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Brillouin-Funktion

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Datei:Brillouin Function.svg
Brillouin-Funktion
für verschiedene Werte von J

Die Brillouin-Funktion <math>B(x)</math> (nach dem französisch-amerikanischen Physiker Léon Brillouin (1889–1969)) ist eine spezielle Funktion, die aus der quantenmechanischen Beschreibung eines Paramagneten hervorgeht:

<math>\begin{alignat}{2}

B_J(x) & = \frac{2J + 1}{2J} \cdot \coth \left( \frac{2J + 1}{2J} \, x \right) &&- \frac 1{2J} \cdot \coth \left( \frac{1}{2J} \, x \right)\\

      & = \left( 1 + \frac{1}{2J} \right) \cdot \coth \left[ \left( 1 + \frac{1}{2J} \right) x \right] &&- \frac 1{2J} \cdot \coth \left( \frac{1}{2J} \, x \right)

\end{alignat}</math>

Die Formelzeichen stehen für folgende Größen:

Verwendung

Mit der Brillouin-Funktion kann die Magnetisierung <math>M</math> eines Paramagneten der Stoffmenge <math>N</math> in einem äußeren Magnetfeld formuliert werden:

<math>\begin{align}

M &= N m B_J(\xi)\\ \Leftrightarrow B_J(\xi) &= \frac{M}{N m}. \end{align}</math>

mit

Eine weitere, halb-klassische Beschreibung eines Paramagneten geschieht mit Hilfe der Langevin-Funktion <math>L</math>, die sich im Limes <math>J \to \infty</math> und zugleich <math>g \mu_\mathrm B \to 0</math> aus der Brillouin-Funktion ergibt (wobei das magnetische Gesamtmoment konstant bleibt):

<math>\begin{align}
                    M &= N m L(\xi)\\

\Leftrightarrow L(\xi) &= \frac{M}{N m}. \end{align}</math>

Literatur

  • Torsten Fließbach: Statistische Physik – Lehrbuch zur Theoretischen Physik IV. Elsevier-Spektrum Akademischer Verlag, Heidelberg 2006.

Weblinks