dem 16. Juli 1938<ref name=":5" /> geschieden war. Sein Sohn Rémy verunfallte 1945 bei einer Schiessübung in Meknès in Französisch-Marokko tödlich.<ref name=":6" /> Am 31. August 1945 endete sein Schweigen. Mit dem Erscheinen des Romans L’Homme foudroyé beim Verleger Robert Denoël begann er eine Reihe von Werken, in denen er seine Lebenserinnerungen aufarbeitete.<ref>{{#invoke:Vorlage:Literatur|f}}</ref>

Datei:Le Tremblay-sur-Mauldre Tombe Cendrars07.JPG
Grabstein in Le Tremblay-sur-Mauldre

Ab 1950 lebte Blaise Cendrars in Paris, wo er für das Radio zu arbeiten begann. Mit dem Lausanner Verleger Albert Mermoud begann er eine Freundschaft, wodurch 1949 mit Robert Doisneau, der ihn zuvor in Aix-en-Provence portraitiert hatte, der Fotoband La Banlieue de Paris<ref name=":5" /> über die südliche Vorstadt Villejuif und die Welt der sogenannten kleinen Leute entstand, für den er den Text lieferte.<ref>{{#invoke:Vorlage:Literatur|f}}</ref> In Mermouds Verlag Guilde du livre erschienen auch Bourlinguer (1953), L’Or (1955), Vol à voile (1960) und Moravagine (1961) in einer Neuauflage. Im Juli 1956 hatte Blaise Cendrars einen ersten Schlaganfall, dem im Sommer 1958 ein weiterer folgte, er schrieb danach nur noch mit Mühe.<ref name=":5" /> Er starb 1961 in Paris und wurde auf dem Friedhof von Le Tremblay-sur-Mauldre begraben. Sein Grabstein ziert die – verlorene – Hand des Schriftstellers.

Ehrungen

  • 7. Januar 1959: Ernennung zum Kommandeur der Ehrenlegion durch den Kulturminister André Malraux.<ref name=":6" />
  • 1999 hat seine Geburtsstadt La Chaux-de-Fonds das Gymnasium Lycée Blaise-Cendrars nach ihm benannt.<ref name=":5" />

Werk

Sein schriftstellerisches Gesamtwerk umfasst etwa 40 Bände. Die deutschsprachigen Ausgaben wurden – abgesehen von Gold, seinem Roman über Johann August Sutter – zuerst vom Georg Müller Verlag, dann vom Verlag Karl Rauch und vom Arche Verlag und später vom Lenos Verlag herausgegeben. Sein Nachlass befindet sich im Schweizerischen Literaturarchiv in Bern.

Gedichte in deutscher Übersetzung

  • Die Legende von Novgorod (1909 in russischer Sprache veröffentlicht, bis 1995 verschollen<ref name=":3" />)
  • Poesie. Rauch, Düsseldorf 1962.
  • Gedichte I–III. Französisch-Deutsch. 3 Bände, Arche, Zürich 1976/77/78
  • Die Prosa von der Transsibirischen Eisenbahn und der kleinen Jehanne von Frankreich. Lenos, Basel 1998, ISBN 3-85787-273-X.
  • Ich bin der Andere. Gesammelte Gedichte. Lenos, Basel 2004, ISBN 3-85787-347-7.

