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Burgen (Untermosel)

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Wappen Deutschlandkarte
Datei:DEU Burgen (Mosel) COA.svg
Basisdaten
Koordinaten: Vorlage:Deutsches Bundesland/Code_type:city 50° 13′ N, 7° 23′ O keine Zahl: {{Metadaten Einwohnerzahl DE-Vorlage:Deutsches Bundesland/Code|07137206}}Koordinaten: Vorlage:Deutsches Bundesland/Code_type:city 50° 13′ N, 7° 23′ O
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Bundesland: Rheinland-Pfalz
Landkreis: Mayen-Koblenz
Verbandsgemeinde: Rhein-Mosel
Höhe: 90 m ü. NHN
Fläche: Fehler im Ausdruck: Nicht erkanntes Satzzeichen „{“ km²
Einwohner: {{Metadaten Einwohnerzahl DE−Vorlage:Deutsches Bundesland/Code|07137206}} (Fehler: Ungültige Zeitangabe)<ref name="Metadaten Einwohnerzahl DE-Vorlage:Deutsches Bundesland/Code">{{Metadaten Einwohnerzahl DE-Vorlage:Deutsches Bundesland/Code QUELLE}}</ref>
Bevölkerungsdichte: Fehler im Ausdruck: Nicht erkanntes Satzzeichen „{“ Einwohner je km²
Postleitzahl: 56332
Vorwahl: 02605
Kfz-Kennzeichen: MYK, MY
Gemeindeschlüssel: 07 1 37 206
Adresse der Verbandsverwaltung: Bahnhofstraße 44
56330 Kobern-Gondorf
Website: www.burgen-untermosel.de
Ortsbürgermeister: Fritz M. Bär
Lage der Ortsgemeinde Burgen im Landkreis Mayen-Koblenz
Datei:Burgen in MYK.svg
Karte

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Datei:Burgen Mosel.jpg
Ortsansicht
Datei:DJI 0097-HDR-Pano Burgen.jpg
Burgen an der Mosel

Burgen ist eine Ortsgemeinde an der Untermosel im Landkreis Mayen-Koblenz in Rheinland-Pfalz. Sie gehört der Verbandsgemeinde Rhein-Mosel an, die ihren Verwaltungssitz in Kobern-Gondorf hat. Burgen ist ein staatlich anerkannter Erholungsort.<ref name="regionaldaten" />

Geographie

Geographische Lage

Burgen liegt an der Mündung des Baybachs in die Mosel.

Zur Gemeinde Burgen gehören auch die Wohnplätze Birkenhof, Gänshof, Haus in der Au, Moselkerner Fähre und Ölmühle.<ref name="GV2022p42">Vorlage:GemeindeverzeichnisRP/lang</ref>

Klima

Der Jahresniederschlag beträgt 661 mm.<ref>Niederschlagsmittelwerte von Deutschland für den Zeitraum von 1961 bis 1990, Quelle: DWD</ref>

Geschichte

Erstmals erwähnt wurde Burgen im Jahr 928 in einer Landleihe-Urkunde (Prekarie) des Herzogs Giselbert von Lothringen mit dem Trierer Erzbischof Ruotger von Trier. Besiedelt war der Ort vermutlich aber schon früher, da sich bei Bauarbeiten römische und keltische Reste fanden.

Bis 1780 gehörte Burgen zum "Dreiherrischen" Kondominium Beltheimer Gericht, nach dessen Aufteilung fiel der Ort an Kurtrier. Das Kollegiatstift von Münstermaifeld verfügte über Besitz im Ort und übte bis zur Hälfte des 16. Jahrhunderts auch die Seelsorge aus. Andere Grundbesitzer waren die Bistümer Köln und Trier, verschiedene Klöster und Stifte, die den regionalen Adelsfamilien Verwalter- bzw. Lehensnehmerfunktionen übertrugen.<ref>BURGEN Gem. (VG Untermosel, Ldkr. Mayen-Koblenz). (PDF) In: regionalgeschichte.net. Institut für Geschichtliche Landeskunde Rheinland-Pfalz, abgerufen am 30. September 2017.</ref>

Der rechts des Baybachs liegende Ortsteil Rom, früher auch Roma, Room, Rhom war bis zum Ende der kurtrierischen Herrschaft 1798 ein Ort im Gerichts- und Verwaltungsbezirk Gallscheider Gericht.<ref>ROM OT. (Gem. Burgen). (PDF) In: regionalgeschichte.net. Institut für Geschichtliche Landeskunde Rheinland-Pfalz, abgerufen am 19. September 2017.</ref> Größter Grundbesitzer war das Koblenzer Stift St. Kastor.

Nach der Einnahme des Linken Rheinufers durch französische Revolutionstruppen (1794) kam Burgen zu Frankreich und gehörte von 1798 bis 1814 zum Kanton Treis im Rhein-Mosel-Departement. Burgen wurde im Jahr 1800 Hauptort (chef-lieu) einer Mairie, zu der auch Brodenbach, Dommershausen, Macken und Morshausen gehörten.

Aufgrund der auf dem Wiener Kongress getroffenen Vereinbarungen wurde die Region 1815 dem Königreich Preußen zugeordnet. Unter der preußischen Verwaltung gehörte Burgen zur Bürgermeisterei Brodenbach im 1816 gebildeten Kreis Sankt Goar im Regierungsbezirk Koblenz.

Seit 1946 ist der Ort Teil des Landes Rheinland-Pfalz und gehört seit 1970 gehört zum Landkreis Mayen-Koblenz.

