Zum Inhalt springen

Carl Ouellet

aus Wikipedia, der freien Enzyklopädie
Carl Joseph Yvon Ouellet KanadaDatei:Flag of Canada (Pantone).svg
PCO 2018.jpgVorlage:Infobox Wrestlingtitel/Wartung/LogoformatPCO 2018
Voller Name Carl Joseph Yvon Ouellet
Geboren am 30. Dezember 1967
Montreal, Québec, Kanada
Wrestling-Daten
Ringname(n) Pierre Carl Ouellet
Carl Ouellet
Pierre
Pierre Ouellet
Jean-Pierre LaFitte
Kris Kannonball
Killer Karl Wallace
Wal Wallace
The Masked X
Bash the Terminator
PCO
Namenszusätze PCO
Körpergröße 185 cm
Kampfgewicht 136 kg
Angekündigt aus Montreal, Quebec, Kanada
New Orleans, Louisiana
Promotion Ring of Honor
Trainiert von Édouard Carpentier
Pat Girard
Dan Kroffat
Steve Strong
Debüt 1987
Ruhestand 2011

Carl Joseph Yvon Ouellet (* 30. Dezember 1967 in Montreal, Québec), besser bekannt unter seinen Ringnamen Carl Ouellet und Pierre Ouellet, Pierre Carl Ouellet (PCO) sowie Jean Pierre LaFitte ist ein kanadischer Wrestler.

Zu Beginn seiner Karriere wurde er vor allem als Midcarder und Tag-Team-Wrestler eingesetzt. Einer seiner größten Erfolge aus dieser Zeit ist der dreifache Erhalt der WWF World Tag Team Championship mit Jacques Rougeau als Tag-Team The Quebecers. Nachdem er 2011 in den Ruhestand gegangen war, kehrte er überraschend in den Ring zurück und steht nun bei Ring of Honor unter Vertrag, wo er mit 51 Jahren ältester ROH World Champion wurde.

Leben

Jugend

Im Alter von 12 Jahren verlor er die Sehfähigkeit im rechten Auge, nachdem ihn ein Freund versehentlich mit einem Luftgewehr angeschossen hatte. Er begann deshalb eine Augenklappe zu tragen, die später in seiner Wrestlingkarriere eines seiner Markenzeichen wurde.<ref name="OVW">Profil. Online World of Wrestling, abgerufen am 20. Mai 2011.</ref><ref name=":0">Jan Murphy: PCO enjoying rare wrestling renaissance. In: Slam! Abgerufen am 7. März 2020.</ref> Er probierte in seiner Jugend verschiedene Sportarten wie Baseball, Football und Hockey aus und gewann mit der Zeit auch sein räumliches Sehvermögen zurück beziehungsweise konnte sein Handicap mit den Jahren ausgleichen.<ref name=":0" />

Als Teenager lernte er die Wrestling-Promotion Lutte Internationale kennen und sah Stars wie Rick Martel, die Rogeau Brothers, King Tonga, Dino Bravo und Pat Patterson wrestlen. Jedoch erst mit Beginn der Hulkamania in der World Wrestling Federation (WWF) begann sein Interesse an Wrestling als Beruf. Es folgten Auftritte bei verschiedenen Independent Promotions in Quebec und im Osten von Kanada. Frühe Probleme hatte er, weil er als Franko-Kanadier ein eher schlechtes Englisch sprach, die meisten Booker und Wrestler aber kein Französisch konnten und auch die verschiedenen Spots in Englisch angesagt wurden.<ref name=":0" />

Carl Ouellet begann langsam auf der ganzen Welt zu wrestlen. So trat er für Promotions in Puerto Rico, England, Südafrika und ab 1992 auch regelmäßig bei der deutsch-österreichischen Liga Catch Wrestling Association (CWA) auf.<ref>Pat Laprade, Bertrand Hebert: Mad Dogs, Midgets and Screw Jobs: The Untold Story of How Montreal Shaped the World of Wrestling. ECW Press, 2013, ISBN 978-1-77090-296-1 (google.de [abgerufen am 7. März 2020]).</ref> Dort sollte er auch wieder ab 1997 verstärkt eingebunden werden. Auch für World Wrestling Council (WWC) arbeitete er regelmäßig. Dort hatte er Main-Events mit unter anderem Carlos Colón, Abdullah the Butcher und Jose Gonzalez.<ref name=":0" />

