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Burgrain (Garmisch-Partenkirchen)

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Burgrain
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Postleitzahl: 82467
Vorwahl: 08821
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Burgrain ist ein Gemeindeteil des Marktes Garmisch-Partenkirchen im gleichnamigen Landkreis (Oberbayern, Bayern). Die Siedlung liegt circa drei Kilometer nördlich des Hauptortes links der Loisach und nördlich des Schwaiggrabens. Etwa 500 Meter weiter westlich befindet sich auf einem Felsensporn die Ruine der Burg Werdenfels und 1,5 Kilometer weiter nördlich der Ort Farchant.

Geschichte

Die Idee zur Schaffung einer Siedlung am Ortsrand von Garmisch entstand 1932, als sich Arbeiter keine Wohnung in den Ortschaften leisten konnten. Nach der Machtergreifung der Nationalsozialisten wurden die Pläne jedoch schnell verworfen und erst im Jahr 1935 wieder aufgegriffen, als eine Verordnung zur Unterstützung des Siedlungsbaus in Kraft trat. Im Jahr 1938 begann die Rodung am „Farchanter Gröben“ an der Straße zwischen Garmisch und Farchant und im Juli 1939 zogen die ersten Siedler ein.

Ursprünglich gehörte die Siedlung zur Gemeinde Farchant, in der sie als amtlicher Gemeindeteil „Siedlung am Farchanter Gröben“ geführt wurde. Erst 1948 erfolgte die Umgemeindung nach Garmisch-Partenkirchen. Am 1. Februar 1949 erhielt der Gemeindeteil den Namen „Burgrain“<ref>Dieter Albrecht: Grafschaft Werdenfels (Hochstift Freising) (= Historischer Atlas von Bayern. Teil Altbayern, Reihe I, Band 9). Kommission für Bayerische Landesgeschichte, München 1955, S. 30 (Digitalisat).</ref> – er war ein Vorschlag des Kaplans Matthias Brenner in Erinnerung an seine Heimat Isen, wo das Schloss Burgrain steht.<ref>Burgrain feiert 75. Geburtstag. In: Merkur.de. 12. August 2014, abgerufen am 3. November 2019.</ref>

Beim Eisenbahnunfall bei Burgrain am 3. Juni 2022 starben fünf Personen und 68 wurden verletzt, als eine Regionalbahn entgleiste.

Einwohnerentwicklung
Jahr Einwohner Wohngebäude
1950<ref>Bayerisches Statistisches Landesamt (Hrsg.): Amtliches Ortsverzeichnis für Bayern – Bearbeitet auf Grund der Volkszählung vom 13. September 1950. Heft 169 der Beiträge zur Statistik Bayerns. München 1952, DNB 453660975, OCLC 183218794, Abschnitt II, Sp. 135 (Digitalisat).</ref> 87 21
1970<ref>Bayerisches Statistisches Landesamt (Hrsg.): Amtliches Ortsverzeichnis für Bayern. Heft 335 der Beiträge zur Statistik Bayerns. München 1973, DNB 740801384, OCLC 220710116, S. 27 (Digitalisat).</ref> 1395
1987<ref name="ortsverz1987">Bayerisches Landesamt für Statistik und Datenverarbeitung (Hrsg.): Amtliches Ortsverzeichnis für Bayern, Gebietsstand: 25. Mai 1987. Heft 450 der Beiträge zur Statistik Bayerns. München November 1991, DNB 94240937X, OCLC 231287364, S. 99 (Digitalisat).</ref> 2145 380
2018<ref name="reinbold">Peter Reinbold: Burgrain hat traditionell ein Image-Problem. In: Merkur.de. 12. Januar 2018, abgerufen am 3. November 2019.</ref> 2065

Religion

In Burgrain hat die römisch-katholische Pfarrei St. Michael (heute im Pfarrverband Zugspitze) ihren Sitz. Früher hatte hier zudem eine evangelisch-lutherische Kirchengemeinde ihren Sitz, die mittlerweile der Kirchengemeinde Garmisch-Partenkirchen angegliedert ist. Es bestehen zwei Kirchen: Die katholische Pfarrkirche St. Michael und die evangelische Friedenskirche.

Widmung

Nach der Siedlung benannte Ernst Hoffmann die Burgrainer Polka.

Weblinks

Commons: Burgrain – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien

Einzelnachweise

<references />

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