Brombeer-Kleinbärchen
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| Brombeer-Kleinbärchen | ||||||||||||
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| Datei:Meganola albula entomart.jpg
Brombeer-Kleinbärchen (Meganola albula) | ||||||||||||
| Systematik | ||||||||||||
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| Wissenschaftlicher Name | ||||||||||||
| Meganola albula | ||||||||||||
| (Denis & Schiffermüller, 1775) |
Das Brombeer-Kleinbärchen (Meganola albula), auch Weißliches Graueulchen, Marmoriertes Brombeerspinnerchen oder Moorbrombeergerank-Kleinbärchen<ref name="Bergmann"/> genannt, ist ein Schmetterling (Nachtfalter) aus der Familie der Eulenfalter (Noctuidae).
Merkmale
Falter
Mit einer Flügelspannweite von 17 bis 22 Millimetern<ref name="Fibiger"/> bzw. 14 bis 22 Millimetern<ref name="deFreina"/> zählen die Falter zu den kleineren Eulenfalterarten. Die Flügel sind kurz und breit, die Vorderflügel weißlich oder weißgrau gefärbt. Das Mittelfeld hebt sich meist markant dunkelbraun ab, wobei ein schmales Mittelband zuweilen noch dunkler erscheint. Die Postdiskalregion sowie der Saumbereich schimmern hellbraun. Ring-, Nieren- und Zapfenmakel fehlen oder sind kaum erkennbar. Die Hinterflügel sind einfarbig weißgrau und am Saum verdunkelt. Männliche Falter haben gekämmte Fühler, weibliche dagegen fadenförmige. Die Palpen sind hell und auffällig lang.
Raupe
Erwachsene Raupen sind weißlich, gelblich oder bräunlich gefärbt. Sie besitzen auf dem Rücken zwei aus schwarzen Punkten gebildete Linien sowie kleine Warzen mit langen Haarbüscheln auf jedem Segment.
Geographische Verbreitung und Vorkommen
Das Brombeer-Kleinbärchen kommt in Europa im Norden bis Südengland und Südschweden vor. Seit dem 19. Jahrhundert dehnt es sich Richtung Norden aus, beispielsweise nach England 1859, nach Dänemark 1938, nach Schleswig-Holstein 1945 und nach Gotland 1949.<ref name="Warnecke"/> In der Mitte und im Süden Europas ist die Art verbreitet. Außerdem ist sie in Asien bis Japan nachgewiesen.<ref name="Ebert"/> Sie besiedelt vorzugsweise moorige Bruchwälder,<ref name="Urbahn"/> Hartholzauenwälder,<ref name="Ebert"/> Heidelbeerfluren und Waldränder mit Brombeergestrüpp.<ref name="Koch"/>
Lebensweise
Die nachtaktiven Falter fliegen hauptsächlich im Juni und Juli in einer Generation im Jahr, im Süden Europas erscheint zuweilen eine zweite Generation. Sie besuchen gerne künstliche Lichtquellen. Am Köder erscheinen sie selten.<ref name="Fibiger"/> In der typischen Ruhestellung ist der Kopf abwärts gerichtet. Die Raupen ernähren sich bevorzugt von den Blättern verschiedener Brombeerarten (Rubus), aber auch von weiteren Pflanzen, beispielsweise von Heidelbeeren (Vaccinium myrtillus),<ref name="Koch"/> Wasser-Minze (Mentha aqualica)<ref name="Forster"/> oder Erdbeeren (Fragaria).<ref name="deFreina"/> Die Art überwintert als Raupe. Die Verpuppung erfolgt in einem leichten Gespinst an dürren Brombeerzweigen.<ref name="Koch"/>
Gefährdung
Das Brombeer-Kleinbärchen kommt zwar in allen deutschen Bundesländern vor, wird aber auf der Roten Liste gefährdeter Arten auf der Vorwarnliste geführt.<ref name="BuNa"/> Da die Art sehr versteckt lebt, ist diese Klassifizierung eventuell nicht zwingend.<ref name="deFreina"/>
Quellen
Einzelnachweise
<references> <ref name="deFreina"></ref> <ref name="Ebert"></ref> <ref name="Fibiger"></ref> <ref name="Bergmann">Arno Bergmann: Die Großschmetterlinge Mitteldeutschlands. Band 3: Spinner und Schwärmer. Verbreitung, Formen und Lebensgemeinschaften. Urania-Verlag, Jena 1953, DNB 450378365.</ref> <ref name="Koch">Manfred Koch: Wir bestimmen Schmetterlinge. Band 2: Bären, Spinner, Schwärmer und Bohrer Deutschlands. 2., erweiterte Auflage. Neumann, Radebeul/Berlin 1964, DNB 452481929.</ref> <ref name="Forster">Walter Forster, Theodor A. Wohlfahrt: Die Schmetterlinge Mitteleuropas. Band 3: Spinner und Schwärmer. (Bombyces und Sphinges). Franckh’sche Verlagshandlung, Stuttgart 1960, DNB 456642196.</ref> <ref name="Warnecke">Georg Warnecke: Rezente Arealvergrößerungen bei Makrolepidopteren in Mittel- und Nordeuropa. Bonner zoologische Beiträge, 12, 1961</ref> <ref name="Urbahn">E. und H. Urbahn: Die Schmetterlinge Pommerns mit einem vergleichenden Überblick über den Ostseeraum, Entomologischer Verein zu Stettin, Stettin 1939</ref> <ref name="BuNa">Der BibISBN-Eintrag Vorlage:BibISBN/9783896241108 ist nicht vorhanden. Bitte prüfe die ISBN und lege ggf. einen neuen Eintrag an.</ref> </references>
Literatur
Weblinks
- Lepiforum e.V. Fotos
- www.nic.funet.fi Geographische Verbreitung
- www.schmetterlinge-deutschlands.de Gefährdung
- Meganola albula bei Fauna Europaea. Archiviert vom Original im Internet Archive. Abgerufen am Vorlage:FormatDateSimple