Prosa in deutscher Übersetzung

  • Gold. Die fabelhafte Geschichte des Generals Johann August Suter (L’or, La merveilleuse histoire du général August Suter, 1925). Deutsch von Ivan Goll. Rhein, Basel 1925 & Arche, Zürich 1998, ISBN 3-7160-2053-2.
  • Moravagine. Roman. Berechtigte Übersetzung von L. Rademacher. Georg Müller Verlag 1928
  • Wind der Welt (À l’aventure, 1958). Vorwort Henry Miller. Karl Rauch, Düsseldorf 1960 & Suhrkamp, Frankfurt 1990
  • Kleine Negermärchen. Rauch, Düsseldorf 1961.
  • Madame Thérèse. Roman. Rauch, Düsseldorf 1962.
  • Dan Yack (1929 zweiteilig erschienen: Le Plan de l’Aiguille und Les Confessions de Dan Yack). Rauch, Düsseldorf 1963; Arche, Zürich 1988, ISBN 3-7160-2056-7. Neuausgabe: Übersetzung von Jürgen Schroeder. Atlantis, Zürich 2025, ISBN 978-3-7152-5032-8.
  • Der alte Hafen. Autobiographische Erzählungen. Rauch, Düsseldorf 1964; Arche, Zürich 1975.
  • Weihnacht an allen Enden der Welt (Noëls aux quatre coins du monde, 1953). Arche, Zürich 1975.
  • Gleitflug. Erzählungen. Arche, Zürich 1976.
  • Rum. Roman. Arche, Zürich 1977 und 1988, ISBN 3-7160-2078-8.
  • Abhauen. Erzählung (Partir, 1952). Lenos, Basel 1987; als Taschenbuch 1998, ISBN 3-85787-646-8.
  • Im Hinterland des Himmels. Zu den Antipoden der Einheit. (L’eubage, 1926). Lenos, Basel 1987, als Taschenbuch 1999, ISBN 3-85787-650-6.
  • Brasilien. Eine Begegnung (Le Brésil, 1952). Lenos, Basel 1988, als Taschenbuch 2001, ISBN 3-85787-665-4.
  • John Paul Jones. Die Geschichte seiner Jugend. Romanfragment. Lenos, Basel 1990, ISBN 3-85787-194-6.
  • Auf allen Meeren. (Bourlinguer, 1948) Lenos, Basel 1998, ISBN 3-85787-274-8, als Taschenbuch 2008, ISBN 978-3-85787-714-8.
  • Am Mikrofon. Gespräche mit Michel Manoll. (Blaise Cendrars vous parle... 1952) Lenos, Basel 1999, ISBN 3-85787-283-7.
  • Die Signatur des Feuers. (L’homme foudroyé, 1945) Lenos, Basel 2000, ISBN 3-85787-300-0.
    • Teilausgabe als: Zigeuner-Rhapsodien. Karl Rauch, Düsseldorf 1963
      • Auszug daraus: Die Mutter. Dialog. Vendetta. Goldmann, München 1965<ref>Gesamttitel: Adalbert Keil (Hrsg.): Die Prophezeiung. Zigeunergeschichten. (= Goldmanns Gelbe TB #1622). München 1965. (Anthologie, zuerst bei Kurt Desch, ebd. 1964)</ref> S. 176–196.
  • Reisen im Rückwärtsgang. Zwei Dichter unterwegs mit der Transsibirischen Eisenbahn (mit Kurt Drawert). Arche, Zürich 2001, ISBN 3-7160-2282-9.
  • Die rote Lilie (La main coupée, 1946). Lenos, Basel 2002, ISBN 3-85787-327-2.
  • Rhapsodie der Nacht (Le lotissement du ciel, 1949). Lenos, Basel 2008, ISBN 978-3-85787-383-6.
    • Auswahl in: Der neue Schutzpatron der Flieger. Bericht und Lobpreisung. Arche, Zürich 1980.
    • Teilausgabe als: Sternbild Eiffelturm. Arche, Zürich 1982
  • Abhauen Erzählung. Illustrationen von Harald Häuser. Molokoprint Verlag, 2017, ISBN 978-3-943603-23-1.

Hörspiele

  • Hörspiele. Filme ohne Bilder. Rauch, Düsseldorf 1965.

Verfilmungen

Ballett

Bildbände

  • mit Robert Doisneau: La Banlieue de Paris. La Guilde du Livre, Lausanne 1949.

