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Bleiche Vogel-Sternmiere

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Bleiche Vogel-Sternmiere
Datei:Stellaria pallida W.jpg

Bleiche Vogel-Sternmiere (Stellaria apetala)

Systematik
Kerneudikotyledonen
Ordnung: Nelkenartige (Caryophyllales)
Familie: Nelkengewächse (Caryophyllaceae)
Tribus: Alsineae
Gattung: Sternmieren (Stellaria)
Art: Bleiche Vogel-Sternmiere
Wissenschaftlicher Name
Stellaria apetala
Ucria.

Die Bleiche Vogel-Sternmiere (Stellaria apetala), auch Bleiche Sternmiere genannt, ist eine Pflanzenart aus der Gattung der Sternmieren (Stellaria) innerhalb der Familie der Nelkengewächse (Caryophyllaceae).

Beschreibung

Vorlage:Hinweisbaustein

Datei:Stellaria pallida sl8.jpg
Der Stängel weist eine Haarzeile auf.
Datei:Stellaria pallida sl9.jpg
Stängel mit am Blattstiel bewimperten Laubblättern
Datei:Stellaria pallida sl14.jpg
Blüte
Datei:Stellaria pallida sl15.jpg
Blüte mit Kelchblättern, verkümmerten Kronblättern und Fruchtknoten mit drei Griffeln
Datei:Stellaria pallida sl22.jpg
Samen

Vegetative Merkmale

Die Bleiche Vogel-Sternmiere wächst als einjährige krautige Pflanze und erreicht Wuchshöhen von bis zu 20 Zentimetern. Die oberirdischen Pflanzenteile von hellgrüner oder gelblich-grüner Farbe. Der Stängel ist einreihig behaart.

Die Laubblätter sind bei einer Länge von kaum mehr als 1 Zentimeter eiförmig mit kurz zugespitztem oberen Ende, die unteren mehr oder weniger gestielt.

Generative Merkmale

Die Blütezeit reicht von März bis Mai. Die Blütenstiele sind einreihig behaart.

Die zwittrige Blüte ist radiärsymmetrisch. Die Kelchblätter sind zugespitzt und 2 bis 3,5 Millimeter lang. Die Kronblätter fehlen oder sind selten winzig vorhanden. Die Bleiche Vogel-Sternmiere besitzt in der Regel ein bis drei grau-violette Staubbeutel.

Die Fruchtstiele sind kurz und aufrecht. Die Samen haben eine Größe von etwa 0,8 Millimeter, sind gelblich-braun und besitzen gerundete Höcker.<ref name="FE1-2" />

Die Chromosomenzahl beträgt 2n = 22.<ref name="FE1-2" />

Vorkommen

Das Verbreitungsgebiet von Stellaria pallida ist noch ungenügend bekannt. Ihre Vorkommen reichen vom Mittelmeerraum bis nach Südschweden.<ref name="AFE" /> In Österreich ist sie im pannonischen Gebiet häufig, darüber hinaus selten zu finden. In der Schweiz soll sie allgemein zerstreut vorkommen. Die Bleiche Vogel-Sternmiere kommt in der Mitte und im Norden Deutschlands zerstreut vor. Ansonsten ist sie offenbar sehr selten.

Die Bleiche Vogel-Sternmiere wächst Mitteleuropa in Ruderalgesellschaften, an Wegen und Hausmauern auf meist mäßig trockenem, nährstoffreichen, oft sandigen Böden. Sie ist etwas wärmeliebend. Sie wächst in Mitteleuropa in Pflanzengesellschaften des Verbands Sisymbrion.<ref name="Oberdorfer2001" /> Sie kommt in Deutschland und angrenzenden Ländern an sandigen Ruderalstellen und in Kiefernwäldern vor.<ref name="Schmeil-Fitschen2024" />

Systematik

Botanische Geschichte

Der wissenschaftliche Name Stellaria apetala wurde 1793 durch den sizilianischen Franziskaner Bernardino da Ucria in Nuova raccolta di opuscoli di autori siciliani. Band 6, Palermo 1793, S. 245–256 (hier: S. 253) erstveröffentlicht.<ref name="Ucria1793" /><ref name="Hügin2012" /> Dieser Name wurde lange Zeit kronblattlosen Pflanzenexemplaren von Stellaria media zugeordnet, was durch Hügin 2012 widerlegt wurde.<ref name="Hügin2012" /> Daher hat dieser Name Priorität vor Stellaria pallida <templatestyles src="Person/styles.css" />(Dumort.) Crép. Das Basionym dieses Synonyms, Alsine pallida, wurde 1827 von Barthélemy Charles Joseph Dumortier erstveröffentlicht. Die Kombination als Stellaria pallida wurde lange Zeit Louis Alexandre Henri Joseph Piré in Bull. Soc. Roy. Bot. Belgique, 2, 1863 Seite 49 zugerechnet,<ref name="Euro+Med" /> aber es hat sich herausgestellt, dass diese ungültig ist und erst von François Crépin 1866 in Manuel de la flora de Belgique, 2. Auflage, Seite 19 gültig publiziert wurde.<ref name="Kent1997" /> Die Bleiche Vogel-Sternmiere wurde früher als Unterart der nahe verwandten Vogel-Sternmiere (Stellaria media) angesehen und als Stellaria media subsp. pallida <templatestyles src="Person/styles.css" />(Dumort.) Asch. & Graebn. bezeichnet. Quellen geben unterschiedliche Namen an.

Literatur

Einzelnachweise

<references> <ref name="FE1-2"> </ref> <ref name="Oberdorfer2001"> </ref> <ref name="AFE"> Jaakko Jalas, Juha Suominen (Hrsg.): Atlas Florae Europaeae. Distribution of Vascular Plants in Europe. 6. Caryophyllaceae (Alsinoideae and Paronychioideae). Akateeminen Kirjakauppa, The Committee for Mapping the Flora of Europe & Societas Biologica Fennica Vanamo, Helsinki 1983, ISBN 951-9108-05-X, S. 74. </ref> <ref name="Kent1997"> D. H. Kent: The correct authority for lesser chickweed, Stellaria pallida (Caryophyllaceae). In: Watsonia. Band 21, Nr. 4, 1997, S. 364, PDF-Datei (11,83 MB). </ref> <ref name="Ucria1793"> Bernardino da Ucria: Plantae ad Linnaeanum opus addendae, et secundum Linnaei systema. In: Nuova raccolta di opuscoli di autori siciliani. Band 6, Palermo 1793, S. 245–256 (hier: S. 253). Nachdruck in: Archiv für Botanik (Leipzig). Band 1, Nr. 1, S. 67–70, eingeschränkte Vorschau in der Google-BuchsucheSkriptfehler: Ein solches Modul „Vorlage:GoogleBook“ ist nicht vorhanden.. </ref> <ref name="Hügin2012"> Gerold Hügin: Stellaria pallida – noch immer häufig verkannt. In: Kochia. Band 6, 2012, ISSN 1863-155X, S. 91–117. </ref> <ref name="Schmeil-Fitschen2024"> Gerald Parolly: Caryophyllaceae. In: Schmeil-Fitschen: Die Flora Deutschlands und angrenzender Länder. 98. Auflage. Verlag Quelle & Meyer, Wiebelsheim 2024, ISBN 978-3-494-01943-7. S. 592–593. </ref> <ref name="Euro+Med"> Karol Marhold (2011+): Caryophyllaceae. Datenblatt Stellaria pallida In: Euro+Med Plantbase - the information resource for Euro-Mediterranean plant diversity. </ref> </references>

Weblinks