World Wrestling Federation/World Championship Wrestling

Datei:CarlOuellet1995.jpg
Carl Ouellet mit Augenklappe (1995)

Im Jahr 1993 kam Ouellet in die World Wrestling Federation (WWF). Jacques Rougeau, dessen Karriere nach dem Rücktritt seines Bruders Ray Rougeau als The Mountie stagnierte, entdeckte Ouellet in Puerto Rico und empfahl ihn für die WWF.<ref>WWE News, RAW Results, Smackdown Results. In: Wrestling News and Results, WWE News, TNA News, ROH News. Abgerufen am 7. März 2020 (Lua-Fehler in Modul:Multilingual, Zeile 153: attempt to index field 'data' (a nil value)).</ref> Zusammen mit Rougeau bildete Ouellet ab Juli 1993 das Tag Team The Quebecers. Dort hatte er den Namen Quebecer Pierre.<ref name=":4">Martin Hoffmann: WWE-Ex-Star PCO (Quebecer Pierre): Irrer Neustart mit 50. In: Sport1.de. 16. Dezember 2018, abgerufen am 7. März 2020.</ref> Als Manager fungierte Johnny Polo, später bekannt als Raven. In den Jahren 1993 und 1994 gewannen die Quebecers dreimal die WWF World Tag Team Championship. Nachdem Rougeau 1994 die Promotion verlassen hatte, erhielt Oulette ein neues Gimmick und trat als Pirat unter dem Namen Jean Pierre LaFitte an.<ref>Harris M. Lentz III: Biographical Dictionary of Professional Wrestling, 2d ed. McFarland, 2015, ISBN 978-1-4766-0505-0, S. 199 (google.de [abgerufen am 7. März 2020]).</ref> 1995 hatte er eine dreimonatige und generell gut rezipierte Fehde gegen Bret Hart.<ref>Tim Baines: Ouellet's star shining again? In: Slam! Abgerufen am 7. März 2020.</ref> Zwei Matches aus jener Zeit ragten heraus. Zum einen das Retirement-Match gegen Jacques Rogeau im Montreal Forum am 21. Oktober 1994, zum anderen ein Mainevent-Match gegen Bret Hart im ausverkauften Madison Square Garden.<ref name=":1">Jason Clevett: Ouellet wants another run with WWE. In: Slam! Abgerufen am 7. März 2020.</ref>

Seine Pläne als Einzelwrestler sahen vor, dass er um die WWF Championship kämpfen sollte und sein Standing in Kanada überzeugte zunächst auch Vince McMahon.<ref>Chris Walker: Behind the rebirth of Ring of Honor's 51-year-old madman known as PCO. In: sportingnews.com. 31. Januar 2019, abgerufen am 7. März 2020 (Lua-Fehler in Modul:Multilingual, Zeile 153: attempt to index field 'data' (a nil value)).</ref> Es sollte jedoch anders kommen: Nachdem er bei einer Houseshow in Montreal sich dem amtierenden Champion Diesel (Kevin Nash) geschlagen geben sollte, fürchtete er um einen Imageverlust und ein Ende seiner Karriere. Tatsächlich war er schon vorher mit The Kliq (eine Backstage-Gruppe um Shawn Michaels und Nash) aneinandergeraten, die eine starke Macht im Backstage hatten. Zwar wurde das Finish zu einem Double-Countout geändert, doch anschließend machte die Kliq Druck auf Vince McMahon. Ein weiteres Match zwischen den beiden endete beinahe in einer Schlägerei backstage. Ouellets Gimmick wurde bald zu einem Jobber und kurze Zeit später bat er um seine Entlassung.<ref name="OVW" /><ref>James Dixon, Jim Cornette, Benjamin Richardson: Titan Sinking: The decline of the WWF in 1995. Lulu.com, 2014, ISBN 978-1-291-99637-1, S. 189 f. (google.de [abgerufen am 7. März 2020]).</ref><ref>Pierre-Carl Ouellet On Heat With The Kliq And Refusing To Lose To Kevin Nash And Shawn Michaels. In: wrestlinginc.com. 2. Juli 2016, abgerufen am 7. März 2020 (Lua-Fehler in Modul:Multilingual, Zeile 153: attempt to index field 'data' (a nil value)).</ref>

