Busendorf (Rattelsdorf)
Busendorf Markt Rattelsdorf
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|---|---|---|---|---|---|---|
| Koordinaten: | Vorlage:Deutsches Bundesland/Code_type:city(100)&title=Busendorf 50° 5′ N, 10° 52′ O
{{#coordinates:50,077777777778|10,865|primary
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| Höhe: | 251 (250–260) m ü. NHN | |||||
| Einwohner: | 100 (30. Sep. 2023)<ref name="Einwohner">Zahlen | Daten | Fakten > Einwohner nach Ortsteil. In: markt-rattelsdorf.de. Abgerufen am 5. Dezember 2025.</ref> | |||||
| Eingemeindung: | 1. Juli 1972 | |||||
| Postleitzahl: | 96179 | |||||
| Vorwahl: | 09533 | |||||
Busendorf (fränkisch: Busndoaf<ref>D. Fastnacht: Staffelstein, S. 63. Dort nach den Regeln des HONB folgendermaßen transkribiert: būsṇdǫəf.</ref>) ist ein Gemeindeteil des Marktes Rattelsdorf im oberfränkischen Landkreis Bamberg.<ref>Vorlage:BayernPortal Ortsteile</ref> Die Gemarkung Busendorf hat eine Fläche von 4,535 km². Sie ist in 591 Flurstücke aufgeteilt, die eine durchschnittliche Fläche von 7673 m² haben.<ref>Gemarkung Busendorf (092131). In: geoindex.io. Geoindex Aktiengesellschaft, abgerufen am 6. Dezember 2025.</ref> In ihr liegt neben dem namensgebenden Ort der Gemeindeteil Poppendorf.<ref>Webkarte. ALKIS®-Verwaltungsgrenzen - Gemarkungen. In: BayernAtlas. LDBV, abgerufen am 6. Dezember 2025.</ref>
Geografie
Das Dorf liegt auf freier Flur an einem linken Seitenarm der Itz. Nördlich des Ortes mündet der Hopfengraben als linker Zufluss in die Itz. in dessen Talgrund sich der Ort noch befindet. Südöstlich von Busendorf erhebt sich der Büchelberg (304 m ü. NHN). Die Bundesstraße 4 führt nach Hilkersdorf (1,3 km südlich) bzw. an Kaltenherberg vorbei nach Lahm (2,6 km nördlich). Die Kreisstraße HAS 52/BA 42/LIF 25 führt nach Gleusdorf (0,7 km nordwestlich) bzw. an Ummersberg vorbei nach Birkach (3 km südöstlich).<ref>Ortskarte 1:10.000. Darstellung mit Schummerung. In: BayernAtlas. LDBV, abgerufen am 8. Dezember 2025 (Entfernungsangaben entsprechen gemessener Luftlinie).</ref>
Geschichte
Der Ort wurde 1256 als „Busendorf“ erstmals urkundlich erwähnt. Das Bestimmungswort des Ortsnamens ist der Personenname Buoso.<ref>D. Fastnacht: Staffelstein, S. 63ff.</ref>
Gegen Ende des 18. Jahrhunderts bestand Busendorf aus 31 Anwesen. Das Hochgericht hatten das bambergische Centamt Döringstadt und das würzburgische Centamt Medlitz. Die Dorf- und Gemeindeherrschaft übte das bambergische Dompropsteiamt Döringstadt aus. Grundherren waren das Dompropsteiamt Döringstadt (2 Höfe, 2 Halbhöfe, 7 Güter, 9 Sölden, 10 Tropfhäuser) und die Gemeinde (1 Haus).<ref name="W67">H. Weiß: Lichtenfels-Staffelstein, S. 67f.</ref><ref>J. K. Bundschuh: Geographisches Statistisch-Topographisches Lexikon von Franken, Bd. 1, Sp. 517. Hiernach gab es 32 Häuser und 1 Gemeindehaus.</ref>
