Burgruine Laaber
| Burgruine Laaber | ||||||
|---|---|---|---|---|---|---|
Burgruine und Ort vom Martinsberg aus | ||||||
| Staat | Deutschland | |||||
| Ort | Laaber | |||||
| Entstehungszeit | 1100 bis 1200 | |||||
| Burgentyp | Höhenburg | |||||
| Erhaltungszustand | Umfangreiche Mauerreste | |||||
| Ständische Stellung | Adlige | |||||
| Bauweise | Buckelquader | |||||
| Geographische Lage | 49° 4′ N, 11° 53′ O
{{#coordinates:49,065914|11,886652|primary
|
dim=200 | globe= | name= | region=DE-BY | type=building
}} |
| Höhenlage | 423 m ü. NN | |||||
|
| ||||||
Die Burgruine Laaber ist die Ruine einer Höhenburg auf einem Felsen über dem Zentrum des Marktes Laaber im Landkreis Regensburg in Bayern. Die Anlage ist unter der Aktennummer D-3-75-162-8 als denkmalgeschütztes Baudenkmal von Laaber verzeichnet. Ebenso wird sie als Bodendenkmal unter der Aktennummer D-3-6937-0237 im Bayernatlas als „archäologische Befunde des Mittelalters und der frühen Neuzeit im Bereich der Burgruine Laaber“ geführt.<ref>Denkmalliste für Laaber, Markt (PDF) beim Bayerischen Landesamt für Denkmalpflege (PDF; 208 kB; Stand: 30. März 2022).</ref>
Geschichte
Die Burg wurde Ende des 12. Jahrhunderts von den Herren von Laaber, die in Verbindung mit der Gründung des Klosters Reichenbach im Jahre 1118 erstmals in einer Urkunde genannt werden, erbaut zur Kontrolle der Flussübergänge und der „Königsstraße“ im Labertal im Auftrag des Stauferkaisers Friedrich II., was den Rittern, die auch Besitzer der Burg Prunn und der Burg Breitenegg waren, eine bedeutende Machtstellung einbrachte.
1367 war Hadamar IV. von Laaber, Sohn des berühmten Minnesängers Hadamar III. von Laber, Bürgermeister der Reichsstadt Regensburg und lebte nach Niederlegung seines Amtes in ständiger Fehde mit der Stadt, was die Stadt 1389 veranlasste, die Burg Laaber anzugreifen und zu beschädigen.
Nachdem im 15. Jahrhundert die Herren von Laaber in Schwierigkeiten geraten waren, wurde die Burg an die Wittelsbacher verkauft, wurde aber 1466 an Ulrich von Laaber zurückgeben und kam nach dem Aussterben des Geschlechtes der Laaber an das Herzogtum Bayern-Landshut und 1505 an das Herzogtum Pfalz-Neuburg, das auf der Burg ein Pflegamt unterhielt. Im Jahre 1597 wurde die Burg schlossartig ausgebaut, die Türme wurden 1720 abgebrochen und ab 1805, im Besitz der Gemeinde, verfiel die Burg im 19. Jahrhundert.
Anlage
Die Burganlage wurde durch einen tiefen Halsgraben, der im Mittelalter über eine Holzbrücke mit Zugbrücke verfügte, vom Bergrücken getrennt, geschützt durch einen halbrunden Turm gefolgt von einer Toranlage mit gotischem Torzwinger. Das zweite Tor und das dritte Tor, das durch eine mehrere Meter starke Ringmauer führt, zeigen ein mächtiges Buckelquaderwerk.
Der mächtige Stumpf des rechteckigen Bergfrieds, mit der dahinter liegenden Burgkapelle, zeigt für die Zeit um 1200 typisches großes exakt zugehauenes Quadermauerwerk und im Süden und Osten der Anlage befinden sich noch die Mauern der Wohngebäude mit Fenstern aus romanischer Zeit. Im Burghof befand sich eine Zisterne. Der Burgplatz ist heute ein Bodendenkmal.
Literatur
- Andreas Boos: Burgen im Süden der Oberpfalz – Die früh- und hochmittelalterlichen Befestigungen des Regensburger Umlandes. Universitätsverlag Regensburg, Regensburg 1998, ISBN 3-930480-03-4, S. 249–253.