Im Dezember 1993 litt Burgen unter dem Jahrhunderthochwasser, welches Teile des Dorfes unter Wasser setzte.

Bevölkerungsentwicklung

Die Entwicklung der Einwohnerzahl der Gemeinde Burgen, die Werte von 1871 bis 1987 beruhen auf Volkszählungen:<ref name="regionaldaten">Statistisches Landesamt Rheinland-Pfalz – Regionaldaten</ref><ref name="Metadaten Einwohnerzahl DE-RP">Statistisches Landesamt Rheinland-Pfalz: Bevölkerungsstand von Land, Landkreisen, Gemeinden und Verbandsgemeinden (Einwohnerzahlen auf Grundlage des Zensus 2022) (Hilfe dazu).</ref>

Jahr Einwohner
1815 701
1835 836
1871 781
1905 772
1939 694
1950 819
Jahr Einwohner
1961 763
1970 819
1987 762
1997 902
2005 786
2024 763

Politik

Gemeinderat

Der Gemeinderat in Burgen besteht aus zwölf Ratsmitgliedern, die bei der Kommunalwahl am 9. Juni 2024 in einer Mehrheitswahl gewählt wurden, und dem ehrenamtlichen Ortsbürgermeister als Vorsitzendem. Bei den vorangegangenen Wahlen wurden die Ratsmitglieder in einer personalisierten Verhältniswahl bestimmt, da mehrere Wahlvorschläge eingereicht wurden.

Die Sitzverteilung im Gemeinderat:

Wahl SPD CDU F.W.G. FWG Gesamt
2024 per Mehrheitswahl 12 Sitze<ref>Wahl zum Gemeinderat Burgen / Wahlergebnis. In: Rhein-Mosel Info, Ausgabe 26/2024. Linus Wittich Medien GmbH, Höhr-Grenzhausen, abgerufen am 21. September 2024.</ref>
2019 1 4 7 12 Sitze<ref>Landeswahlleiter Rheinland-Pfalz: Kommunalwahlen 2019, Stadt- und Gemeinderatswahlen</ref>
2014 7 5 12 Sitze
2009 1 3 6 2 12 Sitze
2004 2 1 3 6 12 Sitze
  • F.W.G. = Freie Wählergruppe Sigmar Pfeiffer
  • FWG = Freie Wählergruppe Burgen e. V.

Bürgermeister

Fritz M. Bär wurde 2014 Ortsbürgermeister von Burgen. Bei der Direktwahl am 26. Mai 2019 wurde er mit einem Stimmenanteil von 83,25 % für weitere fünf Jahre in seinem Amt bestätigt.<ref>Der Landeswahlleiter Rheinland-Pfalz: Direktwahlen 2019. siehe Rhein-Mosel, Verbandsgemeinde, vierte Ergebniszeile. Abgerufen am 11. Januar 2020.</ref> Bei der Direktwahl am 9. Juni 2024 wurde er als Einzelbewerber ohne Gegenkandidat mit 89,9 % der Stimmen erneut wiedergewählt.<ref>Burgen, Ortsbürgermeisterwahl (Gemeinde) 09.06.2024. Landeswahlleiter Rheinland-Pfalz, abgerufen am 17. Juli 2024.</ref>

Sehenswürdigkeiten

Datei:Pützstraße 5.jpg
Fachwerkhäuser in der Pützstraße

Die Burg Bischofstein befindet sich auf der gegenüberliegenden Moselseite am westlichen Ufer auf einem Felssporn. Unterhalb der Burg Bischofstein befindet sich die Pauluskapelle aus dem 13. Jahrhundert. Im Ort finden sich viele moselländische Fachwerkhäuser, die teilweise gut erhalten oder auch restauriert sind. Einige der alten Gebäude stehen leer und drohen zu verfallen. Erhalten sind aber die Zehnthäuser der Eltzer und Waldecker.

Siehe auch: Liste der Kulturdenkmäler in Burgen

Feste

  • Das wohl größte Fest von Burgen ist das Schützenfest. Es findet immer am ersten Wochenende im August statt. Bis 2006 feierte man das Fest auf der großen Moselwiese. Ab 2007 feierten die Schützenbrüder ihr Fest am Ende von Burgen am Sportplatz und Schützenhalle. Seit 2022 findet das Schützenfest auf dem Marktplatz statt.

Infrastruktur

Burgen liegt unmittelbar an der Bundesstraße 49 Koblenz – Treis-Karden – Cochem. Zwischen Koblenz und Burgen verkehren Busse, die die Moselgemeinden mit der Stadt verbinden. Bis in die 1980er Jahre war Burgen zudem über eine 1994 eingestellte Fähre<ref>Wagenfähren in Deutschland. Abgerufen am 15. Juli 2024.</ref> und einen auf dem anderen Moselufer nahe der Burg Bischofstein gelegenen Bahnhof an der Moselstrecke Koblenz – Treis-Karden – Cochem zu erreichen.

Weinbau

Weinlagen (moselabwärts gesehen)<ref>Joachim Krieger
Terrassenkultur an der Untermosel. Joachim Krieger Verlag, Neuwied 2003.</ref>
  • Burgener Bischofstein

Panorama

Literatur

  • Manfred Rüttgers: Ortsfamilienbuch Burgen. (= Familien an der Untermosel 8) Cardamina, Koblenz 2021; ISBN 978-3-86424-534-3.

Weblinks

Einzelnachweise

<references />

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