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Bodenseeufer-Untere Güll

aus Wikipedia, der freien Enzyklopädie
Naturschutzgebiet
„Bodenseeufer-Untere Güll“

IUCN-Kategorie IV – Habitat/Species Management Area

Datei:Konstanz Bodenseeufer Untere Güll.JPG
Lage Konstanz, Landkreis Konstanz, Baden-Württemberg, Deutschland
Fläche 48,547 ha
Kennung 3.179
WDPA-ID 162482
Natura-2000-ID {{#property:p3425}}
FFH-Gebiet 48,547 ha
Vogelschutzgebiet 48,547 ha
Geographische Lage 47° 42′ N, 9° 11′ OKoordinaten: 47° 42′ 21″ N, 9° 10′ 59″ O
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"Bodenseeufer-Untere Güll"
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Meereshöhe von 395,23 m bis 405 m (ø 400 m)
Einrichtungsdatum 19. April 1991
Verwaltung Regierungspräsidium Freiburg

Das Naturschutzgebiet Bodenseeufer-Untere Güll ist ein mit Verordnung vom 19. April 1991 ausgewiesenes Naturschutzgebiet (NSG-Nummer 3.179) im Bereich der gleichnamigen Bucht des Bodensees nahe der zur Stadt Konstanz gehörenden Insel Mainau.

Lage

Das rund 48,6 Hektar große Naturschutzgebiet Bodenseeufer-Untere Güll gehört zum Bodenseebecken. Es liegt in einer kleinen Flachwasserbucht des Überlinger Sees, direkt nordwestlich der Brücke, die die Insel Mainau mit dem Festland verbindet und südöstlich des Stadtteils Litzelstetten, auf einer durchschnittlichen Höhe von 400 m ü. NN. In den Flurkarten werden die Gemarkungen mit Konstanz und Litzelstetten bezeichnet.

In Richtung des offenen Sees wird das Schutzgebiet durch rot-weiß-rote Absperrtonnen abgegrenzt. Das Schutzgebiet ist unter erheblicher Flächenerweiterung aus einem Abschnitt des Naturschutzgebiets „Bodenseeufer (Gmk. Litzelstetten, Dingelsdorf, Dettingen)“ hervorgegangen.

Direkt südöstlich, hinter der Mainaubrücke, grenzt das NSG Obere Güll mit seiner Wasserfläche an.

Nutzung vor der Ausweisung als NSG

Bevor die Untere Güll unter Schutz gestellt wurde, war sie eine beliebter Ort für Wassersportler. Der DKV betrieb bis 1990 am Ufer im heutigen Schilfgürtel des Schutzgebietes einen Zeltplatz für Paddler, der häufig zum Besuch der nahegelegenen Insel Mainau angefahren wurde. Für Segler und Motorboote war die Bucht einer der wenigen geschützten Ankerplätze am Bodensee, die Schutz vor Sturm bieten. Aufgrund des Naturschutzgebietes müssen Paddler heute den nicht ungefährlichen Umweg um die Mainau fahren.

Schutzzweck

Wesentlicher Schutzzweck ist die Erhaltung der geschützten Uferlandschaft einschließlich des geschützten Teils des Bodensees als Lebensraum zahlreicher, zum Teil vorn Aussterben bedrohter Tierarten, insbesondere als landesweit bedeutsames Rast-, Brut- und Überwinterungsgebiet für Wasservögel, sowie das Fernhalten von Störungen für die in dieser geschützten Bodenseebucht vorkommenden und dort sehr gute Lebensbedingungen vorfindenden Wasservögel.<ref>Verordnung des Verkehrsministeriums und des Regierungspräsidiums Freiburg über das Naturschutzgebiet »Bodenseeufer - Untere Güll« vom 19. April 1991 (GBl. v. 12. Juli 1991, S. 381)</ref>

Flora und Fauna

Fauna

Aus der Liste der Vogelarten sind folgende Spezies zu nennen (Auswahl):
Eulen

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Gänsevögel

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Lappentaucher

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Regenpfeiferartige

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Spechtvögel

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Siehe auch

Literatur

Weblinks

Commons: Bodenseeufer-Untere Güll – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien

Einzelnachweise

<references />

Vorlage:Klappleiste/Anfang

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Ehemalige Naturschutzgebiete: Bodenseeufer auf Gemarkung Markelfingen

Vorlage:Klappleiste/Ende