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Borwinschule

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Borwinschule
Hauptgebäude Borwinschule 2012
Schulform Gesamtschule
Gründung 1912
Adresse Am Kabutzenhof 8
18057 Rostock
Land Mecklenburg-Vorpommern
Staat Deutschland
Koordinaten 54° 5′ 26″ N, 12° 6′ 38″ OKoordinaten: 54° 5′ 26″ N, 12° 6′ 38″ O
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Träger Hansestadt Rostock
Schüler 757 in 27 Klassen (2020/2021)<ref name="Schuldatenbank">Borwinschule. Eintrag in der Schuldatenbank Mecklenburg-Vorpommerns. In: www.laiv-mv.de. Landesamt für innere Verwaltung, abgerufen am 24. Juni 2021.</ref>
Lehrkräfte 65 (2016/2017)
Leitung Sabine Krause<ref name="Schulwebsite">Borwinschule - Kollegium. Borwinschule - Gesamtschule Mitte mit gymnasialer Oberstufe, abgerufen am 17. Juni 2023.</ref>
Website www.borwinschule.de

Die Borwinschule ist eine integrierte Gesamtschule mit gymnasialer Oberstufe in Rostock. Im Schuljahr 2011/12 besuchten ungefähr 800 Schüler von der 5. bis zur 12. Klasse die Schule. Ihren Namen trägt sie nach Heinrich Borwin I., einem der ersten Fürsten der mecklenburgischen Linie.

Geschichte

Als mit der Kröpeliner-Tor-Vorstadt ab Mitte des 19. Jahrhunderts ein Arbeiterviertel mit Mietshäusern gebaut wurde und immer mehr Familien das Viertel bezogen, wurde der Bau von Schulen erforderlich. Die Borwinschule wurde als Knabenschule gegründet und war eine der sechs großen Schulen, die in der Zeit von 1892 bis 1916 in Rostock gebaut wurden, um die schlechte Qualität des Schulunterrichts mit teilweise Klassengrößen von über 50 Schülern zu verbessern. Richtfest war am 7. November 1911, der Unterricht wurde am 8. Oktober 1912 aufgenommen. Die Einweihung vollzog der Rostocker Oberbürgermeister Adolf Becker, erster Leiter war der Hauptlehrer Albert Wolff. Es wurden anfangs ungefähr 680 Jungen von 14 Lehrern unterrichtet. Nach der Machtergreifung der Nationalsozialisten 1933 wurde die Schule in Clausewitzschule umbenannt.<ref name="rm">@1@2Vorlage:Toter Link/www.ralphmarten.deHistorie auf einer privaten Webseite (Seite nicht mehr abrufbar. Suche im Internet Archive )</ref> In der Nacht vom 20. zum 21. April 1943 wurde die Schule von Bomben getroffen, der Dachstuhl und die obere Etage wurden zerstört, andere Gebäudeteile zum Teil schwer beschädigt.<ref>H.-W. Bohl, B. Keipke, K. Schröder: Bomben auf Rostock. Konrad Reich Verlag, 1995, ISBN 3-86167-071-2.</ref>

Nach dem Ende des Zweiten Weltkriegs wurde der Schulbetrieb als Knabenschule wieder aufgenommen, das Dach war als Flachdach gesichert. Die Schule erhielt ihren alten Namen Borwinschule wieder. Von 1949 bis 1951 gab es eine Abiturstufe, bevor durch die zentralistische Schulpolitik eine Zusammenführung aller Abiturienten in die Goetheschule erfolgte. Wegen der hohen Schülerzahlen und der vielen zerstörten oder beschädigten Schulen wurde auch in der Borwinschule ein Schichtbetrieb eingerichtet und als eine der letzten Schulen Rostocks erst 1972 wieder eingestellt. Seit Mitte der 1960er Jahre wurde die Trennung in Knaben- und Mädchenschulen aufgehoben. Nach dem Schuljahr 1989/90 und der politischen Wende wurde die Schule aufwendig rekonstruiert und saniert, das Dach erhielt seine ursprüngliche Form und der Dachreiter mit der Uhr wurde wieder aufgesetzt. Im Schuljahr 1992/93 erfolgte die Wiederinbetriebnahme als Gesamtschule.<ref name="rm" />

Die Schule besteht aus drei Gebäuden. Die Klassen 7–12 werden im Hauptgebäude Am Kabutzenhof 8 unterrichtet, die Jahrgänge 5 und 6 dagegen im Gebäude „Elisabethwiese“ (Elisabethstraße 27). Die Schule verfügt in einem Nebengebäude über eine Aula, die auch für schulfremde Veranstaltungen genutzt wird.<ref>z. B. <templatestyles src="Webarchiv/styles.css" />Vorlage:Webarchiv/Wartung/TodayDer Wert des Parameters archive-today muss ein Datum der Form YYYYMMDD oder Zeitstempel der Form YYYY.MM.DD-hhmmss bzw. YYYYMMDDhhmmss sein. auf: warnow-kurier.de, 17. Januar 2012.</ref>

Das Hauptgebäude Am Kabutzenhof 8 ist als Einzeldenkmal in die Denkmalliste Mecklenburg-Vorpommerns eingetragen.<ref>Landtag Mecklenburg-Vorpommern, Drucksache 2/2880. Archiviert vom Vorlage:IconExternal (nicht mehr online verfügbar) am 12. September 2012; abgerufen am 24. Juni 2021.  Info: Der Archivlink wurde automatisch eingesetzt und noch nicht geprüft. Bitte prüfe Original- und Archivlink gemäß Anleitung und entferne dann diesen Hinweis.@1@2Vorlage:Webachiv/IABot/www.dokumentation.landtag-mv.de S. 346.</ref><ref>@1@2Vorlage:Toter Link/rathaus.rostock.deDenkmalliste der Stadt Rostock. (Seite nicht mehr abrufbar, festgestellt im April 2018. Suche im Internet Archive ) S. 3: Am Kabutzenhof 8, Borwinschule.</ref>

Bekannter ehemaliger Schüler, wenn auch nicht Absolvent der Borwinschule ist der ehemalige Finanzminister und Minister für Bildung, Wissenschaft und Kultur Mecklenburg-Vorpommerns, Mathias Brodkorb (SPD).

Trivia

Die Borwinschule ist Mitglied der Aktion Schule ohne Rassismus.<ref name="sor"><templatestyles src="Webarchiv/styles.css" />Borwinschule (Memento vom 4. Januar 2018 im Internet Archive) auf: www.schule-ohne-rassismus.org</ref> Die Paten dieser Aktion in der Borwinschule sind die Musiker Wyko, Angelo Kelly und der Schauspieler Ralph Kretschmar.<ref name="sor" /> Jedes Jahr findet in Zusammenarbeit mit der Werkstattschule, dem Innerstädtischen Gymnasium und dem Musikgymnasium Käthe Kollwitz der Wettbewerb „Jugend debattiert“ statt.

Die Borwinschule feierte am 13. Oktober 2012 ihr 100. Jubiläum, woran zahlreiche ehemalige Schüler teilnahmen. Die Festveranstaltung fand im Auditorium maximum (kurz: Audimax) statt. Die Ehemaligen treffen sich auch jährlich beim sogenannten „Borwinesentreffen“.

Die Borwinschule verleiht jedes Jahr im April ihren Schuleigenen Preis, den „Borwin“, angelehnt an den „Oscar“. Er wird u. a. in den Kategorien „Noten“, „Engagement“ und „Team“ verliehen.

Weblinks

Einzelnachweise

<references />

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