Bromtrifluormethan
Bromtrifluormethan (auch als Halon 1301 bezeichnet) ist eine chemische Verbindung, die als Kälte- und Feuerlöschmittel eingesetzt wurde.<ref name="C.R. Noller">Vorlage:Literatur</ref>
Gewinnung und Darstellung
Bromtrifluormethan kann durch Reaktion von Trifluormethan mit Brom gewonnen werden.<ref name="DOI10.1021/ja01210a017">T. J. Brice, W. H. Pearlson, J. H. Simons: Fluorocarbon Bromides. In: Journal of the American Chemical Society. 68, 1946, S. 968, doi:10.1021/ja01210a017.</ref>
Auch verschiedene andere Synthesemethoden sind bekannt.<ref name="Alan R. Katritzky, Thomas L. Gilchrist, Otto Meth-Cohn, Charles Wayne Rees">Vorlage:Literatur</ref>
Verwendung
Bromtrifluormethan wurde in den 1960er-Jahren als Feuerunterdrückungsmittel eingeführt. Bromtrifluormethan löscht Brände bereits bei einer Konzentration von 6 %, indem es in die Radikalreaktion der Verbrennung eingreift.<ref name="Assembly of Life Sciences (U.S.). Advisory Center on Toxicology">Vorlage:Literatur</ref> Die zur Gruppe der Halogenkohlenwasserstoffe gehörende Verbindung wurde im Montreal-Protokoll als schädlich für die Ozonschicht eingestuft. Ihre Produktion ist in Industrieländern, u. a. in der Europäischen Union, verboten. Die Anwendung ist nach internationalem Recht jedoch weiterhin erlaubt.<ref name="Herwig Hulpke, Herbert A. Koch, Reinhard Nießner">Vorlage:Literatur</ref> Halon 1301 wird in der Luftfahrt als Löschmittel von Bränden in Frachträumen eingesetzt.<ref>DLRG: Gas- und Wassernebel-Feuerlöschung in Flugzeug-Frachträumen, abgerufen am 24. November 2020</ref>
Das Gas ist außerdem mit einem Volumenanteil von rund 2,5 bzw. einem Massenanteil von rund 13 ppt in der Luft enthalten.<ref name="Ralf Koppmann">Vorlage:Literatur</ref>
Bromtrifluormethan wird zur Synthese von Trimethyl(trifluormethyl)silan, einem Reagenz zur Einführung von Trifluormethylgruppen, eingesetzt.<ref>Vorlage:Literatur</ref>
<math>\mathrm{BrCF_3 + Cl{-}Si(CH_3)_3 \xrightarrow[-(Et_2N)_3PBrCl]{+P(NEt_2)_3} CF_3Si(CH_3)_3}</math>
Sicherheitshinweise
Bei hoher Konzentration wirkt das Gas erstickend. Bei Verbrennung oder Erhitzung kann sich das Gas in ätzende und giftige Fluor- und Bromverbindungen wie Fluorwasserstoff und Bromwasserstoff zersetzen.<ref name="GESTIS" /> Vorlage:Absatz
Weblinks
Einzelnachweise
<references />