Zum Inhalt springen

Burg Frauenberg (Bodman)

aus Wikipedia, der freien Enzyklopädie
Burg Frauenberg
Datei:Ruine Bodman 07.jpg
Kloster Frauenberg von der Ruine Altbodman aus gesehen

Kloster Frauenberg von der Ruine Altbodman aus gesehen

Alternativname(n) Schloss Frauenberg, Burg Bodman
Staat Deutschland
Ort Bodman-Ludwigshafen
Burgentyp Höhenburg, Spornlage
Erhaltungszustand Erhalten oder wesentliche Teile erhalten
Ständische Stellung Grafen
Geographische Lage 47° 48′ N, 9° 2′ OKoordinaten: 47° 47′ 35,7″ N, 9° 2′ 14,9″ O
 {{#coordinates:47,793238888889|9,0374666666667|primary
dim=200 globe= name=Burg Frauenberg region=DE-BW type=building
  }}
Höhenlage 532 m ü. NHN
Burg Frauenberg (Baden-Württemberg)
Burg Frauenberg (Baden-Württemberg)

Die Burg Frauenberg, auch Schloss Frauenberg genannt, ist eine ehemalige Burg der Grafen von Bodman bei Bodman-Ludwigshafen im Landkreis Konstanz in Baden-Württemberg (Deutschland). Sie wird heute durch die Communitas Agnus Dei als Kloster Frauenberg genutzt.

Lage

Die Spornburg befindet sich rund 650 Meter südwestlich der Kirche von Bodman auf einem nach Norden vorspringendem Geländesporn, gegenüber der Ruine Altbodman.

Geschichte

Die Burg wurde durch die Herren von Bodman, Reichsministeriale der Staufer, spätere Grafen von (und zu) Bodman genannt, erbaut und mehrfach umgebaut.

Die Burg Frauenberg war ursprünglich der Sitz der gräflichen Familie, bis am 16. September 1307 während eines Familienfestes ein Blitzschlag einen Brand verursachte. Der Legende nach verbrannte die gesamte gräfliche Familie und einige Angehörige des Hegauer Adels. Unter den Opfern waren Conrad, Katharina, Adelheid und Anna von Bodman, Gottfried von Kreyen (Krähen), Heinrich von Blumegg und die Ritter Hans von Bodman und Hans von Schellenberg. Nur der jüngste männliche Namensträger des Geschlechts, der einjährige Johannes von Bodman, überlebte die Katastrophe, indem die Amme das Kind in einen großen Kessel steckte und diesen samt Kind aus dem Fenster warf. Der Kessel stürzte die Felsen hinab, wurde von den Büschen gebremst und blieb schließlich hängen. Der Fundort ist heute durch einen kleinen Obelisken gekennzeichnet.

Nach dem Brand errichtete der Großvater des Geretteten am Ort der vollständig zerstörten Burg Frauenberg eine Kapelle mit Priesterhaus und schenkte diese um das Jahr 1308/09 dem Zisterzienserkloster Salem für die Errettung des Stammhalters. Das Kloster baute die abgebrannte Burg zum Kloster Frauenberg aus. Im Jahre 1515 fanden Baumaßnahmen und eine Neukonsekrierung statt; in den Jahren 1610/11 wurde das Gebäude schließlich erneut umgebaut. Im Zuge der Säkularisation gelangte das Kloster 1806 in den Besitz der gräflichen Familie zurück.

Heutige Nutzung

Heute befindet sich die Burg in gräflichem Besitz und wird von der katholischen, aber nicht von der Kirche anerkannten Glaubensgemeinschaft „Communitas Agnus Dei“ bewohnt. Deshalb ist die alte Burgkapelle tagsüber meist zugänglich und kann besichtigt werden, wenn man über die Eingangstreppe in den ersten Stock gelangt und den Flur bis zum Ende durchquert. Zu den Sehenswürdigkeiten zählen Marienfiguren und eine Pietà aus dem 15. Jahrhundert.

Anlage

Die Burganlage wurde auf einem rund 70 mal 14 Meter messenden Bergsporn errichtet. Der heutige Wohnbau der religiösen Gemeinschaft geschah unter Einbeziehung von Resten der Burganlage. Er besitzt ein Satteldach und Treppengiebel.

Siehe auch

Literatur

  • Landesvermessungsamt Baden-Württemberg und Landesfremdenverkehrsverband Baden-Württemberg (Hrsg.): Schlösser, Burgen, Kirchen, Klöster in Baden-Württemberg. Stuttgart 1990

Weblinks

Commons: Burg Frauenberg – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien

Vorlage:Klappleiste/Anfang

Burgen: Hohenfels | Hohenfriedingen | Oberstaad | Riedheim

Ruinen und abgegangene Burgen: Alter Turm Aach | Burg Allensbach | Ruine Altbodman | Ruine Alt-Dettingen | Burg Altstadt | Burg Anselfingen | Burg Biesendorf | Burg Binningen | Burg Bittelbrunn | Burg Bodman (Karolingische Königspfalz) | Burg Bodman (Staufische Pfalz) | Burg Bohlingen | Burghof | Burgstall Bürglen | Bürglischloss | Burgstall Burstel | Frankenburg | Burg Frauenberg | Burg Gebsenstein | Burg Großer Felsen | Grünenberg | Burg Hals | Heidenschlössle | Ruine Heilsberg | Burg Heudorf | Hildisburg | Burg Hilzingen | Hinterburg | Hohenhewen | Hohenkrähen | Hohenstoffeln | Burg Homboll | Homburg | Burg Honstetten | Burg Kapf | Kargegg | Burg Kastenbühl | Burg Kirnberg | Knorenschloss | Burg Laubegg | Burg Mägdeberg | Burg Mahlspüren | Burg Mahlspüren | Burg Mainau | Moosburg | Nellenburg | Burg Neuhausen | Burg Neuhewen | Burg Pfingstbühl | Rappenburg | Burg Reute | Rosenegg | Rothenburg | Burg Rusbühl | Burg Schlossbühl | Schnabelburg | Ruine Schopflen | Schrotzburg | Burstel Seelfingen | Burg Staufen | Tudoburg | Burghalde Tengen | Burg Volkertshausen | Burg Wahlwies | Wohnturm Wahlwies | Wasserburg | Wasserburg Weiherhof | Burg Weiler | Burg Welschingen | Burg Winterspüren | Burg Wittenspurg | Burg Worblingen

Festungen: Hohentwiel

Herrenhäuser: Blarerscher Domherrenhof | Lanzenhof | Liebenfelsisches Schlösschen | Schloss Mühlingen | Rauschenburg | Rickelshausen | Ronhauser Hof | Schloss Seeheim

Abgegangene Pfalzen: Reichenauer Pfalz

Schlösser: Blumenfeld | Bodman | Bohlingen | Dauenberg | Espasingen | Freudental | Gaienhofen | Hegi | Hegne | Hornstaad | Kattenhorn | Königsegg | Krenkingen | Langenrain | Langenstein | Mainau | Marbach | Meldegg | Möggingen | Münchhöf | Oberes Schloss | Österreichisches Schlösschen | Randegg | Scheffelschlösschen | Schlatt unter Krähen | Weiterdingen | Windegg | Zizenhausen

Abgegangene Schlösser: Bodman

Wehrkirchen: Sankt Martin | Sankt Mauritius | Sankt Remigius und Cyrillus

Vorlage:Klappleiste/Ende