Im Jahre 1802 kam Busendorf an das Kurfürstentum Bayern. Im Rahmen des Gemeindeedikts wurde der Steuerdistrikt Busendorf gebildet. 1818 entstand die Ruralgemeinde Busendorf, zu der Poppendorf gehörte. Sie war in Verwaltung und Gerichtsbarkeit dem Landgericht Seßlach zugeordnet und in der Finanzverwaltung dem Rentamt Rattelsdorf. Ab 1862 war das neu gebildete Bezirksamt Staffelstein (1939 in Landkreis Staffelstein umbenannt) für die Verwaltung zuständig und ab 1866 das neu gebildete Rentamt Staffelstein für die Finanzverwaltung (1919 in Finanzamt Staffelstein umbenannt, ab 1929 Finanzamt Bamberg-Land). Die Gerichtsbarkeit lag weiterhin beim Landgericht Seßlach, 1880 in Amtsgericht Seßlach umbenannt, 1929 bis 1956 Amtsgericht Staffelstein, bis 1972 Amtsgericht Lichtenfels.<ref name="W158">H. Weiß: Lichtenfels-Staffelstein, S. 158.</ref> Die Gemeinde hatte 1964 eine Fläche von 4,542 km².<ref name="OV 1961" />
Am 1. Juli 1972 wurde die Gemeinde Busendorf im Zuge der Gebietsreform in Bayern nach Rattelsdorf eingemeindet.<ref></ref><ref>Rattelsdorf > Politische Einteilung. In: wiki.genealogy.net. Verein für Computergenealogie, abgerufen am 7. Dezember 2025.</ref>
Baudenkmäler
In Busendorf gibt es sieben Baudenkmäler:<ref name="Denkmalliste">Denkmalliste für Rattelsdorf (PDF) beim Bayerischen Landesamt für Denkmalpflege</ref>
- Haus Nr. 15, 16: Wohnstallhaus mit zugehörigem Fachwerkstadel
- Haus Nr. 19: Wohnstallhaus
- Wegkapelle
- Bildstock und Sandsteinkruzifix
- Kruzifix
- Kreuzschlepper
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- ehemaliges Kunstdenkmal
- Haus Nr. 5: Eingeschossiges Wohnstallhaus mit Satteldach, vorderer Giebel Halbwalm; im Wohnteil noch konstruktives Fachwerk des mittleren 19. Jahrhunderts.<ref>K.-L. Lippert: Landkreis Staffelstein, S. 81. Denkmalschutz aufgehoben, Objekt evtl. abgerissen.</ref>
Bodendenkmäler
In der Gemarkung Busendorf gibt es fünf Bodendenkmäler.<ref name="Denkmalliste"/> Skriptfehler: Ein solches Modul „Vorlage:Siehe auch“ ist nicht vorhanden.
Einwohnerentwicklung
Gemeinde Busendorf
| Jahr | 1818 | 1840 | 1852 | 1855 | 1861 | 1867 | 1871 | 1875 | 1880 | 1885 | 1890 | 1895 | 1900 | 1905 | 1910 | 1919 | 1925 | 1933 | 1939 | 1946 | 1950 | 1952 | 1961 | 1970 |
|---|---|---|---|---|---|---|---|---|---|---|---|---|---|---|---|---|---|---|---|---|---|---|---|---|
| Einwohner | 202 | 243 | 217 | 212 | 223 | 221 | 220 | 226 | 235 | 220 | 210 | 194 | 192 | 199 | 208 | 194 | 189 | 172 | 177 | 275 | 267 | 239 | 184 | 175 |
| Häuser<ref name="Häuser">Es sind nur bewohnte Häuser angegeben. 1818 und von 1871 bis 1987 werden diese als Wohngebäude bezeichnet.</ref> | 48 | 43 | 41 | 42 | 42 | 39 | 37 | 37 | ||||||||||||||||
