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Bramwald

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Vorlage:Infobox Gebirgsgruppe

Datei:Bramwald von Bramburg.jpg
Blick von der Bramburg auf den Bramwald und in das Tal der Weser mit dem Hemelner Ortsteil Glashütte

Der Bramwald im niedersächsischen Landkreis Göttingen ist ein bis Vorlage:HöheVorlage:GeoQuelle hohes und bewaldetes Mittelgebirge im Weserbergland.

Geographie

Lage

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Bramwald im Niedersächsischen Bergland

Der Bramwald liegt in Südniedersachsen im Nordwesten des Naturparks Münden etwa 20 km (Luftlinie) westlich von Göttingen und 5 km nördlich der Kernstadt von Hann. Münden. Er liegt östlich des oberen Südabschnitts der Oberweser, an deren westlichem Ufer sich der weitläufige Reinhardswald in Nordhessen befindet. Nach Norden leitet die Landschaft zum Kuppigen Solling über, wobei die Nieme nahe der Grenze zu Hessen die beiden Gebiete voneinander trennt. Jeweils etwas entfernt im Osten erhebt sich der Dransfelder Stadtwald und im Süden der Kaufunger Wald.

Der langgestreckte Bramwald liegt im Bereich vom Staatsforst des Forstamtes Münden.<ref name="Karte" /> Sein höchster Berg ist der Totenberg (Vorlage:Höhe), der abseits im Norden des Waldgebiets liegt und als Naturschutzgebiet (siehe unten) ausgewiesen ist.

Naturräumliche Zuordnung

Der Bramwald bildet in der naturräumlichen Haupteinheitengruppe Weser-Leine-Bergland (Nr. 37) und in der Haupteinheit Solling, Bramwald und Reinhardswald (370) die Untereinheit Bramwald (370.5), die sich in die Naturräume Hemelner Bramwald (370.50), Schedetal (370.51) und Mündener Bramwald (370.52) aufteilt. Nach Norden leitet die Landschaft durch das Tal der Nieme zum Kuppigen Solling (370.1) über. Nach Osten fällt sie in die Schedener Rötsenke (371.11), nach Süden in die Mündener Fulda-Werra-Talung (370.6) und nach Westen in das Weserdurchbruchstal (370.3) ab.<ref name="BfL-099" /><ref name="BfL-112" />

Berge

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Schutzhütte im Bramwald am Waldweg Lange Bahn

Zu den Bergen und Erhebungen des Bramwaldes gehören ohne solche des Kiffings − sortiert nach Höhe in Meter (m) über Normalhöhennull (NHN)Vorlage:GeoQuelle und mit vor Ort befindlichen geographischen Objekten:

  • Schiffberg (377,4 m)
  • Klingenberg (ca. 373 m)
  • Hüttenberg (360,3 m)
  • Lange Lieth (345,5 m)
  • Blümer Berg (320,4 m)
  • Spiekerberg (312,5 m)
  • Questenberg (ca. 220 m)
  • Mühlberg (ca. 212 m)

Fließgewässer

Datei:Nieme 04.jpg
Bramwald, Mündung der Quarmke in die Nieme

Im und am Bramwald befinden sich unter anderem diese überwiegend in West-Ost-Richtung verlaufenden Fließgewässer:

  • Hasselgraben – entspringt im Nordteil des Waldes und mündet in den Thielebach
  • Hessenbach – entspringt im äußersten Nordteil des Waldes, fließt nach Nordosten und gehört zum Einzugsgebiet der Schwülme
  • Nieme – entspringt im Bramwald, bildet später seine nördliche Grenze und mündet in die Weser
  • Rehbach – mündet in die Nieme
  • Schede – entspringt im Südteil des Waldes, passiert ihn südlich und mündet in die Weser
  • Schwülme – entspringt im Solling, verläuft ca. 3 km nordöstlich des Bramwaldes und mündet in die Weser
  • Thielebach – entspringt im Solling, verläuft später nördlich des Bramwaldes und mündet in die Weser
  • Weser – entsteht südlich des Waldes durch den Zusammenfluss von Fulda und Werra und passiert ihn im Westen

Ortschaften

Datei:Bramwald Rohrmühle.jpg
Teichanlage an der Rohrmühle bei Hemeln

Der Bramwald ist unbewohnt, nur an seinen Rändern liegen Ortschaften.

