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Cölln (Radibor)

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Cölln
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Gemeinde Radibor
Koordinaten: Vorlage:Deutsches Bundesland/Code_type:city&title=%3Cstrong+class%3D%22error%22%3E%3Cspan+class%3D%22scribunto-error+mw-scribunto-error-8db28562%22%3ESkriptfehler%3A+Ein+solches+Modul+%E2%80%9ECoordinates%2Fkml%E2%80%9C+ist+nicht+vorhanden.%3C%2Fspan%3E%3C%2Fstrong%3E 51° 14′ N, 14° 23′ O keine Zahl: Vorlage:Metadaten Einwohnerzahl RadiborKoordinaten: Vorlage:Deutsches Bundesland/Code_type:city 51° 13′ 31″ N, 14° 23′ 13″ O
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Bevölkerungsdichte: Fehler im Ausdruck: Nicht erkanntes Satzzeichen „[“ Einwohner/km²
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Eingemeindet nach: Radibor
Postleitzahl: 02627
Vorwahl: 035935
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Datei:WK-Cölln-Dorfaue23.jpg
Wegkreuz in Cölln
Datei:Chelno Wojerski pomnik 1.jpg
Kriegerdenkmal auf der Dorfaue
Datei:Kugelhaus von Cölln.jpg
Kugelhaus von Cölln, Architekten: Curt Domschke, Baujahr 1932–1937, vollendet in den 80er Jahren
Datei:Landhaus in Cölln.jpg
Landhaus in Cölln

Cölln, Vorlage:OrtsnSorb, ist ein Dorf in der Oberlausitz und seit 1. Oktober 1998 Ortsteil der Gemeinde Radibor im Nordosten des sächsischen Landkreises Bautzen. Es zählt zum offiziellen sorbischen Siedlungsgebiet in Sachsen.

Der deutsche Ortsname leitet sich von der sorbischen Bezeichnung ab, die vermutlich vom altsorbischen Wort für „Hügel“ stammt und somit die Lage von Cölln beschreibt. Ernst Eichler und Hans Walther lehnten diese Ableitung ab und schlossen stattdessen auf den Ursprung kólnja für „Schuppen, Stall“.<ref>Ernst Eichler und Hans Walther: Ortsnamenbuch der Oberlausitz. Akademie-Verlag, Berlin 1975.</ref> Der Ort wird in der Umgangssprache auch Cölln am Sande genannt.

Geographie

Cölln liegt etwa sieben Kilometer nördlich von Bautzen zwischen 190 und 200 Metern ü. NN. Die Umgebung ist wellig und liegt zum größten Teil niedriger als der Ort selbst. Im Westen befindet sich das Tal eines Baches, der in Richtung Milkwitz fließt.

Der Ort besteht heute aus zwei Siedlungsteilen, die in Form eines nach Südosten offenen V angeordnet sind. Das alte Straßenangerdorf befindet sich im nördlichen Teil, wogegen der südwestliche Teil entlang der Bundesstraße 96 zum größten Teil erst im 20. Jahrhundert erbaut wurde.

Geschichte

Die erste gesicherte urkundliche Erwähnung als Cöln stammt aus dem Jahr 1519.<ref>Ernst Eichler, Hans Walther: Ortsnamenbuch der Oberlausitz. I, Berlin 1975, S. 134</ref> Ältere Nennungen, etwa 1459 als Colen in Akten des Archivs in Luckau, beziehen sich auf Cölln an der Spree. Die heutige Namensform taucht zuerst 1658 auf. Später erhält der Ortsname den Zusatz bei Bautzen.