1996 wechselte Ouellet in die WCW. Dort bildete er mit Jacques Rougeau das Tag Team The Amazing French Canadians, das vor allem gegen Public Enemy (Rocco Rock und Johnny Grunge) und die Steiner Brothers (Rick und Scott Steiner) antrat.<ref name="OVW" /><ref>SLAM! Wrestling Canadian Hall of Fame: Pierre Carl Ouellet. Abgerufen am 7. März 2020.</ref>

1998 kehrten beide für zwei Jahre in die WWF zurück und traten wieder als The Quebecers an. Nachdem sein Vertrag im Januar 2000 ausgelaufen war, war er kurze Zeit bei Extreme Championship Wrestling aktiv, wechselte aber nach einem verlorenen Titelmatch gegen Justin Credible wieder in die WCW. Dort wurde er Teil des „Team Canada“ um Bret Hart. Am 14. August 2000 durfte er kurzzeitig die WCW Hardcore Championship halten, verlor diese aber am selben Abend gegen Norman Smiley. Da sein Visum in diesem Jahr auslief und nicht verlängert wurde, musste er nach Kanada zurückzukehren.<ref name="OVW" />

Nach der WCW

Von November bis Dezember 2003 trat er bei Total Nonstop Action Wrestling (TNA) als maskierter Wrestler unter dem Ringnamen The Masked X an. Ab 2004 folgten gelegentliche Auftritte in Independent-Ligen, unter anderem in England und bei der neu formierten National Wrestling Alliance. Außerdem war er Moderator für die französische Ausgabe von TNA Impact.<ref name=":2" /> 2007 und 2008 erhielt er je ein Dark Match bei einem SmackDown-Taping. Bei einem ersten verlor er gegen den ECW-Star Tommy Dreamer, beim zweiten gegen Charlie Haas.<ref name=":1" />

Am 8. Februar 2011 verkündete er seinen Ausstieg aus dem Wrestlinggeschäft. Sein vorerst letztes Match bestritt er gegen Desmond Wolfe in Montreal.<ref name="OVW" /><ref name=":2">Patric Laprade: Pierre-Carl Ouellet retires. Slam! Wrestling, 9. Februar 2011, abgerufen am 20. Mai 2011.</ref>

Rückkehr zum Wrestling

Seit 2016 bestreitet er wieder Matches in Independent–Ligen.<ref>Vorlage:Cite book/Name: [Internetquelle: archiv-url ungültig Wrestler-Datenbank » PCO » Matches.] CAGEMATCH, , archiviert vom Vorlage:IconExternal (nicht mehr online verfügbar) am Vorlage:Cite book/URL; abgerufen am 5. Februar 2019 (englisch).Vorlage:Cite book/URLVorlage:Cite book/MeldungVorlage:Cite book/Meldung2Vorlage:Cite book/MeldungVorlage:Cite book/MeldungVorlage:Cite book/MeldungVorlage:Cite book/MeldungVorlage:Cite book/Meldung</ref> So traf er 2018 bei Joey Janela's Spring Break 2 auf den österreichischen Wrestler Walter.<ref name=":3">Ian Williams: Pierre Carl Ouellet Is Old as Hell and Still Banging on the Indie Circuit. In: Vice. 22. Mai 2018, abgerufen am 7. März 2020 (Lua-Fehler in Modul:Multilingual, Zeile 153: attempt to index field 'data' (a nil value)).</ref> Das Match, das am Wrestlemania-Wochenende stattfand, wurde hochgelobt.<ref name=":4" /> Er begann zusammen mit dem Fitnesstrainer Destro ein neues Gimmick zu erschaffen, eine Art Frankenstein-Monster, das er in einer Serie von YouTube-Spots vorstellte. Diese bizarren Clips, in denen er angezündet wurde, Elektroschocks erduldete und anderen Arten von Folter erduldete, wurden zu viralen Hits.<ref>Oliver Lee Bateman: The Wrestler Who Has Gone Full Frankenstein to Bring His Career Back from the Dead. In: melmagazine.com. 31. Oktober 2018, abgerufen am 7. März 2020 (Lua-Fehler in Modul:Multilingual, Zeile 153: attempt to index field 'data' (a nil value)).</ref><ref name=":3" />

