Zum Inhalt springen

By the Law of Music

aus Wikipedia, der freien Enzyklopädie
By the Law of Music
Studioalbum von Matthew ShippFehler im Ausdruck: Unerwarteter Operator <

Veröffent-
lichung

1997

Label(s)

Vorlage:Str replace

Format(e)

CD

Genre(s)

Free Jazz, Neue Improvisationsmusik

Titel (Anzahl)

13

Länge

60:46

Besetzung

Vorlage:Str replace

Produktion

Art Lange

Studio(s)

Seltzer Sound, New York City

Chronologie
The Flow of X
(1996)
By the Law of Music Thesis
(1997)

Skriptfehler: Ein solches Modul „TemplatePar“ ist nicht vorhanden.

Datei:Mat Maneri.jpg
Mat Maneri

By the Law of Music ist ein Musikalbum von Matthew Shipp und seinem String Trio mit William Parker und Mat Maneri. Es wurde am 5. August 1996 in New York City aufgenommen und erschien 1997 bei HatHut Records. 2002 wurde das Album bei HatOLOGY wiederveröffentlicht.

Das Album

Bereits Anfang der 1990er Jahre hatte der Pianist Matthew Shipp mit dem Bassisten William Parker in der Band von David S. Ware zusammengearbeitet; ab 1997 spielte Shipp außerdem im Trio des Violinisten Mat Maneri. Neben seinen Produktionen für das Label Thirsty Ear, als dessen künstlerischer Leiter er für die Reihe Blue Series fungierte, legte er Mitte der 1990er Jahre auch einige Alben für das HatHut-Label vor, darunter By the Law of Music, das erste mit seinem String Trio.

Ben Ratliff geht in seinen Liner Notes der ersten Ausgabe von 1996 auf Shipps Nähe zu Johann Sebastian Bach und den klassischen Komponisten des 20. Jahrhunderts ein; er zitiert die Feststellung des Pianisten, der meine, „er wisse nicht, was Jazz sei“. In diesem Sinne enthalte die Musik des Albums, wie auch immer man dies nenne, eine Verbindung von „Elementen freier Improvisation, melodischer Erfindungen und synkopierter Rhythmen.“ Solitude, der das Album abschließende Standard von Duke Ellington ziehe eine Verbindungslinie zur Tradition, die improvisierte Musik außerhalb von vorgefassten Meinungen stelle.<ref name="ratliff">Ben Ratliff, Liner Notes 1996.</ref>

Skriptfehler: Ein solches Modul „Text“ ist nicht vorhanden., meint Matthew Shipp, Skriptfehler: Ein solches Modul „Text“ ist nicht vorhanden.<ref name="ratliff" />

Shipps Version von Solitude ist aggressiv: „der heiße, rhythmisch angelegte jungle sound von Ellingtons Bands der späten 1920er ist etwas, dem sich Shipp nahe fühlt.“<ref name="ratliff" />

Die ersten zwölf Titel des Albums bestehen aus einer Suite, nach einer knappen Pianosolo-Einleitung beginnend mit dem Titelstück. Dick Stafford meinte hierzu: „Der Komponist vergleicht sein Werk mit Mathematik oder einer metaphysischen Formel und beschreibt sein Werk als a kinetic grid [ein kinetisches Raster].“<ref name="stafford" />

„In Kraft sind die Prinzipien der Rekapitulation und der Variation, indem sich bestimmte Themen in dem Dutzend einzelner Improvisationen wiederauftreten. […] Shipp postuliert verschiedene Ideen als einen Clip, stark konzentriert, gelegentlich auf repetitive Figuren oder mikrokosmische Darstellungen setzend. […] Die beiden Wiederholungen von Grid spielt er selbst - mutiges impromptu-Piano auf Augenhöhe mit [Cecil] Taylor oder [Keith] Jarrett.“<ref name="jazzshelf">Miscellaneous Titles bei jazzshelf</ref> Freies Ensemblespiel, in dem „das Trio zu einer Kraft anwächst, sind Titel wie Whole Movement oder P X.“<ref name="jazzshelf" />

Als kammermusikalische Triosession mit der Verwendung freier Improvisation und Splittern ausgeschriebener Melodien sieht Ben Ratliff eine der naheliegenden Bezugspunkte für das Matthew Ship-Trio im Jimmy-Giuffre-Trio mit Paul Bley Ende der 1960er Jahre.<ref name="ratliff" />

Die Zusammenarbeit des Matthew Shipp String Trio setzte sich 1997 mit dem Album Strata fort; 2011 erschien das Album Expansion, Power, Release (hatOLOGY 558), 2019 Symbolic Reality (RogueArt).