Literatur

  • Peter Burri (Hrsg.): Cendrars entdecken. Sein Schreiben, sein Werk im Spiegel der Gegenwart. Lenos, Basel 1986, ISBN 3-85787-152-0.
  • Laurence Campa: Album Cendrars. Iconographie. Gallimard, Paris 2013, ISBN 978-0-7013-4310-1.
  • Miriam Cendrars: Blaise Cendrars. Eine Biographie („Blaise Cendrars“). Lenos, Basel 1986, ISBN 3-85787-151-2.
  • Jeroen Dewulf: Brasilien mit Brüchen. Schweizer unter dem Kreuz des Südens. NZZ, Zürich 2007, ISBN 978-3-03823-349-7.
  • Jürg Federspiel: Melancolia Americana. Limmat, Zürich 1994, [[Spezial:ISBN-Suche/{{#if:trim|3-879791-225-1}}|ISBN {{#if:trim|3-879791-225-1}}]].
  • Jean-Carlo Flückiger (Hrsg.): Blaise Cendrars. Ein Kaleidoskop in Texten und Bildern. Lenos, Basel 1999, ISBN 3-85787-288-8 (Katalog der Ausstellung Blaise Cendrars, „Je suis l’autre“ vom 15. September bis 12. Dezember 1999).
  • Stéphane Georis: Blaise Cendrars. Braisier d’étoiles filantes. Éditions Transboréal, Paris 2014, ISBN 978-2-36157-048-4.
  • Christine Le Quellec Cottier: Blaise Cendrars. Un homme en partance. UP, Lausanne 2010, ISBN 978-2-88074-875-3.
  • Christine Le Quellec Cottier: Devenir Cendrars. Les annés d’apprentissage. Honoré Champion, Paris 2004, ISBN 978-2-745310-43-9.
  • Nelly Mareine: Henri Miller, Blaise Cendrars. Deux âmes sœurs. L’Harmattan, Paris 2009, ISBN 978-2-296-09943-2.
  • Manfred Prinz: Das Motiv der Reise im Frühwerk von Blaise Cendrars (1910–1929). Librairie Droz, Genf 1985 (zugl. Dissertation, Universität Köln 1984).
  • Jan Volker Röhnert: Springende Gedanken und flackernde Bilder. Lyrik im Zeitalter der Kinematographie. Cendrars, Ashbery, Brinkmann. Wallstein, Göttingen 2007, ISBN 978-3-8353-0215-0 (zugl. Dissertation, Universität Jena 2007).
  • Hughes Richard: Blaise Cendrars und der fabel–hafte General Sutter. In: Schweizer Monatshefte : Zeitschrift für Politik, Wirtschaft, Kultur, Band 57 (1977–1978), Heft 6, S. 445–460 PDF.
  • Andreas Schmid: Sur les traces du « Gambadeur-de-la-plaine ». Trajectoire d’un conte ronga. In: Gradhiva, No. 38 (2024), S. 46–67. ISBN 978-2-35744-157-6.
  • Albert t’Serstevens: L’homme que fut Blaise Cendrars. Éditions Phébus, Paris 2004, ISBN 978-2-7529-0657-1.

