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Bracht (Kinzig)

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Vorlage:Infobox Fluss Die Bracht ist ein 31,5 Kilometer langer, nördlicher und rechter Zufluss der Kinzig im Vogelsberg und im hessischen Main-Kinzig-Kreis.

Name

Das noch junge Gewässer ab der Quelle heißt Hundsbach. Ab der „Saubrücke“ spricht man vom Horstbach. Von der Brücke zwischen den Birsteiner Ortsteilen Illnhausen und Kirchbracht bis zur Mündung wird das Flüsschen dann Bracht genannt.

Nach der Bracht sollen die Gemeinde Brachttal im Main-Kinzig-Kreis sowie die Dörfer Burgbracht und Kirchbracht benannt sein, was im Falle von Bracht aber umstritten ist.<ref>Ernst Wilhelm Förstemann, Die deutschen Ortsnamen. Nordhausen 1863, S. 80 f.</ref>

Geographie

Verlauf

Die Bracht entspringt im Vogelsberg auf einer Höhe von Vorlage:Höhe in der Gemarkung Herchenhain.

Sie fließt in südlicher Richtung und passiert dabei die Gemarkungen der Grebenhainer Ortsteile Hartmannshain und Volkartshain, die Gedner Stadtteile Ober- und Mittel-Seemen, die Birsteiner Ortsteile Illnhausen, Kirchbracht, Böß-Gesäß, den Kefenroder Ortsteil Burgbracht, den zum Birsteiner Ortsteil Hettersroth gehörenden Weiler Höfen, den Kefenroder Ortsteil Hitzkirchen und den zum Brachttaler Ortsteil Neuenschmidten gehörenden Weiler Schächtelburg sowie Neuenschmidten selbst.

Datei:Bracht.JPG
Die Bracht bei Wächtersbach

Sie fließt anschließend noch am Brachttaler Ortsteil Schlierbach und an den Wächtersbacher Stadtteilen Weilers, Hesseldorf und Neudorf vorbei.

Schließlich mündet sie auf einer Höhe von Vorlage:Höhe bei Wächtersbach von rechts in die Kinzig.

Ihr etwa 31,5 km langer Lauf endet ungefähr 465 Höhenmeter unterhalb ihrer Quelle, er hat somit ein mittleres Sohlgefälle von etwa 15 ‰. Vorlage:Absatz

Einflussgebiet

Das 117,69 km² große Einflussgebiet der Bracht wird über die Kinzig, den Main und den Rhein zur Nordsee entwässert.

Es grenzt

Zuflüsse

  • Hettenbach<ref>Bezeichnung nach Flurnamen auf der Liegenschaftskarte</ref> [GKZ 24784134] (rechts), 2,3 km
  • Streitberger Geißegrundbach (rechts), 3,5 km
  • Spielberger Graben (rechts), 1,6 km
  • Reichenbach (links), 11,6 km

Flusssystem Kinzig

Mühlen

Kirchbracht

Bösgesäß

Geschichte

Die Bracht war in der Geschichte die Grenze zwischen wechselnden Territorien. So ist es bei Bösgesäß und Böß-Gesäß: Die Trennung von Bösgesäß (Bösgesäß I, umgangssprachlich „Preußisch-Bösgesäß“) und Bös-Gesäß (Bösgesäß II, umgangssprachlich „Hessisch-Bösgesäß“) ist schon für das ausgehende Mittelalter nachgewiesen. Damals wurde die durch den Ort fließende Bracht als Grenze zwischen den isenburgischen Gerichten Reichenbach und Wolferborn festgelegt. Die beiden Ortsteile liegen etwa 100 Meter auseinander. Am Unterlauf bei Neudorf trennte sie das Königreich Bayern (Bezirksamt Gemünden am Main) am linken vom Großherzogtum Hessen am rechten Ufer.<ref>Topographischer Atlas vom Königreiche Baiern diesseits des Rhein Blatt: 10. Orb</ref> Außerdem schied sie das Großherzogtum Hessen-Darmstadt rechts vom Königreich Preußen links. Auch nach dem Zweiten Weltkrieg bestand eine administrative Trennung fort in der Zugehörigkeit zu verschiedenen hessischen Landkreisen. Jedoch gibt es seit Jahrhunderten gemeinsame Kirchspiele und grenzübergreifende Schulbezirke.

Verkehr

Weitestgehend parallel, oft auch in größerem Abstand zur Bracht und ebenfalls von Hartmannshain bis Wächtersbach verlaufend, bildet der Vogelsberger Südbahnradweg zusammen mit der überregionalen Bundesstraße 276 eine wichtige und viel befahrene Verkehrsachse entlang der Bracht.

Weblinks

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Einzelnachweise

<references />