Calciumformiat
Calciumformiat ist eine chemische Verbindung aus der Gruppe der Formiate, also das Calciumsalz der Ameisensäure mit der Konstitutionsformel Ca(HCOO)2.
Vorkommen
Calciumformiat kommt sehr selten in Form des Minerals Formicait vor.<ref>mineralienatlas.de: Formicait</ref>
Gewinnung und Darstellung
Calciumformiat kann durch Reaktion von Kohlenmonoxid mit Calciumhydroxid<ref>Ullmann's Enzyklopädie der Organischen Chemie</ref>
- <math>\mathrm{2\ CO + Ca(OH)_2 \ \longrightarrow Ca(HCOO)_2}</math>
oder Reaktion von Formaldehyd mit einer Calciumverbindung in wässriger Lösung (zum Beispiel Calciumhydroxid oder Calciumperoxid) gewonnen werden.<ref>Vorlage:Patent</ref> Es entsteht auch als Beiprodukt bei der Herstellung von Polyolen (zum Beispiel Trimethylolpropan).<ref>runyoutech.com: Calciumformate.</ref>
Eigenschaften
Calciumformiat ist farbloser, fast geruchloser Feststoff. Es ist das Calciumsalz der Ameisensäure. Es kristallisiert im orthorhombischen Kristallsystem in der Vorlage:Raumgruppe mit den Gitterparametern a = 1016,8 pm, b = 1340,7 pm und c = 627,8 pm. In der Elementarzelle befinden sich acht Formeleinheiten.<ref name="Burger">N. Burger, H. Fuess, S. A. Mason: Neutron diffraction of [alpha]-calcium formate at 100 and 296 K. In: Acta Cryst. 1977, B33, S. 1968–1970, Vorlage:Doi.</ref>
Verwendung
Calciumformiat wird zur Erzeugung von Ameisensäure, als Hilfsmittel in der Gerberei, als Abbindebeschleuniger für zementgebundene Baustoffe, als Hilfsmittel zur Aufarbeitung von Ölemulsionen, zur Herstellung von Silierhilfsmitteln und Additiven für die Tierernährung verwendet.<ref>Chemische Fabrik Kalk: Anwendungen Calciumformiat.</ref> Die Verbindung wurde früher auch als Lebensmittelzusatzstoff (Konservierungsstoff E238) eingesetzt, ist aber seit 1998 nicht mehr zugelassen.<ref>bdsoft: Calciumformiat als Lebensmittelzusatzstoff.</ref>
Weblinks
Einzelnachweise
<references> <ref name="Futtermittel">Vorlage:Internetquelle</ref> </references>