Weblinks

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  }}
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                      | Vorlage:Webarchiv/Generisch
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                 }}}}}}}}{{#if:
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    | {{#if:  || }}Vorlage:Webarchiv/Wartung/Parameter{{#invoke:TemplUtl|failure| Fehler bei Vorlage:Webarchiv: Genau einer der Parameter 'wayback', 'webciteID', 'archive-today', 'archive-is' oder 'archiv-url' muss angegeben werden.|1}}
  }}{{#if: 
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        | web.archive.org = 
          {{#if:  || }}{{#invoke:TemplUtl|failure| Fehler bei Vorlage:Webarchiv: Im Parameter 'archiv-url' wurde URL von Internet Archive erkannt, bitte Parameter 'wayback' benutzen.|1}} 
        | webcitation.org = 
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          {{#if:  || }}{{#invoke:TemplUtl|failure| Fehler bei Vorlage:Webarchiv: Im Parameter 'archiv-url' wurde URL von archive.today erkannt, bitte Parameter 'archive-today' benutzen.|1}}
      }}{{#if: 
         | {{#iferror: {{#iferror:{{#invoke:Vorlage:FormatDate|Execute}}|}}
             | {{#if:  || }}Vorlage:Webarchiv/Wartung/Parameter{{#invoke:TemplUtl|failure| Fehler bei Vorlage:Webarchiv: Der Wert des Parameter 'archiv-datum' ist ungültig oder hat ein ungültiges Format.|1}}
          |  }} 
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      }}
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         | {{#if:  || }}Vorlage:Webarchiv/Wartung/Parameter{{#invoke:TemplUtl|failure| Fehler bei Vorlage:Webarchiv: Der Parameter 'archiv-datum' ist nur in Verbindung mit 'archiv-url' angebbar.|1}}
      }}
  }}{{#if:{{#invoke:URLutil|isHostPathResource|http://www.biblioweb.org/-CENDRARS-Blaise-.html}}
    || {{#if:  || }}
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    | {{#if: {{#invoke:WLink|isBracketedLink|Biblioweb : Biografie, Bibliografie, Analyse}}
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      }}
    | {{#if:  || }}Vorlage:Webarchiv/Wartung/Linktext_fehlt
  }}{{#switch: 
    |addlarchives|addlpages= {{#if:  || }}{{#if: 1 |Vorlage:Webarchiv/Wartung/Parameter}}{{#invoke:TemplUtl|failure| Fehler bei Vorlage:Webarchiv: enWP-Wert im Parameter 'format'.|1}}
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              | abendblatt.de | daserste.ndr.de | inarchive.com | webcitation.org = 
              | #default = {{#if:  || }}{{#if: 1 |Vorlage:Webarchiv/Wartung/URL}}{{#invoke:TemplUtl|failure| Fehler bei Vorlage:Webarchiv: Archiv-URL im Parameter 'url' anstatt URL der Originalquelle. Entferne den vor der Original-URL stehenden Mementobestandteil und setze den Archivierungszeitstempel in den Parameter 'wayback', 'webciteID', 'archive.today' oder 'archive-is' ein, sofern nicht bereits befüllt.|1}}
            }} 
       }}
  }} (französisch)
                 | 
                 | {{#invoke:WLink|getArticleBase}}
               }}] im Lexikon des Vereins Autorinnen und Autoren der Schweiz

Einzelnachweise

<references />

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}} }}{{#ifeq:||{{#if: | [[Kategorie:Wikipedia:GND fehlt {{#invoke:Str|left|{{{GNDCheck}}}|7}}]] }}{{#if: | {{#if: | | }} }} }}{{#if: | {{#ifeq: 0 | 2 | | }} }}{{#if: | {{#ifeq: 0 | 2 | | }} }}{{#ifeq: p | p | {{#if: 118667653 | | {{#if: {{#statements:P227}} | | }} }} }}{{#ifeq: p | p | {{#if: 118667653 | {{#if: {{#invoke:Wikidata|pageId}} | {{#if: {{#statements:P227}} | | }} }} }} }}{{#ifeq: p | p | {{#if: n/79/139415 | | {{#if: {{#statements:P244}} | | }} }} }}{{#ifeq: p | p | {{#if: n/79/139415 | {{#if: {{#invoke:Wikidata|pageId}} | {{#if: {{#statements:P244}} | | }} }} }} }}{{#ifeq: p | p | {{#if: 82676625 | | {{#if: {{#statements:P214}} | | }} }} }}{{#ifeq: p | p | {{#if: 82676625 | {{#if: {{#invoke:Wikidata|pageId}} | {{#if: {{#statements:P214}} | | }} }} }} }}Vorlage:Wikidata-Registrierung

{{#if: Cendrars, Blaise | {{#if: Sauser, Frédéric-Louis (wirklicher Name) | {{#if: Schweizer Schriftsteller | {{#if: 1. September 1887 | {{#if: La Chaux-de-Fonds, Schweiz | {{#if: 21. Januar 1961 | {{#if: Paris, Frankreich |

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