- Ursula Pfistermeister: Burgen der Oberpfalz. Friedrich Pustet Verlag, Regensburg 1974, ISBN 3-7917-0394-3, S. 89.
Weblinks
- Burgruine Laaber in der privaten Datenbank Alle Burgen.Vorlage:Abrufdatum
- Burgruine Laaber bei burgenseite.de
- Historische Rekonstruktionszeichnung aus Burgrekonstruktion.de
Einzelnachweise
<references />
Schlösser: Schloss Alteglofsheim | Schloss Altenthann (abgegangen) | Schloss Aufhausen | Schloss Barbing | Schloss Beratzhausen | Schloss Bergstetten | Schloss Bernhardswald | Bertholzhofener Schlösschen | Schloss Diesenbach (abgegangen) | Schloss Eggmühl | Schloss Etterzhausen | Schloss Gebelkofen | Schloss Glapfenberg | Schloss Hackenberg | Schloss Haus | Schloss Hauzendorf | Burgstall Hauzenstein | Schloss Hauzenstein | Schloss Heitzenhofen | Neues Schloss Hemau | Schloss Hirschling | Schloss Hochdorf | Schloss Hohengebraching | Schloss Holzheim am Forst | Schloss Inkofen | Schloss Karlstein | Schloss Köfering | Schloss Kollersried | Schloss Kürn | Schloss Laufenthal | Schloss Oberviehhausen | Raitenbucher Schloss | Schloss Ramspau | Schloss Regendorf | Unteres Schloss (Regenstauf) (abgegangen) | Schloss Riekofen (abgegangen) | Schloss Rohrbach | Schloss Rosenhof | Schloss Sarching | Schloss Schierling | Schloss Schönach | Schloss Schönberg | Schloss Schönhofen | Silbermannsches Schlösschen | Schloss Spindlhof | Schloss Steinsberg | Schloss Sünching | Schloss Traidendorf | Jagdschloss Thiergarten | Schloss Triftlfing | Schloss Undorf | Schloss Wiesent | Schloss Wischenhofen | Schloss Wörth an der Donau | Schloss Wulkersdorf | Schloss Zaitzkofen
Burgen und Ruinen: Burg Adlmannstein | Burg Brennberg | Burgruine Donaustauf | Burg Ehrenfels | Burg Forstenberg | Burgruine Heilsberg | Burgruine Kallmünz | Burgruine Laaber | Burg Landeskron (abgegangen) | Burg Loch | Burgruine Niederviehhausen | Burgruine Ramspau | Burgruine Schlossberg | Burg Wolfsegg
Turmhügelburgen (alle abgegangen): Turmhügel Haidenkofen | Turmhügel Hardt | Turmhügel Kaltenherberg | Turmhügel Langenerling | Turmhügel Schlössl | Turmburg Weichslmühle
Burgställe (abgegangene, unbekannte Burgen): Burgstall Auburg (abgegangen) | Burgstall Buchhausen | Burgstall Drackenstein | Burgstall Durchelenburg | Burgstall Egelsburg | Burgstall Eselsburg | Burgstall Haidau | Burgstall Haugenried | Burgstall Hohe Felsen | Burgstall Karlstein | Burgstall Lichtenberg | Burgstall Lichtenroth | Burgstall Löweneck | Burgstall Luckenpaint (abgegangen) | Burgstall Martinsberg | Burgstall Neuhaus | Burgstall Oberlichtenwald | Burgstall Pentling | Burgstall Regenstauf | Burgstall Rohrbach | Burg Sanding | Burgstall Schlössel | Burgstall Alte Schlossgräben | Burgstall Schlosshänge | Burgstall Schönhofen | Burgstall Schrotzhofen | Burgstall Schwarzenfels | Burgstall Stadel | Burgstall Stifterfelsen | Burgstall Tiefenthal | Burg Traubling | Burgstall Weihenstefen | Burgstall Zinzendorf Skriptfehler: Ein solches Modul „Vorlage:Siehe auch“ ist nicht vorhanden.