Bis Ende 1972 war Cölln eine eigenständige Landgemeinde. Dann kam der Ort zur Gemeinde Kleinwelka,<ref name="Gemeinden1994">Der BibISBN-Eintrag [[Vorlage:BibISBN/Skriptfehler: Ein solches Modul „URIutil“ ist nicht vorhanden.]] ist nicht vorhanden. Bitte prüfe die ISBN und lege ggf. einen [[[:Vorlage:Neuer Abschnitt/URL]] <span title="Vorlage:bibISBN/Skriptfehler: Ein solches Modul „URIutil“ ist nicht vorhanden. (Seite nicht vorhanden)">neuen Eintrag] an.</ref> die am 1. Oktober 1998 durch den Anschluss Kleinwelkas an Bautzen aufgelöst wurde. Cölln wurde nach Radibor umgegliedert.

Bevölkerung

Datei:Bundesarchiv Bild 183-78024-0011, Berlin, VII. DFD-Bundeskongress.jpg
Cöllner Teilnehmerin (rechts in Tracht) beim VII. Bundes­kongress des DFD in Berlin (1960)

Die letzten Bevölkerungsdaten für die Gemeinde Cölln geben für 1964 427 Einwohner an. 1890 hatte der Ort nur 300 Einwohner. Seit der Wiedervereinigung ist die Einwohnerzahl leicht gesunken; die Gemeinde Radibor gibt für 2026 375 Bewohner an. Aktuell gibt es eine steigende Tendenz. Der Ort ist vor allem Aufgrund der Nähe zu Bautzen bei jungen Familien beliebt.

Für seine Statistik über die sorbische Bevölkerung in der Oberlausitz ermittelte Arnošt Muka in den achtziger Jahren des 19. Jahrhunderts eine Bevölkerungszahl von 272 Einwohnern; davon waren 264 Sorben (97 %) und 8 Deutsche.<ref name="Muka">Skriptfehler: Ein solches Modul „Vorlage:Literatur“ ist nicht vorhanden.</ref> Ernst Tschernik zählte in der Gemeinde Cölln 1956 noch einen sorbischsprachigen Anteil von 68,2 % der Bevölkerung.<ref name="Tschernik">Skriptfehler: Ein solches Modul „Vorlage:Literatur“ ist nicht vorhanden.</ref> Seitdem ist der Gebrauch des Sorbischen im Ort weiter zurückgegangen.

Einwohnerentwicklung von Cölln

Datum Einwohner
1834 245
1871 298
1890 300
1910 273
1925 302
1939 359
1946 365
1950 411
1964 427
2010 364
2026 375

Religion

Der Ort ist sowohl katholisch als auch evangelisch nach Bautzen gepfarrt. Die letzten Angaben zur Religionszugehörigkeit stammen von 1925. Damals waren 165 von 302 Einwohnern evangelisch-lutherisch (54 %) und 137 katholisch (45 %).

Verkehr

Cölln liegt direkt an der Bundesstraße 96 (Bautzen–Hoyerswerda), die den jüngeren westlichen Teil des Ortes durchquert. Die nächste Anschlussstelle der Autobahn 4 (Salzenforst) befindet sich etwa fünf Kilometer entfernt in südlicher Richtung und ist über einen Autobahnzubringer (S 106) zu erreichen, der nördlich von Cölln von der B 96 in einem Kreisverkehr abzweigt.

Die Bahnstrecke Bautzen–Hoyerswerda verläuft unmittelbar östlich des Ortes. Der Zugverkehr wurde jedoch 2001 eingestellt und die Bahnstrecke ab 2002 abgebaut. Der ehemalige Bahnhof Radibor ist etwa zwei Kilometer entfernt. Cölln hatte einen Haltepunkt mit Wartehäuschen.

Persönlichkeiten

  • Karl Jannack (1891–1968), KPD-Fraktionsvorsitzender im Bremer Senat, Politiker, Domowina-Funktionär, geboren und gestorben in Cölln
  • Jan Krawc (1902–1986), Gründer und Leiter des Sorbischen Volkstheaters, geboren in Cölln

Einzelnachweise

<references />

Weblinks

Commons: Cölln/Chelno – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien

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