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Karminativum

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Ein Karminativum (auch Carminativum; Plural Karminativa<ref>Die genaue Herkunft ist unklar; etymologische Verbindungen werden gesehen zum späteren lateinischen carminarekrempeln‘ in der Bedeutung ‚ausrichten, ordnen‘; Harri Meier: Prinzipien der etymologischen Forschung. 1986, S. 83; in ähnlicher Ableitung; Carl Christian Schmidt: Encyklopädie der gesammten Medicin. Band 2. 1841, S. 11 eigentlich ‚krempeln‘, aber auch ‚besprechen, besingen, beschwichtigen‘; in letzterer Bedeutung auch: Susanne Heimann: Charme und Verwandtes: Untersuchungen zur frz. Wortgeschichte. 1992, S. 23 ‚bezaubern‘ (von canere carmen).</ref>) ist ein Mittel gegen Blähungen. Karminativ wirksam sind vor allem Arzneidrogen mit ätherischen Ölen wie Anis, Fenchel, Kümmel, Koriander, Pfefferminzblätter, Kamillenblüten etc.<ref>Siegfried Bäumler: Heilpflanzen Praxis Heute. 1. Auflage. Urban und Fischer, 2007, ISBN 978-3-437-57271-5, S. 501–508.</ref> Die Wirkung beruht auf einem spasmolytischen Effekt auf die glatte Darmmuskulatur, einer Steigerung der Durchblutung der Darmschleimhaut sowie auf einem antimikrobiellen Effekt mit der Verminderung der Bildung von Gärungsgasen durch die Darmflora.<ref name="Löacher">Löscher, Ungemach: Pharmakotherapie bei Haus- und Nutztieren. 7. Auflage. Paul Parey, 2006, S. 473.</ref> Auch rein physikalisch wirkende Stoffe wie Simeticon kommen zum Einsatz.

Bei akuten Flatulenzen oder Meteorismus ist die blähungstreibende Wirkung von Karminativa meist nicht ausreichend, zur Kontrolle chronischer Blähungszustände sind diese Mittel jedoch häufig gut geeignet.<ref name="Löacher" />

Einzelnachweise

<references />

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