Schließlich wurde er 2018 von Ring of Honor unter Exklusivvertrag genommen. Dort formte er zunächst ein Tag-Team mit Brody King und Marty Scurll namens Villain Enterprises.<ref name=":4" /> Zusammen mit Brody King gewann er die ROH World Tag Team Championship und einen Tag später die ROH World Six-Man Tag Team Championship mit Marty Scurll als zusätzlichen Mann.<ref>Title change at ROH TV tapings in Las Vegas. In: f4wonline.com. 17. März 2019, abgerufen am 7. März 2020 (Lua-Fehler in Modul:Multilingual, Zeile 153: attempt to index field 'data' (a nil value)).</ref> Am 16. April 2018 hatte er seinen bislang größten Auftritt nach seiner Rückkehr, als er in einem ausverkauften Madison Square Garden bei der G1 Supercard, veranstaltet von ROH zusammen mit New Japan Pro-Wrestling, den Tag-Team-Titel gegen die Guerillas of Destiny verlor.<ref>ROH/NJPW G1 Supercard live results: Jay White vs. Kazuchika Okada. In: f4wonline.com. 6. April 2019, abgerufen am 7. März 2020 (Lua-Fehler in Modul:Multilingual, Zeile 153: attempt to index field 'data' (a nil value)).</ref><ref name=":0" />

2019 trat er beim Crockett Cup mit King an. Die beiden durften nicht nur die Trophäe gewinnen, sondern auch die vakante NWA World Tag Team Championship. Bei der PPV-Veranstaltung Final Battle am 13. Dezember 2019 wurde er mit 51 Jahren der älteste ROH World Champion in der Geschichte von Ring of Honor.<ref>Final Battle Recap: PCO Wins ROH World Title, Two Other Titles Change Hands. In: ROHWrestling.com. 14. Dezember 2019, abgerufen am 7. März 2020 (Lua-Fehler in Modul:Multilingual, Zeile 153: attempt to index field 'data' (a nil value)).</ref><ref>Ismael AbduSalaam: PCO Plans for Historic ROH World Title Run Using the ‘George Foreman Blueprint’. In: Beats, Boxing and Mayhem. 10. Januar 2020, abgerufen am 7. März 2020 (Lua-Fehler in Modul:Multilingual, Zeile 153: attempt to index field 'data' (a nil value)).</ref>

Wrestlingtitel

  • CPW International
    • CPW Tag Team Championship (1×) mit "Wild" Dangerous Dan
  • Game Changer Wrestling
    • GCW Extreme Championship (1×)
  • International Wrestling Syndicate
    • IWS Heavyweight Championship (1×)
  • Jonquiere Championship Wrestling
    • JCW Heavyweight Championship (1×)
  • Top of the World Wrestling
    • TOW Tag Team Championship (1×) – mit Al Snow
  • Xtreme Zone Wrestling
    • XZW Ironman Championship (1×)

Weblinks

Commons: Carl Ouellet – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien

Einzelnachweise

<references></references>