| Quelle | <ref name="W158"/> | <ref name="HGV">Bayerisches Statistisches Landesamt (Hrsg.): Historisches Gemeindeverzeichnis : Die Einwohnerzahlen der Gemeinden Bayerns in der Zeit von 1840 bis 1952 (= Beiträge zur Statistik Bayerns. Heft 192). München 1954, DNB 451478568, OCLC 311071516, S. 156, urn:nbn:de:bvb:12-bsb00066439-3 (Digitalisat).</ref> | <ref name="HGV" /> | <ref name="HGV" /> | <ref name="OV 1861">Joseph Heyberger, Chr. Schmitt, v. Wachter: Topographisch-statistisches Handbuch des Königreichs Bayern nebst alphabetischem Ortslexikon. In: K. Bayer. Statistisches Bureau (Hrsg.): Bavaria. Landes- und Volkskunde des Königreichs Bayern. Band 5. Literarisch-artistische Anstalt der J. G. Cotta’schen Buchhandlung, München 1867, OCLC 457951812, Sp. 948, urn:nbn:de:bvb:12-bsb10374496-4 (Digitalisat).</ref> | <ref>
Kgl. statistisches Bureau (Hrsg.): Verzeichniß der Gemeinden des Königreichs Bayern nach dem Stande der Bevölkerung im Dezember 1867. XXI. Heft der Beiträge zur Statistik des Königreichs Bayern. Ackermann, München 1869, S. 148 (Digitalisat). </ref> || <ref name="OV 1875">Kgl. Statistisches Bureau (Hrsg.): Vollständiges Ortschaften-Verzeichniss des Königreichs Bayern. Nach Kreisen, Verwaltungsdistrikten, Gerichts-Sprengeln und Gemeinden unter Beifügung der Pfarrei-, Schul- und Postzugehörigkeit … mit einem alphabetischen General-Ortsregister enthaltend die Bevölkerung nach dem Ergebnisse der Volkszählung vom 1. Dezember 1875. Adolf Ackermann, München 1877, OCLC 183234026, 2. Abschnitt (Einwohnerzahlen vom 1. Dezember 1871, Viehzahlen von 1873), Sp. 1121, urn:nbn:de:bvb:12-bsb00052489-4 (Digitalisat).</ref> || <ref>Vorlage:Gemeindeverzeichnis Bayern 1879</ref> || <ref>Vorlage:Gemeindeverzeichnis Bayern 1882</ref> || <ref name="OV 1885">K. Bayer. Statistisches Bureau (Hrsg.): Ortschaften-Verzeichniss des Königreichs Bayern. Nach Regierungsbezirken, Verwaltungsdistrikten, … sodann mit einem alphabetischen Ortsregister unter Beifügung der Eigenschaft und des zuständigen Verwaltungsdistriktes für jede Ortschaft. LIV. Heft der Beiträge zur Statistik des Königreichs Bayern. München 1888, OCLC 1367926131, Abschnitt III, Sp. 1067 (Digitalisat).</ref> || <ref>Vorlage:Gemeindeverzeichnis Bayern 1892</ref> || <ref name="HGV" /> || <ref name="OV 1900">K. Bayer. Statistisches Bureau (Hrsg.): Ortschaften-Verzeichnis des Königreichs Bayern, mit alphabetischem Ortsregister. LXV. Heft der Beiträge zur Statistik des Königreichs Bayern. München 1904, DNB 361988931, OCLC 556534974, Abschnitt II, Sp. 1121 (Digitalisat).</ref> || <ref name="HGV" /> || <ref>Vorlage:Gemeindeverzeichnis Bayern 1911</ref> || <ref name="HGV" /> || <ref name="OV 1925">Bayerisches Statistisches Landesamt (Hrsg.): Ortschaften-Verzeichnis für den Freistaat Bayern nach der Volkszählung vom 16. Juni 1925 und dem Gebietsstand vom 1. Januar 1928. Heft 109 der Beiträge zur Statistik Bayerns. München 1928, DNB 361988923, OCLC 215857246, Abschnitt II, Sp. 1157 (Digitalisat). </ref> || <ref name="HGV" /> || <ref name="HGV" /> || <ref name="HGV" /> || <ref name="OV 1950">Bayerisches Statistisches Landesamt (Hrsg.): Amtliches Ortsverzeichnis für Bayern – Bearbeitet auf Grund der Volkszählung vom 13. September 1950. Heft 169 der Beiträge zur Statistik Bayerns. München 1952, DNB 453660975, OCLC 183218794, Abschnitt II, Sp. 997 (Digitalisat).