Zum Inhalt springen

Casper-Regel

aus Wikipedia, der freien Enzyklopädie

Die Casper-Regel (Casper’sche Regel) nach Johann Ludwig Casper (1796–1864)<ref>J. L. Casper: Handbuch der gerichtlichen Medizin. Thanatologischer Teil. Hirschwald, Berlin (1858)</ref> dient in der Rechtsmedizin der Einschätzung von Liegezeiten einer Leiche. Sie besagt, dass Fäulnisveränderungen nach einer Woche an der Luft mit Fäulnisveränderungen nach zwei Wochen im Wasser oder nach acht Wochen in einem Erdgrab vergleichbar sind.<ref>Randolph Penning: Rechtsmedizin systematisch. Springer, Berlin 2007, ISBN 978-3-89599-157-8</ref>

Fäulnis ist ein sicheres Todeszeichen. Die ersten Anzeichen sind die Ablösung der Oberhaut, die oftmals mit der Bildung von Blasen, sowie dem Austritt von Flüssigkeit aus Mund und Nase einhergeht.<ref>Die Leichenschau — ein aktueller Überblick. von Stefan Sommer & Oliver Peschel MMW – Fortschritte der Medizin, aufgerufen am 9. Dezember 2021</ref>

Verlässliche Angaben lassen sich anhand der Casper-Regel nicht treffen.<ref>Madea, Dettmeyer: Basiswissen Rechtsmedizin. Uni-Med, Bremen 2005, ISBN 978-3-540-71428-6</ref>

Einzelnachweise

<references />