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Breitschwanzelfe

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Breitschwanzelfe
Datei:Broad-Tailed Hummingbird on Branch (50365949817).jpg

Breitschwanzelfe (Selasphorus platycercus), Männchen

Systematik
Klasse: Vögel (Aves)
Ordnung: Seglervögel (Apodiformes)
Familie: Kolibris (Trochilidae)
Gattung: Nordelfen (Selasphorus)
Art: Breitschwanzelfe
Wissenschaftlicher Name
Selasphorus platycercus
(Swainson, 1827)

Die Breitschwanzelfe (Selasphorus platycercus), auch Breitschwanzkolibri oder Dreifarbenkolibri, ist eine amerikanische Vogelart, die innerhalb der Familie der Kolibris (Trochilidae) zur Gattung der Nordelfen (Selasphorus) gehört. Sie ist in Nord- und Mittelamerika von den USA bis Guatemala verbreitet. Der Bestand wird von der IUCN als „nicht gefährdet“ (least concern) eingeschätzt.

Merkmale

Datei:Broad-tailed Hummingbird - Flickr - GregTheBusker (3).jpg
Männliche Breitschwanzelfe im Flug

Charakteristisch für den Breitschwanzelfe ist ein auffälliges Summen, das durch die Flügelschläge entsteht. Die Männchen unterscheiden sich von den Weibchen in der Gefiederfärbung deutlich (Sexualdimorphismus). Das Gefieder der Männchen ist im Bereich der Kehle rot bis metallisch schimmernd. Der Rücken und die Schwanzoberseite sind grünlich gefärbt. Die Weibchen sind deutlich weniger bunt. Sie besitzen eine weiße Kehle und an der Kopfunterseite eine weiße Färbung mit schwarzen Punkten. Junge Männchen ähneln in der Gefiederfärbung den Weibchen.<ref name="ADW">Selasphorus platycercus im Animal Diversity Web</ref>

Die Breitschwanzelfe erreicht eine Körperlänge zwischen 8,3 und 9,7 Zentimetern und wird 3 bis 4 Gramm schwer.<ref name="ADW" /> Die Flügelspannweite beträgt 12 bis 14 Zentimeter. Die Männchen sind etwas kleiner und leichter als die Weibchen.

Lebensweise

Datei:Selasphorus platycercus1.jpg
Weibliche Breitschwanzelfe bei der Aufzucht des Nachwuchses

Ernährung

Breitschwanzelfen ernähren sich im Flug von Blütennektar und kleinen Insekten. Sie fliegen vor allem rote Blüten mit tiefer Öffnung wie Ipomopsis aggregata an.<ref name="ADW" /> Während der Überwinterung sind die Tiere deutlich weniger wählerisch, sie könnten sonst ihren Nahrungsbedarf aufgrund des geringen Angebots nicht decken.

Fortpflanzung

Die Geschlechtsreife des Breitschwanzelfen tritt mit etwa einem Jahr ein. Die Paarungszeit im Frühjahr ist der einzige Zeitpunkt, an dem beide Geschlechtspartner zusammenfinden. Das Männchen begattet bis zu sechs Weibchen (Promiskuität)<ref name="ADW" /> und ist an der Aufzucht der Jungen nicht beteiligt.

Das Nest wird ausschließlich vom Weibchen gebaut, in das es zwei Eier legt. Die Jungtiere schlüpfen nach 16 bis 19 Tagen. Zehn bis zwölf Tage danach übernachtet das Weibchen nicht mehr im Brutnest, da der Platz nicht mehr ausreicht. Die Jungen sind nach etwa 25 Tagen flügge.<ref name="ADW" />

Verbreitung

Datei:Selasphorus platycercus map.svg
Verbreitungsgebiet der Breitschwanzelfe

Die Brutgebiete des Breitschwanzelfen befinden sich in den USA-Staaten Nevada, Utah und Wyoming bis Ost-zentral-Kalifornien, Arizona, New Mexico, Colorado und West-Texas. Die Tiere brüten aber auch in höher gelegenen Regionen in Mexiko und Guatemala. Zur Überwinterung ziehen die Vögel im Herbst in das Hochland von Mexiko und im Süden bis Guatemala.<ref>Broad-tailed Hummingbird bei All About Birds</ref>

Datei:Selasphorus platycercus Utah.JPG
Breitschwanzelfen an einem Feeder

Die Breitschwanzelfe lebt bevorzugt in blumenreichen Heidelandschaften des Tieflandes und Regionen mit Pinyon-Kiefern-, Wacholder-, Kiefern-, Eichen-, Zypressen- und Tannen-Vegetation in höheren Gebieten. Einige Individuen nisten in Höhen von über 3.000 Metern. Viele Vögel haben sich auch in der Nähe von Menschen angesiedelt.

Etymologie und Forschungsgeschichte

William Swainson beschrieb die Breitschwanzelfe unter dem Namen Trochilus platycercus. Das Typusexemplar wurde in Mexiko von William Bullock und dessen Sohn William Bullock Jr. gesammelt.<ref name="swainson441">William Swainson, S. 441.</ref> Erst später wurde sie der Gattung Selasphorus zugeschlagen. Dieser Begriff leitet sich von den griechischen Wörtern {{Modul:Vorlage:lang}} Modul:Multilingual:153: attempt to index field 'data' (a nil value) für „Glanz, Licht, Flamme“ und {{Modul:Vorlage:lang}} Modul:Multilingual:153: attempt to index field 'data' (a nil value) für „tragend, tragen“ ab.<ref name="jobling352">James A. Jobling S. 352.</ref> Der Artname platycercus ist ein Wortgebilde aus den griechischen Wörtern {{Modul:Vorlage:lang}} Modul:Multilingual:153: attempt to index field 'data' (a nil value) für „breit“ und {{Modul:Vorlage:lang}} Modul:Multilingual:153: attempt to index field 'data' (a nil value) für „Schwanz“.<ref name="jobling309">James A. Jobling S. 309.</ref>

Literatur

  • James A. Jobling: Helm Dictionary of Scientific Bird Names. Christopher Helm, London 2010, ISBN 978-1-4081-2501-4.
  • William Swainson: A Synopsis of the Birds discovered in Mexico by W. Bullock, F.L.S. and H.S. and Mr. William Bullock, jun. In: The Philosophical magazine: or Annals of chemistry, mathematics, astronomy, natural history and general science. Band 1, Nr. 85, 1827, S. 433–442 (online [abgerufen am 14. Februar 2014]).

Weblinks

Commons: Breitschwanzelfe – Album mit Bildern, Videos und Audiodateien

Einzelnachweise

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