</ref> || <ref name="HGV" /> || <ref name="OV 1961">Bayerisches Statistisches Landesamt (Hrsg.): Amtliches Ortsverzeichnis für Bayern, Gebietsstand am 1. Oktober 1964 mit statistischen Angaben aus der Volkszählung 1961. Heft 260 der Beiträge zur Statistik Bayerns. München 1964, DNB 453660959, OCLC 230947413, Abschnitt II, Sp. 733 (Digitalisat).</ref> || <ref name="OV 1970">Bayerisches Statistisches Landesamt (Hrsg.): Amtliches Ortsverzeichnis für Bayern. Heft 335 der Beiträge zur Statistik Bayerns. München 1973, DNB 740801384, OCLC 220710116, S. 147 (Digitalisat).</ref> |
Ort Busendorf
| Jahr | 1818 | 1861 | 1871 | 1885 | 1900 | 1925 | 1950 | 1961 | 1970 | 1987 | 2023 |
|---|---|---|---|---|---|---|---|---|---|---|---|
| Einwohner | 158 | 159 | 163 | 149 | 135 | 134 | 177 | 133 | 133 | 105 | 100 |
| Häuser<ref name="Häuser" /> | 34 | 31 | 31 | 29 | 27 | 28 | 24 | ||||
| Quelle | <ref name="W158" /> | <ref name="OV 1861" /> | <ref name="OV 1875" /> | <ref name="OV 1885" /> | <ref name="OV 1900" /> | <ref name="OV 1925" /> | <ref name="OV 1950" /> | <ref name="OV 1961" /> | <ref name="OV 1970" /> | <ref>Bayerisches Landesamt für Statistik und Datenverarbeitung (Hrsg.): Amtliches Ortsverzeichnis für Bayern, Gebietsstand: 25. Mai 1987. Heft 450 der Beiträge zur Statistik Bayerns. München November 1991, DNB 94240937X, OCLC 231287364, S. 290 (Digitalisat).</ref> | <ref name="Einwohner"/> |
Religion
Busendorf ist römisch-katholisch geprägt und ist bis heute nach St. Sebastian (Mürsbach) gepfarrt.<ref name="W67"/><ref name="OV 1961"/>
Verkehr
Busendorf hatte vom 1. Oktober 1913 bis 28. September 1975 einen Haltepunkt an der Bahnstrecke Breitengüßbach–Dietersdorf. Heute verbinden Busse des Omnibusverkehrs Franken den Ort mit Bamberg und Coburg.
Literatur
- Johann Kaspar Bundschuh: Busendorf. In: Geographisches Statistisch-Topographisches Lexikon von Franken. Band 1: A–Ei. Verlag der Stettinischen Buchhandlung, Ulm 1799, DNB 790364298, OCLC 833753073, Sp. 517 (Digitalisat).
- Vorlage:Fastnacht Staffelstein
- Vorlage:Lippert Landkreis Staffelstein
- Vorlage:Weiss Lichtenfels-Staffelstein
Weblinks
- Gemeindeteile > Busendorf. In: markt-rattelsdorf.de. Abgerufen am 8. Dezember 2025.
- Vorlage:Bavarikon Ort
- Busendorf in der Topographia Franconiae der Uni WürzburgVorlage:Abrufdatum
- Busendorf im Geschichtlichen Ortsverzeichnis des Vereins für ComputergenealogieVorlage:Abrufdatum
Einzelnachweise
<references responsive />
Busendorf | Ebing | Freudeneck | Helfenroth | Hilkersdorf | Höfen | Höfenneusig | Medlitz | Mürsbach | Poppendorf | Rattelsdorf | Speiersberg | Zaugendorf
Wüstung: Ziegenmühle
- Seiten mit Skriptfehlern
- Wikipedia:Defekter Dateilink
- Wikipedia:Vorlagenfehler/Vorlage:Literatur/Interner Fehler
- Ort im Landkreis Bamberg
- Geographie (Rattelsdorf)
- Ehemalige Gemeinde (Landkreis Bamberg)
- Ersterwähnung 1256
- Gemeindegründung 1818
- Gemeindeauflösung 1972
- Gemarkung im Landkreis Bamberg
- Ort an der Itz