Zum Inhalt springen

Blepharospasmus

aus Wikipedia, der freien Enzyklopädie
{{#ifeq:|ja|Klassifikation nach ICD-10-GM|Klassifikation nach ICD-10}}
{{#if: G24.5 | G24.5 | Eintrag fehlt }} Blepharospasmus | Eintrag fehlt }}
{{{02-BEZEICHNUNG}}}
{{{03-BEZEICHNUNG}}}
{{{04-BEZEICHNUNG}}}
{{{05-BEZEICHNUNG}}}
{{{06-BEZEICHNUNG}}}
{{{07-BEZEICHNUNG}}}
{{{08-BEZEICHNUNG}}}
{{{09-BEZEICHNUNG}}}
{{{10-BEZEICHNUNG}}}
{{{11-BEZEICHNUNG}}}
{{{12-BEZEICHNUNG}}}
{{{13-BEZEICHNUNG}}}
{{{14-BEZEICHNUNG}}}
{{{15-BEZEICHNUNG}}}
{{{16-BEZEICHNUNG}}}
{{{17-BEZEICHNUNG}}}
{{{18-BEZEICHNUNG}}}
{{{19-BEZEICHNUNG}}}
{{{20-BEZEICHNUNG}}}
{{{21-BEZEICHNUNG}}}
{{#ifeq:|ja|ICD-10 online (GM-Version 2026)|ICD-10 online (WHO-Version 2019)}}
{{#if:|Vorlage:Infobox ICD/Wartung/Para 30}}{{#if:|Vorlage:Infobox ICD/Wartung/Para 29}}{{#if:|Vorlage:Infobox ICD/Wartung/Para 28}}{{#if:|Vorlage:Infobox ICD/Wartung/Para 27}}{{#if:|Vorlage:Infobox ICD/Wartung/Para 26}}{{#if:|Vorlage:Infobox ICD/Wartung/Para 25}}{{#if:|Vorlage:Infobox ICD/Wartung/Para 24}}{{#if:|Vorlage:Infobox ICD/Wartung/Para 23}}{{#if:|Vorlage:Infobox ICD/Wartung/Para 22}}{{#if:|Vorlage:Infobox ICD/Wartung/Para 21}}{{#if:|Vorlage:Infobox ICD/Wartung/Para 20}}{{#if:|Vorlage:Infobox ICD/Wartung/Para 19}}{{#if:|Vorlage:Infobox ICD/Wartung/Para 18}}{{#if:|Vorlage:Infobox ICD/Wartung/Para 17}}{{#if:|Vorlage:Infobox ICD/Wartung/Para 16}}{{#if:|Vorlage:Infobox ICD/Wartung/Para 15}}{{#if:|Vorlage:Infobox ICD/Wartung/Para 14}}{{#if:|Vorlage:Infobox ICD/Wartung/Para 13}}{{#if:|Vorlage:Infobox ICD/Wartung/Para 12}}{{#if:|Vorlage:Infobox ICD/Wartung/Para 11}}{{#if:|Vorlage:Infobox ICD/Wartung/Para 10}}{{#if:|Vorlage:Infobox ICD/Wartung/Para 05}}

Vorlage:Infobox International Classification of Diseases 11 Mit Blepharospasmus bezeichnet man einen krampfartigen Lidschluss unterschiedlicher Ursachen und teils als Symptom anderweitiger Erkrankungen. Er kann einseitig und beidseitig auftreten und ist nicht mit einer Ptosis zu verwechseln.

Okulärer Blepharospasmus

Diese Art des krampfhaften Verschlusses der Augenlider entsteht durch schmerzhafte Irritationen, Verletzungen, Entzündungen oder Fremdkörper am Auge.

Essentieller Blepharospasmus

Die idiopathische Form des Lidkrampfes tritt in der Regel beidseitig auf und beruht auf einer unwillkürlichen, sich wiederholenden erhöhten Innervation des Musculus orbicularis oculi mit leicht angehobenem Unterlid.<ref>Herbert Kaufmann: Strabismus. 4., grundlegend überarbeitete und erweiterte Auflage. Unter Mitarbeit von W. de Decker u. a. Georg Thieme Verlag, Stuttgart / New York 2012, ISBN 978-3-13-129724-2.</ref> Er beginnt meist mit exzessivem Blinzeln, das in den Frühstadien durch helle Lichtreize, Müdigkeit und emotionale Spannung ausgelöst wird. Die Symptome nehmen im Laufe der Zeit an Heftigkeit und Stärke zu und können so ausgeprägt sein, dass ein vollständiger Verschluss der Augen über mehrere Stunden erfolgt. Seine genaue Ursache ist unbekannt. Man nimmt eine Fehlfunktion der Basalganglien des Gehirns an, möglicherweise bedingt durch ein Ungleichgewicht des Neurotransmitters Dopamin. Er kann im Zusammenhang mit anderen krampfhaften Veränderungen (Grimassieren) der Gesichts-, Kau- oder Nackenmuskulatur auftreten und ist insofern abzugrenzen gegen eine ähnliche Symptomatik bei Spätdyskinesien, Morbus Parkinson, Meige-Syndrom oder durch Tetanie verursacht, häufig in Kombination mit sogenanntem Fischmaul (vorgestülpter Mund).<ref>Klaus Poeck: Neurologie. 8., überarbeitete und erweiterte Auflage. Springer, Berlin u. a. 1992, ISBN 3-540-53810-0, S. 285.</ref>

Weitere Formen

Abgrenzend zum essentiellen Blepharospasmus muss ein hemifazialer Spasmus oder eine faziale Myokymie in Betracht gezogen werden, die eine ähnliche Symptomatik, jedoch andere Ursachen haben, wie bspw. Gefäßveränderungen oder Nervenkompressionen.

Therapie

Operative, medikamentöse und psychiatrische Behandlungen erzielen in der Regel keinen Erfolg. Als Therapie der Wahl gelten Injektionen des hochwirksamen Nervengiftes Botulinumtoxin, welches auch bei der Behandlung von Schielerkrankungen eingesetzt wird. Bei entsprechender Dosierung führen sie zu einer Lähmung des M. orbicularis oculi, erreichen nach etwa 7 Tagen ihr Wirkungsmaximum und halten bis zu drei Monaten an. Dabei wird bei 96 % der Patienten eine Effektivität der Behandlung angegeben.<ref>Albert J. Augustin: Augenheilkunde. Springer Verlag, Berlin 2007, ISBN 978-3-540-30454-8, S. 164.</ref>

Literatur

  • Albert J. Augustin: Augenheilkunde. Springer, Berlin 2007, ISBN 978-3-540-30454-8.
  • Rudolf Sachsenweger: Neuroophthalmologie. 3. Auflage. Thieme, Stuttgart 1983, ISBN 3-13-531003-5.

Einzelnachweise

<references />

Vorlage:Hinweisbaustein