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Bou-Hedma-Nationalpark

aus Wikipedia, der freien Enzyklopädie
Parc national de Djebel Bou-Hedma

IUCN-Kategorie II – National Park

Datei:Parc national de Bouhedma.jpg
Ansicht der Bou-Hedma-Berge im Nationalpark

Ansicht der Bou-Hedma-Berge im Nationalpark

Lage Südwestlich von Meknessi in den Ausläufern des Sahara-Atlas in Zentral-Tunesien
Fläche 165,12 km²
WDPA-ID 13962
Natura-2000-ID {{#property:p3425}}
Geographische Lage 34° 25′ N, 9° 30′ OKoordinaten: 34° 25′ 0″ N, 9° 30′ 0″ O
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Der Bou-Hedma-Nationalpark ist ein Nationalpark in Tunesien. Der Park liegt 85 Kilometer östlich von Gafsa im Zentralteil des Landes. Er liegt einige Kilometer südwestlich der Stadt Meknessi in den Ausläufern des Sahara-Atlas.

Das Reservat ist gleichzeitig Biosphärenreservat und Nationalpark. Es bedeckt eine Fläche von 170 Quadratkilometern, wovon 88 Quadratkilometer das Kerngebiet ausmachen. Der Rest besteht aus Pufferzonen und Randbereichen. Die Vegetation ist vorwiegend trocken-mediterran, teilweise steppenartig. Die Steppen sind aus degenerierten Wacholderwäldern entstanden. An Flussläufen und Wadis tritt eine typische Ufervegetation auf. Daneben kommen auch Akazien-Savannen vor. Die Höhenlagen reichen von 80 bis auf 814 m über dem Meeresspiegel.

Biodiversität

In eingezäunten Bereichen des Reservates wurden einige Großtierarten ausgewildert, die einst typisch für die Trockenzonen Nordafrikas waren, heute aber nahezu verschwunden sind. Dazu zählen Mendesantilopen,<ref>[[[:Vorlage:IUCN/Weblink]] Skriptfehler: Ein solches Modul „Vorlage:IUCN“ ist nicht vorhanden.] in der Roten Liste gefährdeter Arten der IUCN 2010. Eingestellt von: Newby, J. & Wacher, T., 2008. Abgerufen am Vorlage:FormatDateSimple.</ref> Säbelantilopen,<ref>Iain J. Gordon & J. Paul Gill: Reintroduction of Scimitar-horned oryx Oryx dammah to Bou-Hedma National Park, Tunisia. International Zoo Yearbook. Volume 32, Issue 1, pages 69–73, January 1993 doi:10.1111/j.1748-1090.1993.tb03517.x.</ref> Damagazellen und Strauße. Die Damagazellen wurden in den 1990er Jahren ausgewildert. Im Jahr 2006 wurde der Bestand im Park mit 17 Stück angegeben,<ref>[[[:Vorlage:IUCN/Weblink]] Skriptfehler: Ein solches Modul „Vorlage:IUCN“ ist nicht vorhanden.] in der Roten Liste gefährdeter Arten der IUCN 2010. Eingestellt von: J. Newby, T. Wacher & F. Lamarque, 2005. Abgerufen am Vorlage:FormatDateSimple.</ref> ein Jahr zuvor wurde der Bestand der Säbelantilope auf etwa 130 Tiere geschätzt.<ref>[[[:Vorlage:IUCN/Weblink]] Skriptfehler: Ein solches Modul „Vorlage:IUCN“ ist nicht vorhanden.] in der Roten Liste gefährdeter Arten der IUCN 2010. Eingestellt von: IUCN SSC Antelope Specialist Group, 2008. Abgerufen am Vorlage:FormatDateSimple.</ref> Die Mendesantilopen, die von Natur aus eher an noch trockenere Wüstengebiete angepasst sind, scheinen im Gebiet den stärkeren Säbelantilopen unterlegen zu sein, was zu einem Bestandsrückgang der Mendesantilope führte.<ref><templatestyles src="Webarchiv/styles.css" />Informationen zum Status der Mendesantilope auf wildaddax.org (Memento des Vorlage:IconExternal vom 16. Januar 2018 im Internet Archive)  Info: Der Archivlink wurde automatisch eingesetzt und noch nicht geprüft. Bitte prüfe Original- und Archivlink gemäß Anleitung und entferne dann diesen Hinweis.@1@2Vorlage:Webachiv/IABot/www.wildaddax.org.</ref> Daher hat man einige Tiere in andere Schutzgebiete wie den Jebil-Nationalpark und den Senghar-Nationalpark überführt.

Auch Mähnenschafe werden in eingezäunten Bereichen gehalten. Einige Tiere entkamen allerdings in die umliegenden Gebiete des Parks.<ref>Shackleton, D., M. (ed.) and the IUCN/SSC Caprinae Specialist Group, 1997. Wild Sheep and Goats and their Relatives. Status Survey and Conservation Action Plan for Caprinae. IUCN, Gland, Switzerland and Cambridge, UK. S. 176</ref> Wildlebend im Park kommt die Dorkasgazelle vor. Weitere Antilopenarten, die heute fehlen, aber als potentielle Arten des Gebietes gelten, sind die Cuviergazelle und die Kuhantilope.<ref name="Mallon &Kingswood">D. P. Mallon, S. C. Kingswood: Antelopes, North Africa, the Middle East, and Asia: Global Survey and Regional Action Plans: North Africa, the Middle East and Asia (Pt. 4). Union Internationale pour la Conservation de la Nature et de ses Ressources, Switzerland (Januar 2001). ISBN 2831705940.</ref> Allerdings ist die nordafrikanische Unterart der Kuhantilope ausgestorben, weshalb man bei einer eventuellen Auswilderung auf fremde Unterarten zurückgreifen müsste.

Nutzung und Management

Etwa 1400 Menschen leben konstant im Gebiet des Nationalparks. Durch die Nutzung als Weide- und teilweise auch Ackerland entstehen Nutzungskonflikte und die Erosion wird begünstigt. Mittlerweile gibt es Versuche, der Desertifikation durch die Unterstützung von ursprünglichen Gehölzarten entgegenzuwirken. Darüber hinaus wurde ein Ökologie-Museum eingerichtet.

Vor allem in den beiden großen eingezäunten Gebieten innerhalb des Parks mit 20 bzw. 10 Quadratkilometern hat sich die Vegetation erholt, da die Überweidung durch Vieh gestoppt werden konnte.<ref name="Mallon &Kingswood"/>

Weblinks

Commons: Bouhedma National Park – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien

Belege

<references />