Schutzgebiete

Im Norden des Bramwaldes liegt das Naturschutzgebiet Totenberg (CDDA-Nr. 165935; 1989 ausgewiesen; 4,37 km² groß) und, fast flächengleich, das Fauna-Flora-Habitat-Gebiet Totenberg (FFH-Nr. 4423-305; 4,32 km²). Auf dem Bramwald liegen Teile Landschaftsschutzgebiets Weserbergland-Kaufunger Wald (CDDA-Nr. 325317; 1989; 285,018 km²).Vorlage:GeoQuelle

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Sturmschäden durch Orkan Kyrill

Geschichte

Über Besitzrechte verfügten im Mittelalter dort die Klöster Bursfelde, Lippoldsberg und besonders Hilwartshausen. Vogteirechte besaßen zeitweise Sigebodo II. von Scharzfeld, Ludolf II. von Dassel und die Grafen von Ziegenberg. Noch in der Ära Heinrichs des Löwen gewann zunächst das Erzstift Mainz Einfluss. 1224 wurde der Wald mit „silve que Bramwaldt dicitur“ urkundlich erwähnt.<ref name="WDNück" />

Der Mainzer Bischof Gerhard I. war 1256 gemeinsam mit Graf Konrad III. von Everstein auf einem Feldzug durch die bei Göttingen gelegene Gegend. Der Feldzug sollte dem Entsatz der Asseburg dienen.<ref name="WHavemann" /> Der welfische Herzog Albrecht I. nahm beide gefangen und tötete dann den Grafen grausam. Den Bischof ließ er 1257 frei gegen zwei Dinge: Erstens kassierte Albrecht I. 5000 Mark, über die die Bischof verfügte, weil ihm Richard von Cornwall 8000 Mark gab, damit ihm dieser bei der Doppelwahl von 1256/57 seine Stimme gab.<ref name="SZillmann" /> Zweitens musste der Bischof die Burg Gieselwerder an Albrecht I. abtreten. Wenig später befand sich auch der Bramwald im Besitz der Welfen.

Sehenswertes

Vorlage:Hinweis Seiten-Koordinaten

Datei:Bramburg.jpg
Bergfried der Bramburg

Zu den Sehenswürdigkeiten, Natur- und Kulturdenkmälern sowie Schutzhütten des Bramwaldes gehören oder gehörten:

Kulturlandschaftsraum

Der Kulturlandschaftsraum Solling, Bram- und Kaufunger Wald umfasst ein 960 km² großes Gebiet. Diese Zuordnung zu den Kulturlandschaften in Niedersachsen hat der Niedersächsische Landesbetrieb für Wasserwirtschaft, Küsten- und Naturschutz (NLWKN) 2018 getroffen. Ein besonderer, rechtlich verbindlicher Schutzstatus ist mit der Klassifizierung nicht verbunden.<ref>Christian Wiegang: K37 Solling, Bram- und Kaufunger Wald in: Kulturlandschaftsräume und historische Kulturlandschaften landesweiter Bedeutung in Niedersachsen. Landesweite Erfassung, Darstellung und Bewertung, Hannover, 2019, S. 284–287</ref>

Verkehr und Wandern

Datei:Bramwald 06.jpg
Wegweiser im Bramwald

Durch den Bramwald führen wenige schmale Straßen, so zum Beispiel ein Abschnitt der Landesstraße 560, die Hemeln und Reinhardshagen im Westen mit Niemetal-Ellershausen im Osten verbindet und auf der ein Stück der Frau-Holle-Route der Deutschen Märchenstraße durch das Waldgebiet verläuft. In West-Ost-Richtung durchzieht ihn ein Abschnitt des Wanderwegs Frau-Holle-Pfad und in Nord-Süd-Richtung ein solcher des Upland-Weserberglandwegs.

Weblinks

Vorlage:Commonscat

Einzelnachweise und Anmerkungen

<references> <ref name="Karte"> Übersichtskarte Vorlage:Webarchiv (PDF; 5,6 MB), abgerufen am 1. April 2011, auf landesforsten.de </ref> <ref name="BfL-099"> Jürgen Hövermann: Geographische Landesaufnahme: Die naturräumlichen Einheiten auf Blatt 99 Göttingen. Bundesanstalt für Landeskunde, Bad Godesberg 1963. → Online-Karte (PDF; 4,1 MB) </ref> <ref name="BfL-112"> Hans-Jürgen Klink: Geographische Landesaufnahme: Die naturräumlichen Einheiten auf Blatt 112 Kassel. Bundesanstalt für Landeskunde, Bad Godesberg 1969. → Online-Karte (PDF; 6,9 MB) </ref> <ref name="WDNück"> Wolfgang-Dietrich Nück: Zur Geschichte des Bramwaldes im hohen und späten Mittelalter, in: Göttinger Jahrbuch 2011, S. 23–40 </ref> <ref name="WHavemann"> Wilhelm Havemann: Geschichte der Lande Braunschweig und Lüneburg für Schule und Haus, Bd. 1, 1837, S. 163, auf books.google.de </ref> <ref name="SZillmann"> Sigurd Zillmann: Die welfische Territorialpolitik im 13. Jahrhundert (1218–1267), 1975, S. 269, auf books.google.de </ref> <ref name="Hinüberbuche"> Hinüberbuche: vergleiche Fotos vom Oktober 2010 … und … Juni 2014, in den Wikimedia Commons </ref> </references>

Vorlage:Normdaten