Bewertung des Albums

Datei:Matthew Shipp.jpg
Matthew Shipp

Das Album erhielt durchweg positive Kritiken; das Musikmagazin CMJ New Music Monthly bezeichnete 1998 By the Law of Music als Höhepunkt Shipps bisherigen Schaffens<ref>Steve Holtje: New York City Free Jazz. In: CMJ New Music Monthly, Dezember 1998</ref> und Jazz.com nahm das Titelstück in die Reihe der Twelve essential Matthew Shipp Tracks auf. Dessen Autor Steve Greenlee schrieb dazu:

Skriptfehler: Ein solches Modul „Text“ ist nicht vorhanden.<ref>jazz.com: <templatestyles src="Webarchiv/styles.css" />Skriptfehler: Ein solches Modul „WLink“ ist nicht vorhanden. (Memento vom 28. November 2011 im Internet Archive)Skriptfehler: Ein solches Modul „TemplatePar“ ist nicht vorhanden.Vorlage:Webarchiv/Wartung/URLSkriptfehler: Ein solches Modul „TemplUtl“ ist nicht vorhanden.</ref>

Steve Loewy, der Kritiker des Allmusic, bewertete das Album mit vier von fünf Sternen und betonte in seiner Besprechung „das romantische Flair von Shipps Kompositionen, durchtränkt mit dem Geist ausgeklügelter Entdeckung und komplexer Verbindungen, aber was sie so fesselnd macht, ist die Art und Weise, wie sie das Trio interpretiert, indem sie jedes Stück im Sinn nach Vollständigkeit klingen lassen.“ Shipps Kompositionen im Besonderen seien „systematische Konstruktionen, die in der Rückschau durchaus in sich logischen Pfaden folgen“.<ref>Im Original: Shipp’s compositions show a romantic flair, imbued with a spirit of sophisticated discovery and complex relationships, but what makes them so compelling is the manner in which the trio interprets them, each piece ringing with a sense of completeness. Shipp’s performances, in particular, are orderly constructs that in retrospect take thoroughly improvised logical paths.</ref><ref name="all">https://www.allmusic.com/album/mw0000069606</ref>

Glenn Astarita bezeichnete das Album als empfehlenswert und schrieb 2002 in All About Jazz:

Skriptfehler: Ein solches Modul „Text“ ist nicht vorhanden.<ref>Astarita, All About Jazz</ref>

Datei:William Parker.jpg
William Parker

Dick Stafford bezeichnet es als gehaltreiche Musik sowohl hinsichtlich seiner Wurzeln als auch seiner Experimentierfreude. Der Autor geht auf Shipps Vorbilder Bud Powell und Thelonious Monk ein; dabei erwähnt er auch den Einfluss Duke Ellingtons, was den Anschlag und die orchestrale Spielhaltung dieser Musik angehe. „schamlose Weiterführung der freien Klänge, die Ende der 60er und in den 1970ern von Spielern wie Cecil Taylor und Pharoah Sanders eingeführt wurden.“

Der Autor geht auch auf die Beiträge des Violinisten Mat Manieri ein, dessen Spiel „eine faszinierende Mischung aus konventionellen Klängen und eher experimentellen Effekten“ sei. William Parker sei ein gleichberechtigtes Teil des Trios und sein pizzicato-Stil sei hier besonders angemessen. In den verschiedenen Solopassagen des Pianisten seien die unzähligen Einflüsse in Shipps Spiel präsent. Auch wenn dafür der Terminus Free Jazz bestehe, sei ein „starkes Maß an Kontrolle im Konzept und in der Darbietung des Bandleaders.“ Nach der Suite sei es „ein zusätzliches Vergnügen, das eher konventionelle Ellington-Stück als Schlussnummer dieser Platte zu hören. Mit wiederholtem Abspielen genoss ich diese Veröffentlichung zunehmend und möchte sie jedem Hörer empfehlen, der etwas klein wenig Experimentelles versuchen will.“ Dies sei „Kunst von hoher Qualität.“<ref name="stafford">Dick Stafford</ref>

Die Titel

  • Matthew Shipp String Trio – By The Law Of Music (hatART CD 6200, hatOLOGY 574)
    1. Signal – 0:17
    2. By the Law of Music – 2:51
    3. Implicit – 6:58
    4. Fair Play – 5:00
    5. Grid – 6:45
    6. Whole Movement – 3:05
    7. Game of Control – 7:56
    8. Point to Point – 4:21
    9. P X – 3:28
    10. Grid – 5:36
    11. Coo – 5:05
    12. X Z U – 4:31
    13. Solitude (Ellington) – 4:53
  • Alle anderen Kompositionen stammen von Matthew Shipp.

Weblinks

Anmerkungen und Einzelnachweise

<references />